{"id":53884,"date":"2026-07-01T06:03:16","date_gmt":"2026-07-01T06:03:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.donbosco.press\/?p=53884"},"modified":"2026-07-01T06:03:22","modified_gmt":"2026-07-01T06:03:22","slug":"don-bosco-und-die-andacht-zum-kostbarsten-blut-jesu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/don-bosco\/don-bosco-und-die-andacht-zum-kostbarsten-blut-jesu\/","title":{"rendered":"Don Bosco und die Andacht zum Kostbarsten Blut Jesu"},"content":{"rendered":"<p><em>Die Reliquie des Kostbarsten Blutes Jesu, aufbewahrt hinter dem Altar der Kirche San Giuseppe a Capo le Case in Rom.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><i>Das Blut Christi ist das konkreteste Zeichen der Liebe Gottes: hingegebenes Leben, dargebotene Barmherzigkeit, vollbrachte Erl\u00f6sung. Diese Andacht, die in der Schrift, in der Liturgie und in der Spiritualit\u00e4t der Kirche verwurzelt ist, erlebte im 19. Jahrhundert eine neue Bl\u00fcte und blieb dem apostolischen Herzen von Don Bosco nicht fremd. F\u00fcr ihn war das Kostbarste Blut keine isolierte Andachtspraxis, sondern trat in den Mittelpunkt des christlichen Lebens: die Messe, die Beichte, die Eucharistie, das Heiligste Herz und das Heil der Seelen. Jeder Jugendliche hatte f\u00fcr Don Bosco einen unendlichen Wert, weil er durch das Blut Jesu erl\u00f6st war. Daraus entsprang auch seine erzieherische Leidenschaft: die Seelen zu Gott zu f\u00fchren und am Werk der Erl\u00f6sung mitzuwirken.<\/i><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><b>Geschichte der Andacht<\/b><\/strong><\/p>\n<p>Blut wurde schon immer als Zeichen des Lebens wahrgenommen. Es handelt sich nicht nur um eine symbolische Konvention: Das Blut erh\u00e4lt tats\u00e4chlich das Leben des K\u00f6rpers, indem es Nahrung und Sauerstoff transportiert, und sein Verlust kann zum Tod f\u00fchren. Genau aus diesem Grund ist das Blut in alten Kulturen und in der biblischen Offenbarung nie ein rein materielles Element: Es ist das sichtbar gewordene Leben, das dargebracht, vergossen, hingegeben werden kann.<\/p>\n<p>Daraus entspringt auch der religi\u00f6se Wert des Blutes bei Opfern: Das Blut eines Opfers darzubringen bedeutet, das Leben selbst darzubringen und anzuerkennen, dass das Leben Gott geh\u00f6rt und von Ihm kommt. Im Alten Testament besprengt das Blut des Bundes das Volk und weiht es dem Herrn; im Neuen Testament findet diese Bedeutung ihre Erf\u00fcllung im Blut Christi, dem &#8222;Blut des Bundes&#8220;, das &#8222;f\u00fcr viele zur Vergebung der S\u00fcnden&#8220; vergossen wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Andacht zum Kostbarsten Blut Jesu entstand nicht erst im 19. Jahrhundert. Ihre Wurzeln liegen in der Heiligen Schrift, in der Liturgie und in der Reflexion der Kirchenv\u00e4ter. Das Neue Testament spricht wiederholt vom Blut Christi als Preis der Erl\u00f6sung, als Quelle der Reinigung, als Zeichen des neuen und endg\u00fcltigen Bundes. Die V\u00e4ter griffen diese Themen auf, vor allem in Bezug auf die Passion und die Eucharistie. Im Mittelalter wurde die Meditation \u00fcber das Blut Christi in der mystischen Spiritualit\u00e4t besonders intensiv: Man denke nur an den heiligen Bonaventura, an die heilige Gertrud, an die heilige Mechthild und in herausragender Weise an die heilige Katharina von Siena, f\u00fcr die das Blut Christi das Ma\u00df der barmherzigen Liebe Gottes ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf liturgischer Ebene verlief die Geschichte des Festes allm\u00e4hlicher. Eines der ersten Zugest\u00e4ndnisse ist ein liturgisches Offizium, &#8222;<em><i>De Sanguine Christi<\/i><\/em>&#8222;, das auf das Jahr 1582 f\u00fcr die Di\u00f6zese Valencia in Spanien zur\u00fcckgeht. In den folgenden Jahrhunderten verbreitete sich die Andacht in verschiedenen Ortskirchen und in einigen Ordensfamilien. Im 18. Jahrhundert vervielfachten sich die Bewilligungen f\u00fcr eigene Messen und Offizien; darunter war die Approbation von liturgischen Texten zu Ehren des Kostbarsten Blutes im Jahr 1747 von besonderer Bedeutung, die auch mit der Andacht zu der in Sarzana verehrten Reliquie verbunden waren, wo eine der \u00e4ltesten und ber\u00fchmtesten italienischen Reliquien im Zusammenhang mit dem Kult des Kostbarsten Blutes aufbewahrt wird. Der Tradition zufolge gelangte die Ampulle mit dem Blut Christi, das von Nikodemus auf Golgatha gesammelt worden war, im Jahr 782 zusammen mit dem Volto Santo, dem heute in <a href=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/place\/Duomo+di+San+Martino\/@43.8406024,10.5054101,19.19z\/data=!4m12!1m5!3m4!2zNDPCsDUwJzI2LjIiTiAxMMKwMzAnMjMuMiJF!8m2!3d43.840597!4d10.50645!3m5!1s0x12d5838aed7a4e8b:0xdaa5f77a0641fc63!8m2!3d43.8407828!4d10.505633!16zL20vMDhraDJ3?hl=it&amp;entry=ttu&amp;g_ep=EgoyMDI2MDYyMi4wIKXMDSoASAFQAw%3D%3D\">Lucca<\/a> verehrten h\u00f6lzernen Kruzifix, in den Hafen von Luni. W\u00e4hrend das Kruzifix in die toskanische Stadt gebracht wurde, blieb die Ampulle beim Bischof von Luni und ging nach der Verlegung des Bischofssitzes nach Sarzana \u00fcber. Hier wurde sie zum Herzen einer jahrhundertealten Andacht, die in der <a href=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/place\/Cattedrale+di+Santa+Maria+Assunta\/@44.1121875,9.9613255,253m\/data=!3m1!1e3!4m14!1m7!3m6!1s0x12d5033396e9b2f5:0xfdfcacadcaee5f88!2sCattedrale+di+Santa+Maria+Assunta!8m2!3d44.1120854!4d9.9622922!16s%2Fm%2F0cnyc_1!3m5!1s0x12d5033396e9b2f5:0xfdfcacadcaee5f88!8m2!3d44.1120854!4d9.9622922!16s%2Fm%2F0cnyc_1?entry=ttu&amp;g_ep=EgoyMDI2MDYyMi4wIKXMDSoASAFQAw%3D%3D\">Konkathedrale Santa Maria Assunta<\/a> geh\u00fctet und am Montag nach dem Dreifaltigkeitsfest mit besonderer Feierlichkeit begangen wird. Die Kirche von Luni-Sarzana arbeitete auch ein eigenes liturgisches Offizium des Kostbarsten Blutes aus, das 1747 von Benedikt XIV. gebilligt wurde und so zur Verbreitung der Andacht weit \u00fcber die lokalen Grenzen hinaus beitrug.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In Rom war das wichtigste Zentrum der modernen Wiedergeburt dieser Andacht die <a href=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/place\/Basilica+di+San+Nicola+in+Carcere\/@41.8910094,12.479217,278m\/data=!3m2!1e3!5s0x132f604a4c6100b3:0xb1297df8efb6f35d!4m14!1m7!3m6!1s0x132f604a52ba3e9b:0x9c5683a232b34e97!2sBasilica+di+San+Nicola+in+Carcere!8m2!3d41.8911752!4d12.480159!16s%2Fm%2F026qcrj!3m5!1s0x132f604a52ba3e9b:0x9c5683a232b34e97!8m2!3d41.8911752!4d12.480159!16s%2Fm%2F026qcrj?entry=ttu&amp;g_ep=EgoyMDI2MDYyMi4wIKXMDSoASAFQAw%3D%3D\">Basilika San Nicola in Carcere<\/a>. Hier wurde eine Reliquie verehrt, die aus einem Zipfel des Gewandes des Hauptmanns Longinus bestand, jenes Soldaten, der die Seite Christi durchbohrte. Die Tradition besagt, dass dieser Stoff von dem Blut benetzt worden war, das aus dem Herzen Jesu floss, und dass er jahrhundertelang von der Familie Savelli aufbewahrt wurde, die sich als Nachkommen dieses Soldaten betrachtete. Im Jahr 1708 schenkte F\u00fcrst Giulio Savelli, der Letzte seines Hauses, die Reliquie der Kirche San Nicola in Carcere, die in der N\u00e4he des Familienpalastes lag. Die Reliquie wurde auf dem Altar des Allerheiligsten Kruzifixes aufgestellt, demselben, das der Tradition nach zur heiligen Birgitta gesprochen haben soll. Auf dem K\u00e4stchen war die Inschrift eingraviert: &#8222;<em><i>De aqua et sanguine Domini Nostri Jesu Christi quae effluxerunt ex eius sacratissimo latere dum pendebat in crucem<\/i><\/em>&#8222;. Um diese Reliquie herum nahm eine organisiertere Andacht zum Kostbarsten Blut Gestalt an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich des ersten Jahrestages der Schenkung, am 8. Dezember 1808, gr\u00fcndete der Kanoniker Francesco Albertini, Rektor der Kirche, mit einigen Gl\u00e4ubigen eine Fromme Vereinigung zu Ehren des Kostbarsten Blutes. Zur Predigt wurde der junge Priester Kaspar del Bufalo gerufen, der dazu bestimmt war, der gro\u00dfe Apostel dieser Andacht zu werden.<\/p>\n<p>Die Geburt dieser Bewegung fand in einer dramatischen Zeit statt. Rom und der Kirchenstaat standen unter dem Druck der napoleonischen Herrschaft; in der Nacht vom 5. auf den 6. Juli 1809 wurde Pius VII. verhaftet und deportiert. Auch Don Kaspar war in die Verfolgung verwickelt: Am 13. Juni 1810 wurde ihm der Treueeid auf das neue Regime auferlegt, aber er lehnte mit den ber\u00fchmten Worten ab: &#8222;Ich darf nicht, ich kann nicht, ich will nicht&#8220;. Daf\u00fcr wurde er drei Jahre lang inhaftiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Diese Pr\u00fcfung l\u00f6schte seinen Eifer nicht aus, sondern st\u00e4rkte ihn. Kaspar gelangte zu der \u00dcberzeugung, dass nach den geistlichen Wunden, die durch die Verfolgung und den Indifferentismus hinterlassen worden waren, ein gro\u00dfes Apostolat der Neuevangelisierung notwendig sei. Er sah in der Andacht zum Blut Christi keine randst\u00e4ndige Praxis, sondern das Herzst\u00fcck der christlichen Verk\u00fcndigung selbst: das beredteste Zeichen der erl\u00f6senden Liebe Jesu und der den S\u00fcndern offenstehenden Barmherzigkeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am 15. August 1815 gr\u00fcndete der heilige Kaspar del Bufalo in der Abtei San Felice di Giano (einen Tag vor der Geburt des heiligen Johannes Bosco) die Kongregation der Missionare vom Kostbaren Blut. Die Wahl dieser Andacht war f\u00fcr ihn nicht nur eine einfache pers\u00f6nliche spirituelle Ausrichtung, sondern das Zentrum seiner Mission: die Bekehrung zu predigen, den Glauben zu erneuern, die Seelen durch die Betrachtung des von Christus vergossenen Blutes zur Barmherzigkeit Gottes zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Die biografische Tradition erinnert auch an eine Vorhersage, die Schwester Maria Agnese vom Menschgewordenen Wort zugeschrieben wird. Sie soll ihrem geistlichen Leiter, Francesco Albertini, anvertraut haben, dass in der Zeit der Verfolgung ein eifriger Priester aufstehen w\u00fcrde, der in der Lage sei, viele durch die Andacht zum Blut Christi aus der Gleichg\u00fcltigkeit aufzur\u00fctteln. Dieser Priester w\u00fcrde &#8222;die Posaune des g\u00f6ttlichen Blutes&#8220; genannt werden. Die Biografen sahen im heiligen Kaspar die Erf\u00fcllung dieser Prophezeiung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die von Albertini gegr\u00fcndete Fromme Vereinigung wurde 1815 von Pius VII. zur Erzbruderschaft erhoben. Sp\u00e4ter zog sie in die <a href=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/place\/Chiesa+di+San+Giuseppe+a+Capo+le+Case\/@41.9040649,12.4849851,278m\/data=!3m2!1e3!5s0x132f61ab6c8b2619:0x38b5d9c2d3b4ce28!4m14!1m7!3m6!1s0x132f61ab13480761:0xd7e5a84e930875fa!2sChiesa+di+San+Giuseppe+a+Capo+le+Case!8m2!3d41.9040285!4d12.4858534!16s%2Fg%2F121_5zl3!3m5!1s0x132f61ab13480761:0xd7e5a84e930875fa!8m2!3d41.9040285!4d12.4858534!16s%2Fg%2F121_5zl3?entry=ttu&amp;g_ep=EgoyMDI2MDYyMi4wIKXMDSoASAFQAw%3D%3D\">Kirche San Giuseppe a Capo le Case<\/a> in Rom um, und mit ihr auch die Reliquie, die noch heute in dem aus San Nicola in Carcere stammenden Reliquiar aufbewahrt wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein entscheidender Schritt geschah w\u00e4hrend des Exils von Pius IX. Im November 1848 verlie\u00df der Papst aufgrund der r\u00f6mischen Revolutionskrise Rom und fl\u00fcchtete nach Gaeta. Im Februar 1849 wurde die R\u00f6mische Republik ausgerufen und die Situation des Pontifex wurde besonders schwierig. In diesem Zusammenhang hatte der selige Giovanni Merlini, ein Sch\u00fcler des heiligen Kaspar und dritter Generalmoderator der Missionare vom Kostbaren Blut, dem Papst vorausgesagt, dass er bald nach Rom zur\u00fcckkehren w\u00fcrde, wenn er das Gel\u00fcbde ablegen w\u00fcrde, dieses Fest auf die ganze Kirche auszudehnen.<\/p>\n<p>Der Papst wollte sich nicht durch ein Gel\u00fcbde binden, versprach aber, dass er frei handeln w\u00fcrde, wenn sich die Ereignisse erf\u00fcllen w\u00fcrden. Ende Juni und in den ersten Julitagen 1849 marschierten die franz\u00f6sischen Truppen in Rom ein und die R\u00f6mische Republik fiel. Pius IX. kehrte physisch erst am 12. April 1850 in die Stadt zur\u00fcck, aber bereits am 10. August 1849 unterzeichnete er von Gaeta aus das Dekret &#8222;<em><i>Redempti sumus<\/i><\/em>&#8222;, mit dem er das Fest des Kostbarsten Blutes auf die Weltkirche ausdehnte und es auf den ersten Sonntag im Juli festlegte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Jahr 1904 sprach der heilige Pius X. Kaspar del Bufalo selig. Im Rahmen der Liturgiereform seines Pontifikats wurde das Fest des Kostbarsten Blutes dann auf den 1. Juli festgelegt. Im Jahr 1934 erhob Pius XI. in Erinnerung an die 1900-Jahr-Feier der Erl\u00f6sung die Feier in den Rang eines Hochfestes. Der heilige Johannes XXIII., der dem Kostbarsten Blut sehr zugetan war, f\u00f6rderte dessen Kult weiter: 1960 approbierte er <a href=\"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/die-litanei-vom-kostbarsten-blut-unseres-herrn-jesus-christus\/\">die Litanei vom Kostbarsten Blut<\/a> und ver\u00f6ffentlichte das Apostolische Schreiben &#8222;<em><i>Inde a primis<\/i><\/em>&#8222;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Reform des R\u00f6mischen Kalenders nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil verband das eigenst\u00e4ndige Hochfest des Kostbarsten Blutes mit dem Hochfest des Heiligsten Leibes und Blutes Christi. Dennoch ist die Andacht nicht verschwunden, sie ist als Ged\u00e4chtnis geblieben: Sie setzt sich in der Volksfr\u00f6mmigkeit und in den Eigenkalendern der Ordensfamilien fort, die mit dieser Spiritualit\u00e4t verbunden sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><b>Die Andacht bei Don Bosco<\/b><\/strong><\/p>\n<p>Die Andacht Don Boscos zum Kostbarsten Blut Jesu erscheint nicht als isoliertes oder randst\u00e4ndiges Thema, sondern als Teil seiner Spiritualit\u00e4t, die sich um drei gro\u00dfe Pole konzentrierte: die Eucharistie, die Muttergottes und den Papst.<\/p>\n<p>Sie f\u00fcgt sich vor allem in das Geheimnis der Eucharistie, der Beichte und des Heils der Seelen ein. Sie findet sich vor allem in seinen Schriften &#8222;Il cattolico provveduto per le pratiche di piet\u00e0&#8220;, &#8222;Associazione de\u2019 divoti di Maria Ausiliatrice&#8220; und &#8222;Il giovane provveduto&#8220;.<\/p>\n<p>Diese Andacht konnte ihm nicht fern sein, der eine Basilika an dem Ort errichtete, der vom Blut der Turiner M\u00e4rtyrer Adventor, Solutor und Octavius benetzt war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Andacht zum Kostbarsten Blut ist vor allem im ersten dieser Bereiche angesiedelt, n\u00e4mlich im <strong><b>eucharistischen Geheimnis<\/b><\/strong>. F\u00fcr Don Bosco vergegenw\u00e4rtigt die Heilige Messe n\u00e4mlich das Opfer von Golgatha: Der Leib und das Blut Christi, die am Kreuz dargebracht wurden, werden auf dem Altar sakramental gegenw\u00e4rtig gemacht. Deshalb erzog er die Jugendlichen dazu, mit Sammlung an der Messe teilzunehmen, besonders im Moment der Wandlung, und zu verstehen, dass das Blut Christi der Preis der Erl\u00f6sung ist. Don Bosco erinnerte daran, dass ein einziger Tropfen des Blutes Jesu ausgereicht h\u00e4tte, um die Welt zu retten, aber Christus wollte es ganz vergie\u00dfen, um seine Liebe noch deutlicher zu offenbaren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein zweiter zentraler Punkt ist die <strong><b>Beichte<\/b><\/strong>. Don Bosco pr\u00e4sentiert das Sakrament der Bu\u00dfe als den Ort, an dem die Seele durch das Blut Christi gereinigt wird. Der S\u00fcnder ist eingeladen, auf die g\u00f6ttliche Barmherzigkeit zu vertrauen, denn das von Jesus vergossene Blut reicht aus, um jede Schuld abzuwaschen. Daraus entspringt auch Don Boscos Beharren auf der h\u00e4ufigen Beichte, auf der Aufrichtigkeit, auf dem Schmerz \u00fcber die S\u00fcnden und auf der Notwendigkeit, &#8222;die Dinge des Gewissens in Ordnung zu bringen&#8220;. Hier wird das Blut Christi als konkrete Quelle der Barmherzigkeit dargestellt: kein abstraktes Bild, sondern der reale Preis der Erl\u00f6sung, der die Seele w\u00e4scht und ihr die Gnade zur\u00fcckgibt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieselbe Andacht hat auch eine starke Verbindung zum <strong><b>Heiligsten Herzen<\/b><\/strong>. Im &#8222;Cattolico provveduto&#8220; verbindet Don Bosco das Herz Jesu mit der Liebe des Erl\u00f6sers, mit seinem am Kreuz dargebrachten Leben und mit der Eucharistie, dem kostbaren &#8222;Pfand&#8220; dieser Liebe. Die Wunden, aus denen das kostbarste Blut floss, werden als Gegenstand besonderer Verehrung angegeben; das Herz ist gleichsam ihre geistliche Quelle, weil es die Liebe ausdr\u00fcckt, die Christus dazu getrieben hat, sein Blut zu vergie\u00dfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr Don Bosco ist das Kostbarste Blut der <strong><b>Preis der Erl\u00f6sung<\/b><\/strong>, die <strong><b>Quelle der Vergebung<\/b><\/strong>, das <strong><b>Herz der Messe<\/b><\/strong>, das <strong><b>Fundament der Beichte<\/b><\/strong> und das tiefe Motiv seiner erzieherischen Leidenschaft. Jeder Jugendliche ist unendlich viel wert, weil er durch das Blut Christi erl\u00f6st wurde. In diesem Licht erh\u00e4lt auch das <em><i>Da mihi animas<\/i><\/em> eine noch st\u00e4rkere Bedeutung: Seelen zu retten bedeutet, am Erl\u00f6sungswerk Jesu mitzuwirken, der sich selbst bis zum letzten Blutstropfen hingegeben hat, um den Menschen zu Gott zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Reliquie des Kostbarsten Blutes Jesu, aufbewahrt hinter dem Altar der Kirche San Giuseppe a&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":53879,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"iawp_total_views":7,"footnotes":""},"categories":[145],"tags":[2575,1969,2187,2029,1957],"class_list":["post-53884","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-don-bosco","tag-don-bosco","tag-heilige","tag-jesus","tag-leben","tag-salesianer"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/53884","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=53884"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/53884\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":53885,"href":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/53884\/revisions\/53885"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/53879"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=53884"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=53884"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=53884"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}