{"id":55194,"date":"2026-10-09T08:56:42","date_gmt":"2026-10-09T08:56:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.donbosco.press\/?p=55194"},"modified":"2026-10-09T09:12:57","modified_gmt":"2026-10-09T09:12:57","slug":"das-neue-eucharistische-heiligtum-von-balasar-empfangt-die-selige-alexandrina-maria-da-costa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/salesianische-familie\/das-neue-eucharistische-heiligtum-von-balasar-empfangt-die-selige-alexandrina-maria-da-costa\/","title":{"rendered":"Das neue Eucharistische Heiligtum von Balasar empf\u00e4ngt die selige Alexandrina Maria da Costa"},"content":{"rendered":"<p><em><i>Am 10. und 11. Oktober 2026 erlebt Balasar zwei historische Tage. Die sterblichen \u00dcberreste der seligen Alexandrina Maria da Costa, einer Salesianischen Mitarbeiterin, werden aus der Pfarrkirche der heiligen Eulalia in das neue Eucharistische Heiligtum \u00fcberf\u00fchrt, das am darauffolgenden Tag vom Apostolischen Nuntius in Portugal geweiht wird. Das Geb\u00e4ude wurde auf der Grundlage ihrer Schriften entworfen: ein Zelt, das den Tabernakel birgt, ein Kreuz, das die Konstruktion tr\u00e4gt, ein Dach in Form eines Mantels. Dreizehn Jahre und sieben Monate lang lebte Alexandrina ausschlie\u00dflich von der Eucharistie; nun wird sie, wie sie es sich gew\u00fcnscht hatte, dem Tabernakel zugewandt ruhen. Gemeinsam mit ihr beten das Erzbistum Braga, die Salesianische Familie und Tausende von Gl\u00e4ubigen auf der ganzen Welt um Frieden und ihre Heiligsprechung.<\/i><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Norden Portugals, nur wenige Kilometer von Braga entfernt, liegt ein kleines Dorf, das seit Jahrzehnten Pilger aus allen Teilen der Welt anzieht. Jedes Jahr verweilen rund 150.000 Menschen im Gebet am Grab der seligen Alexandrina Maria da Costa (1904\u20131955), und 250.000 nehmen an den Eucharistiefeiern teil. Ab Oktober wird diese stille Pilgerschar ein neues Zuhause haben: das Eucharistische Heiligtum von Balasar, das den Leichnam der Seligen f\u00fcr immer aufnehmen wird. F\u00fcr das Erzbistum Braga, die Gemeinde Balasar und die zahlreichen Gl\u00e4ubigen auf der ganzen Welt ist dies ein Ereignis von gro\u00dfer kirchlicher wie auch gesellschaftlicher Bedeutung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><b>Zwei Tage der Gnade<\/b><\/strong><\/p>\n<p>Am Samstag, dem 10. Oktober, um 10 Uhr wird der Erzbischof von Braga, Msgr. Jos\u00e9 Cordeiro, die \u00dcberf\u00fchrung der sterblichen \u00dcberreste Alexandrinas aus der Pfarrkirche der heiligen Eulalia in die ihr gewidmete Kapelle im neuen Heiligtum leiten.<\/p>\n<p>Am folgenden Tag, Sonntag, dem 11. Oktober, um 16 Uhr wird der Apostolische Nuntius in Portugal, Msgr. Andr\u00e9s Carrascosa Coso, im Beisein der h\u00f6chsten kirchlichen und weltlichen W\u00fcrdentr\u00e4ger die Weihe des Heiligtums und seines Altars vornehmen. Zu den G\u00e4sten wird auch der Provinzial der Salesianer in Portugal, Pater Tarcizio Morais, geh\u00f6ren. Seine Anwesenheit ist ein Zeichen der tiefen Verbundenheit Alexandrinas mit der Familie Don Boscos, der sie als Salesianische Mitarbeiterin angeh\u00f6rte und in der sie in den letzten Jahren ihres Lebens im Salesianer Pater Umberto Pasquale einen geistlichen Begleiter fand.<\/p>\n<p>Hunderte von Gl\u00e4ubigen werden vor allem aus Portugal, Italien und Spanien anreisen. Viele weitere werden die Feierlichkeiten \u00fcber die Medien verfolgen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><b>Eine aus dem Gebet erwachsene Architektur<\/b><\/strong><\/p>\n<p>Das Heiligtum mit 1.800 Sitzpl\u00e4tzen ist nicht nur ein gro\u00dfer Raum f\u00fcr Pilger. Es wurde so gestaltet, dass es die eucharistische und marianische Spiritualit\u00e4t bewahrt und vermittelt, die Alexandrina in ihrem au\u00dfergew\u00f6hnlichen mystischen Erleben verk\u00f6rperte. Das Projekt entstand aus einer sorgf\u00e4ltigen Besch\u00e4ftigung mit ihren Schriften und ihrem Leben und vermittelt uns noch heute die Botschaft, die Gott uns durch sie \u00fcbermitteln will.<\/p>\n<p>Entworfen wurde es vom <em><i>Centro Ave Arte di Loppiano<\/i><\/em> unter der k\u00fcnstlerischen Leitung der Architektin <em><i>Elena di Taranto<\/i><\/em>. Das Zentrum beschreibt seine Arbeitsweise folgenderma\u00dfen: \u201eIndem das Zentrum das Fachwissen von Architekten, Malern und Bildhauern vereint, versteht es liturgische Kunst als gemeinschaftlichen Ausdruck von Sch\u00f6nheit und Gemeinschaft, bei dem jedes Element \u2013 von der Architektur \u00fcber die Ausstattung bis hin zu den Glasfenstern und Mosaiken \u2013 darauf ausgerichtet ist, durch eine zeitgen\u00f6ssische k\u00fcnstlerische Sprache die spirituelle Begegnung und das Gebet zu f\u00f6rdern.\u201c<\/p>\n<p>Vier Bilder pr\u00e4gen das gesamte Geb\u00e4ude.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><b>Das Zelt.<\/b><\/strong> Elena di Taranto gab dem Heiligtum die Form eines \u201eZeltes\u201c, das an das \u201eZelt in der W\u00fcste\u201c, an das \u201eZelt der Begegnung Gottes\u201c mit seinem Volk auf der Wanderung durch die W\u00fcste ins Gelobte Land erinnert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><b>Der Tabernakel.<\/b><\/strong> In der Mitte des Zeltes steht der Tabernakel, der die Gegenwart Jesu in der allerheiligsten Eucharistie birgt. Das ist keine blo\u00dfe dekorative Entscheidung: Alexandrina war ein lebendiges eucharistisches Wunder. Von 1942 bis zu ihrem Tod nahm sie dreizehn Jahre und sieben Monate lang au\u00dfer der Kommunion keine andere Nahrung zu sich. Der Herr hatte ihr die verlassenen Tabernakel anvertraut und sie zu einem Leben der Vereinigung mit ihm und der S\u00fchne f\u00fcr die Vernachl\u00e4ssigung, Gleichg\u00fcltigkeit und Sakrilegien gegen\u00fcber der allerheiligsten Eucharistie berufen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><b>Das Kreuz.<\/b><\/strong> Auf dem Bauwerk erhebt sich das Kreuz, das tragende Element der gesamten Konstruktion. Von ihm aus entwickelte sich die Architektur des Heiligtums; im Inneren liegt genau darunter die Eucharistiekapelle. \u201eDas Kreuz ist der Schl\u00fcssel zum Himmel\u201c, sagte Jesus zu Alexandrina. Seit 1925 ans Bett gefesselt, war sie berufen, vereint mit dem Gekreuzigten zu leben und ihr Leiden f\u00fcr die Rettung der Seelen, den Frieden in der Welt und die Heiligung der Kirche aufzuopfern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><b>Der Mantel.<\/b><\/strong> Das Dach hat die Form eines \u201eMantels\u201c und ist ein Zeichen ihrer marianischen Spiritualit\u00e4t. In ihrem mystischen Erleben empfing Alexandrina von Jesus und der Jungfrau den Mantel Mariens: Vereint mit der Liebe und dem Schmerz der Mutter sollte sie die ganze Welt mit deren Mantel der Liebe und des Schmerzes umh\u00fcllen und sch\u00fctzen. Im Himmel hat sie nun Anteil an der Mutter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><b>Glasfenster, die Geschichten erz\u00e4hlen<\/b><\/strong><\/p>\n<p>Die gro\u00dfen Glasfenster, die liturgische Ausstattung und die Paramente sind Werke der portugiesischen K\u00fcnstlerin <em><i>Dina Figueiredo<\/i><\/em>. Ihre Glasfenster schm\u00fccken Kirchen, Heiligt\u00fcmer und Kapellen in vielen L\u00e4ndern: von Italien mit dem ber\u00fchmten Heiligtum Maria Theotokos in Loppiano bis Spanien, von Portugal bis Japan, von Panama bis Irland.<\/p>\n<p>Viel Raum ist dem Glasfenster zu <strong><em><b><i>Leiden, Tod und Auferstehung<\/i><\/b><\/em><\/strong> gewidmet. Es zeigt Alexandrina, die sich am Kalvarienberg ganz mit Jesus identifiziert, in dem Augenblick, in dem sie der Mutter begegnet. In ihrem Tagebuch beschreibt sie, wie sich ihre Blicke trafen: \u201eSie sah mich an und ich sah sie an. Unsere Herzen vereinten sich im selben Schmerz und trennten sich nicht mehr.\u201c \u201eDer Schmerz und das Martyrium verwandelten sich in Blut, das den ganzen Kalvarienberg tr\u00e4nkte und mit ihm die ganze Menschheit.\u201c Und sie betet: \u201eM\u00f6ge dein Leiden, o mein Jesus, meine Seele durch jene Liebe und Gnade auferstehen lassen, nach der sich mein Herz so sehr sehnt. O Jesus, ich will heilig werden!\u201c<\/p>\n<p>Ein weiteres Glasfenster zeigt ein anderes marianisches Erlebnis: Die Jungfrau \u00fcberreicht ihr ihren k\u00f6niglichen Mantel. \u201eIch sehe M\u00fctterchen zu meiner Rechten. Sie k\u00fcsste mich, streichelte mich, nahm mich auf ihren Scho\u00df und bedeckte mich mit ihrem blauen, goldges\u00e4umten Mantel: Es war der Mantel der K\u00f6nigin. In diesem Augenblick hatte ich das Gef\u00fchl, als l\u00e4ge die ganze Welt im Schatten dieses himmlischen Mantels.\u201c Im Dezember 1942 wurde diese Gabe zu einer Sendung: gemeinsam mit der Mutter die Welt mit Liebe und Schmerz zu umh\u00fcllen, die f\u00fcr ihre Rettung dargebracht wurden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><b>Ein ebenerdiges Grab<\/b><\/strong><\/p>\n<p>In der Kapelle der Seligen wird ein ebenerdiges Grab angelegt, Ausdruck der Schlichtheit und Demut Alexandrinas. Wie sie selbst in ihrem Tagebuch darum gebeten hatte, wird ihr Leichnam dem Tabernakel zugewandt sein. Auf dem Boden befinden sich ein Kreuz, eine Dornenkrone und eine Statue der Jungfrau Maria. Die Kapelle wird ringsum wie ein Garten gestaltet, mit Rosen und Passionsblumen, den Blumen der Passion.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><b>Auf das Fest am 13. Oktober zu<\/b><\/strong><\/p>\n<p>Die Feierlichkeiten dauern bis zum liturgischen Gedenktag der Seligen am 13. Oktober. Am Abend des 12. Oktober zieht eine Lichterprozession von Alexandrinas Haus zum Heiligtum, wo anschlie\u00dfend eucharistische Anbetung stattfindet. Am 13. Oktober wird die heilige Messe mit der Krankensegnung gefeiert; den Abschluss bildet die Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens. Der Rektor des Heiligtums, Monsignore Manuel Casado Neiva, wird der Feier vorstehen.<\/p>\n<p>Drei Anliegen werden die Tage vom 10. bis 13. Oktober begleiten:<\/p>\n<p><em><i>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 der Frieden in der Welt;<\/i><\/em><\/p>\n<p><em><i>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 die Heiligsprechung der seligen Alexandrina;<\/i><\/em><\/p>\n<p><em><i>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 der Dank f\u00fcr das neue Heiligtum.<\/i><\/em><\/p>\n<p>Gerade im Hinblick auf die Heiligsprechung hat ein Salesianer eine <a href=\"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/unsere-heiligen\/novene-zur-seligen-alexandrina-maria-da-costa\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Novene<\/a> vorbereitet, die in sieben Sprachen \u00fcbersetzt wurde (Italienisch, Portugiesisch, Spanisch, Englisch, Franz\u00f6sisch, Deutsch und Polnisch). Sie soll an den neun Tagen vor der \u00dcberf\u00fchrung, vom 1. bis zum 9. Oktober, gebetet werden. Alternativ oder zus\u00e4tzlich wird das Rosenkranzgebet empfohlen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr das Geschenk der seligen Alexandrina an die Kirche und die Menschheit und f\u00fcr dieses neue, wundersch\u00f6ne Eucharistische Heiligtum bleibt uns nur zu sagen: \u201eMAGNIFICAT, ANIMA MEA DOMINUM!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><i>Maria Rita Scrimieri<\/i><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 10. und 11. Oktober 2026 erlebt Balasar zwei historische Tage. 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