{"id":55164,"date":"2026-10-07T08:45:31","date_gmt":"2026-10-07T08:45:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.donbosco.press\/?p=55164"},"modified":"2026-10-07T08:45:39","modified_gmt":"2026-10-07T08:45:39","slug":"neun-tage-die-der-erhabenen-mutter-des-erlosers-unter-dem-titel-maria-hilfe-der-christen-gewidmet-sind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/allerheiligste-jungfrau-maria\/neun-tage-die-der-erhabenen-mutter-des-erlosers-unter-dem-titel-maria-hilfe-der-christen-gewidmet-sind\/","title":{"rendered":"Neun Tage, die der erhabenen Mutter des Erl\u00f6sers unter dem Titel Maria, Hilfe der Christen, gewidmet sind"},"content":{"rendered":"<p><em>Im Namen Mariens, der Hilfe der Christen, klingt eine lange Geschichte des Vertrauens des christlichen Volkes auf den Schutz der Gottesmutter an. Schon im 16. Jahrhundert war die Anrufung \u201eAuxilium Christianorum\u201c in der lauretanischen Tradition bekannt. Nach dem Sieg von Lepanto am 7. Oktober 1571, der der besonderen F\u00fcrsprache der im Rosenkranz angerufenen Jungfrau zugeschrieben wurde, gewann dieser Titel im christlichen Ged\u00e4chtnis jedoch eine viel lebendigere Bedeutung. Der heilige Pius V. schrieb den Sieg der F\u00fcrsprache Mariens zu: Von diesem Tag an entstand das Fest Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz, und der \u00dcberlieferung nach fand die Anrufung \u201eAuxilium Christianorum\u201c Eingang in die Lauretanische Litanei. Maria vom Rosenkranz und Maria, Hilfe der Christen, stehen also nicht f\u00fcr zwei getrennte Formen der Marienverehrung: Es ist dieselbe Mutter, die die Kirche als jene betrachtet, die ihre Kinder in Pr\u00fcfungen begleitet, st\u00e4rkt und ihnen zu Hilfe kommt.<\/em><\/p>\n<p><em>Als der heilige Johannes Bosco 1870 die \u201eNeun Tage, der erhabenen Mutter des Erl\u00f6sers unter dem Titel Maria, Hilfe der Christen gewidmet\u201c ver\u00f6ffentlichte, griff er dieses Erbe auf und \u00fcbertrug es in die einfache, lebensnahe Sprache des christlichen Lebens. Seine Novene beschr\u00e4nkt sich nicht darauf, um Gnaden zu bitten, sondern zeigt einen wahrhaft geistlichen Weg auf: neun Tage, um im Vertrauen auf Maria, in der Treue zu den Sakramenten, im Gebet, in der N\u00e4chstenliebe und in der Verbundenheit mit Jesus zu wachsen.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"#post-55164-_Toc242260302\">An den Leser<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#post-55164-_Toc242260303\">Erkl\u00e4rung des Autors<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#post-55164-_Toc242260304\">ERSTER TAG<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#post-55164-_Toc242260305\">Maria, Hilfe der Christen in den N\u00f6ten des Lebens<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#post-55164-_Toc242260306\">Beispiel<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#post-55164-_Toc242260307\">ZWEITER TAG<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#post-55164-_Toc242260308\">Maria an den ihr geweihten Festtagen und Tagen ehren<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#post-55164-_Toc242260309\">Beispiel<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#post-55164-_Toc242260310\">DRITTER TAG<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#post-55164-_Toc242260311\">Die Heiligung der Feiertage f\u00f6rdern, Gottesl\u00e4sterungen und schlechte Reden vermeiden<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#post-55164-_Toc242260312\">Beispiel<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#post-55164-_Toc242260313\">VIERTER TAG<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#post-55164-_Toc242260314\">H\u00e4ufige Beichte<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#post-55164-_Toc242260315\">Beispiel<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#post-55164-_Toc242260316\">F\u00dcNFTER TAG<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#post-55164-_Toc242260317\">H\u00e4ufige Kommunion<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#post-55164-_Toc242260318\">Beispiel<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#post-55164-_Toc242260319\">SECHSTER TAG<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#post-55164-_Toc242260320\">Vorw\u00e4nde gegen die h\u00e4ufige Kommunion und Vorteile derselben<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#post-55164-_Toc242260321\">Beispiel<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#post-55164-_Toc242260322\">SIEBTER TAG<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#post-55164-_Toc242260323\">Die heilige Messe<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#post-55164-_Toc242260324\">Beispiel<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#post-55164-_Toc242260325\">ACHTER TAG<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#post-55164-_Toc242260326\">Ehrung Jesu im Sakrament bei Hochfesten, Prozessionen, bei der Begleitung des Heiligen Viatikums und bei Besuchen in der Kirche<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#post-55164-_Toc242260327\">Beispiel<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#post-55164-_Toc242260328\">NEUNTER TAG<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#post-55164-_Toc242260329\">Trost f\u00fcr die Marienverehrer im Angesicht des Todes<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#post-55164-_Toc242260330\">Beispiel<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#post-55164-_Toc242260331\">Weiheakt an Maria<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#post-55164-_Toc242260332\">Vereinigung der Verehrer Mariens, der Helferin der Christen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#post-55164-_Toc242260333\">Geistliche Vorteile f\u00fcr die Mitglieder<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#post-55164-_Toc242260334\">Aufnahme<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1><a id=\"post-55164-_Toc242260302\"><\/a>An den Leser<\/h1>\n<p>Neben den ver\u00f6ffentlichten Werken \u00fcber den Kult und die Wunder Mariens, die unter dem Titel <em>\u201eHilfe der Christen\u201c<\/em> angerufen wird, wurde von vielen eine Novene gefordert, die sowohl den Zweck dieser Verehrung erkl\u00e4ren als auch als Leitfaden f\u00fcr die fromme Feier des Festes dienen sollte, das zu Ehren dieser erhabenen K\u00f6nigin des Himmels eingef\u00fchrt wurde. Um diesen frommen W\u00fcnschen nachzukommen, habe ich hier in neun Betrachtungen eine Novene dargelegt, die sowohl als Vorbereitung auf das Fest Mariens, Hilfe der Christen, dienen kann, als auch denen n\u00fctzlich sein kann, die im Laufe des Jahres neun Tage dieser gemeinsamen Wohlt\u00e4terin der Menschheit widmen m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Da es das Ziel der Vereinigung der Verehrer Mariens, der Helferin der Christen, ist, ihren Mitgliedern durch die Verehrung Jesu im Sakrament und seiner unbefleckten Mutter den besonderen Schutz Mariens im Augenblick des Todes zu verschaffen, wurde darauf geachtet, die Themen zu behandeln und die frommen Gedanken zu sammeln, die daf\u00fcr am geeignetsten erschienen.<\/p>\n<p>Was die Beispiele betrifft, die jeder Betrachtung beigef\u00fcgt sind, so habe ich es f\u00fcr angebracht gehalten, die Namen der Personen, auf die sie sich beziehen, zu verschweigen, um ihnen Fragen vonseiten einiger indiskreter Leser zu ersparen. Aber die Quellen, aus denen sie stammen, werden angegeben, und f\u00fcr jeden, der seine Verehrung noch besser befriedigen m\u00f6chte, wird eine authentische handschriftliche Abschrift aufbewahrt.<\/p>\n<p>Am Ende gibt es noch einen Anhang \u00fcber die Statuten der frommen Vereinigung der Marienverehrer, die der Papst mit <em>Breve <\/em>vom 5. April 1870 zur Erzbruderschaft erhoben hat.<\/p>\n<p>Maria, Hilfe der Christen, die sich in diesen Zeiten auf so vielf\u00e4ltige Weise als gro\u00dfz\u00fcgige Wohlt\u00e4terin der armen Menschheit erweist, helfe mir und helfe auch dir, o christlicher Leser, damit wir im Stande der Gnade des Herrn leben und sterben k\u00f6nnen und alle eines Tages w\u00fcrdig sein m\u00f6gen, ihre Lobpreise ewig im Himmel zu singen. So sei es.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1><a id=\"post-55164-_Toc228452319\"><\/a><a id=\"post-55164-_Toc242260303\"><\/a>Erkl\u00e4rung des Autors<\/h1>\n<p>Um den Dekreten Urbans VIII. zu gehorchen, erkl\u00e4re ich, dass ich allem, was im Buch \u00fcber Wunder, Offenbarungen oder andere Fakten gesagt wird, keine andere als menschliche Autorit\u00e4t beizumessen gedenke; und wenn ich jemandem den Titel eines Heiligen oder Seligen gebe, so beabsichtige ich dies nur nach der Meinung zu tun; ausgenommen jene Dinge und Personen, die vom Heiligen Apostolischen Stuhl anerkannt wurden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1><a id=\"post-55164-_Toc228452320\"><\/a><a id=\"post-55164-_Toc242260304\"><\/a>ERSTER TAG<\/h1>\n<p>Vor der t\u00e4glichen Lesung soll gesagt werden:<\/p>\n<p><em> V. Deus, in adiutorium meum intende.<\/em><\/p>\n<p><em> R. Domine, ad adiuvandum me festina.<\/em><\/p>\n<p><em> V. Gloria Patri et Filio et Spiritui Sancto.<\/em><\/p>\n<p><em> R. Sicut erat in principio et nunc et semper et in saecula saeculorum. Amen.<\/em><\/p>\n<p><em> V. Maria, auxilium christianorum.<\/em><\/p>\n<p><em> R. Ora pro nobis<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-1\" href=\"#post-55164-footnote-1\">[1]<\/a><\/sup>.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><a id=\"post-55164-_Toc228452321\"><\/a><a id=\"post-55164-_Toc242260305\"><\/a>Maria, Hilfe der Christen in den N\u00f6ten des Lebens<\/h2>\n<p>1. Eine gute Mutter ist immer ein wahrer Schatz und ein gro\u00dfer Trost f\u00fcr ihre Familie. So wird Maria, unsere barmherzige Mutter, sicherlich eine Quelle der Gnade und des Segens f\u00fcr die Familien der Christen auf der ganzen Welt sein. Wir leben wie auf st\u00fcrmischer See, wie im Exil, wie im Tal der Tr\u00e4nen. Nun, Maria ist der Stern des Meeres, der Trost unseres Exils, das Licht, das uns erleuchtet, der Weg zum Himmel, kurz gesagt, sie ist unser Leben, unsere S\u00fc\u00dfe, unsere Hoffnung: <em>vita, dulcedo, et spes nostra. <\/em>Sie zeigt sich uns so, indem sie uns st\u00e4ndig geistige und zeitliche Hilfe gew\u00e4hrt. Maria, sagt der heilige Hieronymus, hat ein so barmherziges und z\u00e4rtliches Herz gegen\u00fcber den Menschen, dass es nie einen Menschen gegeben hat, der sich so sehr um seine eigenen Leiden gek\u00fcmmert hat wie Maria um die Leiden anderer<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-2\" href=\"#post-55164-footnote-2\">[2]<\/a><\/sup>. Deshalb bringt sie uns sofort Hilfe, sobald sie ein Bed\u00fcrfnis erkennt. Als Maria vom Erzengel erfuhr, dass die Familie des Zacharias und insbesondere Elisabeth Hilfe brauchte, eilte sie zu ihnen und legte eine Reise von etwa siebzig Meilen durch raue Berge zur\u00fcck: <em>abiit in montana cum festinatione<\/em><sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-3\" href=\"#post-55164-footnote-3\">[3]<\/a><\/sup>. Als sie dann in diesem gl\u00fccklichen Haus angekommen war, diente Maria drei Monate lang als dem\u00fctige Magd und verlie\u00df sie nicht mehr, bis sie ihre Dienste nicht mehr ben\u00f6tigte. &#8211; Dasselbe tat sie in Kana in Galil\u00e4a. Maria war mit Jesus und anderen bedeutenden Pers\u00f6nlichkeiten zu einer Hochzeit eingeladen, als mitten w\u00e4hrend des Festmahls der Wein ausging. Maria bemerkte mit ihrem m\u00fctterlichen Blick, dass das Brautpaar in Sorge war und sich nun mit Scham bedeckte. Bei diesem Anblick war Maria bewegt und dachte, ohne darum gebeten worden zu sein, daran, ihnen zu helfen. Sie \u00fcbernahm sofort, wie der heilige Bernhardin von Siena sagt, das Amt der frommen Helferin: <em>officium piae auxiliatricis assumsit non rogata<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-4\" href=\"#post-55164-footnote-4\">[4]<\/a><\/sup><\/em>. \u201eMein Sohn\u201c, fl\u00fcstert sie Jesus zu, \u201esie haben keinen Wein mehr\u201c. Maria spricht diese Worte mit einem Ausdruck, der deutlich macht, dass sie ein Wunder zugunsten dieser frommen Menschen w\u00fcnscht, und sie erh\u00e4lt es und tr\u00f6stet sie<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-5\" href=\"#post-55164-footnote-5\">[5]<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>2. Diese z\u00e4rtliche F\u00fcrsorge Mariens lie\u00df nicht nach, seit sie von den Engeln in den Himmel aufgenommen wurde, sondern wuchs sogar noch mehr. Oh ja, noch immer erinnert sie sich daran, dass Jesus sie auf dem Kalvarienberg zu unserer Mutter gemacht hat. <em>Mulier, ecce Filius tuus, <\/em>und dann zu seinem geliebten J\u00fcnger: <em>Ecce mater tua<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-6\" href=\"#post-55164-footnote-6\">[6]<\/a><\/sup><\/em>. In diesem Moment ber\u00fchrte Jesus ihr Herz so sehr und erf\u00fcllte es mit einer solchen Z\u00e4rtlichkeit f\u00fcr uns, dass es sich mit menschlichem Verstand nicht vorstellen l\u00e4sst. Wir k\u00f6nnen die Liebe, die alle M\u00fctter f\u00fcr ihre Kinder empfinden, zusammenz\u00e4hlen, aber die ganze Zuneigung all dieser M\u00fctter wird niemals der Liebe gleichkommen, die Maria allein f\u00fcr jeden von uns empfindet. O lieber Gedanke, o s\u00fc\u00dfer Trost! Eine so z\u00e4rtliche und liebevolle Mutter im Himmel zu haben!<\/p>\n<p>Das ist der Grund, frommer Christ, warum man im Laufe so vieler Jahrhunderte nicht lesen kann, dass Maria den Christen nicht immer in ihrer Not zu Hilfe gekommen w\u00e4re. Oh nein, rufen der heilige Augustinus und der heilige Bernhard einstimmig aus, in der Welt hat man noch nie geh\u00f6rt, dass jemand in seiner Not vertrauensvoll Maria um Hilfe gebeten hat und von ihr verlassen worden w\u00e4re<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-7\" href=\"#post-55164-footnote-7\">[7]<\/a><\/sup>. Bl\u00e4ttere ruhig in den Seiten der heiligen B\u00fccher und aller Geschichten, durchstreife die ganze christliche Welt, befrage die V\u00f6lker, K\u00f6nigreiche, St\u00e4dte, D\u00f6rfer, Familien und frage, ob es jemals vorgekommen ist, dass Maria ihren bed\u00fcrftigen Kindern nicht zu Hilfe gekommen ist. Auf deine Frage werden alle einstimmig antworten: <em>Nein, niemals.<\/em><\/p>\n<p>Um sie besser von dieser Wahrheit zu \u00fcberzeugen, betrete, mein Leser, ein Maria geweihtes Heiligtum, und du wirst dich schnell davon \u00fcberzeugen k\u00f6nnen, dass sie die<em> Hilfe der Christen <\/em>in den N\u00f6ten des Lebens ist. Betrachte die Zeichen ihrer G\u00fcte und Macht, die an diesen heiligen Mauern h\u00e4ngen. Dort siehst du einen Kranken, der von den \u00c4rzten bereits aufgegeben wurde, aber durch Maria seine Gesundheit wiedererlangt hat; hier einen, der vom Fieber geheilt wurde, einen anderen vom Fallkrampf, einen dritten von der Gangr\u00e4n. Du siehst noch andere, die durch ihre F\u00fcrsprache den H\u00e4nden von M\u00f6rdern, dem Wasser, dem Feuer, einem Sturz und so weiter entkommen sind. Wenn du diesen Ort verl\u00e4sst, wirst du unweigerlich ausrufen: O <em>Maria, wie m\u00e4chtig und wie g\u00fctig bist du, wie wahr ist es, dass du denen Hilfe bringst, die dich in den N\u00f6ten des Lebens anrufen.<\/em><\/p>\n<p>3. Wenn Maria uns in zeitlichen N\u00f6ten zu Hilfe kommt, so hilft sie uns mit noch gr\u00f6\u00dferer Eile in geistlichen N\u00f6ten. Man m\u00fcsste dicke B\u00e4nde schreiben, um alle gro\u00dfen Wohltaten aufzuz\u00e4hlen, die Maria ihren Verehrern erwiesen hat. Der heilige Bernhard dr\u00fcckt diese Wahrheit so aus: Gott wollte, dass alles Gute durch Maria zu uns komme; <em>totum nos habere voluit per Mariam<\/em>; und der heilige Bernhardin von Siena f\u00fcgt hinzu: Alle Gnaden, die wir von Gott empfangen, werden durch Maria ausgeteilt, und sie werden denen ausgeteilt, die Maria will, wann sie will und wie sie will<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-8\" href=\"#post-55164-footnote-8\">[8]<\/a><\/sup>. Und oh! Wie viele Jungfrauen verdanken ihre jungfr\u00e4uliche Reinheit ihrem Schutz! Wie viele junge Menschen verdanken ihr den Sieg \u00fcber ihre Leidenschaften! Wie viele V\u00e4ter, wie viele M\u00fctter verdanken ihr das ewige Heil ihrer Kinder! Man kann sagen, dass es im neuen Gesetz keinen Heiligen gibt, der seine Heiligkeit nicht der F\u00fcrsprache Marias verdankt. Die Geschichte lehrt uns, dass die bedeutendsten unter ihnen auch die Maria am meisten Verehrenden waren.<\/p>\n<p>Maria ist nicht nur die Helferin der Christen im Besonderen, sondern die St\u00fctze der gesamten Kirche. Durch Marias Hilfe besiegten die Apostel, die M\u00e4rtyrer und die Urkirche ihre Verfolger; durch ihre Hilfe wurde der G\u00f6tzendienst ausgerottet; durch sie wehte das Banner des Kreuzes \u00fcber die ganze Welt und triumphierte<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-9\" href=\"#post-55164-footnote-9\">[9]<\/a><\/sup>. Durch sie wurden die Barbaren besiegt, durch sie wurden die Ketzer verwirrt, durch sie wurden die H\u00e4resien ausgerottet. Zu Recht nannte der heilige Johannes Chrysostomos Maria bereits die Zierde, die Herrlichkeit und die Festigkeit der Kirche: <em>Ecclesiae nostrae decus, gloria et firmamentum<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-10\" href=\"#post-55164-footnote-10\">[10]<\/a><\/sup><\/em>. Deshalb, frommer Leser, sagen wir mit dem heiligen Bernhard: In Gefahren, in N\u00f6ten, in Zweifeln denke an Maria, rufe Maria an. Maria m\u00f6ge niemals aus deinem Mund verschwinden; Maria m\u00f6ge niemals aus deinem Herzen verschwinden. <em>In periculis, in angustiis, Mariam cogita, Mariam invoca; non recedat ab ore, non recedat a corde<\/em><sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-11\" href=\"#post-55164-footnote-11\">[11]<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p><em>Praxis<\/em>. \u2013 In Sorgen und N\u00f6ten werde ich oft Maria anrufen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><a id=\"post-55164-_Toc228452322\"><\/a><a id=\"post-55164-_Toc242260306\"><\/a>Beispiel<\/h2>\n<p>Die Geschichte liefert uns viele Beispiele, die beweisen, wie eifrig Maria den Christen in den N\u00f6ten des Lebens zu Hilfe kommt. Als Beispiel f\u00fcr alle sei der Sieg genannt, den sie den Christen gegen die T\u00fcrken verschafft hat. Diese Feinde des christlichen Namens haben nach vielen Siegen allein in der Stadt Nikosia zwanzigtausend Christen mit dem Schwert get\u00f6tet, andere geh\u00e4utet und viele lebendig zerfleischt. Damit und mit ihren Eroberungen nicht zufrieden, bedrohten sie die gesamte Christenheit mit Blutvergie\u00dfen und Gemetzel. Wer w\u00fcrde es wagen, sich diesen furchtbaren Feinden zu widersetzen? Papst Pius V., der damals die Kirche regierte, versuchte zwar, die christlichen F\u00fcrsten in einer heiligen Liga zu vereinen; er lud sie ein, er bat sie, die Waffen gegen den gemeinsamen Feind zu erheben, aber nur der K\u00f6nig von Spanien, Philipp II., und der Herzog von Savoyen, Emanuel Philibert, sowie einige wenige andere Italiener lie\u00dfen sich von der Stimme des Stellvertreters Jesu Christi bewegen. Da der Papst erkannte, dass die Kr\u00e4fte der Christen denen der Ungl\u00e4ubigen weit unterlegen waren und ein Sieg menschlich gesehen unm\u00f6glich war, setzte er sein ganzes Vertrauen in Maria. Er ordnete daher \u00f6ffentliche und private Gebete f\u00fcr die gesamte Christenheit an und gab sich selbst voller Zuversicht in ihre Arme. Dann befahl er den Gener\u00e4len der christlichen Armee, alle Menschen mit schlechtem Lebenswandel aus ihrer Armee zu entfernen und von den verbleibenden Soldaten ein untadeliges Verhalten und eine innige Verehrung Marias zu verlangen. Die K\u00e4mpfer beichten, empfangen die heilige Kommunion, werden vom Stellvertreter Christi gesegnet und machen sich unter dem Schutz der K\u00f6nigin des Himmels auf die Suche nach dem Feind. Am 8. Oktober treffen die beiden Flotten in der N\u00e4he der griechischen Stadt Lepanto aufeinander. Es ist vier Uhr nachmittags. Mit Trompetenkl\u00e4ngen wird die Schlacht er\u00f6ffnet, und die Christen st\u00fcrzen sich unter dem Ruf <em>\u201eViva Maria\u201c <\/em>auf die Ungl\u00e4ubigen. Eine ganze Stunde lang wurde bereits mit gro\u00dfer Heftigkeit gek\u00e4mpft, und der Sieg war noch unentschieden, als der Anf\u00fchrer der T\u00fcrken tot zu Boden fiel. Bei dieser Nachricht verlieren die Barbaren den Mut, geraten in Verwirrung und ergreifen die Flucht; ihre Schiffe werden gestoppt, versenkt oder verbrannt. Das Gemetzel ist allgemein, die Niederlage vollst\u00e4ndig. In kurzer Zeit verlieren die T\u00fcrken drei\u00dfigtausend Mann, zweihundertvierundzwanzig Schiffe und vierhundertsiebenundzwanzig Kanonen. Diese Verluste bedeuteten den Zusammenbruch der muslimischen Macht, die von diesem Tag an immer weiter schwand, bis sie heute ihren Tiefpunkt erreicht hat. Jeder erkannte, dass ein so bedeutender Sieg Maria zu verdanken war, die in dem Moment, als sie ihn errang, sich auch herablie\u00df, ihn in Rom ihrem frommen Pius in einer himmlischen Vision zu offenbaren. Als Zeichen der Dankbarkeit und Zuneigung verf\u00fcgte Pius V., dass die Anrufung <em>\u201eMaria, auxilium Christianorum, ora pro nobis\u201c<\/em> in die Lauretanische Litanei aufgenommen werden sollte<em>.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1><a id=\"post-55164-_Toc228452323\"><\/a><a id=\"post-55164-_Toc242260307\"><\/a>ZWEITER TAG<\/h1>\n<p><em> V. Deus, in adiutorium meum intende.<\/em><\/p>\n<p><em> R. Domine, ad adiuvandum me festina.<\/em><\/p>\n<p><em> V. Gloria Patri etc.<\/em><\/p>\n<p><em> R. Sicut erat etc.<\/em><\/p>\n<p><em> V. Maria, auxilium Christianorum.<\/em><\/p>\n<p><em> R. Ora pro nobis.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><a id=\"post-55164-_Toc228452324\"><\/a><a id=\"post-55164-_Toc242260308\"><\/a>Maria an den ihr geweihten Festtagen und Tagen ehren<\/h2>\n<p>1. Wenn wir wollen, dass Maria uns in den N\u00f6ten des Lebens hilft, bedarf es eines aufrichtigen Willens, eines lebendigen Wunsches, ihr zu gefallen und alles zu tun, was ihr gef\u00e4llt, indem wir sie besonders an den ihr geweihten Festtagen und anderen Tagen ehren. An diesen Tagen jubeln die Engel und Heiligen des Himmels vor Freude; sie vervielfachen das Lob ihrer K\u00f6nigin und versammeln sich um ihren Thron, um ihr zu huldigen und ihre Macht und Herrlichkeit zu verk\u00fcnden. Deshalb bem\u00fchen wir uns an den ihr geweihten Tagen, unsere Seele durch eine gute Beichte von jedem Makel der S\u00fcnde zu reinigen und dann die heilige Kommunion zu empfangen. Das ist der geeignetste Weg, Maria zu gefallen und ihre Festtage zu feiern. Vers\u00e4umen wir es nicht, in einer Kirche ihrem Lob zu lauschen, und wenn das nicht m\u00f6glich ist, lesen wir zumindest etwas \u00fcber ihre Tugenden und meditieren dar\u00fcber, insbesondere \u00fcber jene Taten und Geheimnisse, an die an diesen besonderen Festtagen erinnert wird.<\/p>\n<p>2. Aber um Maria an den Tagen, die ihrem Ruhm gewidmet sind, noch mehr zu gefallen, bem\u00fchen wir uns, fromme Christen, uns mit einer frommen Novene oder zumindest mit einem Triduum darauf vorzubereiten. Was tut ein guter Sohn, wenn er wei\u00df, dass das Fest seiner Mutter n\u00e4her r\u00fcckt? In den Tagen davor bereitet er das Geschenk f\u00fcr sie vor; er denkt \u00fcber Blumen nach, aus denen er einen sch\u00f6nen, seiner Mutter w\u00fcrdigen Strau\u00df zusammenstellen kann; er bereitet einen Brief oder eine kleine Predigt vor, mit der er zu gegebener Zeit die kindliche Zuneigung seines Herzens besser zum Ausdruck bringen kann. Dar\u00fcber hinaus bem\u00fcht er sich in diesen Tagen besonders, alle seine Pflichten genauer zu erf\u00fcllen; er achtet mehr denn je darauf, ihr nicht den geringsten Kummer zu bereiten; kurz gesagt, er bem\u00fcht sich, sie in allem zufrieden zu stellen. So sind wir in den Tagen vor den Marienfesten genauer in der Erf\u00fcllung unserer Pflichten, geduldiger und barmherziger. Am Morgen, w\u00e4hrend des Tages und am Abend versuchen wir, unseren Geist und unser Herz mit innigen Gebeten zu Maria zu erheben: Wir versuchen, in enger Verbindung mit ihr zu leben und alles zu tun, um ihr Freude zu bereiten. Diese Tugendakte sind wie ein vager Strau\u00df geistlicher Blumen, den wir Maria am Festtag darbringen. Kommt, meine Kinder, sagt sie, flechtet mir Blumenkr\u00e4nze, umgebt mich mit Fr\u00fcchten, denn ich schmachte vor Liebe zu euch: <em>fulcite me floribus, stipate me malis, quia amore langueo<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-12\" href=\"#post-55164-footnote-12\">[12]<\/a><\/sup><\/em>. Die Frommsten pflegen w\u00e4hrend der Novene jeden Tag eine Abt\u00f6tung in Bezug auf Essen oder Trinken zu vollziehen, Almosen zu geben, eine Messe zu h\u00f6ren oder sogar t\u00e4glich die heilige Kommunion zu empfangen. Wenn die Novene oder das Triduum in einer Kirche stattfindet, nehmen sie p\u00fcnktlich an den dort abgehaltenen Gottesdiensten teil. Die heilige Gertrud sah am Festtag Mari\u00e4 Himmelfahrt Maria mit einem Chor wundersch\u00f6ner junger M\u00e4dchen unter ihrem Mantel und verstand, dass diese gl\u00fcckliche Schar aus den Seelen bestand, die sich fromm auf dieses heilige Fest vorbereitet hatten, und dass Maria sie von da an mit wohlwollenderen Augen betrachtete und die Engel sie mit gr\u00f6\u00dferer Zuneigung besch\u00fctzten.<\/p>\n<p>3. Zus\u00e4tzlich zu den Ehrungen, die wir Maria im Laufe des Jahres, in den Novenen und an ihren Festtagen erweisen, fordert uns die heilige Kirche auf, auch den Samstag jeder Woche ihrer Verehrung zu widmen. Deshalb \u00fcben wir auch an diesem Tag einige Tugenden und Fr\u00f6mmigkeit zu Ehren dieser erhabenen K\u00f6nigin des Himmels. Der heilige Johannes vom Kreuz, die heilige Teresa, der heilige Alfons Maria von Liguori und viele andere pflegten an diesem Tag zu fasten; und so tun es auch heute noch viele gute Christen. Andere besuchen die Kirche oder sprechen zu Hause vor einem Bild Mariens einige Gebete; andere widmen alle Handlungen dieses Tages ihr zu Ehren.<\/p>\n<p>Aber das reicht uns nicht, Bruder. Lassen wir keinen Tag verstreichen, ohne Maria zu ehren. Begr\u00fc\u00dfen wir sie oft mit liebevollen Sto\u00dfgebeten. Als der heilige Bernhard eines Tages die Jungfrau mit den Worten <em>Ave Maria <\/em>liebevoll begr\u00fc\u00dfte, h\u00f6rte er sie antworten: <em>Ave Bernarde<\/em>. Bem\u00fchen wir uns auch, an den feierlichen Prozessionen teilzunehmen, die zu Ehren dieser himmlischen K\u00f6nigin stattfinden. Lassen wir uns in eine fromme Bruderschaft eintragen und erf\u00fcllen wir dann die darin vorgeschriebenen Andachts\u00fcbungen. Sprich oft mit Jugendlichen und Erwachsenen \u00fcber sie, verbreite Bilder, Medaillen und B\u00fccher, die ihre Gr\u00f6\u00dfe behandeln und z\u00e4rtliches Vertrauen und Liebe zu ihr wecken. Oh! Dann wird Maria uns wie eine wahre Mutter in diesem Leben besch\u00fctzen und uns einen besonderen Platz im Himmel bereiten, denn es steht geschrieben: Die mich ehren, werden das ewige Leben haben: <em>qui elucidant me, vitam aeternam <\/em>habebunt<em><sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-13\" href=\"#post-55164-footnote-13\">[13]<\/a><\/sup><\/em>.<\/p>\n<p><em>Praxis<\/em>. \u2013 Ich schlage vor, jeden Samstag zu Ehren Marias auf etwas zu verzichten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><a id=\"post-55164-_Toc228452325\"><\/a><a id=\"post-55164-_Toc242260309\"><\/a>Beispiel<\/h2>\n<p>Gott hat insbesondere in letzter Zeit Gefallen daran gefunden, auf F\u00fcrsprache Mariens, der Helferin, die gr\u00f6\u00dften Wunder zur Linderung der Leiden der Bedr\u00e4ngten zu wirken. Im Laufe dieser Novene werden wir einige davon zur gemeinsamen Erbauung erz\u00e4hlen. F\u00fcr den Moment m\u00f6ge die folgende Begebenheit dienen.<\/p>\n<p>Am 10. Juni 1868, gegen Mittag, kam ein vornehm aussehender Mann in Turin zur Maria-Hilf-Basilika. Er stieg aus der Kutsche, die ihn in Eile dorthin gebracht hatte, betrat die Kirche und bat um Beichte; dann empfing er mit vorbildlicher Andacht die heilige Kommunion. Nachdem er sich geb\u00fchrend bedankt hatte, ging er in die Sakristei, gab dem Kirchenvorsteher eine Spende und sagte: Beten Sie f\u00fcr mich und erz\u00e4hlen Sie der ganzen Welt von den Wundern des Herrn durch die F\u00fcrsprache der Heiligen Jungfrau. Auf die Frage, wer er sei und was ihn hierher gef\u00fchrt habe, antwortete er: Ich komme aus Faenza; ich hatte ein Kind, das einzige Objekt meiner Hoffnungen. Als es im Alter von vier Jahren krank wurde, gab es keine Hoffnung mehr auf sein Leben, und ich weinte untr\u00f6stlich um es, als w\u00e4re es schon tot. Ein Freund schlug mir zum Trost vor, eine Novene zu Maria, Hilfe der Christen, zu beten und zu versprechen, eine Spende f\u00fcr diese Kirche zu geben. Ich versprach alles und f\u00fcgte hinzu, dass ich pers\u00f6nlich kommen w\u00fcrde, um meine Spende zu geben und hier die heiligen Sakramente zu empfangen, wenn ich die Gnade erhalten w\u00fcrde. Gott erh\u00f6rte mich. In der Mitte der Novene war mein Sohn au\u00dfer Gefahr und erfreut sich nun bester Gesundheit. Er wird nicht mehr mein Sohn sein, aber ich werde ihn f\u00fcr immer Sohn Marias nennen. Ich bin zwei Tage lang gewandert: Nachdem ich nun meine Verpflichtung erf\u00fcllt habe, kehre ich getr\u00f6stet zur\u00fcck und werde immer die Mutter der Barmherzigkeit, Maria, Hilfe der Christen<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-14\" href=\"#post-55164-footnote-14\">[14]<\/a><\/sup>, segnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1><a id=\"post-55164-_Toc228452326\"><\/a><a id=\"post-55164-_Toc242260310\"><\/a>DRITTER TAG<\/h1>\n<p><em> V. Deus, in adiutorium meum intende:<\/em><\/p>\n<p><em> R. Domine, ad adiuvandam me festina.<\/em><\/p>\n<p><em> V. Gloria Patri etc.<\/em><\/p>\n<p><em> R. Sicut erat etc.<\/em><\/p>\n<p><em> V. Maria, auxilium Christianorum.<\/em><\/p>\n<p><em> R. Ora pro nobis.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><a id=\"post-55164-_Toc228452327\"><\/a><a id=\"post-55164-_Toc242260311\"><\/a>Die Heiligung der Feiertage f\u00f6rdern, Gottesl\u00e4sterungen und schlechte Reden vermeiden<\/h2>\n<p>1. Drei schwerwiegende Unruhen sind heute unter den Christen aufgekommen; Unruhen, die die Majest\u00e4t Gottes beleidigen, Seelen vernichten und das s\u00fc\u00dfeste Herz Mariens zerrei\u00dfen. Die erste davon ist die Entweihung der Feiertage. Wir sind mittlerweile an einem Punkt angelangt, an dem in vielen St\u00e4dten und D\u00f6rfern kein Unterschied mehr zwischen Feiertagen und Arbeitstagen gemacht wird. An Feiertagen wird auf dem Land gearbeitet, in Werkst\u00e4tten gearbeitet, in der \u00d6ffentlichkeit gearbeitet, privat gearbeitet. Es scheint, als h\u00e4tten sich die Feinde Gottes zusammengetan und riefen: <em>Lasset uns alle Festtage Gottes im Lande abschaffen<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-15\" href=\"#post-55164-footnote-15\">[15]<\/a><\/sup><\/em>. \u2013 Die zweite Unordnung ist die Gottesl\u00e4sterung, die sich in schrecklicher Weise ausbreitet. Leider hat der Teufel es verstanden, vielen Christen das ungerechte Handwerk beizubringen, das er in der H\u00f6lle aus\u00fcbt: <em>fluchen und l\u00e4sterlich reden. <\/em>So kommen L\u00e4sterungen aller Art aus dem Munde vieler, von Gro\u00dfen und Kleinen, von M\u00e4nnern und sogar von Frauen. Man l\u00e4stert Gott und seine Vorsehung, seine Eigenschaften, das Heilige Sakrament und alles, was religi\u00f6s und heilig ist. Als ob diese beiden Unruhen nicht ausreichten, um die Erde zu verw\u00fcsten, kommt noch eine dritte hinzu, die f\u00fcr die Seelen nicht weniger verh\u00e4ngnisvoll ist, n\u00e4mlich unreligi\u00f6se und unehrliche Reden. Mit den ersten wird die Reinheit des Glaubens angegriffen, mit den zweiten die Reinheit der Sitten; mit den ersten verliert man die Achtung vor der Kirche und ihren Amtstr\u00e4gern, mit den zweiten werden die Sitten, der Verstand und die Herzen verdorben. <em>Corrumpunt bonos mores colloquia prava<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-16\" href=\"#post-55164-footnote-16\">[16]<\/a><\/sup><\/em>. F\u00fcr diese drei Verbrechen hat die H\u00f6lle sozusagen ihr Maul noch weiter aufgerissen, denn eine unz\u00e4hlige Zahl von Christen st\u00fcrzt jeden Tag ungl\u00fccklicherweise hinein. Oh, welch beklagenswerte Zeiten! Die H\u00f6lle lacht dar\u00fcber, der Himmel weint dar\u00fcber.<\/p>\n<p>2. Christ, wenn wir Maria eine gro\u00dfe Freude machen wollen, d\u00fcrfen wir nicht nur unsere Seele mit keiner dieser S\u00fcnden beflecken, sondern m\u00fcssen mit ganzem Eifer versuchen, sie aus der Welt zu verbannen oder zumindest zu verringern. Das versuchen wir durch unser Beispiel und unsere Worte bei allen zu erreichen, mit denen wir zu tun haben, insbesondere bei unseren Mitarbeitern. Sei also in deinem Haus der Erste, der die Feiertage heiligt. Versuche, am Samstag und am Vorabend von Feiertagen alle dringenden Arbeiten zu erledigen, damit der Teufel dir am n\u00e4chsten Tag keinen Vorwand liefert, zu arbeiten oder arbeiten zu lassen. Deine Familie soll wissen, dass dies dein Wille ist; deine Diener sollen es wissen, damit sie alle Angelegenheiten bereits am Vortag erledigen. Gedenke, spricht Gott, den Feiertag zu heiligen; und tue an diesem Tag keine Arbeit: <em>memento ut diem sabbati sanctifices, nec facies in eo omne opus<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-17\" href=\"#post-55164-footnote-17\">[17]<\/a><\/sup><\/em>. Denken wir also daran, dass der Feiertag der Tag des Herrn ist und dass wir uns nicht nur von der Arbeit fernhalten, sondern ihn auch mit Dingen verbringen sollen, die ihm Ehre und Ruhm bringen und unserer Seele zugute kommen. Wenn wir den Feiertag geb\u00fchrend heiligen, werden wir gesegnet sein. An mehreren Stellen der Heiligen Schrift verspricht Gott den treuen Einhaltenden der Feiertage gro\u00dfen Wohlstand<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-18\" href=\"#post-55164-footnote-18\">[18]<\/a><\/sup>; im Gegensatz dazu m\u00fcssen diejenigen, die sie entweihen, mit schwersten Ungl\u00fccksf\u00e4llen rechnen. Im alten Gesetz wurde ihnen der Tod durch Steinigung angedroht: <em>qui polluerit illud morte morietur<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-19\" href=\"#post-55164-footnote-19\">[19]<\/a><\/sup><\/em>. Der ehrw\u00fcrdige Pfarrer von Ars sagte zu Recht: <em>Ich kenne zwei Wege, die ins Verderben f\u00fchren: Stehlen und das Entweihen der Feiertage.<\/em><\/p>\n<p>3. H\u00fcten wir uns auch, frommer Leser, davor, Gottesl\u00e4sterungen jeglicher Art auszusprechen. Gottesl\u00e4sterung ist eine schwere Ungerechtigkeit und eine schwarze Undankbarkeit gegen\u00fcber Gott: Es ist eine Tat eines Verzweifelten. Der heilige Augustinus sagt \u00fcber diejenigen, die Jesus Christus l\u00e4stern, dass ihre S\u00fcnde nicht geringer ist als die der Juden, die ihn gekreuzigt haben: <em>non minus peccant qui blasphemant Christum regnantem in coelo, quam qui crucifixerunt ambulantem in terris<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-20\" href=\"#post-55164-footnote-20\">[20]<\/a><\/sup><\/em>. Wenn du Vater oder Mutter bist oder eine andere \u00fcbergeordnete Stellung innehast, dann warne und bestrafe die Schuldigen mit angemessenen Strafen. Oh nein, lass niemals zu, dass jemand die K\u00fchnheit besitzt, dein Haus mit dieser S\u00fcnde zu entweihen. Gott gebot im alten Gesetz, dass Gottesl\u00e4sterer zum Tode verurteilt und unter einer Wolke von Steinen get\u00f6tet werden sollten: <em>qui blasphemaverit nomen Domini, morte moriatur: lapidibus opprimet eum omnis multitudo<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-21\" href=\"#post-55164-footnote-21\">[21]<\/a><\/sup><\/em>. Auch wenn dieses Strafgesetz heute nicht mehr in Kraft ist, vers\u00e4umt es Gott dennoch nicht, diejenigen, die seinen Namen entweihen, mit den schrecklichsten Strafen zu bestrafen. Oft reicht schon eine einzige Gottesl\u00e4sterung, um den g\u00f6ttlichen Fluch auf sich zu ziehen. Wegen Gottesl\u00e4sterung im Lager von Sanherib fielen in einer einzigen Nacht 180.000 Soldaten. Der Pharao l\u00e4sterte und rief: <em>Ich kenne den Herrn nicht<\/em>, und wurde mit seiner Armee im Meer begraben. Der Abtr\u00fcnnige Julian starb durch Gottesl\u00e4sterung durchbohrt. Arius, der die G\u00f6ttlichkeit Jesu Christi l\u00e4sterte, kam in einer Latrine ums Leben. Olimpio Ariano, der \u00f6ffentlich gegen die Heilige Dreifaltigkeit gel\u00e4stert hatte, wurde vor den Augen vieler, die ihm zuh\u00f6rten, von drei Blitzen getroffen und verbrannt<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-22\" href=\"#post-55164-footnote-22\">[22]<\/a><\/sup>. Ja, es ist schwierig, dass Gottesl\u00e4sterung hier unten ungestraft bleibt. Meiden wir sie um Himmels willen. Was ich dir in Bezug auf Gottesl\u00e4sterung empfehle, gilt auch f\u00fcr schlechte Reden. Lass dich niemals dazu verleiten, schlecht \u00fcber die Religion, ihre Praktiken und ihre Amtstr\u00e4ger zu sprechen. Respektiere den Papst und seine Entscheidungen; ehre den Bischof, den Pfarrer und jede heilige Person und unterwirf dich ihnen mit deinem Verstand und deinem Herzen: <em>obedite praepositis vestris, et subiacete eis<\/em>, sagte der heilige Paulus<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-23\" href=\"#post-55164-footnote-23\">[23]<\/a><\/sup>. Was die guten Sitten betrifft, so sollen deine Worte immer ehrlich, keusch und sittsam sein.<a id=\"post-55164-_Hlk208065903\"><\/a> Sei dir bewusst, dass das, was nicht erlaubt ist zu tun, auch nicht erlaubt ist zu denken, geschweige denn, es in Gegenwart anderer zu sagen; ja, oft ist es sogar ein Vergehen, mit anderen dar\u00fcber zu sprechen, was dir erlaubt w\u00e4re. Wenn Gott schon \u00fcber m\u00fc\u00dfige und nutzlose Worte streng urteilt, was wird dann erst aus b\u00f6sen und skandal\u00f6sen Worten? Manchmal reicht schon ein einziges solches Wort, um eine Seele zu ruinieren, denn, wie gesagt, schlechte Gespr\u00e4che verderben die guten Sitten: <em>corrumpunt bonos mores colloquia prava. <\/em>\u2013 Sag nicht: <em>Wenn ich ein wenig frei spreche, tue ich dies mit Menschen von Urteilsverm\u00f6gen, von denen du nichts zu bef\u00fcrchten hast<\/em>. Das ist eine T\u00e4uschung. Um eine Tods\u00fcnde zu begehen, gen\u00fcgt ein b\u00f6ser Gedanke, dem man zustimmt. Wie kannst du sicher sein, dass derjenige, der dir zuh\u00f6rt, nicht Opfer deiner Worte wird? Au\u00dferdem bist du Christ, und das reicht. Deine Zunge ist durch den Leib Jesu Christi geweiht, den du so oft in der heiligen Kommunion empfangen hast. Ach! Entweihe sie nicht mit schmutzigen Reden. Der heilige Paulus sagt den Christen, dass bestimmte Laster unter ihnen nicht einmal erw\u00e4hnt werden d\u00fcrfen: <em>impudicitia nec nominetur in vobis.<\/em> Duldest du es auch nicht, dass in deiner Gegenwart unreligi\u00f6s oder unanst\u00e4ndig gesprochen wird, und wenn dies doch geschieht, dann zeige dich mutig, erhebe deine Stimme gegen\u00fcber den Untergebenen, ermahne die Gleichgestellten und gegen\u00fcber den dir Vorgesetzten, wenn die Vorsicht dir r\u00e4t zu schweigen, zeige dennoch eine Miene des Ekels, um deutlich zu machen, dass du dich weigerst, an solchen Gespr\u00e4chen teilzunehmen. Oh ja, Maria m\u00f6ge dir helfen, die drei genannten \u00dcbel immer zu meiden, und dir die Gnade gew\u00e4hren, ihr und ihrem g\u00f6ttlichen Sohn so viele Beleidigungen zu ersparen und so vielen ungl\u00fccklichen Seelen die H\u00f6lle zu verschlie\u00dfen!<\/p>\n<p><em>Praxis<\/em>. \u2013 Ich werde die Feiertage heiligen und Gottesl\u00e4sterungen und b\u00f6se Reden meiden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><a id=\"post-55164-_Toc228452328\"><\/a><a id=\"post-55164-_Toc242260312\"><\/a>Beispiel<\/h2>\n<p>Wenn Gott auch in diesem Leben die Verehrer Mariens besch\u00fctzt und belohnt, so vers\u00e4umt er es doch nicht, diejenigen, die sie entehren und l\u00e4stern, manchmal auch auf schreckliche Weise zu bestrafen. Berichten wir von einigen Begebenheiten.<\/p>\n<p><a id=\"post-55164-_Hlk208065997\"><\/a><br \/>\nDer Ketzer Nestorius aus dem f\u00fcnften Jahrhundert l\u00e4stert Maria, indem er sagt, sie sei nicht die Mutter Gottes; aber er beendet seine Tage nicht in Frieden. Kurz darauf wird er von einer schrecklichen Krankheit befallen und stirbt mit einer verfaulten, von W\u00fcrmern zerfressenen Zunge. Im achten Jahrhundert l\u00e4stert auch Konstantin Kopronymos die seligste Jungfrau; aber Jesus Christus l\u00e4sst den L\u00e4sterer seiner Mutter nicht ungestraft. Konstantin wird von einer sch\u00e4ndlichen Krankheit befallen; an seinem K\u00f6rper bilden sich Geschw\u00fcre und gl\u00fchende Pusteln, die ihn laut schreien lassen, w\u00e4hrend ihn ein gl\u00fchendes Fieber verzehrt. Schlie\u00dflich, zwischen den entsetzlichsten Qualen, ringend und schreiend, haucht er den letzten Atem aus. Der Sohn tritt in die Fu\u00dfstapfen seines Vaters und f\u00fcgt den Worten Taten hinzu. Eines Tages l\u00e4sst er die Kronen aus Edelsteinen und Diamanten, die in der Kirche das Haupt Mariens schm\u00fccken, auf sakrilegische Weise abnehmen und setzt sie sich auf den Kopf. Aber augenblicklich bedeckt eine pestartige Beule seine Stirn, die ihn noch am selben Tag in den Tod treibt. Ein Ritter aus Holland verspottete eines Tages die Verehrung der Katholiken f\u00fcr die Heilige Jungfrau und sagte: <em>Wenn diese Madonna Wunder vollbringt, warum gibt sie dann meinem blinden Pferd nicht sein Augenlicht zur\u00fcck? <\/em>Der Gottesl\u00e4sterer wird erh\u00f6rt: Das Pferd erlangt sein Augenlicht zur\u00fcck, aber der Ritter verliert es augenblicklich<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-24\" href=\"#post-55164-footnote-24\">[24]<\/a><\/sup>. Ich k\u00f6nnte noch endlos weitermachen. Diese wenigen Beispiele reichen aus, um uns davon zu \u00fcberzeugen, dass Gott von uns verlangt, seine Heilige Mutter zu respektieren und zu ehren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1><a id=\"post-55164-_Toc228452329\"><\/a><a id=\"post-55164-_Toc242260313\"><\/a>VIERTER TAG<\/h1>\n<p><em> V. Deus, in adiutorium meum intende.<\/em><\/p>\n<p><em> R. Domine, ad adiuvandum me festina.<\/em><\/p>\n<p><em> V. Gloria Patri et Filio etc.<\/em><\/p>\n<p><em> R. Sicut erat etc.<\/em><\/p>\n<p><em> V. Maria, Auxilium Christianorum,<\/em><\/p>\n<p><em> R. Ora pro nobis.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><a id=\"post-55164-_Toc228452330\"><\/a><a id=\"post-55164-_Toc242260314\"><\/a>H\u00e4ufige Beichte<\/h2>\n<p>1. Eine der gr\u00f6\u00dften Barmherzigkeiten Jesu Christi ist das Sakrament der Beichte. Wehe uns, wenn Jesus gesagt h\u00e4tte: \u201eIch schenke euch die Taufe, ich tilge eure Erbs\u00fcnde und eure aktuellen S\u00fcnden, wenn ihr welche habt, ich mache euch zu Erben meines Reiches; aber ich verlange von euch, dass ihr bis zum Ende eures Lebens unschuldig bleibt. Wenn jemals jemand die K\u00fchnheit besitzt, sich einer schweren Schuld schuldig zu machen, soll er wissen, dass es f\u00fcr ihn keine Hoffnung mehr auf Erl\u00f6sung gibt.\u201c Jesus h\u00e4tte so sprechen k\u00f6nnen, und dennoch w\u00e4re seine Barmherzigkeit gro\u00df gewesen, uns die Gnade der heiligen Taufe geschenkt zu haben. Aber da er unsere Schw\u00e4che kannte und wusste, dass viele nach der Taufe schwer s\u00fcndigen w\u00fcrden, schuf er ein weiteres Sakrament, durch das wir seine g\u00f6ttliche Gnade, das Recht und die Hoffnung auf das Paradies wiedererlangen k\u00f6nnen. Deshalb gab er seinen Dienern die Vollmacht, in seinem Namen S\u00fcnden zu vergeben: <em>quorum remiseritis peccata remittuntur eis<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-25\" href=\"#post-55164-footnote-25\">[25]<\/a><\/sup><\/em>, und er befahl, nicht nur siebenmal zu vergeben, wie der heilige Petrus ihn bat, sondern bis zu siebzigmal siebenmal: <em>usque ad septuagies septies<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-26\" href=\"#post-55164-footnote-26\">[26]<\/a><\/sup><\/em>, das hei\u00dft, so oft der reuige S\u00fcnder seine S\u00fcnden gebeichtet hat.<\/p>\n<p>Auf Wunsch Jesu Christi ist die Beichte also das zweite Mittel zur Vers\u00f6hnung mit Gott; sie ist das zweite Flo\u00df nach dem Schiffbruch. Wer nach der Taufe eine Tods\u00fcnde begangen hat, hat keine andere Wahl, als zu beichten, d. h. alle seine S\u00fcnden reum\u00fctig einem zugelassenen Priester zu bekennen und von ihm die Absolution zu empfangen. Zu allen Zeiten wurde die geheime Beichte der S\u00fcnden praktiziert; zu allen Zeiten wurde sie als notwendig erachtet, um Gottes Vergebung zu erlangen. Im f\u00fcnften Jahrhundert der Kirche ermahnt der heilige Augustinus die Gl\u00e4ubigen, rechtzeitig Bu\u00dfe f\u00fcr ihre S\u00fcnden zu tun, und begr\u00fcndet dies mit folgenden Worten: <em>Denn wenn jemand am Ende seines Lebens angelangt ist, wei\u00df er nicht, ob er noch Bu\u00dfe tun kann, und er wei\u00df nicht, ob er noch Gott und dem Priester seine S\u00fcnden bekennen kann<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-27\" href=\"#post-55164-footnote-27\">[27]<\/a><\/sup><\/em>. \u2013 Im dritten Jahrhundert empfiehlt der heilige Cyprian den S\u00fcndern ebenfalls, ihre Vergehen zu bekennen, solange sie noch leben, solange ihre Beichte angenommen werden kann, <em>solange sie durch die Priester Bu\u00dfe und Vergebung erlangen k\u00f6nnen<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-28\" href=\"#post-55164-footnote-28\">[28]<\/a><\/sup><\/em>. Kurz zuvor verglich Origenes den S\u00fcnder mit jemandem, der unter einer schweren Verdauungsst\u00f6rung leidet, und sagte,<em> dass er, wenn er nicht ersticken wolle, seine S\u00fcnde loswerden m\u00fcsse, indem er sie dem geistlichen Arzt, also dem Priester, bekenne<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-29\" href=\"#post-55164-footnote-29\">[29]<\/a><\/sup><\/em>. \u2013 Aus diesen Gr\u00fcnden verurteilte die im Konzil von Trient versammelte Kirche diejenigen als Ketzer, die die g\u00f6ttliche Institution und die Notwendigkeit der Beichte leugnen<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-30\" href=\"#post-55164-footnote-30\">[30]<\/a><\/sup>. So m\u00fcssen Reiche und Arme, Diener und Herren, K\u00f6nige, Monarchen, Kaiser, Priester, Bisch\u00f6fe, ja sogar die P\u00e4pste selbst ihre Stirn vor einem Priester neigen, um Vergebung f\u00fcr die S\u00fcnden zu erlangen, die sie nach der Taufe begangen haben.<\/p>\n<p>2. Die Beichte hat nicht nur den Vorteil, uns die Gnade Gottes zur\u00fcckzugeben, wenn wir sie verloren haben, sondern sie auch zu vermehren, wenn wir uns ihr nur mit l\u00e4sslichen S\u00fcnden n\u00e4hern. Sie bringt uns noch weitere Vorteile: Sie verhindert, dass das Laster in unserem Herzen Wurzeln schl\u00e4gt; sie verringert die S\u00fcnden, indem sie uns die Kraft gibt, viele schwere und leichte S\u00fcnden zu vermeiden; sie macht unsere Seele in den Augen Gottes immer sch\u00f6ner. Deshalb ermahnt uns der heilige Bernhard mit folgenden Worten: Liebe die Beichte, wenn du in der g\u00f6ttlichen Gegenwart sch\u00f6n erscheinen willst: <em>ama confessionem si affectas decorem<\/em><sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-31\" href=\"#post-55164-footnote-31\">[31]<\/a><\/sup>. Durch die Beichte erlangt man auch einen vollkommenen Gewissensfrieden. Durch die Beichte erh\u00e4lt man weise Ratschl\u00e4ge von einem treuen Freund der Seele, gr\u00f6\u00dfere Kraft im Kampf gegen den Teufel, gr\u00f6\u00dferes Vertrauen f\u00fcr den Tag des Todes und gr\u00f6\u00dfere Verdienste f\u00fcr den Himmel.<\/p>\n<p>Angesichts der vielen spirituellen Vorteile sollte jeder Christ sich bem\u00fchen, dieses Sakrament oft zu empfangen, denn um in den Genuss der genannten Vorteile zu kommen, reicht es nicht aus, es nur einmal im Jahr oder selten zu empfangen. Wenn man sich nur ein- oder zweimal im Jahr waschen w\u00fcrde, wie h\u00e4sslich und unansehnlich w\u00fcrde dann das Gesicht werden! Wenn man seine Kleidung nur ein- oder zweimal im Jahr reinigen w\u00fcrde, w\u00fcrde sie sicherlich einen schrecklichen Geruch verbreiten. Nicht anders ergeht es der Seele dessen, der selten zur Beichte geht. Deshalb, mein Leser, bem\u00fchen wir uns, an allen Festtagen unseres Herrn und der Heiligen Jungfrau zur Beichte zu gehen, besser noch alle zwei Wochen oder einmal im Monat, wie es alle Katechismen empfehlen, oder alle acht Tage, wie es der heilige Philipp Neri empfohlen hat. Manche werden sagen: Ich w\u00fcrde gerne oft beichten, aber meine Gesch\u00e4fte hindern mich daran. Das ist eine leere Ausrede, eine T\u00e4uschung des Teufels. Es ist eine leere Ausrede, denn um zur Beichte zu gehen, k\u00f6nntest du die Feiertage w\u00e4hlen, an denen weltliche Angelegenheiten notwendigerweise beiseite gelegt werden m\u00fcssen. Vor diesem Hintergrund ist es unm\u00f6glich, dass ein Christ nicht von Zeit zu Zeit wenigstens eine Stunde am Feiertag finden kann, um eine so vorteilhafte Handlung zu vollziehen. Es ist auch eine <em>T\u00e4uschung des Teufels, <\/em>denn die erste, wichtigste, ja sogar einzige Aufgabe ist es, dich zu retten. Oh! ruft der Herr: <em>Was n\u00fctzt es dem Menschen, wenn er auch die ganze Welt gewinnt, aber seine Seele verliert<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-32\" href=\"#post-55164-footnote-32\">[32]<\/a><\/sup><\/em>?<\/p>\n<p>3. Der Teufel, der Feind aller heiligen Werke, bem\u00fcht sich, wenn es ihm nicht gelingt, uns von der Beichte fernzuhalten, dass wir uns ihr ohne die erforderliche Vorbereitung n\u00e4hern, sodass wir wenig oder gar keinen Nutzen daraus ziehen. Deshalb, frommer Christ, befolge die beiden folgenden Ratschl\u00e4ge, die ich f\u00fcr \u00e4u\u00dferst wichtig halte.<\/p>\n<p>1. Betrachte jede Beichte als die letzte deines Lebens. Glaube mir, lieber Leser, eine gro\u00dfe Zahl von Christen beichtet, aber sie beichten schlecht. Die heilige Teresa hatte diesbez\u00fcglich eine schreckliche Vision. Gott zeigte ihr die Vielzahl von Seelen, die vor das g\u00f6ttliche Gericht traten, um gerichtet zu werden, und sie sah, wie diese Seelen in die H\u00f6lle fielen, wie im Winter der Schnee auf die Berggipfel f\u00e4llt. Erschrocken fragte ich nach dem Grund daf\u00fcr, und Gott antwortete, dass diese Seelen nicht deshalb verloren gingen, weil sie sich geweigert hatten zu beichten, sondern weil sie schlecht gebeichtet hatten. Beichte daher im Laufe deines Lebens so, als ob du im Sterben l\u00e4gst, das hei\u00dft <em>schmerzlich <\/em>und <em>aufrichtig, <\/em>und bem\u00fche dich, die Vors\u00e4tze, die du in deiner Beichte fasst, in die Tat umzusetzen.<\/p>\n<p>2. Wirf beim Ablegen der Beichte immer einen Blick auf dein vergangenes Leben, und wenn du irgendwelche Gewissensbisse entdeckst oder irgendwelche Bef\u00fcrchtungen hinsichtlich bereits gemachter Beichten hast, vertraue dies sofort deinem Beichtvater an. Z\u00f6gere nicht von Mal zu Mal, denn du w\u00fcrdest dich in Gefahr bringen, sakrilegische Beichten abzulegen oder zumindest deiner Seele schweren Schaden zuzuf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Also, Mut, Verehrer Mariens, befolge, was ich dir gesagt habe, und wenn du dich diesem Sakrament der Barmherzigkeit n\u00e4herst, denke daran, Maria zu bitten, dass sie dir echte Reue f\u00fcr deine S\u00fcnden und den festen Vorsatz schenkt, immer und \u00fcberall der S\u00fcnde und den Gelegenheiten zur S\u00fcnde zu entfliehen. Auf diese Weise wirst du dieser K\u00f6nigin des Himmels immer lieber werden und bei jeder Beichte eine Zunahme der Gnade auf Erden und eine Zunahme der Herrlichkeit im Himmel erlangen.<\/p>\n<p><em>Praxis<\/em>: Ich werde mich darauf vorbereiten, zu Ehren Marias eine gute Beichte abzulegen, und wenn der Beichtvater es f\u00fcr notwendig h\u00e4lt, werde ich auch eine Generalbeichte ablegen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><a id=\"post-55164-_Toc228452331\"><\/a><a id=\"post-55164-_Toc242260315\"><\/a>Beispiel<\/h2>\n<p>Maria, Hilfe der Christen, l\u00e4sst \u00fcberall die s\u00fc\u00dfen Wirkungen ihrer Macht und ihrer m\u00fctterlichen Liebe sp\u00fcren. Am 26. Juli 1868 schrieb eine Person aus \u00d6sterreich den folgenden Bericht.<\/p>\n<p>Vor wenigen Tagen rief ich, von Angst bedr\u00fcckt, Maria, Hilfe der Christen, um Hilfe f\u00fcr meinen Schwiegersohn an, und jetzt wei\u00df ich nicht, mit welchen Worten ich ihr danken soll. Der Kranke war nach schwerer Krankheit am Ende seines Lebens angelangt. Mit h\u00f6chster Vorbildlichkeit empfing er die heiligen Sakramente und zeigte die Ergebenheit und St\u00e4rke eines wahrhaft sterbenden Christen. Aber ich, meine Tochter und alle anderen Familienmitglieder waren entsetzt bei dem Gedanken, ihn zu verlieren. In dieser schrecklichen Situation begannen wir eine Novene zu Ehren von Maria, Hilfe der Christen, unserer einzigen Hoffnung. Am 18. begannen wir die denkw\u00fcrdige Novene, und ich legte dem Kranken die wundersame Medaille von Maria, Hilfe der Christen, um den Hals. Es ist kaum zu glauben! Noch am selben Tag gewann der Kranke so sehr an Kr\u00e4ften und sein Leiden lie\u00df so sehr nach, dass die \u00c4rzte ihn f\u00fcr au\u00dfer Gefahr befanden. Heute (26. Juli) spricht der Kranke, lacht, scherzt und konnte sich bereits mit Getr\u00e4nken und Speisen verschiedener Art st\u00e4rken. M\u00f6ge nun und immerdar von allen und an allen Orten der Name Mari\u00e4, Hilfe der Christen, gesegnet, gepriesen und angerufen werden.<\/p>\n<p>Zu dem oben erw\u00e4hnten Ereignis f\u00fcgen wir noch ein weiteres hinzu, das sich am 29. Mai 1867 in Huete in Spanien zugetragen hat. Eine arme Mutter hatte einen siebenj\u00e4hrigen Sohn, der seit drei Monaten infolge einer Pockeninfektion sein Augenlicht vollst\u00e4ndig verloren hatte. Nachdem alle Versuche vergeblich geblieben waren und sie keine Hoffnung mehr auf menschliche Heilmittel hatte, setzte sie ihr ganzes Vertrauen in den Schutz Mariens, Hilfe der Christen. An diesem Tag f\u00fchrte sie den kleinen Blinden an der Hand zur Kirche. Dort legte sie ihre Beichte ab, warf sich weinend zu F\u00fc\u00dfen des Marienbildnisses nieder und sagte zu dem Jungen: \u201eMein Sohn, vertraue dich der Madonna der Hilfe an und bitte sie, dich zu heilen und dir das Augenlicht zur\u00fcckzugeben.\u201c<\/p>\n<p>Der kleine Junge gehorchte der Aufforderung seiner Mutter und begann mit folgenden Worten zu beten: \u201eJungfrau Maria, heile meine \u00c4uglein.\u201c Kaum hatte er diese Worte ausgesprochen, rief er: \u201eMama, Mama, ich sehe das Bild der Heiligen Jungfrau: Oh, wie sch\u00f6n sie ist! Ich sehe auch dich und ich sehe meine H\u00e4ndchen.\u201c Das Wunder war geschehen, die Mutter war au\u00dfer sich vor Freude und brach in Tr\u00e4nen aus, alle anderen taten es ihr gleich; laut dankte sie ihrer Befreierin und verk\u00fcndete \u00fcberall ihre G\u00fcte und Macht<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-33\" href=\"#post-55164-footnote-33\">[33]<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1><a id=\"post-55164-_Toc228452332\"><\/a><a id=\"post-55164-_Toc242260316\"><\/a>F\u00dcNFTER TAG<\/h1>\n<p><em> V. Deus, in adiutorium meum intende.<\/em><\/p>\n<p><em> R. Domine, ad adiuvandum me festina.<\/em><\/p>\n<p><em> V. Gloria Patri etc.<\/em><\/p>\n<p><em> R. Sicut erat etc.<\/em><\/p>\n<p><em> V. Maria, Auxilium Christianorum,<\/em><\/p>\n<p><em> R. Ora pro nobis.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><a id=\"post-55164-_Toc228452333\"><\/a><a id=\"post-55164-_Toc242260317\"><\/a>H\u00e4ufige Kommunion<\/h2>\n<p>1. Die Liebe Jesu Christi zu den Menschen ist unendlich gro\u00df.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend seines gesamten irdischen Lebens hat er durch Worte und Taten gezeigt, wie sehr die Menschen die Freude seines Herzens sind: <em>deliciae meae esse cum filiis hominum<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-34\" href=\"#post-55164-footnote-34\">[34]<\/a><\/sup><\/em>. Trotz allem, was er bereits getan hatte, war sein Herz noch nicht zufrieden. Er wollte ein Wunder vollbringen, das man als Zusammenfassung all seiner Wunder bezeichnen kann: <em>memoriam fecit mirabilium suorum<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-35\" href=\"#post-55164-footnote-35\">[35]<\/a><\/sup><\/em>. In seiner unendlichen Weisheit fand er einen Weg, sich mit uns in einer unaussprechlichen Vereinigung zu verbinden, mit seinem Leib, seinem Blut, seiner Seele und seiner Gottheit in uns einzutreten, unseren Leib und unsere Seele so eng mit sich zu vereinen, dass wir eins mit ihm und fast ein und derselbe Leib wurden<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-36\" href=\"#post-55164-footnote-36\">[36]<\/a><\/sup>. Er fand einen Weg, sich von uns verzehren zu lassen, ohne je aufzuh\u00f6ren, glorreich und unsterblich zu leben: <em>Escam dedit timentibus se<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-37\" href=\"#post-55164-footnote-37\">[37]<\/a><\/sup><\/em>. Und wie? Durch die wunderbare Einsetzung der Heiligen Eucharistie.<\/p>\n<p>2. Unser guter Jesus sagte beim letzten Abendmahl zu seinen Aposteln, dass <em>er diesen Moment mit dem lebhaftesten Verlangen erwartet habe<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-38\" href=\"#post-55164-footnote-38\">[38]<\/a><\/sup><\/em>; nachdem er sie an die bereits gemachten Versprechen erinnert hatte, ihnen sein Fleisch und sein Blut zu essen und zu trinken zu geben<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-39\" href=\"#post-55164-footnote-39\">[39]<\/a><\/sup>, erkl\u00e4rte er ihnen, wie er einen Weg gefunden hatte, seine W\u00fcnsche zu erf\u00fcllen. Er nimmt also das Brot in die Hand, erhebt seine Augen zum Himmel, segnet es, bricht es und reicht es seinen J\u00fcngern mit den folgenden ehrw\u00fcrdigen Worten: Nehmt und esst: <em>Das ist mein Leib. <\/em>Mit diesen Worten h\u00f6rt das Brot auf, Brot zu sein, und wird zum wirklichen Leib Jesu Christi. Angesichts dieses unerh\u00f6rten Wunders schauen sich die Engel voller Staunen an; die Apostel, voller Glauben und zu Tr\u00e4nen ger\u00fchrt, gehorchen der Aufforderung des guten Meisters, nehmen diese g\u00f6ttliche Speise und essen sie, schmiegen sich enger an Jesus und genie\u00dfen zum ersten Mal einen Trost, den sie bis dahin noch nicht gekannt hatten.<\/p>\n<p>Jesus nimmt dann den Kelch, f\u00fcllt ihn mit Wein, segnet ihn und reicht ihn ihnen mit den Worten: Nehmt und trinkt alle davon: <em>Das ist mein Blut<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-40\" href=\"#post-55164-footnote-40\">[40]<\/a><\/sup><\/em>. In diesem Moment h\u00f6rt der Wein auf, Wein zu sein, und wird zum kostbaren Blut Jesu Christi. Aber Jesus ist noch nicht zufrieden damit, seinen Aposteln dieses gro\u00dfe Geschenk gemacht und sich so eng mit ihnen verbunden zu haben. Er sehnt sich noch danach, sich mit so vielen Seelen zu verbinden, die von Jahrhundert zu Jahrhundert und an allen Orten der Erde an ihn glauben und ihn innig lieben w\u00fcrden. Deshalb weiht er in diesem Moment seine Apostel selbst zu Priestern, gibt ihnen die Vollmacht, das zu tun, was er selbst getan hat, indem er \u00fcber Brot und Wein dieselben Worte spricht. Er befiehlt ihnen noch, andere Priester zu weihen, die mit derselben Vollmacht ausgestattet sind, und so sollen sie einander bis zum Ende der Welt nachfolgen, damit er durch ihren Dienst, der zu allen Zeiten und an allen Orten ausge\u00fcbt wird, sich mit allen Seelen vereinen und in ihnen seine Wonne finden kann; <em>hoc facite in meam commemorationem: <\/em>tut dies zu meinem Ged\u00e4chtnis. Oh! Unbeschreibliches Geschenk! Zu Recht sagte das Konzil von Trient, dass Jesus Christus mit der Einsetzung dieses Sakraments sozusagen alle Reicht\u00fcmer seiner g\u00f6ttlichen Liebe zu den Menschen ersch\u00f6pft hat: <em>Sacramentum hoc instituit, in quo divitias divini sui erga homines amoris velut effudit<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-41\" href=\"#post-55164-footnote-41\">[41]<\/a><\/sup><\/em>. Indem Jesus sich ganz unserer Nahrung hingab, sagt der heilige Augustinus, gab er alles, was er als Allm\u00e4chtiger geben konnte; alles, was er als Allwissender zu geben wusste; er gab alles, was er als unendlich Reicher besa\u00df<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-42\" href=\"#post-55164-footnote-42\">[42]<\/a><\/sup>. Aber warum hat er uns ein so gro\u00dfes Geschenk gemacht? Weil die Liebe Jesu keine Grenzen kennt. Oh! Unbegreifliche Liebe! O guter Jesus, ich bewundere dich, ich danke dir, ich verehre dich.<\/p>\n<p>3. Was Jesus Christus dazu bewog, dieses g\u00f6ttliche Sakrament einzusetzen, war der gro\u00dfe Wunsch, sich eng mit uns zu verbinden, um uns mit Gnaden zu bereichern und unsere Seelen zu retten. Um uns zu ermutigen, es h\u00e4ufig in der heiligen Kommunion zu empfangen, gab er uns gro\u00dfe Verhei\u00dfungen. Er versprach denen, die es empfangen w\u00fcrden, das Paradies; er versprach ewiges Leben, eine glorreiche Auferstehung am Ende der Welt: <em>Ich bin das Brot, das vom Himmel gekommen ist<\/em>, sagte er, <em>wer dieses Brot, das mein Fleisch ist, isst, wird ewig leben, und ich werde ihn am letzten Tag auferwecken<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-43\" href=\"#post-55164-footnote-43\">[43]<\/a><\/sup><\/em>. Und damit niemand sich weigerte, sich diesem himmlischen Mahl zu n\u00e4hern, drohte er denen, die sich davon fernhielten, mit dem ewigen Tod:<em> Amen, amen dico vobis, nisi manducaveritis Carnem Filii hominis et biberitis eius Sanguinem non habebitis vitam in vobis <sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-44\" href=\"#post-55164-footnote-44\">[44]<\/a><\/sup><\/em>. Ach! <em>Kommt alle zu mir<\/em>, f\u00e4hrt dieser z\u00e4rtliche Vater fort, <em>kommt alle zu mir, die ihr m\u00fcde und bedr\u00fcckt seid, und ich werde euch erquicken<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-45\" href=\"#post-55164-footnote-45\">[45]<\/a><\/sup><\/em>. Kommt, ihr Gerechten und Unschuldigen, und ich werde euch Ausdauer geben; kommt auch ihr, ihr S\u00fcnder, wenn ihr nur eure S\u00fcnden bereut und entschlossen seid, sie nicht mehr zu begehen, und ich werde euch ebenso wie ein z\u00e4rtlicher Vater aufnehmen; <em>Venite ad me omnes, et ego reficiam vos<\/em>. K\u00f6nnte er noch mehr sagen, um uns seinen Wunsch zu zeigen, in der heiligen Kommunion empfangen zu werden? \u2013 Maria, die das Herz Jesu genau kennt, sehnt sich ebenfalls danach, seine Verehrer oft am Tisch der Engel sitzen zu sehen. Nach seiner Himmelfahrt gab sie den ersten Christen diesen Rat und ging ihnen mit gutem Beispiel voran, die in seine Fu\u00dfstapfen traten und jeden Tag die heilige Kommunion empfingen; <em>erant perseverantes in communicatione fractionis panis<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-46\" href=\"#post-55164-footnote-46\">[46]<\/a><\/sup><\/em>. Die h\u00e4ufige Kommunion war der Wunsch, die St\u00fctze und der s\u00fc\u00dfeste Trost der Gl\u00e4ubigen in Zeiten blutiger Verfolgungen. Bei dieser Gelegenheit erlaubte die Kirche ihnen sogar, eine geweihte Hostie in einer kostbaren Schatulle mit nach Hause zu nehmen, damit sie sich selbst die Kommunion spenden konnten, wenn sie Gefahr liefen, von den Henkern gefasst und zum Martyrium gef\u00fchrt zu werden. Alle Heiligen haben die heilige Kommunion immer empfohlen und h\u00e4ufig empfangen.<\/p>\n<p>Die heilige Kirche hat die Gl\u00e4ubigen zu allen Zeiten dazu angehalten, h\u00e4ufig die Kommunion zu empfangen. Hier sind die Worte, die im Konzil von Trient festgehalten wurden: \u201eEs w\u00e4re h\u00f6chst w\u00fcnschenswert, dass jeder gl\u00e4ubige Christ sich in einem solchen Bewusstseinszustand befindet, dass er jedes Mal, wenn er an der heiligen Messe teilnimmt, die heilige Kommunion empfangen kann<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-47\" href=\"#post-55164-footnote-47\">[47]<\/a><\/sup>.\u201c Um die Christen zu ermutigen, h\u00e4ufig zur Beichte und zur Kommunion zu gehen, gew\u00e4hrt Papst Clemens XIII. schlie\u00dflich allen, die die lobenswerte Gewohnheit haben, jede Woche zu beichten, einen vollkommenen Ablass, wann immer sie die heilige Kommunion empfangen.<\/p>\n<p>Wenn also Jesus Christus die Kommunion f\u00fcr uns eingef\u00fchrt hat, wenn er sich sehnlichst w\u00fcnscht, dass wir sie oft empfangen, wenn die ersten Christen durch ihr Beispiel, Maria durch ihren Rat und die katholische Kirche durch ihre Autorit\u00e4t uns zur h\u00e4ufigen Kommunion anspornen, wollen wir dann vielleicht Ausreden suchen, um uns davon fernzuhalten?<\/p>\n<p><em>Praxis <\/em>\u2013 Ich werde h\u00e4ufig zur heiligen Kommunion gehen, insbesondere w\u00e4hrend der Novenen und Marienfeste.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><a id=\"post-55164-_Toc228452334\"><\/a><a id=\"post-55164-_Toc242260318\"><\/a>Beispiel<\/h2>\n<p>Im Jahr 552 nach Christus ereignete sich in Konstantinopel eine sehr aufsehenerregende Begebenheit im Zusammenhang mit der Kommunion. In dieser Stadt war es \u00fcblich, in den Schulen unschuldige Kinder zu suchen, damit sie die heiligen Hostien des Leibes Jesu Christi verzehrten, wenn nach der Kommunion der Gl\u00e4ubigen welche \u00fcbrig blieben. Eines Tages wurde zuf\u00e4llig der Sohn eines j\u00fcdischen Glasers mit den anderen Kindern mitgebracht. Als sein Vater ihn fragte, warum er sp\u00e4ter als gew\u00f6hnlich nach Hause gekommen sei, erz\u00e4hlte der Junge naiv, was er zusammen mit den christlichen Kindern getan und gegessen hatte. Daraufhin wurde der Vater w\u00fctend, st\u00fcrzte sich auf seinen Sohn, fesselte ihn und warf ihn, ohne ein Wort zu sagen, in den Ofen, in dem Glas geschmolzen wurde. Die Mutter, die nichts von dem Vorfall wusste, war beunruhigt und betr\u00fcbt, weil sie ihren geliebten Sohn nicht sehen konnte, und suchte ihn in der Stadt. Nach drei Tagen vergeblicher Suche kehrte sie weinend und verzweifelt schreiend nach Hause zur\u00fcck, als sie in der N\u00e4he des Ofens den Jungen h\u00f6rte, der aus den Flammen auf ihre Rufe antwortete. Zwischen Furcht und Hoffnung rennt sie schnell hin, bricht die T\u00fcr auf, ruft um Hilfe, und zum gro\u00dfen Erstaunen aller wird der gl\u00fcckliche Junge gesund und wohlbehalten herausgezogen. Auf die Frage, wie er so lange unversehrt von den Flammen bleiben konnte, antwortete er, dass eine in Purpur gekleidete Frau oft zu ihm kam und ihm Wasser brachte, um das Feuer um ihn herum zu l\u00f6schen, und gutes Essen, um seinen Hunger zu stillen. Dieses Wunder bewegte die ganze Stadt. Die Mutter und der Sohn nahmen die katholische Religion an, und der Vater wurde auf Befehl von Kaiser Justinian wegen seines Verbrechens zum Tode verurteilt<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-48\" href=\"#post-55164-footnote-48\">[48]<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>Wenn Maria (die zweifellos die in Purpur gekleidete Frau war) einem Kind, das ohne zu wissen, was es tat, die heilige Kommunion empfangen hatte, so au\u00dfergew\u00f6hnliche Hilfe leistete, welche Gnaden wird sie dann den Gl\u00e4ubigen erweisen, die sich h\u00e4ufig und mit der gebotenen Bereitschaft diesem g\u00f6ttlichen Sakrament n\u00e4hern?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1><a id=\"post-55164-_Toc228452335\"><\/a><a id=\"post-55164-_Toc242260319\"><\/a>SECHSTER TAG<\/h1>\n<p><em> V. Deus, in adiutorium meum intende.<\/em><\/p>\n<p><em> R. Domine, ad adiuvandum me festina.<\/em><\/p>\n<p><em> V. Gloria Patri et Filio etc.<\/em><\/p>\n<p><em> R. Sicut erat etc.<\/em><\/p>\n<p><em> V. Maria, Auxilium Christianorum,<\/em><\/p>\n<p><em> R. Ora pro nobis.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><a id=\"post-55164-_Toc228452336\"><\/a><a id=\"post-55164-_Toc242260320\"><\/a>Vorw\u00e4nde gegen die h\u00e4ufige Kommunion und Vorteile derselben<\/h2>\n<p>1. Der Teufel mit seinen T\u00e4uschungen und die Welt mit ihren Vorw\u00e4nden sind es, die die Gl\u00e4ubigen von der h\u00e4ufigen Kommunion fernhalten.<\/p>\n<p>Manche sagen: <em>Um h\u00e4ufig die Kommunion zu empfangen, muss man heilig sein; ich bin es jedoch nicht<\/em>.<\/p>\n<p>Ich antworte: Um h\u00e4ufig die Kommunion zu empfangen, muss man heilig sein; aber nicht vollkommen heilig, wie es die bedeutendsten Heiligen und M\u00e4rtyrer sind, sondern so heilig, wie es allen Christen m\u00f6glich ist; diese Heiligkeit besteht im Gnadenstand Gottes, verbunden mit dem guten Willen, der S\u00fcnde zu entfliehen und Gott zu dienen. Diese Heiligkeit verlangt Gott von allen, auch wenn sie nicht zur Kommunion gehen; und wenn du sie nicht besitzt, solltest du dich bem\u00fchen, sie zu erlangen. Wenn du sie bereits besitzt, bist du heilig genug, um zur Kommunion zu gehen; ja, wenn du diese ausreichende Heiligkeit besitzt, solltest du Jesus Christus oft empfangen, um sie in deiner Seele noch mehr zu st\u00e4rken und zu vermehren. In diesem Zusammenhang und um weitere T\u00e4uschungen zu vermeiden, denke daran, dass die Kommunion von Jesus Christus nicht nur als <em>Belohnung <\/em>f\u00fcr erworbene Tugenden eingef\u00fchrt wurde, sondern auch als Mittel, um sie zu erwerben.<\/p>\n<p>Ein anderer sagt: <em>Ich wage es nicht, zur Kommunion zu gehen, ohne vorher zu beichten, und ich habe nicht jedes Mal Zeit zu beichten<\/em>.<\/p>\n<p>Dem antwortet man: Es ist nicht notwendig, jedes Mal zu beichten, wenn man die Kommunion empfangen m\u00f6chte. Es gibt nur einen einzigen Fall, in dem wir verpflichtet sind, vor dem Empfang der Heiligen Hostie zu beichten, und zwar wenn wir uns bewusst sind, eine Tods\u00fcnde begangen zu haben<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-49\" href=\"#post-55164-footnote-49\">[49]<\/a><\/sup>. Nun fallen christliche Seelen, die oft die Heiligen Sakramente empfangen, entweder nie oder nur sehr selten in schwere Schuld. F\u00fcr l\u00e4ssliche S\u00fcnden ist die Beichte nicht notwendig, und um sie zu tilgen, gen\u00fcgt es, einen Akt der N\u00e4chstenliebe oder der Reue zu vollziehen, das Zeichen des Heiligen Kreuzes mit Weihwasser zu machen, das <em>Vaterunser<\/em> zu beten<em>, <\/em>and\u00e4chtig der heiligen Messe zuzuh\u00f6ren und \u00c4hnliches. Und selbst wenn du eine leichte S\u00fcnde auf dem Gewissen h\u00e4ttest, solltest du dich nicht qu\u00e4len, denn die Kirche hat erkl\u00e4rt, dass die Kommunion vor Tods\u00fcnden bewahrt und l\u00e4ssliche S\u00fcnden tilgt: <em>quo liberemur a culpis quotidianis, et a mortalibus praeservemur<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-50\" href=\"#post-55164-footnote-50\">[50]<\/a><\/sup><\/em>. Da man jedoch durch eine gut gemachte Beichte auch viele Gnaden und Hilfen erh\u00e4lt, ist es gut, wenn wir von Zeit zu Zeit, etwa alle acht oder f\u00fcnfzehn Tage, zur Beichte gehen.<\/p>\n<p>2. Ein anderer wird sagen: <em>Ich versp\u00fcre keine Inbrunst, sondern bin ohne Fr\u00f6mmigkeit<\/em>.<\/p>\n<p>Die Antwort lautet: Um die Kommunion gut und fruchtbar zu empfangen, ist es keineswegs notwendig, Inbrunst zu empfinden; vielmehr sind die Kommunionen, die in Trockenheit, aber zum Wohlgefallen Gottes empfangen werden, die verdienstvollsten. Viele Heilige, wie der heilige Vinzenz von Paul und die heilige Teresa, waren dem gleichen Mangel an Inbrunst und Ablenkungen ausgesetzt; dennoch haben sie ihre Fr\u00f6mmigkeits\u00fcbungen, insbesondere die heilige Kommunion, nie unterlassen. Auch wenn du lau bist, sagt der heilige Bonaventura, n\u00e4here dich mit Vertrauen, denn je kr\u00e4nker du bist, desto mehr brauchst du den Arzt: <em>Licet tepide, accede fiducialiter, quia quo magis aeger, magis indiges<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-51\" href=\"#post-55164-footnote-51\">[51]<\/a><\/sup><\/em>.<\/p>\n<p>Andere f\u00fcgen hinzu: <em>Ich wage es nicht mehr, oft die Kommunion zu empfangen, weil ich immer wieder in dieselben Fehler zur\u00fcckfalle<\/em>.<\/p>\n<p>Aber wenn du dich der Kommunion enth\u00e4ltst, wirst du leichter wieder in dieselben Fehler zur\u00fcckfallen, vielleicht sogar in noch gr\u00f6\u00dfere: Denn, wenn du dich des Brotes der Starken enth\u00e4ltst, wirst du immer schw\u00e4cher werden und schlie\u00dflich daran sterben. H\u00f6re also, was der heilige Ambrosius dazu sagt: Ich s\u00fcndige jeden Tag, daher brauche ich jeden Tag das Heilmittel: <em>quotidie pecco, quotidie remedio indigeo<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-52\" href=\"#post-55164-footnote-52\">[52]<\/a><\/sup><\/em>. Man darf nicht vergessen, dass die t\u00e4gliche Kommunion zwar vor Tods\u00fcnden bewahrt, uns aber nicht makellos macht. Deshalb bem\u00fchen wir uns, unser Herz von der Schuld zu l\u00f6sen, den guten Willen zu haben, Gott zu lieben und ihm zu dienen, und uns dann nicht \u00fcber die t\u00e4glichen Fehler zu \u00e4rgern. Die heilige Kommunion wird uns jedes Mal reinigen und uns auch die Kraft geben, einen Gro\u00dfteil davon zu vermeiden.<\/p>\n<p>3. Manche sagen: <em>Es ist nicht notwendig, oft die Kommunion zu empfangen: Die Kirche schreibt es einmal im Jahr vor<\/em>.<\/p>\n<p>H\u00f6re die Antwort: Jesus Christus, K\u00f6nig des Himmels und der Erde; Jesus Christus, Liebe, Freude aller Heiligen, m\u00f6chte, dass wir oft die Kommunion empfangen. Warum also dar\u00fcber nachdenken, ob diese H\u00e4ufigkeit notwendig ist oder nicht? Kennst und liebst du Jesus? Dann erf\u00fclle seine W\u00fcnsche.<\/p>\n<p>Es stimmt zwar, dass die Kirche vorschreibt, mindestens einmal im Jahr die Kommunion zu empfangen, aber sie verbietet nicht, dies \u00f6fter zu tun, sondern w\u00fcnscht es sogar. Achte auf das Wort <em>mindestens<\/em>, mit dem sie ihr Gebot ausdr\u00fcckt, und du wirst ihre Absicht immer besser verstehen. Die Kirche ist wie eine Mutter, die wei\u00df, dass ihr Kind h\u00e4ufig essen muss, um bei Kr\u00e4ften zu bleiben und nicht zu sterben, aber sie kann es nicht dazu zwingen. Was tut sie also? Unter Androhung schwerer Strafen verpflichtet sie ihn, mindestens einmal von Zeit zu Zeit zu essen, in der Hoffnung, dass er sp\u00e4ter Appetit bekommt, sich dazu verleiten l\u00e4sst, \u00f6fter zu essen, und so am Leben bleibt. Das Gebot der j\u00e4hrlichen Kommunion ist also f\u00fcr die Faulen und Tr\u00e4gen gedacht.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen so viele V\u00e4ter und M\u00fctter, Diener und Dienstm\u00e4dchen, so viele Handwerker und Bauern nachahmen, die den ganzen Tag unter ihrer Arbeit schwitzen; die fr\u00fch morgens aufstehen, in die Kirche gehen, die Kommunion empfangen, den angemessenen Dank sprechen und dann nach Hause gehen, um ihren Aufgaben nachzugehen, ohne dass etwas aus dem Gleichgewicht ger\u00e4t. K\u00f6nnen wir nicht auch tun, was diese Menschen tun?<\/p>\n<p>Aber welche Regel kannst du beim Empfang der Kommunion befolgen? Frage deinen Beichtvater, der dir sicherlich kluge Ratschl\u00e4ge geben kann. Es gibt nur sehr wenige Christen, denen man nicht raten und erlauben kann, jede Woche die Kommunion zu empfangen. Der heilige Philipp Neri empfahl, alle acht Tage zu beichten und die Kommunion noch \u00f6fter zu empfangen, je nach Rat des geistlichen Begleiters. Die Eucharistie, sagt der heilige Augustinus in diesem Zusammenhang, ist das t\u00e4gliche Brot; empfange sie also jeden Tag, damit sie dir jeden Tag n\u00fctzt. Lebe jedoch so, dass du sie jeden Tag empfangen kannst. Der heilige Thomas f\u00fcgt hinzu: \u201eWenn jemand aus Erfahrung wei\u00df, dass die t\u00e4gliche Kommunion die Liebe Gottes in seinem Herzen wachsen l\u00e4sst, muss er jeden Tag die Kommunion empfangen\u201c<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-53\" href=\"#post-55164-footnote-53\">[53]<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>So tat es auch die Allerseligste Jungfrau nach der Himmelfahrt ihres Sohnes. Sie h\u00f6rte jeden Tag die heilige Messe, die zumeist der Apostel Johannes f\u00fcr sie feierte, und empfing dann aus seinen H\u00e4nden ihren geliebten Jesus.<\/p>\n<p><em>Praxis<\/em>. \u2013 Ich werde mir einige Tage in der Woche oder im Monat vornehmen, um zu Ehren Mariens die heilige Kommunion zu empfangen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><a id=\"post-55164-_Toc228452337\"><\/a><a id=\"post-55164-_Toc242260321\"><\/a>Beispiel<\/h2>\n<p>Unz\u00e4hlige Gnaden wurden durch eine Novene zu Ehren Mariens, Hilfe der Christen, und durch den Empfang der heiligen Kommunion erlangt, um sie angenehmer und wirksamer zu machen. Hier ist eine Tatsache, die das beweist. Am 8. August 1858 schrieb man aus Carignano Folgendes: \u201eEs waren nun schon f\u00fcnf Monate vergangen, seit meine Mutter unter starken Kopfschmerzen litt. Manchmal f\u00fchlte sie sich so bedr\u00fcckt, dass sie ihre geistigen F\u00e4higkeiten verlor und im Delirium lag. In diesem elenden Zustand weinte oder seufzte sie, oder sie bat uns, ihr mit Trost beizustehen. Es blieb uns nichts anderes \u00fcbrig, als vertrauensvoll Maria, Hilfe der Christen, anzurufen, wie es andere Verwandte und Freunde von uns getan hatten. Deshalb beschlossen wir, eine Novene zu halten, die wir sofort begannen, indem wir die heiligen Sakramente der Beichte und der Kommunion empfingen. Das war am 24. Juni. Von diesem Tag an ging es meiner Mutter so viel besser, dass man sie als geheilt bezeichnen konnte. Die Novene war noch nicht zu Ende, und sie war bereits wieder vollkommen gesund. Auf Einladung meiner Mutter, meiner Familie, meiner Nachbarn und anderer weiser und einflussreicher Personen beeile ich mich, mit diesem Bericht unsere gemeinsame Dankbarkeit gegen\u00fcber dem Herrn zum Ausdruck zu bringen, und bitte darum, ihn zu ver\u00f6ffentlichen, damit die Macht Mariens, der Helferin der Christen, \u00fcberall bekannt wird und angerufen wird<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-54\" href=\"#post-55164-footnote-54\">[54]<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1><a id=\"post-55164-_Toc228452338\"><\/a><a id=\"post-55164-_Toc242260322\"><\/a>SIEBTER TAG<\/h1>\n<p><em> V. Deus, in adiutorium meum intende.<\/em><\/p>\n<p><em> R. Domine, ad adiuvandum me festina.<\/em><\/p>\n<p><em> V. Gloria Patri etc.<\/em><\/p>\n<p><em> R. Sicut erat etc.<\/em><\/p>\n<p><em> V. Maria, Auxilium Christianorum,<\/em><\/p>\n<p><em> R. Ora pro nobis.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><a id=\"post-55164-_Toc228452339\"><\/a><a id=\"post-55164-_Toc242260323\"><\/a>Die heilige Messe<\/h2>\n<p>1. M\u00f6chtest du wissen, frommer Christ, was die Messe ist? Die Heilige Messe ist das Gr\u00f6\u00dfte, was in dieser Welt vollbracht werden kann; sie ist der erhabenste und vortrefflichste Akt an sich, der Gott am meisten gef\u00e4llt und f\u00fcr uns am vorteilhaftesten ist. Die Messe ist die Fortsetzung und Erneuerung dessen, was Jesus Christus beim letzten Abendmahl tat, als er mit seinem allm\u00e4chtigen Wort das Brot in seinen Leib und den Wein in sein kostbares Blut verwandelte. Am Abend vor seinem Tod feierte Jesus mit seinen Aposteln die erste Messe und gab ihnen den Auftrag, sie bis zum Ende der Welt zu erneuern: <em>Hoc facite in meam commemorationem<\/em>. \u2013 Die Heilige Messe ist nicht nur eine Fortsetzung und Erneuerung des wunderbaren Wunders, das an jenem denkw\u00fcrdigen Abend gewirkt wurde, sondern auch die Fortsetzung und Erneuerung des Opfers am Kreuz, das Jesus Christus mit seinem ganzen Wesen gebracht hat, um die g\u00f6ttliche Gerechtigkeit zu bes\u00e4nftigen, die sich gegen uns entz\u00fcndet hatte, um uns die H\u00f6lle zu verschlie\u00dfen und uns die Tore des Paradieses zu \u00f6ffnen. Ja, dort auf dem Altar ist derselbe Leib, dasselbe Blut, dieselbe Seele und dieselbe G\u00f6ttlichkeit Jesu Christi gegenw\u00e4rtig, die durch die Worte der Wandlung, die der Priester \u00fcber Brot und Wein spricht, herbeigef\u00fchrt werden; und dort wie auf Golgatha befindet sich Jesus im Akt des Opfers, das er dem Ewigen Vater f\u00fcr unser Heil darbringt. Ein einziger Unterschied, nicht in der Substanz, sondern nur in der Art und Weise, besteht zwischen dem Opfer am Kreuz und dem Opfer auf dem Altar, und zwar, dass das eine blutig war, d. h. mit Blutvergie\u00dfen, w\u00e4hrend das andere unblutig ist, d. h. ohne Blutvergie\u00dfen. Aber das Opfer ist dasselbe und hat denselben Wert. Wenn also die heilige Messe gefeiert wird, wird das dargestellt, was ganz Jerusalem am Karfreitag gesehen hat, was die Juden gesehen haben, was Maria unter so vielen Qualen am Fu\u00dfe des Kreuzes betrachtet hat, was die Sonne verdunkelte, die Erde erzittern lie\u00df, die Berge spalten lie\u00df; kurz gesagt, was uns die H\u00f6lle verschloss und uns die Tore des Paradieses \u00f6ffnete, was so viel bedeutet wie Jesus Christus, wahrer Gott und wahrer Mensch, der f\u00fcr unser Heil am Kreuz gestorben ist. Oh! Wer kann jemals die Erhabenheit der Messe erkl\u00e4ren? Selbst die Engel sind dazu nicht in der Lage und schweigen voller Ehrfurcht.<\/p>\n<p>2. Da das Opfer der Messe mit dem Opfer am Kreuz identisch ist, folgt daraus, dass eine einzige Messe Gott eine Ehrerbietung, ein Lob und eine Herrlichkeit darbringt, die gr\u00f6\u00dfer ist als alle Ehrerbietungen, Ehren und Lobpreisungen, die ihm von den Engeln des Himmels und von den Menschen auf Erden bis zum Ende der Welt dargebracht wurden und werden. Seit sechstausend Jahren gibt es nun schon fromme und heilige Seelen auf der Welt. Wer kann sagen, welche Ehre sie Gott in dieser langen Zeit mit ihrer Anbetung erwiesen haben? Es ist mehr als 1800 Jahre her, seit Jesus Christus die Tore des Himmels ge\u00f6ffnet und die Seelen der ersten Gerechten dort aufgenommen hat, und seitdem sammelt er jeden Tag die Guten, die aus diesem Leben scheiden. Wie viel Lobpreis haben all diese seligen Geister Gott bereits dargebracht! F\u00fcgen wir dazu noch die Huldigungen, Lobpreisungen und Anbetungen hinzu, die die neun Ch\u00f6re der himmlischen Geister, die Cherubim, Seraphim, Tugenden, F\u00fcrstent\u00fcmer, M\u00e4chte, Throne, Herrschaften, Erzengel und Engel, Gott bereits dargebracht haben und noch darbringen werden; f\u00fcgen wir noch das Lob aller Heiligen hinzu, die es gab und geben wird, der Patriarchen, Propheten, Apostel, M\u00e4rtyrer, Bekenner, Jungfrauen und aller Gerechten. Was f\u00fcr eine erhabene Ehre! Was f\u00fcr eine unermessliche Herrlichkeit f\u00fcr Gott! Und doch \u00fcbertrifft all dies die Ehre und Herrlichkeit, die Gott auch nur eine einzige Messe erweist. Und warum? Weil all diese engelhaften Geister, all diese Heiligen, da sie endliche Gesch\u00f6pfe sind, mit ihrer Anbetung und ihrem Lobpreis Gott keine Ehre erweisen k\u00f6nnen, die \u00fcber die Grenzen der Sch\u00f6pfung und des Endlichen hinausgeht; in der heiligen Messe hingegen ist es Jesus Christus, Gott selbst, der Gott anbetet, ehrt und verherrlicht, und deshalb hat die Ehre und Herrlichkeit, die er ihm erweist, einen unendlichen Wert. Oh! Was gibt es also zu bef\u00fcrchten, wenn wir mit unseren Gebeten Gott nicht so preisen und ehren k\u00f6nnen, wie es sich geh\u00f6rt? Lasst uns die heilige Messe feiern oder zumindest and\u00e4chtig h\u00f6ren, und wir k\u00f6nnen sicher sein, dass wir Gott so ehren und verherrlichen, wie es unsere Pflicht ist und wie es seine unendliche Majest\u00e4t verlangt.<\/p>\n<p>3. Aber wenn einerseits die heilige Messe Gott unendliche Ehre erweist, bringt sie uns andererseits alle m\u00f6glichen G\u00fcter. Sie ist der geheimnisvolle Kanal, durch den Jesus Christus uns die Fr\u00fcchte seines Leidens und seines Todes zukommen l\u00e4sst und uns alle Gnaden mitteilt, die er uns erworben hat; sie ist der Bogen des Friedens, der den Zorn Gottes bes\u00e4nftigt; sie ist der goldene Schl\u00fcssel, der uns die Sch\u00e4tze aller himmlischen Segnungen \u00f6ffnet: <em>omni benedictione coelesti et gratia repleamur<\/em>, wie es die Kirche in der Feier der heiligen Messe ausdr\u00fcckt. Das Opfer der Messe ist vers\u00f6hnend, das hei\u00dft, es vers\u00f6hnt Gott, der \u00fcber unsere S\u00fcnden erz\u00fcrnt ist, und l\u00e4sst ihn sozusagen die Blitze fallen lassen, die er bereits auf unsere K\u00f6pfe herabgeschleudert hatte. Wie viele S\u00fcnder haben das Geschenk der Bu\u00dfe und der Bekehrung empfangen, weil sie die Heilige Messe feiern lie\u00dfen oder and\u00e4chtig h\u00f6rten! Zu Recht lehrt uns die Kirche, dass Gott durch die heilige Messe bes\u00e4nftigt wird und durch die Gew\u00e4hrung der Gnade und der Gabe der Bu\u00dfe selbst die schwersten Verbrechen und S\u00fcnden vergibt: <em>Huius quippe oblatione placatus Dominus, et gratiam et donum poenitentiae concedens, crimina et peccata, etiam ingentia, dimittit<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-55\" href=\"#post-55164-footnote-55\">[55]<\/a><\/sup><\/em>. Den Gerechten erl\u00e4sst das Opfer am Altar neben den l\u00e4sslichen S\u00fcnden auch die zeitliche Strafe, die sie f\u00fcr ihre S\u00fcnden verdienen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus verschafft uns die heilige Messe nicht nur geistliche, sondern auch zeitliche G\u00fcter, wenn sie der Gesundheit der Seele dienen. <em>Per auditionem Missae, <\/em>sagt der heilige Gregor der Gro\u00dfe, <em>homo liberatur a multis malis et periculis<\/em>. Durch dieses heilige Opfer erlangen also die Kranken Gesundheit, die Armen und Verlassenen angemessene Hilfe, alle Arten von Bedr\u00e4ngten die Beseitigung des B\u00f6sen, von dem unser Leben st\u00e4ndig heimgesucht wird. Der heilige Augustinus berichtet von vielen zeitlichen Wohltaten, die zu seiner Zeit durch die Messe erlangt wurden, und f\u00fcgt hinzu, dass derjenige, der sie and\u00e4chtig h\u00f6rt, keinen schlechten Tod sterben wird: <em>Qui Missam devote audierit, subitanea morte non peribit<\/em>. Und der heilige Leonhard von Porto Maurizio ruft aus: \u201eIch glaube, wenn es die heilige Messe nicht g\u00e4be, w\u00e4re die Welt aufgrund ihrer Ungerechtigkeiten bereits untergegangen. Die Messe ist die m\u00e4chtige St\u00fctze, die sie aufrecht h\u00e4lt<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-56\" href=\"#post-55164-footnote-56\">[56]<\/a><\/sup>.\u201c<\/p>\n<p>Dieses heilige Opfer kommt auch den Seelen im Fegefeuer zugute; vielmehr ist es das wirksamste Mittel, um diese Seelen von ihren Qualen zu befreien, die Zeit ihres Exils zu verk\u00fcrzen und sie schneller in das selige Reich zu f\u00fchren<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-57\" href=\"#post-55164-footnote-57\">[57]<\/a><\/sup>. Wir werden Maria also eine gro\u00dfe Freude bereiten, wenn wir oft die heilige Messe h\u00f6ren und ihre Verdienste den Seelen im Fegefeuer zukommen lassen, die in ihrem irdischen Leben frommer waren als diese erhabene K\u00f6nigin des Himmels.<\/p>\n<p><em>Praxis<\/em>. \u2013 Ich werde an jedem Feiertag und auch an Werktagen, wenn es meine Pflichten zulassen, and\u00e4chtig die heilige Messe h\u00f6ren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><a id=\"post-55164-_Toc228452340\"><\/a><a id=\"post-55164-_Toc242260324\"><\/a>Beispiel<\/h2>\n<p>Im Jahr 1868 wurde eine Frau aus Mailand von einer L\u00e4hmung befallen, die sie fast t\u00f6tete und weitere Anf\u00e4lle androhte. Da sie nun am Ende ihres Lebens stand, wandten sich ihre Verwandten, angeregt durch andere Geschichten, die sie geh\u00f6rt hatten, und ohne Hoffnung auf menschliche Hilfe, an den Himmel, an den Schutz Mariens, der Helferin der Christen. Zu diesem Zweck wurden besondere Gebete erbeten, die in schweren F\u00e4llen in der Maria-Hilf-Basilika in Turin gesprochen werden, und es wurde beschlossen, dass am n\u00e4chsten Tag am Altar Mariens die heilige Messe f\u00fcr die Kranke gefeiert werden sollte. Gegen sieben Uhr morgens begann in Turin die heilige Messe, und die Verwandten und Freunde der Kranken knieten um ihr Bett herum, um sich dem zelebrierenden Priester anzuschlie\u00dfen und die heilige Messe aus der Ferne zu h\u00f6ren. Sie beteten, dass die arme Kranke sich zumindest so weit erholen m\u00f6ge, dass sie die Heiligen Sakramente empfangen k\u00f6nne. Ihr Gebet gelangte zum Thron Gottes. Gegen halb acht, genau in dem Moment, als die heilige Messe zu Ende ging, kam die Kranke wieder zu sich, \u00f6ffnete die Augen, begann zu sprechen, bewegte ihren gel\u00e4hmten Arm, dann ihr Bein und schlie\u00dflich ihren ganzen K\u00f6rper. Zun\u00e4chst bef\u00fcrchteten die Anwesenden, dass dies nur eine momentane Anstrengung der Natur oder ein Zeichen von Delirium sei. Doch ihre Angst verwandelte sich schnell in lebhafte Freude, als die Kranke sich auf das Bett setzte und deutlich sagte: \u201eIch bin vollst\u00e4ndig geheilt.\u201c Sie bat um ihre Kleider und stand noch am selben Morgen auf, ging in die Kirche, um Gott und seiner Heiligen Mutter zu danken und die heilige Kommunion zu empfangen. Die gl\u00fcckliche Frau schrieb selbst den Bericht \u00fcber dieses Ereignis und beendet ihn mit den folgenden Worten: \u201eIch w\u00fcnsche mir, dass dieses Ereignis m\u00f6glichst bekannt gemacht wird, damit die ganze Welt von der Gnade erf\u00e4hrt, die ich von Maria, Hilfe der Christen, erhalten habe, und damit ihr heiliger Name immer mehr angerufen und gesegnet werde\u201c<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-58\" href=\"#post-55164-footnote-58\">[58]<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p><em>N. B. W\u00e4hrend wir diese Brosch\u00fcre drucken, erreicht uns ein Brief des Pfarrers von Arosio, einem Dorf in der Lombardei, der sich auf dieses Thema bezieht. Er hat folgenden Inhalt.<\/em><\/p>\n<p>Arosio, 23. M\u00e4rz 1870.<\/p>\n<p>Verzeihen Sie mir, Herr Direktor, dass ich es wage, Ihnen diesen Brief zu schreiben, um Ihnen die gute Nachricht von meiner Genesung mitzuteilen.<\/p>\n<p>Am 29. dieses Monats j\u00e4hrt sich der Tag, an dem ich pl\u00f6tzlich von einer Krankheit befallen wurde, die mir alle Sinne raubte und die von den \u00c4rzten in den ersten Tagen als t\u00f6dlich eingestuft wurde. Sie sagten, dass nur ein Wunder mich heilen k\u00f6nne. Aber eine Person, die gerade von meinem Ungl\u00fcck erfahren hatte, beeilte sich, Ihnen von meinem Fall zu berichten, und bat Sie, mich in den Gebeten in der Maria-Hilf-Basilika zu erw\u00e4hnen und dort eine heilige Messe zu Ehren und zum Ruhm Gottes zu feiern, um von Gott die Gnade zu erlangen, die ich so dringend brauchte. Sie \u00fcbernahmen die Ihnen \u00fcbertragenen Aufgaben, und am dritten Tag meiner Krankheit, w\u00e4hrend der Feier der heiligen Messe, begann ich Lebenszeichen zu zeigen, indem ich ausrief: Oh Maria! Das ist das Wunder. So sagte mir mein Koadjutor, der an meiner Seite stand. Von da an ging es immer bergauf, sodass ich jetzt sagen kann, dass ich so weit genesen bin, dass ich die heilige Messe feiern kann. Ich dankte und danke weiterhin dem allm\u00e4chtigen, g\u00fctigen und barmherzigen Gott f\u00fcr das kostbare Geschenk der Gesundheit, das er mir geschenkt hat. Ich habe der Allerseligsten Jungfrau Maria, Hilfe der Christen, gedankt, allen guten Menschen, die f\u00fcr mich gebetet haben. Ich danke Ihnen allen. Ich danke Ihnen jeden Tag meines Lebens!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1><a id=\"post-55164-_Toc228452341\"><\/a><a id=\"post-55164-_Toc242260325\"><\/a>ACHTER TAG<\/h1>\n<p><em> V. Deus, in adiutorium meam intende.<\/em><\/p>\n<p><em> R. Domine, ad adiuvandum me festina.<\/em><\/p>\n<p><em> V. Gloria Patri etc.<\/em><\/p>\n<p><em> R. Sicut erat etc.<\/em><\/p>\n<p><em> V. Maria, Auxilium Christianorum,<\/em><\/p>\n<p><em> R. Ora pro nobis.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><a id=\"post-55164-_Toc228452342\"><\/a><a id=\"post-55164-_Toc242260326\"><\/a>Ehrung Jesu im Sakrament bei Hochfesten, Prozessionen, bei der Begleitung des Heiligen Viatikums und bei Besuchen in der Kirche<\/h2>\n<p>1. Um Jesus im Allerheiligsten Sakrament zu ehren, feiert die heilige Kirche das ganze Jahr \u00fcber gro\u00dfe Hochfeste, wie den Gr\u00fcndonnerstag und insbesondere <em>Fronleichnam <\/em>mit Oktave, sowie das <em>Vierzigst\u00fcndige Gebet<\/em>. An diesen Tagen bem\u00fcht sie sich, ihren himmlischen Br\u00e4utigam zu ehren, und m\u00f6chte ihm all die Ehre und Herrlichkeit erweisen, die ihm geb\u00fchrt. Aber wie eine barmherzige Mutter l\u00e4dt sie alle ihre Kinder ein, sich ihr anzuschlie\u00dfen, damit die Huldigung, die man der g\u00f6ttlichen Majest\u00e4t in diesem erhabenen Sakrament erweisen will, umso gr\u00f6\u00dfer sei. Die Kirche schm\u00fcckt in diesen Tagen die Tempel und Alt\u00e4re mit den reichsten Ornamenten, verbrennt den wohlriechendsten Weihrauch und vermehrt die Lichter und Lampen. Aber sie wei\u00df auch, dass f\u00fcr Jesus die sch\u00f6nsten Ornamente die Seelen in Gnade sind, der wohlriechendste Weihrauch ihre Gebete und die leuchtendsten Lichter und Lampen die Herzen, die vor Liebe zu Jesus schlagen. Wir Christen m\u00fcssen uns daher, um den m\u00fctterlichen W\u00fcnschen und Aufforderungen der heiligen Kirche zu entsprechen, zusammenschlie\u00dfen, um Jesus auf die bestm\u00f6gliche Weise zu ehren und anzubeten und zu zeigen, wie sehr unser Herz von Verehrung und Liebe zu ihm erf\u00fcllt ist. Die Feierlichkeiten des Allerheiligsten Sakraments sind f\u00fcr Jesus das, was die Feste f\u00fcr die weltlichen F\u00fcrsten sind. Beobachte bei den Festen eines F\u00fcrsten dieser Welt, was seine guten Untertanen tun; schau dir die Ehrerbietungen an, die sie ihm erweisen. Die Freude und Begeisterung zeigen sich unter ihnen besonders in der Hauptstadt und rund um den k\u00f6niglichen Palast. Und werden wir unsererseits weniger f\u00fcr Jesus tun, den K\u00f6nig der K\u00f6nige, den F\u00fcrsten des Himmels und der Erde, unseren Freund, unseren Bruder, unseren Vater? Das w\u00e4re ein zu schwerwiegender und unehrenhafter Mangel f\u00fcr einen Christen, zu schmerzlich f\u00fcr das Herz des liebensw\u00fcrdigen Jesus.<\/p>\n<p>Lasst uns daher in diesen feierlichen Tagen zu seinem Thron kommen, um ihn anzubeten, und lasst uns am Morgen versuchen, ihn durch die heilige Kommunion in unser Herz aufzunehmen.<\/p>\n<p>2. Neben den Hochfesten gibt es noch andere Anl\u00e4sse, bei denen es angebracht ist, Jesus im Sakrament zu ehren, n\u00e4mlich bei feierlichen Prozessionen oder wenn er den Kranken als Wegzehrung gebracht wird. Ein guter Christ sollte sich daher bem\u00fchen, ihn zu begleiten und ihm zu huldigen. Ja, wir begleiten ihn gerne bei den Prozessionen, die wie seine Triumphe in dieser Welt sind, und schlie\u00dfen uns and\u00e4chtig den Engeln an, die ihn umgeben. Begleiten wir ihn auch, wenn er voller G\u00fcte durch die H\u00e4nde seines Dieners zu seinen kranken Freunden gebracht wird, um sie in ihrem Leid zu tr\u00f6sten und ihnen beim gro\u00dfen \u00dcbergang in die Ewigkeit zu helfen<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-59\" href=\"#post-55164-footnote-59\">[59]<\/a><\/sup>. In einem K\u00f6nigreich f\u00fchlen sich diejenigen, die dazu bestimmt sind, den F\u00fcrsten auf seinen Reisen und Besuchen zu begleiten, sehr geehrt. Warum sollten wir nicht dasselbe mit dem K\u00f6nig des Himmels tun? Nehmen wir uns ein Beispiel an den beiden J\u00fcngern von Emmaus. Diese begleiteten Jesus ein gutes St\u00fcck des Weges, unterhielten sich mit ihm in heiligen Gespr\u00e4chen und h\u00f6rten seinen Worten aufmerksam und mit Freude zu, obwohl sie ihn nicht kannten. Was h\u00e4tten sie nicht noch mehr getan, wenn sie ihn von Anfang an als ihren guten Meister erkannt h\u00e4tten<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-60\" href=\"#post-55164-footnote-60\">[60]<\/a><\/sup>? Diejenigen, die Jesus im Sakrament fromm begleiten, ahmen von nun an jenen glorreichen Chor von Jungfrauen nach, den der heilige Johannes gesehen hat und der im Himmel dem g\u00f6ttlichen Lamm \u00fcberallhin folgt: <em>sequuntur Agnum quocumque ierit<\/em><sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-61\" href=\"#post-55164-footnote-61\">[61]<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>3. Es reicht jedoch nicht aus, uns an den Festtagen als Verehrer Jesu im Sakrament zu zeigen, ihn zu begleiten, wenn er sich bewegt, um unsere H\u00e4user zu segnen oder die Kranken zu tr\u00f6sten. Wir m\u00fcssen ihn auch in den Kirchen verehren, wo er Tag und Nacht auf uns wartet. Er h\u00e4tte sich nur w\u00e4hrend der heiligen Messe in der Hostie oder in dem Moment, in dem wir ihn in der Kommunion empfangen, anwesend sein k\u00f6nnen; aber nein, er wollte st\u00e4ndig in unseren Kirchen sein, damit wir, wie zu einer liebevollen Mutter, ihm, wenn es m\u00f6glich w\u00e4re, jeden Augenblick in die Arme laufen k\u00f6nnen; er ist dort, um uns die gr\u00f6\u00dften Gnaden zu schenken; kurz gesagt, er ist dort, um uns zu seiner Liebe auf Erden zu ziehen und uns dann bei sich im Paradies zu haben. Lasst uns ihn also oft besuchen. Die Freunde dieser Welt finden so viel Freude aneinander, dass sie manchmal ganze Tage damit verbringen, beieinander zu sein. Warum sollten wir dann nicht ein paar Stunden am Tag finden, um uns mit dem besten aller Freunde zu unterhalten? Oh, wie s\u00fc\u00df ist die Gesellschaft Jesu! Maria und Josef haben dies als Erste erfahren. In der Gesellschaft Jesu genossen sie das Paradies; und umgekehrt waren sie in den drei Tagen, in denen er sich vor ihnen versteckt hielt, in tiefste Trauer versunken: <em>Ecce<\/em>, sagte Maria zu ihm, <em>pater tuus et ego dolentes quaerebamus te<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-62\" href=\"#post-55164-footnote-62\">[62]<\/a><\/sup><\/em>. Wer kann die Freude beschreiben, die der heilige Johannes beim letzten Abendmahl empfand, als er in der Gesellschaft Jesu, ja sogar ganz nah bei ihm, seinen Kopf auf dessen g\u00f6ttliche Brust legen durfte, wie ein Kind im Scho\u00df seiner Mutter?<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-63\" href=\"#post-55164-footnote-63\">[63]<\/a><\/sup> Nun, \u00e4hnlich ist die Freude, die man empfindet, wenn man in der Gesellschaft Jesu im Sakrament ist. Tats\u00e4chlich haben alle Heiligen darin immer den gr\u00f6\u00dften Trost gefunden. Dem heiligen Aloisius von Gonzaga war es wegen seiner schwachen Gesundheit verboten worden, vor dem Allerheiligsten zu verweilen. Der junge Heilige gehorchte, aber wenn er am Allerheiligsten vorbeigehen musste, versp\u00fcrte er einen so starken Drang, stehen zu bleiben, dass er dieses Gebet aussto\u00dfen musste: <em>O<\/em> <em>Jesus, lass mich gehen, lass mich gehen.<\/em> Der heilige Franz Xaver verbrachte, als er in Indien war, den Tag damit, Seelen zu helfen, und verbrachte dann einen Gro\u00dfteil der Nacht vor dem Allerheiligsten Sakrament, wo er seine Erquickung fand, ja sogar das vorweggenommene Paradies. \u2013 Dasselbe tat der heilige Jean Fran\u00e7ois R\u00e9gis, der, wenn er manchmal die Kirche verschlossen vorfand, sich damit tr\u00f6stete, vor der T\u00fcr kniend zu verweilen, auch wenn es kalt war, windete und regnete. \u2013 Wie viele gute Seelen finden auch heute noch die s\u00fc\u00dfeste Freude darin, Stunden vor dem Allerheiligsten Sakrament zu verbringen! Eines Tages wurde ein frommer Junge gefragt, warum er so oft in die Kirche gehe und dort den gr\u00f6\u00dften Teil seiner Freizeit verbringe. Er antwortete: \u201eDa Jesus in der Kirche ist, ist dort das Paradies; deshalb bin ich lieber im Paradies als anderswo<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-64\" href=\"#post-55164-footnote-64\">[64]<\/a><\/sup>.\u201c Oh ja, mein Jesus, Du wirst zusammen mit Maria, Hilfe der Christen, von nun an mein einziges Gut, meine einzige Freude sein.<\/p>\n<p><em>Praxis<\/em>. \u2013 Ich werde das Allerheiligste Sakrament and\u00e4chtig begleiten und es oft in den Kirchen besuchen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><a id=\"post-55164-_Toc228452343\"><\/a><a id=\"post-55164-_Toc242260327\"><\/a>Beispiel<\/h2>\n<p>Der Name Maria, Hilfe der Christen, hallt mittlerweile sogar in den entferntesten L\u00e4ndern glorreich wider. China ist eines davon. Es scheint wirklich, dass Gott die ganze Welt durch die Wunder, die er auf F\u00fcrsprache seiner g\u00f6ttlichen Mutter zugunsten der Ungl\u00e4ubigen wirkt, zu sich ziehen will. Im <em>Museum der Katholischen Missionen in Turin<\/em><sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-65\" href=\"#post-55164-footnote-65\">[65]<\/a><\/sup> ist Folgendes zu lesen: \u201eDie Allerseligste Jungfrau, die immer denen gn\u00e4dig ist, die zu ihr beten, zeigt, dass sie es besonders gern sieht, unter dem Titel Maria, Hilfe der Christen, angerufen zu werden. Hier sind zwei Begebenheiten, die zeigen, wie m\u00e4chtig die F\u00fcrsprache Marias ist, wenn man sie unter diesem Titel anruft. Eine christliche Frau war seit langem an einem Arm gel\u00e4hmt und hatte alle von den \u00c4rzten verschriebenen Mittel ausprobiert, ohne jedoch Linderung f\u00fcr ihr Leiden zu finden. Letztes Jahr, bei der Einweihung der Kapelle von Zoo-Sai, unternahm der Ehemann dieser armen Kranken eine Pilgerreise f\u00fcr sie dorthin, w\u00e4hrend sie zu Hause eine Novene mit derselben Absicht begann. Ihre Hoffnung wurde nicht entt\u00e4uscht, denn am Ende der neun Tage ging es ihr sofort besser, und bald war sie vollkommen geheilt. Eine andere Christin konnte seit mehreren Wochen keine Nahrung mehr zu sich nehmen. Im Mai pilgerte sie zu Ehren Marias zur Kapelle von Zoo-Sai, und sobald sie die Messe geh\u00f6rt und die Kommunion empfangen hatte, gewann sie ihre verlorenen Kr\u00e4fte zur\u00fcck und konnte sich reichlich st\u00e4rken. Von da an verbesserte sich ihr Zustand von Tag zu Tag, sodass sie sich anschlie\u00dfend bester Gesundheit erfreute<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-66\" href=\"#post-55164-footnote-66\">[66]<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1><a id=\"post-55164-_Toc228452344\"><\/a><a id=\"post-55164-_Toc242260328\"><\/a>NEUNTER TAG<\/h1>\n<p><em> V. Deus, in adiutorium meum intende.<\/em><\/p>\n<p><em> R. Domine, ad adiuvandum me festina.<\/em><\/p>\n<p><em> V. Gloria Patri etc.<\/em><\/p>\n<p><em> R. Sicut erat etc.<\/em><\/p>\n<p><em> V. Maria, Auxilium Christianorum,<\/em><\/p>\n<p><em> R. Ora pro nobis.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><a id=\"post-55164-_Toc228452345\"><\/a><a id=\"post-55164-_Toc242260329\"><\/a>Trost f\u00fcr die Marienverehrer im Angesicht des Todes<\/h2>\n<p>1. Zu den sichersten Mitteln, um einen guten Tod zu erlangen, geh\u00f6rt die Verehrung Mariens. Maria tr\u00f6stet ihre Verehrer im Angesicht des Todes, indem sie ihnen ihre Leiden nimmt, sie von ihren \u00c4ngsten befreit und ihre Herzen mit zarter Sanftmut erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Du wei\u00dft, oh frommer Christ, dass Maria eine z\u00e4rtliche Mutter ist, eine Mutter, die uns Jesus in seiner \u00fcbergro\u00dfen Liebe zu uns geschenkt hat. Deshalb steht sie uns in allen Lebenslagen liebevoll zur Seite und sch\u00fctzt uns vor vielen Gefahren f\u00fcr Seele und K\u00f6rper. Aber wenn Maria ihre Verehrer schon w\u00e4hrend ihres Lebens besch\u00fctzt, so besch\u00fctzt sie sie umso mehr, wenn sie sieht, dass sie kurz vor dem gro\u00dfen Schritt in die Ewigkeit stehen. Oh! Dann tut sie mit ihnen, was eine gute Mutter mit ihrem kranken Kind tut. Diese irdische Mutter pflegt es tags\u00fcber, wacht nachts \u00fcber es, streichelt es, versucht auf jede erdenkliche Weise, sein Leiden zu lindern, und wenn sie k\u00f6nnte, w\u00fcrde sie selbst sterben, um ihm das Leben zu retten. Wenn nun eine irdische Mutter ihrem kranken Kind so viel F\u00fcrsorge entgegenbringt, was wird dann Maria, die liebevollste und z\u00e4rtlichste Mutter, mit ihren Gl\u00e4ubigen tun? Oh ja, sie k\u00fcmmert sich nicht nur um ihre Seelen, sondern auch um ihre K\u00f6rper, sie hilft ihnen, sie tr\u00f6stet sie in diesem schrecklichen Moment. Wenn Krankheiten nicht ein Mittel zur Gesundheit und zu Verdiensten w\u00e4ren, wenn der Tod selbst nicht eine notwendige Voraussetzung f\u00fcr den Eintritt in den Himmel w\u00e4re, oh nein, dann w\u00fcrde kein Verehrer Marias jemals krank werden oder sterben. Dies kann jedoch nicht geschehen, denn da der Sohn Gottes selbst gelitten hat und gestorben ist, da Maria selbst gelitten hat und gestorben ist, m\u00fcssen schlie\u00dflich auch ihre Verehrer leiden und sterben. Aber ihr Tod ist eher ein s\u00fc\u00dfer Schlaf, denn er ist frei von Angst und voller Freude.<\/p>\n<p>2. <em>Drei Dinge qu\u00e4len einen Sterbenden besonders: die S\u00fcnden seines vergangenen Lebens, die Angriffe seiner gegenw\u00e4rtigen Feinde und das bevorstehende Erscheinen vor dem g\u00f6ttlichen Gericht. <\/em>Diese drei Ursachen der Furcht k\u00f6nnen f\u00fcr einen Verehrer Mariens nicht zutreffen. Die S\u00fcnden seines vergangenen Lebens k\u00f6nnen ihn nicht bedr\u00fccken, denn da er Maria aufrichtig ergeben war, hat er sie gebeichtet und durch ihre m\u00e4chtige F\u00fcrsprache sicherlich vollst\u00e4ndige Vergebung verschafft. Sie selbst offenbarte dies der heiligen Birgitta mit folgenden Worten: \u201eWie sehr jemand auch ges\u00fcndigt haben mag, wenn er mit aufrichtiger Reue zu mir zur\u00fcckkehrt, bin ich bereit, ihn aufzunehmen. Ich schaue nicht auf die S\u00fcnden, die er mit sich bringt, sondern nur darauf, ob er mit gutem Willen kommt; denn ich werde die Mutter der Barmherzigkeit genannt und bin es auch wirklich.\u201c Oh! \u00dcberzeugen wir uns davon, dass Maria nicht ohne Grund von der Kirche als sanfte, gn\u00e4dige und fromme Jungfrau, <em>o<\/em> <em>clemens, o pia, o dulcis Virgo Maria,<\/em> gepriesen wird; nicht ohne Grund wird sie als Zuflucht der S\u00fcnder angerufen; <em>Refugium peccatorum<\/em>. Maria ist jene gl\u00fcckliche Arche, in der, wie der heilige Bernhard sagt, derjenige, der Zuflucht sucht, nicht den Schiffbruch der ewigen Verdammnis erleiden wird: <em>Arca in qua naufragium evadimus. <\/em>Die Verehrung Mariens, verk\u00fcndet der heilige Bernhard, ist ein sicheres Zeichen des ewigen Heils: <em>certissimum signum salutis aeternae<\/em><sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-67\" href=\"#post-55164-footnote-67\">[67]<\/a><\/sup>. Und der heilige Alfons von Liguori wiederholte oft: \u201e<em>Wenn ich Maria verehre, bin ich mir des Paradieses sicher<\/em>.\u201c Was noch? Die Macht und G\u00fcte Marias, sagt die heilige Birgitta, ist so gro\u00df, dass sie sogar Luzifer Vergebung verschaffen w\u00fcrde, wenn dieser sich ihr anvertrauen k\u00f6nnte. Was kann also ein Verehrer Marias zu bef\u00fcrchten haben, auch wenn er ein S\u00fcnder war? Sollte er im Angesicht des Todes einen berechtigten Grund zur Furcht haben, wird Maria ihm das Mittel geben, um die Angelegenheiten seiner Seele in Ordnung zu bringen; und wenn vergebliche \u00c4ngste sein Herz bedr\u00e4ngen, wird sie diese zerstreuen und ihm stattdessen das s\u00fc\u00dfeste Vertrauen einfl\u00f6\u00dfen. Man hat gro\u00dfe S\u00fcnder gesehen, die so zufrieden starben, als w\u00e4ren sie in ihrem Leben Engel der Unschuld gewesen. Und warum? Denn nachdem sie durch Maria zu Gott zur\u00fcckgekehrt waren, zeigten sie sich auch weiterhin als seine wahrhaft ergebenen Kinder.<\/p>\n<p>Auch der Verehrer Mariens kann nicht von den Angriffen der gegenw\u00e4rtigen Feinde bedr\u00e4ngt werden. Es ist wahr, wie der Apostel Johannes sagt, dass der Teufel im Angesicht des Todes mit gro\u00dfem Zorn zu uns kommen wird, da er wei\u00df, dass ihm nur noch wenig Zeit bleibt: <em>descendit ad vos diabolus habens iram magnam, sciens quod modicum tempus habet<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-68\" href=\"#post-55164-footnote-68\">[68]<\/a><\/sup><\/em>; aber an unserer Seite wird er Maria finden, vor deren Gegenwart er sich erschrocken zur\u00fcckziehen muss. Der Verehrer Mariens, der sich w\u00e4hrend seines Lebens gew\u00f6hnlich ihr anvertraut hat, wird sich in seiner letzten Stunde mit noch gr\u00f6\u00dferem Vertrauen in ihre liebevollen Arme werfen, wie ein Kind in die Arme seiner Mutter. Und wenn Maria bei uns ist, sagt der heilige Antoninus, wer kann dann gegen uns sein? Oh ja, im Scho\u00df dieser liebensw\u00fcrdigen Mutter werden wir friedlich einschlafen, um mit ihr im Himmel wieder zu erwachen.<\/p>\n<p>Selbst dem Verehrer Mariens wird im Angesicht des Todes das bevorstehende Erscheinen vor dem g\u00f6ttlichen Richter keine Angst bereiten. Denn der Richter ist derselbe Sohn Marias, und Maria ist vor dem g\u00f6ttlichen Gericht die F\u00fcrsprecherin ihrer Verehrer: <em>Advocata nostra<\/em>. Gewiss wird Jesus Christus niemals eine Seele verurteilen, die von Maria, seiner geliebten Mutter, vertreten wird.<\/p>\n<p>3. Wenn also vom Sterbebett jeder Grund zur Furcht verbannt ist, gibt es nur noch Grund zur Freude. Ja, Maria wird mit ihrer Liebensw\u00fcrdigkeit ihren Verehrern schon jetzt einen Vorgeschmack auf das Paradies geben. Nicht selten tr\u00f6stet Maria ihre Verehrer im Angesicht des Todes, indem sie sich ihnen sichtbar zeigt. Dies ist die \u00dcberzeugung des heiligen Bonaventura, des heiligen Karl Borrom\u00e4us, des heiligen Alfons und vieler anderer. Wie wahr dies ist, haben unter anderem die heilige Klara, der heilige Philipp Neri, der heilige Felice Cappuccino, die heilige Teresa, der heilige Petrus von Alcantara und der heilige Johannes von Gott erfahren. Letzterer erwartete im Tod mit kindlichem Vertrauen einen Besuch von Maria, seiner z\u00e4rtlichen Mutter, und als er sie nicht erscheinen sah, war er schon etwas betr\u00fcbt, da erschien ihm Maria in paradiesischer Gestalt und sprach zu ihm: O Johannes, es ist nicht meine Art, meine Verehrer in dieser Stunde zu verlassen: <em>Ioannes, non est meum in hac hora meos devotos derelinquere<\/em>. Kurz darauf hauchte der Heilige seine Seele in den Armen derjenigen aus, die er zu Lebzeiten so sehr geliebt hatte<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-69\" href=\"#post-55164-footnote-69\">[69]<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>Auch wenn Maria sich nicht allen ihren Gl\u00e4ubigen sichtbar zeigt, so ist doch sicher, dass sie ihnen im Angesicht des Todes nahe ist. Maria selbst versicherte dies der heiligen Birgitta mit folgenden Worten: \u201eAls liebevolle Mutter m\u00f6chte ich beim Tod all derer anwesend sein, die mir gedient haben, ich m\u00f6chte sie besch\u00fctzen, ich m\u00f6chte sie tr\u00f6sten<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-70\" href=\"#post-55164-footnote-70\">[70]<\/a><\/sup>.\u201c Sie l\u00e4sst sie ihre N\u00e4he sp\u00fcren, indem sie ihren Herzen den s\u00fc\u00dfesten Trost einfl\u00f6\u00dft. \u201eO mein Vater\u201c, sagte ein Marienverehrer im Angesicht des Todes, \u201eo mein Vater, wenn Sie w\u00fcssten, welche Freude ich empfinde, weil ich der gro\u00dfen Mutter Gottes gedient und sie geliebt habe! Ich kann die Freude, die ich in diesem Moment empfinde, nicht beschreiben.\u201c Deshalb, o Christ, bem\u00fchen wir uns, diese himmlische Wohlt\u00e4terin zu lieben; empfehlen wir uns oft ihrem Schutz im Leben, und dann k\u00f6nnen wir sicher sein, dass unser Tod s\u00fc\u00df sein wird, gefolgt von einer seligen Ewigkeit.<\/p>\n<p><em>Praxis<\/em>. \u2013 Ich werde mich darauf vorbereiten, morgen eine heilige Kommunion zu Ehren Marias zu empfangen und sie um die Gnade zu bitten, im Angesicht des Todes die heiligen Sakramente empfangen zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><a id=\"post-55164-_Toc228452346\"><\/a><a id=\"post-55164-_Toc242260330\"><\/a>Beispiel<\/h2>\n<p>Ich k\u00f6nnte viele Beispiele anf\u00fchren, die best\u00e4tigen, wie eifrig Maria ihren Verehrern im Angesicht des Todes zu Hilfe eilt. Ich w\u00e4hle eines unter Tausenden aus, das vom heiligen Alfons von Liguori erz\u00e4hlt wird<sup><a id=\"post-55164-footnote-ref-71\" href=\"#post-55164-footnote-71\">[71]<\/a><\/sup>. Adolf, Graf von Elsass, der einen Teil seines Lebens etwas freiz\u00fcgig verbracht hatte, wurde eines Tages von der g\u00f6ttlichen Gnade erleuchtet, bekehrte sich, gab die Welt und ihre Freuden auf und wurde religi\u00f6s. Oft beteuerte er, in der Liebe und im Dienst Mariens, der Hoffnung und Zuflucht der S\u00fcnder, leben und sterben zu wollen. Aber am Ende seiner Tage, angesichts des Todes, wurde er von gro\u00dfer Furcht erfasst. Ihm kamen die S\u00fcnden seiner Jugend in den Sinn, die Strenge des g\u00f6ttlichen Gerichts, und bei diesem Gedanken begann er heftig zu zittern, weil er um sein ewiges Heil f\u00fcrchtete. Aber die Allerseligste Jungfrau, die in den N\u00f6ten ihrer Verehrer nicht schl\u00e4ft, lie\u00df uns in diesem schmerzhaften Zustand nicht allein. Denn begleitet von vielen Heiligen erscheint sie dem Sterbenden, erfreut ihn mit ihrer paradiesischen Sch\u00f6nheit und tr\u00f6stet ihn mit diesen Worten: <em>Adulphe, mein Liebster, mors cur times, meus cum sis? <\/em>Mein liebster Adolf, du geh\u00f6rst mir, du hast dich mir geweiht, warum f\u00fcrchtest du nun den Tod? Bei diesem Anblick und diesen Worten f\u00fchlte Adolf sein Herz von Frieden und Freude erf\u00fcllt, er bem\u00fchte sich, sich in Marias Scho\u00df zu werfen, und in diesem Akt der Liebe hauchte seine Seele aus. Oh! Gl\u00fccklicher Tod! Oh! M\u00f6ge mein Tod so sein wie dieser!<\/p>\n<p><strong>Maria-Hilf-Fest<\/strong><\/p>\n<p><em> V. Deus, in adiutorium meum intende.<\/em><\/p>\n<p><em> R. Domine, ad adiuvandum me festina.<\/em><\/p>\n<p><em> V. Gloria Patri etc.<\/em><\/p>\n<p><em> R. Sicut erat etc.<\/em><\/p>\n<p><em> V. Maria, Auxilium Christianorum,<\/em><\/p>\n<p><em> R. Ora pro nobis.<\/em><\/p>\n<p>1. Damit du, frommer Christ, besser an der Feierlichkeit dieses gl\u00fcckverhei\u00dfenden Tages teilhaben kannst, halte ich es f\u00fcr angebracht, dir kurz die Geschichte dieses Tages zu erz\u00e4hlen. Der heilige Papst Pius V. hatte Maria seit dem Jahr 1571 zum Gedenken an den wundersamen Sieg von Lepanto unter dem Titel<em> Hilfe der Christen<\/em> ausgerufen. Sp\u00e4ter best\u00e4tigten verschiedene P\u00e4pste denselben Titel und bem\u00fchten sich mit apostolischem Eifer, die Verehrung Mariens als Helferin zu verbreiten. So genehmigte Innozenz XI. im Jahr 1684 eine Bruderschaft, die in M\u00fcnchen unter dem Titel Maria-Hilf-Bruderschaft gegr\u00fcndet worden war. Pius VI. genehmigte im Jahr 1798 eine neue Vereinigung unter dem gleichen Titel, die sich in Turin niedergelassen hatte, einer Stadt, die Maria seit jeher sehr verehrt.<\/p>\n<p>Aber eines fehlte noch, und zwar ein Tag im Jahr, der speziell der Verehrung Mariens, Hilfe der Christen, gewidmet war, das hei\u00dft ein Fest mit einem von der Kirche genehmigten Ritus, einer Messe und einem Offizium. Damit sich die P\u00e4pste zu dieser wichtigen Einrichtung entschlossen, bedurfte es eines au\u00dfergew\u00f6hnlichen Ereignisses, das sich bald zutrug. Die wundersame Art und Weise, in der Papst Pius VII. aus seiner Gefangenschaft befreit wurde, ist das gro\u00dfe Ereignis, das Anlass zur Einf\u00fchrung des Maria-Hilf-Festes gab<em>.<\/em><\/p>\n<p>2. Nachdem Kaiser Napoleon I. den Papst auf vielf\u00e4ltige Weise unterdr\u00fcckt hatte, verlangte er von ihm Dinge, die dieser seinem Gewissen nach nicht gew\u00e4hren konnte. Auf die mutige Weigerung reagierte der Kaiser mit Gewalt und Sakrileg. Der Papst wurde verhaftet und nach Savona gebracht, wo der glorreiche Papst mehr als f\u00fcnf Jahre in strenger Haft verbrachte. Da aber, wo der Papst ist, auch das Oberhaupt der Kirche ist, wurde Savona in gewisser Weise zu einem zweiten Rom. Die vielen Bekundungen der Zuneigung weckten den Neid des Kaisers, der den Stellvertreter Jesu Christi dem\u00fctigen wollte und befahl, ihn nach Fontainebleau, einem nicht weit von Paris entfernten Schloss, zu verlegen. W\u00e4hrend das Oberhaupt der Kirche gefangen st\u00f6hnte, blieb den Christen nichts anderes \u00fcbrig, als die Gl\u00e4ubigen der Urkirche nachzuahmen, als der heilige Petrus gefangen gehalten wurde, n\u00e4mlich zu beten. Der ehrw\u00fcrdige Papst betete, und mit ihm beteten alle Katholiken und erflehten die Hilfe derer, die als gro\u00dfe Schutzwehr in der Kirche bezeichnet wird, <em>magnum in Ecclesia praesidium. <\/em>Es wird allgemein angenommen, dass der Papst damals der Heiligen Jungfrau versprochen habe, ein Fest zu ihren Ehren unter dem erhabenen Titel \u201eHilfe der Christen\u201d einzuf\u00fchren, falls er nach Rom zur\u00fcckkehren und den Papstthron wieder besteigen k\u00f6nne. In der Zwischenzeit begann sich das Gl\u00fcck, das dem schrecklichen Kaiser bis dahin hold gewesen war, gegen ihn zu wenden. Nachdem Napoleon seinen gef\u00fcrchteten Namen in der ganzen Welt bekannt gemacht hatte, wollte er seine Waffen in die k\u00e4ltesten Regionen Russlands tragen. Er glaubte, dort neue Triumphe zu finden, stattdessen traf ihn sein Untergang. Maria, bewegt vom Mitleid mit dem St\u00f6hnen von Pius und den Gebeten so vieler seiner Kinder, ver\u00e4nderte innerhalb weniger Tage das Schicksal Europas und der ganzen Welt. Die Strenge des Winters, die Strategie der Russen und die Untreue vieler franz\u00f6sischer Gener\u00e4le entt\u00e4uschten die Hoffnungen Bonapartes, der innerhalb weniger Tage seine Armee vernichtet sah. Von den mehr als sechshunderttausend Soldaten, aus denen seine Armee bestand, konnten sich nur f\u00fcnfzigtausend retten; die \u00fcbrigen kamen ums Leben. Der Kaiser selbst musste eilig fliehen, sich nach Paris zur\u00fcckziehen und sich kurz darauf den Engl\u00e4ndern als Gefangener stellen.<\/p>\n<p>Nach dem Sturz Napoleons konnte die Gerechtigkeit wieder ihren Lauf nehmen. Pius VII. wurde sofort freigelassen, Rom empfing ihn mit gr\u00f6\u00dfter Freude. Als der Heilige Vater sah, dass seine W\u00fcnsche erf\u00fcllt worden waren, wollte er seiner himmlischen Befreierin aus Dankbarkeit ein \u00f6ffentliches und dauerhaftes Zeichen seiner Dankbarkeit geben. Zu diesem Zweck f\u00fchrte er das Fest <em>Maria Auxilium Christianorum <\/em>ein<em>, <\/em>das jedes Jahr am 24. Mai gefeiert werden sollte. Dieser Tag wurde gew\u00e4hlt, weil er genau an diesem Tag im Jahr 1814 befreit worden war und unter dem Beifall aller Katholiken an seinen Sitz zur\u00fcckkehren konnte.<\/p>\n<p>3. Der glorreiche Papst Pius VII. f\u00f6rderte zeitlebens die Verehrung Mariens, Hilfe der Christen; er genehmigte ihr geweihte Vereinigungen und Bruderschaften und gew\u00e4hrte viele Abl\u00e4sse f\u00fcr fromme Praktiken zu ihren Ehren. Die nachfolgenden P\u00e4pste setzten die Verehrung Mariens unter dem sch\u00f6nen Titel <em>Hilfe der Christen<\/em> fort. Der amtierende Papst Pius IX., ein eifriger F\u00f6rderer der Ehre, die der erhabenen Mutter Gottes geb\u00fchrt, setzte sich daf\u00fcr ein, dass unter ihrem besonderen Schutz in Turin eine Kirche zu Ehren Mariens, Hilfe der Christen, errichtet wurde. Mit Dekret vom 22. Mai 1868 gew\u00e4hrte er dann jedem, der reum\u00fctig, beichtet und kommuniziert diese Kirche besucht, einen vollkommenen Ablass, der entweder am Festtag, dem 24. Mai, oder an einem frei w\u00e4hlbaren Tag erworben werden kann. Sp\u00e4ter, nachdem in derselben Kirche mit Genehmigung des Erzbischofs von Turin eine <em>Fromme Vereinigung der Verehrer Mariens, der Helferin der Christen, <\/em>gegr\u00fcndet worden war<em>, <\/em>gew\u00e4hrte er den Mitgliedern viele Abl\u00e4sse, sowohl vollkommene Abl\u00e4sse als auch Teilabl\u00e4sse. Schlie\u00dflich erweiterte derselbe Papst mit Dekret vom 5. April 1870 die himmlischen Gnaden, indem er gew\u00e4hrte, dass dieselben Abl\u00e4sse auch in anderen Kirchen erworben werden k\u00f6nnen, und die fromme Vereinigung zur Erzbruderschaft erhob, mit dem Privileg und der Befugnis, andere Vereinigungen, die kanonisch unter diesem Titel gegr\u00fcndet worden waren, ihr anzuschlie\u00dfen. Sieh, frommer Christ, das sind die gro\u00dfen Sch\u00e4tze, die uns angeboten werden.<\/p>\n<p><em>Praxis<\/em>. Heute werde ich mich Maria weihen und versprechen, sie in Zukunft von ganzem Herzen zu lieben und ihr so gut wie m\u00f6glich zu dienen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><a id=\"post-55164-_Toc228452348\"><\/a><a id=\"post-55164-_Toc242260331\"><\/a>Weiheakt an Maria<\/h2>\n<p>Heiligste Jungfrau, Mutter Gottes, ich<em>, N. N., <\/em>obwohl s\u00fcndig und unw\u00fcrdig, kniee zu Deinen F\u00fc\u00dfen nieder und bringe Dir in Gegenwart des allm\u00e4chtigen Gottes und des ganzen himmlischen Hofes dieses mein Herz mit all seinen Regungen dar. Dir weihe ich es und will, dass es immer Dir und Deinem geliebten Jesus geh\u00f6rt. Nimm, o gn\u00e4digste Mutter, von Deinem armen Diener dieses dem\u00fctige Opfer an, verbunden mit den Herzen aller Heiligen. Lass mich von diesem Augenblick an einzig f\u00fcr Dich und Deinen g\u00f6ttlichen Sohn Jesus leben. Mit Seiner g\u00f6ttlichen Hilfe und Seiner liebevollen Unterst\u00fctzung hoffe ich, dies zu tun, und verspreche es auch von meiner Seite. Lege mein armes Herz zwischen Eure beiden Herzen, Jesus und Maria, damit es ganz von Eurer heiligen Liebe entflammt werde. So m\u00f6ge ich, in Eurer Liebe lebend, eines Tages oben im Himmel Euch loben und preisen in Gemeinschaft mit den Engeln und Heiligen, ewiglich. So sei es.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1><a id=\"post-55164-_Toc228452349\"><\/a><a id=\"post-55164-_Toc242260332\"><\/a>Vereinigung der Verehrer Mariens, der Helferin der Christen<\/h1>\n<p>1. In der Kirche, die in Turin Maria, Hilfe der Christen, geweiht ist, wurde mit Genehmigung Seiner Exzellenz, des Erzbischofs von Turin, kanonisch eine Vereinigung ihrer Verehrer gegr\u00fcndet, die sich zum Ziel gesetzt hat, den Ruhm der g\u00f6ttlichen Mutter zu f\u00f6rdern, um ihren Schutz im Leben und insbesondere im Angesicht des Todes zu erlangen.<\/p>\n<p>2. Zwei besondere Mittel werden vorgeschlagen: die Verehrung der Heiligen Jungfrau und die Verehrung Jesu im Sakrament zu verbreiten.<\/p>\n<p>3. Zu diesem Zweck werden sie sich mit Worten, Ratschl\u00e4gen, Werken und Autorit\u00e4t daf\u00fcr einsetzen, die W\u00fcrde und Andacht bei den Novenen, Festen und Feierlichkeiten zu f\u00f6rdern, die im Laufe des Jahres zu Ehren der seligen Jungfrau Maria und des Allerheiligsten Sakraments stattfinden.<\/p>\n<p>4. Die Verbreitung guter B\u00fccher, Bilder, Medaillen, Zeugnisse, die Teilnahme an Prozessionen zu Ehren der Allerseligsten Maria und des Allerheiligsten Sakraments und die Empfehlung dieser Teilnahme, die h\u00e4ufige Kommunion, der Besuch der heiligen Messe und die Begleitung zum Sterbesakrament sind die Dinge, die die Mitglieder mit allen ihrem Stand entsprechenden Mitteln f\u00f6rdern wollen.<\/p>\n<p>5. Die Mitglieder werden sich selbst und den ihnen unterstellten Personen gegen\u00fcber gr\u00f6\u00dfte Sorgfalt walten lassen, um Gottesl\u00e4sterung und jede der Religion widersprechende Rede zu verhindern und, soweit es in ihrer Macht steht, jedes Hindernis zu beseitigen, das die Heiligung der Feiertage verhindern k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>6. Jedes Mitglied wird gem\u00e4\u00df den Ratschl\u00e4gen des Katechismus und der geistlichen Lehrer nachdr\u00fccklich aufgefordert, alle zwei Wochen oder einmal im Monat zur heiligen Beichte und Kommunion zu gehen und t\u00e4glich die heilige Messe zu h\u00f6ren, sofern es die Verpflichtungen seines Standes zulassen.<\/p>\n<p>7. Zu Ehren Jesu im Sakrament sprechen die Mitglieder jeden Tag nach den \u00fcblichen Morgen- und Abendgebeten das Sto\u00dfgebet: <em>Gelobt und gepriesen sei zu jeder Zeit das Allerheiligste und G\u00f6ttlichste Sakrament. <\/em>Und zu Ehren der seligen Jungfrau Maria: <em>Maria Auxilium Christianorum, ora pro nobis<\/em>.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Priester gen\u00fcgt es, wenn sie in der heiligen Messe die Absicht bekunden, f\u00fcr alle Mitglieder dieser frommen Vereinigung zu beten. Diese Gebete dienen als Bindeglied, um alle Mitglieder in einem Herzen und einer Seele zu vereinen, um Jesus, der in der heiligen Eucharistie verborgen ist, und seiner erhabenen Mutter die geb\u00fchrende Ehre zu erweisen und an allen Werken der Fr\u00f6mmigkeit teilzunehmen, die von jedem Mitglied vollbracht werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><a id=\"post-55164-_Toc228452350\"><\/a><a id=\"post-55164-_Toc242260333\"><\/a>Geistliche Vorteile f\u00fcr die Mitglieder<\/h2>\n<p>1. Alle Mitglieder wollen sich gegenseitig helfen, den Weg der Erl\u00f6sung zu gehen, indem sie alle guten Werke, die jeder privat oder in der Maria-Hilf-Basilika oder anderswo vollbringt, miteinander teilen.<\/p>\n<p>2. Sie werden auch an den Andachts\u00fcbungen teilnehmen, die am Altar der Vereinigung, dem Hauptaltar dieser Kirche, vollzogen werden \u2013 einem t\u00e4glich privilegierten Altar gem\u00e4\u00df dem Dekret der Heiligen Kongregation vom 22. Mai 1868. An diesem Altar wird jeden Tag um etwa sechs Uhr morgens an Werktagen und um etwa sieben Uhr morgens an Feiertagen eine Messe gefeiert, mit dem Gebet des dritten Teils des Heiligen Rosenkranzes, mit besonderen Gebeten und mit der Kommunion f\u00fcr alle, die daran teilnehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der regierende Papst Pius IX. gew\u00e4hrt gn\u00e4dig 100 Tage Ablass f\u00fcr alle und f\u00fcr jedes Mal, wenn man an dieser Andachts\u00fcbung teilnimmt.<\/p>\n<p>Jeden Abend finden das Singen von geistlichen Lobges\u00e4ngen, spirituelle Lesungen, Gebete und die Segnung mit dem Allerheiligsten Sakrament statt, gefolgt vom Rosenkranzgebet wie am Morgen.<\/p>\n<p>3. Jeder kann am Tag seiner Aufnahme in den Verein einen vollkommenen Ablass erlangen. Dekret vom 11. M\u00e4rz 1870.<\/p>\n<p>4. Vollkommener Ablass an den Hochfesten von Weihnachten, der Beschneidung, der Erscheinung des Herrn, der Himmelfahrt unseres Herrn Jesus Christus, an Pfingsten und am Fronleichnamstag (<em>Corpus Domini<\/em>).<\/p>\n<p>5. Vollkommener Ablass ebenfalls am Fest der Unbefleckten Empf\u00e4ngnis der seligen Jungfrau Maria, ihrer Geburt, ihrer Darstellung im Tempel, der Verk\u00fcndigung, der Reinigung, der Heimsuchung und ihrer Aufnahme in den Himmel.<\/p>\n<p>6. Derselbe vollst\u00e4ndige Ablass kann an jedem Tag der Novene oder am Festtag <em>Maria Auxilium Christianorum<\/em>, am Festtag des heiligen Franz von Sales, des heiligen Aloisius von Gonzaga und an dem Tag jedes Monats, den sie f\u00fcr die \u00dcbung des guten Todes w\u00e4hlen, erlangt werden. \u2013 Die in dieser Nummer aufgef\u00fchrten Abl\u00e4sse k\u00f6nnen auch von denen erlangt werden, die nicht in der frommen Vereinigung eingeschrieben sind.<\/p>\n<p>7. Jedes Mitglied, das an den Andachten teilnimmt, die in dieser Kirche im Laufe des Jahres anl\u00e4sslich von Triduen oder Novenen stattfinden, kann einmal t\u00e4glich den Ablass von sieben Jahren und ebenso vielen Quarant\u00e4nen erlangen. \u2013 Es sei hier angemerkt, dass f\u00fcr den Erwerb der oben genannten vollkommenen Abl\u00e4sse die sakramentale Beichte und Kommunion vorgeschrieben ist, es sei denn, das Mitglied hat die lobenswerte Gewohnheit, jede Woche zur Beichte zu gehen. In diesem Fall wird nur der Stand der Gnade angestrebt.<\/p>\n<p>8. Jedes Jahr wird am ersten m\u00f6glichen Tag nach dem Maria-Hilf-Fest eine <em>Requiem<\/em>-Messe mit weiteren besonderen F\u00fcrbitten f\u00fcr die Seelen der verstorbenen Mitbr\u00fcder gefeiert, insbesondere f\u00fcr diejenigen, die im Laufe dieses Jahres von Gott zum ewigen Leben gerufen wurden.<\/p>\n<p>9. Sollte ein Mitbruder oder eine Mitschwester erkranken oder sollte Gott sie zu sich rufen, werden sie in besonderer Weise den Gebeten anvertraut, die t\u00e4glich am Altar der Maria-Hilf-Basilika gesprochen werden, sofern dies dem Direktor der Kirche mitgeteilt wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><a id=\"post-55164-_Toc228452351\"><\/a><a id=\"post-55164-_Toc242260334\"><\/a>Aufnahme<\/h2>\n<p>1. Wer dieser frommen Vereinigung beitreten m\u00f6chte, l\u00e4sst seinen Vor- und Nachnamen, seinen Wohnort und seinen Wohnsitz in ein spezielles Register eintragen, das in der Sakristei der Maria-Hilf-Basilika aufbewahrt wird. Bei dieser Gelegenheit erh\u00e4lt er, wenn er es w\u00fcnscht, ein Bild, eine Medaille und das B\u00fcchlein der Vereinigung.<\/p>\n<p>2. Die Pfarrer und alle anderen Seelsorger, die Direktoren von Internaten, Erziehungsheimen oder Wohlt\u00e4tigkeitsanstalten k\u00f6nnen jeden ihrer Angestellten aufnehmen, sofern sie die Namen der aufgenommenen Personen an den Direktor der Kirche, der auch Direktor der frommen Vereinigung ist, weiterleiten.<\/p>\n<p>3. Es gibt keinen j\u00e4hrlichen Geldbeitrag; jeder kann jedes Jahr eine Spende leisten, um die Kosten f\u00fcr die Novene und das Maria-Hilf-Fest sowie f\u00fcr alle Gottesdienste zu decken, die zu verschiedenen Anl\u00e4ssen im Jahr in der Kirche der Vereinigung stattfinden.<\/p>\n<p>Diese Satzung wurde am 18. April 1869 von der kirchlichen Autorit\u00e4t genehmigt, als die Vereinigung kanonisch errichtet wurde. Am 5. April dieses Jahres 1870 erhob derselbe Papst mit einem entsprechenden Dekret die Vereinigung zur Erzbruderschaft mit verschiedenen Privilegien und mit der Befugnis, andere kanonisch gegr\u00fcndete Vereinigungen aufzunehmen.<\/p>\n<p><em>F\u00fcr den Priester Giovani Bosco<\/em><\/p>\n<p><em>Turin, Druckerei des Oratoriums des Heiligen Franz von Sales, 1870<\/em><\/p>\n<p><em>Mit Genehmigung der Kirchlichen Pr\u00fcfungskommission<\/em><\/p>\n<ol>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ol>\n<li id=\"post-55164-footnote-1\">Der regierende Papst Pius IX. gew\u00e4hrt jedes Mal, wenn dieses Sto\u00dfgebet gesprochen wird, 300 Tage Ablass. (<em>14. Februar 1869<\/em>). <a href=\"#post-55164-footnote-ref-1\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-2\">Epist. Ad Eustoc. (Brief an Eustochium). <a href=\"#post-55164-footnote-ref-2\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-3\">Lukas I, 39. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-3\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-4\">Hl. Alf. von Liguori, Die Herrlichkeiten Mariens. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-4\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-5\">Joh. II, 3. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-5\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-6\">Joh. XIX, 26, 27. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-6\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-7\">Der ehrw\u00fcrdige hl. Alf., Betrachtungsnovene. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-7\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-8\">V. S. Alf. Gl. di M. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-8\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-9\">V. S. Ciril. Aless. Omil. cont. Nest. \u2013 Oct. Nativ. B. V. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-9\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-10\">Serm. apud Metaph. Die 5, Nativ. B. V. in Off. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-10\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-11\">Hom. 2 super Missus est. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-11\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-12\">Hld 2, 5. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-12\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-13\">Eccl. I, Kap. 24. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-13\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-14\">Vgl. <em>Erinnerung an eine Feierlichkeit zu Ehren Mariens, Hilfe der Christen<\/em>, Turin, Druckerei des Oratoriums des Heiligen Franz von Sales. 1868. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-14\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-15\">Psalm 73. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-15\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-16\">I Korinther 15. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-16\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-17\">Exodus 20. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-17\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-18\">Levitikus, Kapitel 26. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-18\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-19\">Exodus 31. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-19\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-20\">In Kap. 26 Matth\u00e4us. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-20\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-21\">Levitikus, Kapitel 24. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-21\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-22\">Jahr 510. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-22\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-23\">Hebr\u00e4er, 13. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-23\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-24\">Vgl. Apologista, Nr. 10, Jahrgang XII. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-24\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-25\">Joh 20. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-25\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-26\">Mt 18. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-26\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-27\">Predigt 393. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-27\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-28\">De lapsis. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-28\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-29\">Hom. II in Ps. 37. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-29\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-30\">Sitz. XIV, Kan. 6, 7. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-30\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-31\">Epist. 93, ad Virg. Soph. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-31\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-32\">Mt 16. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-32\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-33\">Vgl. Apologista, Nr. 10, Jahrgang XII. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-33\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-34\">Spr 8. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-34\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-35\">Psalm 110. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-35\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-36\">Vgl. hl. Joh. Chrysostomus, Hom. 61 ad pop. Ant. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-36\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-37\">Psalm 110. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-37\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-38\">Lk 22. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-38\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-39\">Joh 6. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-39\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-40\">Mt 26. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-40\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-41\">Sitz. 13, 2. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-41\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-42\">Traktat 84 zum Johannesevangelium. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-42\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-43\">Joh 6. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-43\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-44\">Joh 6. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-44\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-45\">Mt 11. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-45\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-46\">Vgl. Cyprian von Karthago, De lapsis, Buch VI. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-46\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-47\">Sitz. 22, Kap. 6, V; ferner Sitz. 13, Kap. 8. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-47\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-48\">Kirchengeschichte, Jahr 552. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-48\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-49\">Konzil von Trient, Sitz. 13, Kap. 2. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-49\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-50\">Ebenda. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-50\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-51\">De perfectione religionis (\u00dcber die Vollkommenheit des Ordensstandes), Kap. 21. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-51\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-52\">Vgl. Summa Theologi\u00e6 des hl. Thomas von Aquin, Teil III, Frage 80, Art. 10. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-52\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-53\">Vgl. Buch der Sentenzen, Band IV. \u2013 Vgl. \u201eDie Allerheiligste Kommunion\u201c von Monsignore de S\u00e9gur. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-53\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-54\">Vgl. <em>Erinnerung an eine Feierlichkeit <\/em>usw. Anhang. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-54\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-55\">Trienter Konzil, Sitz. 22, Kap. 2. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-55\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-56\"><em> Verborgener Schatz <\/em>usw., Art. IV, Nr. VII. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-56\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-57\">Trienter Konzil, Sitz. 22, Kap. 2. Sitz. 25 zu Beginn. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-57\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-58\">Vgl. zitierte <em>Erinnerung<\/em>. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-58\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-59\">Wer das Allerheiligste Viatikum and\u00e4chtig mit einer brennenden Lampe oder Kerze begleitet, erlangt einen Ablass von 7 Jahren und 7 Quarant\u00e4nen; wer es ohne Lampe begleitet, erlangt einen Ablass von 5 Jahren und ebenso vielen Quarant\u00e4nen; und wer aus legitimen Gr\u00fcnden verhindert ist und eine andere Person mit einer brennenden Lampe oder Kerze an seiner Stelle schickt, erlangt einen Ablass von 3 Jahren. Alle diese Abl\u00e4sse gelten f\u00fcr die verstorbenen Gl\u00e4ubigen durch die Genehmigung von Benedikt XIV. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-59\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-60\">Lk 24. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-60\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-61\">Offb 14. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-61\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-62\">Lk 2. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-62\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-63\">Joh 13. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-63\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-64\"><em> Das Leben des jungen Ernesto Saceardi<\/em>. Katholische Lesungen, Jahr XVI, Heft 9. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-64\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-65\">Nr. 48, Jahr XII, 88. November 1869. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-65\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-66\">Vgl. <em>Apologista<\/em>, Nr. 10, Jahrgang 12. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-66\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-67\">Vgl. Hl. Alfons, <em>Die Herrlichkeiten Mariens<\/em>. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-67\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-68\">Offb 12. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-68\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-69\">Vgl. Hl. Alfons, <em>Die Herrlichkeiten Mariens<\/em>. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-69\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-70\">Ebenda. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-70\">\u2191<\/a><\/li>\n<li id=\"post-55164-footnote-71\">Vgl. Hl. Alfons, <em>Die Herrlichkeiten Mariens<\/em>. <a href=\"#post-55164-footnote-ref-71\">\u2191<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Namen Mariens, der Hilfe der Christen, klingt eine lange Geschichte des Vertrauens des christlichen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":18,"featured_media":55155,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"iawp_total_views":1,"footnotes":""},"categories":[141],"tags":[2575,1819,1735,1687,1963,2581],"class_list":["post-55164","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allerheiligste-jungfrau-maria","tag-don-bosco","tag-gnade","tag-katechese","tag-maria","tag-rettung","tag-veranstaltungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55164","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/18"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=55164"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55164\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":55165,"href":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55164\/revisions\/55165"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/55155"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=55164"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=55164"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=55164"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}