{"id":34337,"date":"2025-01-08T11:08:47","date_gmt":"2025-01-08T11:08:47","guid":{"rendered":"https:\/\/exciting-knuth.178-32-140-152.plesk.page\/?p=34337"},"modified":"2025-01-20T10:58:04","modified_gmt":"2025-01-20T10:58:04","slug":"jahresleitgedanken-2025-in-hoffnung-verankert-pilger-mit-jungen-menschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/mitteilungen-des-generaloberer\/jahresleitgedanken-2025-in-hoffnung-verankert-pilger-mit-jungen-menschen\/","title":{"rendered":"Jahresleitgedanken 2025. In Hoffnung verankert, Pilger mit jungen Menschen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>In der hoffnung verankert, sind wir pilgernde mit den jungen menschen<br><\/strong><br><a href=\"#_Toc188266352\">EINF\u00dcHRUNG. IN DER HOFFNUNG VERANKERT, SIND WIR PILGERNDE MIT DEN JUNGEN MENSCHEN<\/a><br><a href=\"#_Toc188266353\">1. AUF DEM WEG ZU CHRISTUS, UNSERER HOFFNUNG, UM DEN TRAUM DON BOSCOS ZU ERNEUERN<\/a><br><a href=\"#_Toc188266354\">1.1 Das Heilige Jahr<\/a><br><a href=\"#_Toc188266355\">1.2 Der Jahrestag der ersten salesianischen Missionsaussendung<\/a><br><a href=\"#_Toc188266356\">2. HEILIGES JAHR: CHRISTUS, UNSERE HOFFNUNG<\/a><br><a href=\"#_Toc188266357\">2.1 Als Pilgernde in der Hoffnung verankert<\/a><br><a href=\"#_Toc188266358\">2.2 Die Hoffnung als Weg zu Christus, als Weg zum ewigen Leben<\/a><br><a href=\"#_Toc188266359\">2.3 EIGENSCHAFTEN DER HOFFNUNG<\/a><br><a href=\"#_Toc188266360\">2.3.1 Hoffnung, eine best\u00e4ndige, bereite, vision\u00e4re und prophetische Spannung<\/a><br><a href=\"#_Toc188266361\">2.3.2 Hoffnung ist eine Wette auf die Zukunft<\/a><br><a href=\"#_Toc188266362\">2.3.3 Hoffnung ist keine Privatsache<\/a><br><a href=\"#_Toc188266363\">3. DIE HOFFNUNG ALS GRUNDLAGE DER SENDUNG<\/a><br><a href=\"#_Toc188266364\">3.1 Hoffnung ist eine Einladung zur Mitverantwortung<\/a><br><a href=\"#_Toc188266365\">3.2 Hoffnung fordert von der christlichen Gemeinschaft Mut bei der Evangelisierung<\/a><br><a href=\"#_Toc188266366\">3.3 \u201eDA MIHI ANIMAS\u201c: DER \u201eGEIST\u201c DER SENDUNG<\/a><br><a href=\"#_Toc188266367\">3.3.1 Haltungen des Gesendeten<\/a><br><a href=\"#_Toc188266368\">3.3.2 Danken, reflektieren und erneuern<\/a><br><a href=\"#_Toc188266369\">4. HEILIGES JAHR UND MISSION: EINE HOFFNUNG, DIE SICH IM KONKRETEN T\u00c4GLICHEN LEBEN NIEDERSCHL\u00c4GT<\/a><br><a href=\"#_Toc188266370\">4.1 Die Hoffnung als Kraft im t\u00e4glichen Leben, die Zeugnis fordert<\/a><br><a href=\"#_Toc188266371\">4.2 Hoffnung ist die Kunst der Geduld<\/a><br><a href=\"#_Toc188266372\">5. DER URSPRUNG UNSERER HOFFNUNG: IN GOTT MIT DON BOSCO<\/a><br><a href=\"#_Toc188266373\">5.1 Gott als Ursprung unserer Hoffnung<\/a><br><a href=\"#_Toc188266374\">5.1.1 Ein rascher Blick auf den Traum<\/a><br><a href=\"#_Toc188266375\">5.1.2 Don Bosco, ein \u201eGigant\u201c der Hoffnung<\/a><br><a href=\"#_Toc188266376\">5.1.3 Eigenschaften der Hoffnung bei Don Bosco<\/a><br><a href=\"#_Toc188266377\">5.1.4 Die \u201eFr\u00fcchte\u201c der Hoffnung bei Don Bosco<\/a><br><a href=\"#_Toc188266378\">5.2 Die Treue zu Gott: bis zum Ende<\/a><br><a href=\"#_Toc188266379\">6. MIT &#8230; MARIA \u2013 HOFFNUNG UND M\u00dcTTERLICHE GEGENWART<\/a><br><br><br><a id=\"_Toc188266352\">EINF\u00dcHRUNG. IN DER HOFFNUNG VERANKERT, SIND WIR PILGERNDE MIT DEN JUNGEN MENSCHEN<\/a><br>Liebe Schwestern und Br\u00fcder der verschiedenen Gruppen der salesianischen Familie Don Boscos, zu Beginn des neuen Jahres 2025 gr\u00fc\u00dfe ich Euch herzlich!<br><br>Ich wende mich nicht ohne Emotionen an Euch alle in dieser Zeit der Gnade, die durch zwei wichtige Ereignisse f\u00fcr das Leben der Kirche und unserer Familie gepr\u00e4gt ist: das Heilige Jahr 2025, das am 24. Dezember 2024 feierlich mit der \u00d6ffnung der Heiligen Pforte des Petersdoms im Vatikan begonnen hat, und der 150. Jahrestag der ersten Missionsaussendung durch Don Bosco am 11. November 1875 nach Argentinien und in andere L\u00e4nder des amerikanischen Kontinents.<br><br>Das sind zwei wichtige Ereignisse, die sich in der Hoffnung begegnen. Tats\u00e4chlich sprach Papst Franziskus gerade von dieser Tugend als Perspektive, als er das Heilige Jahr ank\u00fcndigte; ebenso verk\u00fcndet die missionarische Erfahrung Hoffnung f\u00fcr alle: f\u00fcr die, die aufgebrochen sind (und noch aufbrechen), und f\u00fcr diejenigen, zu denen die Missionare gekommen sind.<br><br>Das Jahr, das uns geschenkt wurde, ist daher reich an Ideen f\u00fcr unser konkretes und t\u00e4gliches Wachstum, damit unsere Menschlichkeit in der F\u00fcrsorge f\u00fcr andere fruchtbar werden kann &#8230; Das wird nur in den Herzen geschehen, die Gott so sehr in den Mittelpunkt stellen, dass sie sagen k\u00f6nnen: \u201eVor mich habe ich dich gestellt\u201c.<br><br>In meinem Kommentar werde ich versuchen, diese Elemente hervorzuheben, um aus dem Blickwinkel des Charismas zu vertiefen, was die Kirche in diesem Jahr zu leben eingeladen ist, und um zu betonen, was uns als Familie Don Boscos zu neuen Horizonten f\u00fchren muss.<br><br><a id=\"_Toc188266353\">1. AUF DEM WEG ZU CHRISTUS, UNSERER HOFFNUNG, UM DEN TRAUM DON BOSCOS ZU ERNEUERN<\/a><br>Der Titel des Jahresleitgedankens verbindet zwei Ereignisse: das ordentliche Heilige Jahr 2025 und den 150. Jahrestag der ersten Missionsaussendung durch Don Bosco nach Argentinien.<br><br>Das Zusammentreffen dieser beiden Ereignisse, das ich als \u201eGeschenk der Vorsehung\u201c bezeichnen m\u00f6chte, macht das Jahr 2025 wirklich zu einem au\u00dfergew\u00f6hnlichen Jahr f\u00fcr uns alle. Noch mehr ist es das f\u00fcr die Salesianer Don Boscos, denn in den Monaten Februar, M\u00e4rz und April wird das 29. Generalkapitel stattfinden, bei dem unter anderem der neue Generalobere und der neue Generalrat gew\u00e4hlt werden.<br><br>Es gibt also weltweite und einzelne Ereignisse, die uns auf unterschiedliche Weise betreffen und die wir mit der n\u00f6tigen Tiefe und Intensit\u00e4t leben wollen. Denn gerade durch diese Ereignisse k\u00f6nnen wir die Freude erfahren, auf Christus zuzugehen, und wie wichtig es ist, in der Hoffnung verankert zu bleiben.<br><br><a id=\"_Toc188266354\">1.1 Das Heilige Jahr<\/a><br>\u201e<em>Spes non confundit!<\/em> Hoffnung l\u00e4sst nicht zugrunde gehen!\u201d<a href=\"#_ftn1\" id=\"_ftnref1\">[1]<\/a><br>So stellt Papst Franziskus das Heilige Jahr vor. Was f\u00fcr ein Wunder! Was f\u00fcr eine \u201eprophetische\u201c Aussage!<br>Das Heilige Jahr ist eine Pilgerreise, um Jesus Christus wieder in den Mittelpunkt unseres Lebens und des Lebens der Welt zu stellen. Denn er ist unsere Hoffnung. Er ist die Hoffnung der Kirche und der gesamten Welt!<br><br>Wir sind uns alle bewusst, dass die Welt heute diese Hoffnung braucht, die uns in Verbindung mit Jesus Christus und den anderen Br\u00fcdern und Schwestern bringt. Wir brauchen diese Hoffnung, die uns zu Pilgernden macht, die uns in Bewegung setzt und zum Laufen bringt.<br><br>Wir sprechen deshalb von der Hoffnung als Wiederentdeckung der Gegenwart Gottes. Papst Franziskus schreibt: \u201eM\u00f6ge die Hoffnung die Herzen erf\u00fcllen!\u201c<a href=\"#_ftn2\" id=\"_ftnref2\">[2]<\/a>, die Herzen nicht nur erw\u00e4rmen, sondern sie f\u00fcllen, sie bis zum \u00dcberflie\u00dfen f\u00fcllen!<br><br><a id=\"_Toc188266355\">1.2 Der Jahrestag der ersten salesianischen Missionsaussendung<\/a><br>Von dieser \u00fcberflie\u00dfenden Hoffnung waren die Herzen der Teilnehmer an der ersten salesianischen Missionsaussendung nach Argentinien vor 150 Jahren erf\u00fcllt.<br><br>Don Bosco hat von Valdocco aus sein Herz \u00fcber alle Grenzen hinaus ausgeweitet und seine S\u00f6hne auf die andere Seite der Welt geschickt! Er schickt sie jenseits aller menschlichen Sicherheit, er sendet sie, dass sie fortf\u00fchren, was er begonnen hatte. Er macht sich mit anderen auf den Weg, hofft und fl\u00f6\u00dft Hoffnung ein. Er schickt sie einfach aus und die ersten (jungen) Mitbr\u00fcder brechen auf und gehen. Wohin? Nicht einmal sie wissen es! Aber sie vertrauen der Hoffnung, sie gehorchen. Denn es ist Gottes Gegenwart, die uns leitet.<br><br>In diesem begeisterten Gehorsam findet auch unsere aktuelle Hoffnung neue Kraft und treibt uns an, als Pilgernde aufzubrechen.<br><br>Deshalb sollte dieser Jahrestag gefeiert werden: Er hilft uns, ein Geschenk zu erkennen (keine pers\u00f6nliche Leistung, sondern ein kostenloses Geschenk des Herrn), er erlaubt uns, uns zu erinnern und aus dieser Erinnerung Kraft zu sch\u00f6pfen, um die Zukunft anzugehen und zu gestalten.<br><br>Wir leben also, um diese Zukunft heute m\u00f6glich zu machen, und zwar auf die einzige Art und Weise, die uns gro\u00df scheint: indem wir mit jungen Menschen und allen Menschen in unserer Umgebung (angefangen bei den \u00c4rmsten und Vergessenen) den Weg auf Christus zu, unserer einzigen Hoffnung, teilen.<br><br><br><a id=\"_Toc188266356\">2. HEILIGES JAHR: CHRISTUS, UNSERE HOFFNUNG<\/a><br>Das Heilige Jahr bedeutet gemeinsam unterwegs zu sein, verankert in Christus, unserer Hoffnung. Aber was bedeutet das eigentlich?<br>Ich m\u00f6chte einige Elemente der Verk\u00fcndigungsbulle des Jubil\u00e4ums 2025 aufgreifen, die gewisse Merkmale der Hoffnung hervorheben.<br><br><a id=\"_Toc188266357\">2.1 Als Pilgernde in der Hoffnung verankert<\/a><a href=\"#_ftn3\" id=\"_ftnref3\">[3]<\/a><br>Wir sind \u00fcberzeugt, dass nichts und niemand uns von Christus trennen kann.<a href=\"#_ftn4\" id=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Denn er ist es, an dem wir uns festhalten und in dem wir verankert sein wollen und m\u00fcssen. Wir k\u00f6nnen nicht ohne unseren Anker unterwegs sein.<br><br>\u00abDenn der Anker der Hoffnung ist Christus selbst\u00bb, der das Leid und die Verletzungen der Menschheit am Kreuz \u00abvor den Vater tr\u00e4gt.<br>Der Anker hat die Form des Kreuzes, weshalb er auch in den Katakomben dargestellt wurde, um zu versinnbildlichen, dass die verstorbenen Gl\u00e4ubigen zu Christus, dem Erl\u00f6ser geh\u00f6ren.<br><br>Dieser Anker ist bereits stabil im Hafen [unseres] Heils festgemacht. Unsere Aufgabe\u00bb ist es, unser Leben in ihm anzubinden, an dem Seil, \u00abdas unser Schiff an den Anker, der Christus ist, bindet.\u00bb<br><br>\u00abWir segeln auf den st\u00fcrmischen Wellen des Meeres und m\u00fcssen uns an etwas Festes anbinden. Es geht nicht mehr darum, den Anker auszuwerfen und im Meeresgrund zu befestigen. Die Aufgabe besteht jetzt darin, unser Schiff an dem Seil zu befestigen, das gleichsam vom Himmel herabh\u00e4ngt, wo der Anker Christi fest verankert ist. Indem wir uns an diesem Seil festmachen, sichern wir uns am Anker des Heils und machen unsere Hoffnung best\u00e4ndig.\u00bb<br><br><em>Die <\/em><em>\u00abHoffnung ist sicher, wenn das [\u2026] Boot unseres Lebens sich an jenem Seil festh\u00e4lt, das uns an den Anker bindet, der [\u2026] in Christus, dem Gekreuzigten, befestigt ist, der zu Rechten des Vaters steht, das hei\u00dft, in der ewigen Gemeinschaft [\u2026] des Vaters, in der Liebe des Heiligen Geistes\u00bb.<\/em><a href=\"#_ftn5\" id=\"_ftnref5\">[5]<\/a><br><br>\u00abAll das kommt im liturgischen Gebet zum Hochfest der Himmelfahrt Christi gut zum Ausdruck:<br><br>\u201eEs jubelt in heiliger Freude deine Kirche, Vater, \u00fcber das Geheimnis, das sie in dieser Liturgie feiert, denn in deinem in den Himmel aufgefahrenen Sohn ist unsere Menschheit zu dir erhoben, und wir, Glieder seines Leibes, leben in der Hoffnung, mit Christus, unserem Haupt, einst in der Herrlichkeit vereint zu sein.\u201c<a href=\"#_ftn6\" id=\"_ftnref6\">[6]<\/a>\u00bb<br><br>Der tschechische Schriftsteller und Politiker Vaclav Havel beschreibt Hoffnung folgenderma\u00dfen: \u201e[Ich begreife] die Hoffnung [\u2026] als einen Zustand des Geistes [\u2026]. Hoffnung [ist] eine Dimension unserer Seele und [&#8230;] in ihrem Wesen nicht abh\u00e4ngig von irgendwelchem Beobachten der Welt oder Absch\u00e4tzen von Situationen. Hoffnung ist keine Prognostik. Sie ist Orientierung des Geistes, Orientierung des Herzens, die die unmittelbar gelebte Welt \u00fcbersteigt und irgendwo in der Ferne verankert ist. [&#8230;]<br>Ihre tiefen Wurzeln sp\u00fcre ich also irgendwo im Transzendenten [&#8230;]. Das Ma\u00df der Hoffnung in diesem tiefen und starken Sinn ist nicht das Ma\u00df unserer Freude am guten Lauf der Dinge\u201c.<a href=\"#_ftn7\" id=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Wir k\u00f6nnten denken, dass Hoffnung einfach bedeutet, das Leben anzul\u00e4cheln, damit es uns zur\u00fcckl\u00e4chelt, aber nein, wir m\u00fcssen tiefer gehen, wir m\u00fcssen das Seil entlanggehen, das uns zum Anker f\u00fchrt.<br><br>Hoffnung ist \u201edas Ma\u00df unserer F\u00e4higkeit, uns um etwas zu bem\u00fchen, weil es gut ist, und nicht nur, weil es garantiert Erfolg hat.\u201c<a href=\"#_ftn8\" id=\"_ftnref8\">[8]<\/a> Es k\u00f6nnte scheitern, es k\u00f6nnte schiefgehen: Wir hoffen nicht, dass es gut geht, wir sind nicht optimistisch. Wir arbeiten daran, dass es gelingt. \u201eHoffnung ist eben nicht Optimismus. Es ist nicht die \u00dcberzeugung, da\u00df etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, da\u00df etwas Sinn hat \u2013 ohne R\u00fccksicht darauf, wie es ausgeht.\u201c<a href=\"#_ftn9\" id=\"_ftnref9\">[9]<\/a><br>Etwas tun, weil es Sinn hat: Darin besteht die Hoffnung, die Werte und Glauben voraussetzt.<br>\u201eUnd diese Hoffnung vor allen Dingen ist es auch, die uns die Kraft gibt, zu leben und es immer aufs Neue zu versuchen, seien die Bedingungen \u00e4u\u00dferlich auch so hoffnungslos\u201c.<a href=\"#_ftn10\" id=\"_ftnref10\">[10]<\/a><br>Aber wie k\u00f6nnen wir unterwegs sein und verankert bleiben? Der Anker beschwert dich, h\u00e4lt dich fest, fixiert dich an Ort und Stelle. Wohin bringt uns dieser Weg? Er bringt uns zur Ewigkeit.<br><br><a id=\"_Toc188266358\">2.2 Die Hoffnung als Weg zu Christus, als Weg zum ewigen Leben<\/a><a href=\"#_ftn11\" id=\"_ftnref11\">[11]<\/a><br>\u00abDiese Verhei\u00dfung auf das ewige Leben \u00fcberspringt gerade wegen der Art und Weise, wie sie [jedem] von uns gegeben ist, nicht unseren Lebensweg. Sie ist kein Sprung nach oben, sie bietet uns nicht an, in eine Rakete zu steigen, die sich von der Erde l\u00f6st, durch den Weltraum fliegt und den Weg und den Staub des Weges unten zur\u00fcckl\u00e4sst oder das Schiff ohne uns mitten auf dem Meer treiben l\u00e4sst.<br>Diese Verhei\u00dfung ist eben ein Anker, der sich in der Ewigkeit festmacht, an dem wir aber mit einem Seil befestigt bleiben, welches das Schiff absichert, das auf dem Meer vorw\u00e4rtssteuert. Und gerade weil dieser Anker im Himmel verankert ist, bleibt das Schiff nicht in der Mitte des Meeres stehen, sondern kann sich durch die Wellen vorw\u00e4rtsbewegen.<br><br>Wenn der Anker Christi [den Menschen] auf dem Meeresgrund festmachen w\u00fcrde, blieben wir [alle] dort stecken, wo wir sind, und das w\u00e4re wohl bequem, ohne Probleme, aber wir w\u00fcrden festsitzen, nicht mehr weitergehen. Vielmehr bedeutet die Verankerung des Lebens im Himmel, dass die Verhei\u00dfung, die unsere Hoffnung wachh\u00e4lt, unsere Reise nicht aufh\u00e4lt, uns nicht Sicherheit gibt in einem Zufluchtsort, wo wir anhalten und uns einschlie\u00dfen k\u00f6nnen, sondern Sicherheit im Gehen, Sicherheit unterwegs. Die Verhei\u00dfung eines bestimmten Ziels, das Christus bereits f\u00fcr uns erreicht hat, macht jeden Schritt auf dem Lebensweg fest und entschlossen.\u00bb<br><br>Es ist wichtig, das Heilige Jahr als Pilgerreise zu verstehen, als Einladung, sich auf den Weg zu machen, aus sich selbst herauszugehen, um auf Christus zuzugehen.<br><br>Heiliges Jahr ist immer schon ein Synonym f\u00fcr Weg gewesen. Wenn du dich wirklich nach Gott sehnst, musst du dich bewegen, musst du gehen. Denn das Verlangen nach Gott, die Sehnsucht nach Gott bewegt dich, um Ihn zu finden, und f\u00fchrt dich gleichzeitig dahin, dich selbst und andere zu finden.<br><br>\u201eGeboren, um nie mehr zu sterben\u201c.<a href=\"#_ftn12\" id=\"_ftnref12\">[12]<\/a><br>Dieser Titel der Biographie der Dienerin Gottes Chiara Corbella Petrillo ist sch\u00f6n und bedeutsam. Ja, denn unser Auf-die-Welt-Kommen ist auf das ewige Leben ausgerichtet. Das ewige Leben ist eine Verhei\u00dfung, die die T\u00fcr des Todes durchbricht und uns f\u00fcr immer daf\u00fcr \u00f6ffnet, \u201evon Angesicht zu Angesicht mit Gott\u201c zu sein. Der Tod ist eine sich schlie\u00dfende T\u00fcr und gleichzeitig ein Tor, das f\u00fcr die endg\u00fcltige Begegnung mit Gott weit aufgeht!<br><br>Wir wissen, wie lebendig bei Don Bosco die Sehnsucht nach dem Himmel war, die er den Jungen im Oratorium anbot und freudig mit ihnen teilte.<br><br><a id=\"_Toc188266359\">2.3 EIGENSCHAFTEN DER HOFFNUNG<\/a><br><br><a id=\"_Toc188266360\">2.3.1 Hoffnung, eine best\u00e4ndige, bereite, vision\u00e4re und prophetische Spannung<\/a><br>Gabriel Marcel<a href=\"#_ftn13\" id=\"_ftnref13\">[13]<\/a>, der so genannte Philosoph der Hoffnung, lehrt uns, dass Hoffnung sich im Gewebe einer im Werden begriffenen Erfahrung findet, \u201ehoffen hei\u00dft, der Realit\u00e4t Kredit einr\u00e4umen, ihr Glauben schenken, sodass sie zukunftstr\u00e4chtig wird\u201c.<a href=\"#_ftn14\" id=\"_ftnref14\">[14]<\/a><br><br>Erich Fromm<a href=\"#_ftn15\" id=\"_ftnref15\">[15]<\/a> schreibt, dass Hoffnung kein unt\u00e4tiges Warten sei, sondern eine andauernde Spannung. Sie gleiche einem kauernden Tiger, der erst losspringt, wenn der Augenblick zum Springen gekommen ist.<br>Hoffen hei\u00dft, jeden Augenblick wachsam zu sein f\u00fcr etwas, was noch nicht passiert ist. Die Jungfrauen, die den Br\u00e4utigam mit angez\u00fcndeten Laternen erwarteten, hofften, Don Bosco hoffte angesichts der Schwierigkeiten und kniete sich nieder, um zu beten.<br>Die Hoffnung ist in dem Augenblick bereit, in dem etwas auf dem Welt kommt.<br>Sie ist wachsam, aufmerksam und lauschend, sie ist in der Lage dabei zu helfen, etwas Neues zu schaffen und die Zukunft auf der Erde zum Leben zu erwecken.<br>Deshalb ist sie \u201evision\u00e4r und prophetisch\u201c. Sie lenkt unsere Aufmerksamkeit auf das, was noch nicht ist, sie ist diejenige, die hilft, etwas Neues zu geb\u00e4ren.<br><br><a id=\"_Toc188266361\">2.3.2 Hoffnung ist eine Wette auf die Zukunft<\/a><br>Ohne Hoffnung gibt es keine Umwandlung, keine Zukunft, es gibt nur eine Gegenwart, die aus einem unsch\u00f6pferischen Optimismus besteht.<br>Oft denkt man, dass jemand, der hofft, ein Optimist ist, w\u00e4hrend ein Pessimist im Wesentlichen sein Gegenteil ist. So ist es nicht. Es ist wichtig, Hoffnung nicht mit Optimismus zu verwechseln. Hoffnung geht sehr viel tiefer, weil sie nicht von Launen, Gef\u00fchlen und Empfindsamkeiten abh\u00e4ngt. Das Wesen des <strong>Optimismus<\/strong> ist die angeborene Positivit\u00e4t. Der Optimist lebt in der \u00dcberzeugung, dass die Dinge irgendwie besser werden. F\u00fcr einen Optimisten ist die Zeit geschlossen, er betrachtet nicht die Zukunft: Alles wird gut und das reicht.<br>Paradoxerweise ist die Zeit auch f\u00fcr einen <strong>Pessimisten<\/strong> geschlossen: Er findet sich in der Gegenwart wie in einem Gef\u00e4ngnis gefangen, verneint alles, ohne sich in andere m\u00f6gliche Welten zu wagen. Der Pessimist ist genauso dickk\u00f6pfig wie der Optimist, beide sind m\u00f6glichkeitsblind, denn das M\u00f6gliche ist ihnen fremd, ihnen fehlt die Leidenschaft f\u00fcr das M\u00f6gliche.<br><br>Im Unterschied zu diesen beiden geht die Hoffnung eine Wette auf das ein, was weiter geht als das Bisherige, auf das, was sein k\u00f6nnte.<br><br>Noch einmal: Der Optimist (wie auch der Pessimist) handelt nicht, denn jede Handlung birgt ein Risiko. Weil er dieses Risiko nicht eingehen will, ist er unbeweglich, er will keinen Misserfolg erleben.<br>Die Hoffnung hingegen geht auf die Suche, sie versucht eine Richtung zu halten, bewegt sich auf das zu, was sie nicht kennt, nimmt Kurs auf neue Dinge. Das ist die Pilgerreise eines Christen.<br><br><a id=\"_Toc188266362\">2.3.3 Hoffnung ist keine Privatsache<\/a><br>Wir alle tragen Hoffnung in unserem Herzen. Es ist unm\u00f6glich, nicht zu hoffen. Es ist aber auch wahr, dass wir uns falsche Hoffnungen machen, wenn wir Perspektiven und Ideale in Betracht ziehen, die sich niemals verwirklichen werden, die nur Chim\u00e4ren und Verlockungen sind.<br>Ein gro\u00dfer Teil unserer Kultur, vor allem der westlichen, ist voller falscher Hoffnungen, die t\u00e4uschen und zerst\u00f6ren oder die Existenz Einzelner und ganzer Gesellschaften irreparabel zugrunde richten k\u00f6nnen.<br>Laut dem positiven Denken gen\u00fcgt es, die negativen Gedanken durch andere, positive zu ersetzen, um gl\u00fccklicher zu leben. Durch diesen simplen Mechanismus werden die negativen Aspekte des Lebens vollst\u00e4ndig ausgeblendet. Die Welt erscheint wie der Marktplatz von Amazon, der uns alles, was wir haben wollen, dank unserer positiven Haltung liefern wird.<br><br>Daraus folgt: Wenn unser Wille, positiv zu denken, ausreicht, um gl\u00fccklich zu sein, dann w\u00e4re jeder und jede alleine f\u00fcrs eigene Gl\u00fcck verantwortlich.<br>Paradoxerweise vereinzelt dieser Kult der Positivit\u00e4t die Menschen, macht sie egoistisch, baut Empathie ab, weil die Menschen immer mehr mit sich selbst besch\u00e4ftigt sind und sich nicht f\u00fcr das Leid Anderer interessieren.<br>Im Gegensatz zum positiven Denken wendet sich die Hoffnung nicht von den Negativit\u00e4ten des Lebens ab, sie vereinzelt nicht, sondern verbindet und vers\u00f6hnt, weil das Subjekt der Hoffnung nicht ich allein bin, auf mein Ego fokussiert, verschanzt in mir selbst; das Geheimnis der Hoffnung ist vielmehr ein Wir.<br>Deswegen sind die Schwestern der Hoffnung die Liebe, der Glaube und die Transzendenz.<br><br><br><a id=\"_Toc188266363\">3. DIE HOFFNUNG ALS GRUNDLAGE DER SENDUNG<\/a><br><br><a id=\"_Toc188266364\">3.1 Hoffnung ist eine Einladung zur Mitverantwortung<\/a><br>Hoffnung ist ein Geschenk und als solches muss sie an jeden und jede weitergegeben werden, dem oder der wir auf unserem Weg begegnen.<br><br>Der heilige Petrus dr\u00fcckt es klar aus: \u201eSeid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der von euch Rechenschaft fordert \u00fcber die Hoffnung, die euch erf\u00fcllt\u201c.<a href=\"#_ftn16\" id=\"_ftnref16\">[16]<\/a> Er fordert uns auf, keine Angst davor zu haben, im Alltag Rechenschaft \u00fcber die Hoffnung zu geben. Das ist eine Verantwortung f\u00fcr uns Christen und Christinnen. Wenn wir Frauen und M\u00e4nner der Hoffnung sind, dann zeigt sich das!<br>\u201eRede und Antwort zu stehen \u00fcber die Hoffnung, die uns erf\u00fcllt\u201c, wird zur Verk\u00fcndigung der \u201eGuten Botschaft\u201c Jesu und seines Evangeliums.<br><br>Aber warum ist eine Antwort notwendig, wenn wir nach der Hoffnung, die uns erf\u00fcllt, gefragt werden? Und warum f\u00fchlen wir das Bed\u00fcrfnis, Hoffnung zu finden?<br><br>In der Verk\u00fcndigungsbulle des ordentlichen Heiligen Jahres erinnert uns Papst Franziskus daran, dass \u201ealle die Freude am Leben zur\u00fcckgewinnen [m\u00fcssen], denn der Mensch, der nach dem Bild Gottes und ihm \u00e4hnlich geschaffen ist, kann sich nicht damit begn\u00fcgen, nur zu \u00fcberleben oder sich irgendwie durchzuschlagen, sich an die Gegenwart anzupassen und sich allein mit materiellen G\u00fctern zufriedenzugeben. Das schlie\u00dft den Menschen ein im Individualismus und zersetzt die Hoffnung, es erzeugt eine Traurigkeit, die sich im Herzen einnistet und den Menschen verbittert und unduldsam werden l\u00e4sst\u201c.<a href=\"#_ftn17\" id=\"_ftnref17\">[17]<\/a><br><br>Eine Beobachtung, die uns trifft, weil sie die ganze Traurigkeit beschreibt, die man in unseren Gesellschaften und unseren Gemeinschaften einatmet. Es ist eine Traurigkeit, die sich hinter falscher Freude versteckt, jener Freude, die uns von den Medien, der Werbung, der Propaganda der Politiker und von so vielen falschen Propheten des Wohlbefindens st\u00e4ndig verk\u00fcndet, versprochen und versichert wird. Wenn wir uns mit dem Wohlbefinden zufriedengeben, hindert uns das daran, uns f\u00fcr ein viel gr\u00f6\u00dferes, viel wahreres und ewiges Gut zu \u00f6ffnen: jenes Gut, das Jesus und die Apostel \u201eSeelenheil, Heil des Lebens\u201c nennen. Ein Gut, f\u00fcr das Jesus uns auffordert, uns nicht davor zu f\u00fcrchten, das Leben, materielle G\u00fcter, falsche Sicherheiten, die oft in einem Augenblick zusammenbrechen, zu verlieren.<br><br>Wir haben die Aufgabe, \u00fcber diese \u201eFragen\u201c, die mehr oder weniger deutlich gestellt werden (auch von jungen Menschen), \u201eRechenschaft abzulegen\u201c. Was w\u00fcnsche ich mir f\u00fcr die jungen Menschen und f\u00fcr alle Menschen, denen ich auf meinem Weg begegne? Um was m\u00f6chte ich Gott f\u00fcr sie bitten? Wie m\u00f6chte ich, dass sich ihr Leben \u00e4ndert?<br><br>Es gibt nur eine Antwort: <em>das ewige Leben.<\/em> Das ewige Leben nicht nur als ein erhabener Zustand, den wir nach dem Tod erreichen k\u00f6nnen, sondern das ewige Leben, das jetzt und hier m\u00f6glich ist, das ewige Leben, wie es Jesus beschreibt: \u201eDas aber ist das ewige Leben: dass sie dich, den einzigen wahren Gott, erkennen und den du gesandt hast, Jesus Christus\u201c<a href=\"#_ftn18\" id=\"_ftnref18\">[18]<\/a> \u2013 das hei\u00dft ein Leben, das durch die Gemeinschaft mit Christus und, durch Ihn, mit dem Vater erhellt ist.<br><br>Uns f\u00e4llt die Aufgabe zu, die j\u00fcngeren Generationen auf diesem Weg zum ewigen Leben durch unser charakteristisches erzieherisches Handeln zu begleiten. Ein Handeln, das f\u00fcr uns, die Don-Bosco-Familie, eine Sendung ist. Was treibt unsere Sendung an? Es ist immer Christus, unsere Hoffnung.<br>Die erzieherische Sendung hat n\u00e4mlich die Hoffnung als Mittelpunkt.<br>Letzten Endes ist die Hoffnung Gottes niemals Hoffnung nur f\u00fcr sich. Sie ist immer Hoffnung f\u00fcr die anderen: Sie vereinzelt uns nicht, sie macht uns solidarisch und sie spornt uns an, uns gegenseitig zur Wahrheit und Liebe zu erziehen.<br><br><br><a id=\"_Toc188266365\">3.2 Hoffnung fordert von der christlichen Gemeinschaft Mut bei der Evangelisierung<\/a><br>Mut und Hoffnung sind eine interessante Kombination. Wenn es n\u00e4mlich wahr ist, dass es unm\u00f6glich ist, nicht zu hoffen, so ist es andererseits auch wahr, dass es Mut braucht, um zu hoffen. Der Mut entsteht, wenn wir denselben Blick wie Christus haben, f\u00e4hig gegen alle Hoffnung zu hoffen<a href=\"#_ftn19\" id=\"_ftnref19\">[19]<\/a>, L\u00f6sungen dort zu sehen, wo es scheinbar keine Auswege zu geben scheint. Wie \u201esalesianisch\u201c ist doch diese Einstellung!<br><br>All dies erfordert den Mut, man selbst zu sein, die eigene Identit\u00e4t als Gabe Gottes zu erkennen und seine Kr\u00e4fte in eine genau bestimmte Verantwortung zu investieren. Das soll geschehen in dem Bewusstsein, dass das, was uns anvertraut wurde, nicht uns geh\u00f6rt, und dass wir die Aufgabe haben, es an die n\u00e4chsten Generationen weiterzugeben. Das ist Gottes Herz, das ist das Leben der Kirche.<br><br>Eine Haltung, die wir bei der ersten Missionsaussendung wiederfinden.<br><br>Ich finde den Bezug auf Artikel 34 der Konstitutionen der Salesianer Don Boscos hier sehr n\u00fctzlich, der hervorhebt, was unsere charismatische und apostolische Bewegung im Innersten ausmacht. Ich schlage vor, dass jede Gruppe unserer wundervoll vielf\u00e4ltigen Familie die hier angebotenen Elemente aufgreift und ihre jeweiligen Konstitutionen und Statuten neu liest.<br><br>Der Artikel mit dem Titel \u201eEvangelisierung und Katechese\u201c lautet folgenderma\u00dfen:<br><br><em>\u201eDie Salesianische Gesellschaft hatte ihren Ursprung in einem einfachen Katechismusunterricht\u2018. Auch f\u00fcr uns sind Evangelisierung und Katechese die grundlegende Dimension unserer Sendung.<br>Wie Don Bosco sind wir alle berufen, bei jeder Gelegenheit Erzieher zum Glauben zu sein. Unser h\u00f6chstes Wissen ist es deshalb, Jesus Christus zu kennen, und unsere tiefste Freude besteht darin, allen die unergr\u00fcndlichen Reicht\u00fcmer seines Geheimnisses zu erschlie\u00dfen.<br>Wir sind zusammen mit den Jugendlichen unterwegs, um sie zum auferstandenen Herrn zu f\u00fchren. Indem sie in Ihm und seinem Evangelium den tiefsten Sinn ihres Daseins entdecken, sollen sie zu neuen Menschen heranwachsen.<br>Die Jungfrau Maria ist auf diesem Weg eine m\u00fctterliche Begleiterin. Wir bem\u00fchen uns darum, da\u00df sie gekannt und geliebt wird als jene, die geglaubt hat, die hilft und Hoffnung schenkt.\u201c<br><\/em><br>Dieser Artikel stellt das schlagende Herz dar, das \u2013 auch f\u00fcr diesen Jahresleitgedanken \u2013 gut umrei\u00dft, welche Energien und M\u00f6glichkeiten es gibt, um den \u201eweltweiten Traum\u201c, den Gott in Don Bosco erweckt hat, zu erf\u00fcllen und zu aktualisieren.<br><br>Wenn das Heilige Jahr zu leben vor allem bedeutet, daf\u00fcr zu sorgen, dass Jesus an erster Stelle steht und diesen Platz wieder einnimmt, ist der missionarische Geist die Konsequenz dieses neu erkannten Vorrangs, der unsere Hoffnung st\u00e4rkt und sich in jener erzieherischen und pastoralen N\u00e4chstenliebe zeigt, die allen die Person Jesu Christi verk\u00fcndet. Das ist das Herz der Evangelisierung und charakterisiert die authentische Sendung.<br><br>Es ist wichtig, an den Anfang der ersten Enzyklika von Papst Benedikt XVI., <em>Deus caritas est,<\/em> zu erinnern:<br><br><em>\u201eAm Anfang des Christseins steht nicht ein ethischer Entschlu\u00df oder eine gro\u00dfe Idee, sondern die Begegnung mit einem Ereignis, mit einer Person, die unserem Leben einen neuen Horizont und damit seine entscheidende Richtung gibt\u201c.<\/em><a href=\"#_ftn20\" id=\"_ftnref20\">[20]<\/a><br><br>Daher ist die Begegnung mit Christus vorrangig und grundlegend, nicht die \u201eblo\u00dfe\u201c Verbreitung einer Lehre, sondern eine tiefe, pers\u00f6nliche Gotteserfahrung, die dazu dr\u00e4ngt, Ihn mitzuteilen, Ihn bekannt zu machen und zu erfahren, indem man zu echten \u201eMystagogen\u201c im Leben der jungen Menschen wird.<br><br><a id=\"_Toc188266366\">3.3 \u201eDA MIHI ANIMAS\u201c: DER \u201eGEIST\u201c DER SENDUNG<\/a><br>Don Bosco betonte immer einen Satz, den die jungen Menschen lesen konnten, wenn sie an seinem Zimmer vorbeikamen, ein Ausdruck, der vor allem Dominikus Savio ersch\u00fctterte: \u201eDa mihi animas, cetera tolle\u201d.<br><br>Es gibt ein grundlegendes Gleichgewicht, das in diesem Motto die beiden Priorit\u00e4ten vereint, die Don Boscos Leben leiteten \u2013 und das wir bezeichnenderweise \u201eGnade der Einheit\u201c nennen \u2013 und die es uns erm\u00f6glichen, stets die Innerlichkeit und das apostolische Handeln zu bewahren.<br><br>Wenn im Herzen die Gottesliebe fehlt, wie soll es dann echte pastorale N\u00e4chstenliebe geben? Und wenn der Apostel nicht das Antlitz Gottes in seinem N\u00e4chsten entdeckt, wie k\u00f6nnte man dann sagen, dass er Gott liebt?<br><br>Das Geheimnis Don Boscos besteht darin, dass er pers\u00f6nlich die eine \u201eLiebe zu Gott und den Br\u00fcdern\u201c<a href=\"#_ftn21\" id=\"_ftnref21\">[21]<\/a> gelebt hat, die den salesianischen Geist charakterisiert.<br><br><a id=\"_Toc188266367\">3.3.1 Haltungen des Gesendeten<\/a><br>Es gibt im Leben Don Boscos zwei Schl\u00fcsseltr\u00e4ume, in denen die Haltungen des Apostels, desjenigen der gesendet ist, deutlich werden:<br>der \u201eTraum mit neun Jahren\u201c, in dem Jesus und Maria den kleinen Johannes bitten, sich durch Gehorsam und Wissen dem\u00fctig, stark und kr\u00e4ftig zu machen, ihm f\u00fcr immer die G\u00fcte empfehlen, um die Herzen der Jungen zu gewinnen und Maria immer als seine Lehrmeisterin und F\u00fchrerin zu behalten;<br>der \u201eTraum von der Rosenlaube\u201c, der auf die \u201eLeidenschaft\u201c im salesianischen Leben hinweist, die es erfordert, die \u201eguten Schuhe\u201c der Selbstverleugnung und der N\u00e4chstenliebe zu tragen.<br><br><a id=\"_Toc188266368\">3.3.2 Danken, reflektieren und erneuern<\/a><br>Die Feier des 150. Jahrestages der ersten Missionsaussendung durch Don Bosco stellt ein gro\u00dfes Geschenk dar, denn wir k\u00f6nnen<br><em>es <strong>anerkennen <\/strong>und Gott daf\u00fcr danken.<\/em>Die Dankbarkeit macht die Urheberschaft jeder guten Tat offenkundig. Ohne Dankbarkeit sind wir nicht f\u00e4hig zu empfangen. Wann immer wir f\u00fcr ein Geschenk in unserem pers\u00f6nlichen und institutionellen Leben nicht danken, laufen wir ernsthaft Gefahr, es zunichtezumachen, indem wir uns seiner \u201ebem\u00e4chtigen\u201c.<br><em>es <strong>wieder bedenken<\/strong>, denn \u201enichts ist f\u00fcr immer\u201c.<\/em>Die Treue beinhaltet die F\u00e4higkeit, sich im Gehorsam gegen\u00fcber einer Vision zu \u00e4ndern, die von Gott und aus dem Achten auf die \u201eZeichen der Zeit\u201c kommt. Nichts ist f\u00fcr immer: Aus pers\u00f6nlicher und institutioneller Sicht besteht echte Treue in der F\u00e4higkeit, sich zu \u00e4ndern und zu erkennen, wozu der Herr einen jeden von uns beruft.<br>Das erneute Bedenken wird so zu einem sch\u00f6pferischen Akt, in dem sich Glaube und Leben vereinen; ein Augenblick, um sich zu fragen: Was will uns der Herr mit dieser Person, mit dieser Situation im Licht der Zeichen der Zeit sagen, die, um gedeutet zu werden, verlangen, das Herz Gottes zu haben?<br><em>es<strong> erneuern<\/strong>, jeden Tag neu beginnen.<\/em>Die Dankbarkeit f\u00fchrt dazu, weit nach vorne zu blicken und neue Herausforderungen anzunehmen, um die Sendung mit Hoffnung zu erneuern. Die Sendung besteht darin, die Hoffnung auf Christus klar und deutlich zu vermitteln, wobei die R\u00fcckbindung an den Glauben erkennen l\u00e4sst, dass das, was ich sehe und erlebe, \u201enicht meine Privatsache ist\u201c.<br><br><a id=\"_Toc188266369\">4. HEILIGES JAHR UND MISSION: EINE HOFFNUNG, DIE SICH IM KONKRETEN T\u00c4GLICHEN LEBEN NIEDERSCHL\u00c4GT<\/a><br><strong><br><\/strong><a id=\"_Toc188266370\">4.1 Die Hoffnung als Kraft im t\u00e4glichen Leben, die Zeugnis fordert<\/a><br>Der heilige Thomas von Aquin schreibt: \u201eSpes introducit ad caritatem\u201c<a href=\"#_ftn22\" id=\"_ftnref22\">[22]<\/a>, die Hoffnung bereitet vor und stimmt unser Leben, unsere Menschlichkeit auf die N\u00e4chstenliebe ein. Eine N\u00e4chstenliebe, die auch Gerechtigkeit und soziales Handeln ist.<br><br>Die Hoffnung braucht das Zeugnis. Wir sind das Herzst\u00fcck der Sendung, denn Sendung bedeutet nicht in erster Linie, etwas zu tun, sondern sie ist Zeugnis desjenigen, der eine Erfahrung gemacht hat und davon erz\u00e4hlt. Der Zeuge ist Tr\u00e4ger der Erinnerung, er wirft Fragen auf bei dem, der ihm begegnet, und sorgt f\u00fcr Erstaunen.<br><br>Das Zeugnis der Hoffnung erfordert eine Gemeinschaft, es ist ein Gemeinschaftswerk, das ansteckend wirkt, so wie unsere Menschlichkeit andere ansteckt, denn das Zeugnis ist die Verbindung mit dem Herrn.<br><br>Die Hoffnung auf das Zeugnis der Sendung muss von Generation zu Generation aufgebaut werden, zwischen Erwachsenen und jungen Menschen: Das ist der Weg zur Zukunft. In unserer Kultur frisst das Konsumverhalten die Zukunft, die Ideologie des Konsums l\u00f6scht alles im \u201ehier und jetzt\u201c, im \u201ealles und sofort\u201c aus. Die Zukunft jedoch l\u00e4sst sich nicht konsumieren, du kannst dir nicht das aneignen, was anders ist als du, du kannst dir den Anderen nicht aneignen.<a href=\"#_ftn23\" id=\"_ftnref23\">[23]<\/a><br><br>Beim Aufbau der Zukunft ist die Hoffnung die F\u00e4higkeit, Versprechen zu geben und zu halten \u2013 etwas Gro\u00dfartiges und Seltenes in unserer Welt. Versprechen hei\u00dft hoffen, sich in Bewegung setzen, deshalb ist die Hoffnung \u2013 wie gesagt \u2013 Unterwegssein, sie ist die Kraft des Unterwegsseins.<br><br><a id=\"_Toc188266371\">4.2 Hoffnung ist die Kunst der Geduld<\/a><br>Jedes Leben, jede Gabe, alle Dinge brauchen Zeit, um zu wachsen. So ben\u00f6tigen auch die Gottesgaben Zeit, um zu reifen. Deshalb wird von uns heutzutage, wo alles sofort \u201ekonsumiert\u201c wird, unsere Zeit und unser Leben, besonders gefordert, der Tugend der Geduld Atem und Kraft zu geben: Denn in der Hoffnung verwirklicht sich die Geduld.<a href=\"#_ftn24\" id=\"_ftnref24\">[24]<\/a> Hoffnung und Geduld sind n\u00e4mlich eng miteinander verbunden.<br><br>Die Hoffnung enth\u00e4lt die F\u00e4higkeit, warten zu k\u00f6nnen, auf das Wachstum zu warten, als ob man sagen wollte: \u201eEine Tugend f\u00fchrt zur anderen\u201c!<br><br>Damit die Hoffnung Wirklichkeit wird, sich vollendet zeigt, braucht es Geduld. Nichts zeigt sich auf wunderbare Weise, weil alles dem Gesetz der Zeit unterworfen ist. Die Geduld ist die Kunst des Bauern, der s\u00e4t und zu warten wei\u00df, bis die ges\u00e4te Saat w\u00e4chst und Fr\u00fcchte tr\u00e4gt.<br><br>\u00abDie Hoffnung beginnt in uns als Erwartung und wird als bewusst gelebtes Warten in unserem Menschsein ge\u00fcbt. Das Warten ist eine sehr wichtige Dimension der menschlichen Erfahrung. Der Mensch versteht zu warten, der Mensch lebt immer in einer Dimension des Wartens, denn er ist das Gesch\u00f6pf, das bewusst in der Zeit lebt.\u00bb<br><br>\u00abDas menschliche Warten ist das wahre Ma\u00df der Zeit, ein Ma\u00df, das nicht numerisch, nicht chronologisch ist. Wir haben uns daran gew\u00f6hnt, das Warten zu berechnen; wir sagen, dass wir eine Stunde gewartet haben, dass der Zug f\u00fcnf Minuten Versp\u00e4tung hat, dass das Internet uns 14 unendliche Sekunden hat warten lassen, bevor es auf den Klick reagiert hat. Aber wenn wir das Warten auf diese Weise messen, berauben wir es seines Wesens, wir machen es zu einer Sache, zu einem Ph\u00e4nomen, das losgel\u00f6st ist von uns und dem, worauf wir warten. Es wird dann sozusagen zu einer Sache, die f\u00fcr sich selbst, in sich selbst existiert, ohne Beziehung. Warten jedoch ist das Gegenteil: Es ist Beziehung, und das ist der entscheidende Punkt, es ist eine Dimension des Geheimnisses der Beziehung.\u00bb<br><br>Nur wer Hoffnung hat, hat Geduld. Nur wer Hoffnung hat, ist in der Lage, alle Situationen, die das Leben mit sich bringt, zu \u201eertragen\u201c, sie \u201evon unten zu st\u00fctzen\u201c. Wer ausharrt, der wartet, der hofft und kann ertragen, gerade weil der Sinn seiner M\u00fche das Warten ist, die Spannung des Wartens, die liebende Kraft des Wartens.<br><br>Wir wissen, dass es manchmal Erfahrungen der M\u00fchsal, der Arbeit, des Schmerzes und des Todes sind, die uns zu Geduld und Warten zur\u00fcckrufen.<a href=\"#_ftn25\" id=\"_ftnref25\">[25]<\/a> M\u00fchsal, Schmerz und Tod entlarven die Illusion, Zeit zu besitzen, den Sinn der Zeit, den Wert der Zeit zu besitzen, den Sinn und den Wert unseres Lebens. Das ist nat\u00fcrlich eine negative, aber auch eine positive Erfahrung, denn M\u00fchsal, Schmerz und Tod k\u00f6nnen Gelegenheiten sein, den wahren Sinn der Zeit unseres Lebens wiederzuentdecken.<br><br>Es geht noch einmal darum, \u201eRede und Antwort zu stehen \u00fcber die Hoffnung, die uns erf\u00fcllt\u201c, die \u201eGute Botschaft\u201c Jesu und seines Evangeliums zu verk\u00fcnden.<br><br><a id=\"_Toc188266372\">5. DER URSPRUNG UNSERER HOFFNUNG: IN GOTT MIT DON BOSCO<\/a><br>Don Egidio Vigan\u00f2 hat der Kongregation und der Don-Bosco-Familie eine interessante Reflexion \u00fcber das Thema Hoffnung geschenkt, wobei er auf unsere sehr reiche Tradition zur\u00fcckgriff und einige spezifische Merkmale des salesianischen Geistes im Lichte dieser theologischen Tugend hervorhob. Insbesondere geschah dies durch seinen Kommentar zu Don Boscos Traum von den zehn Diamanten f\u00fcr die Teilnehmerinnen des Generalkapitels der Don-Bosco-Schwestern.<a href=\"#_ftn26\" id=\"_ftnref26\">[26]<\/a><br><br>Angesichts des tiefgr\u00fcndigen Inhalts finde ich es sinnvoll, an den Beitrag des siebten Nachfolgers Don Boscos zu erinnern, um uns daran zu erinnern, wozu wir alle berufen sind, und zwar einmal mehr aus der Perspektive der Hoffnung.<br><br><a id=\"_Toc188266373\">5.1 Gott als Ursprung unserer Hoffnung<\/a><br><a id=\"_Toc188266374\">5.1.1 Ein rascher Blick auf den Traum<\/a><br>Die Erz\u00e4hlung dieses au\u00dfergew\u00f6hnlichen Traums, den Don Bosco in der Nacht vom 10. auf den 11. September 1881 in San Benigno Canavese hatte, ist allen bekannt. Ich fasse seinen Aufbau kurz zusammen.<a href=\"#_ftn27\" id=\"_ftnref27\">[27]<\/a><br><br>Der Traum entwickelt sich in drei Szenen. <em>In der ersten<\/em> verk\u00f6rpert die Person das Profil des Salesianers: Auf der Vorderseite seines Mantels zeigt er f\u00fcnf Diamanten, drei auf der Brust, die f\u00fcr \u201eGlaube\u201c, \u201eHoffnung\u201c und \u201eLiebe\u201c stehen, sowie zwei, \u201eArbeit\u201c und \u201eM\u00e4\u00dfigkeit\u201c, auf den Schultern; auf der R\u00fcckseite befinden sich weitere f\u00fcnf Diamanten, die f\u00fcr \u201eGehorsam\u201c, \u201eArmutsgel\u00fcbde\u201c, \u201eLohn\u201c, \u201eKeuschheitsgel\u00fcbde\u201c und \u201eFasten\u201c stehen.<br><br>Don Rinaldi nannte diese Person mit den zehn Diamanten: \u201eDas Modell des echten Salesianers\u201c.<br><br><em>In der zweiten Szene<\/em> zeigt die Person eine Verf\u00e4lschung des Modells: Ihr Mantel \u201ewar verblichen, von Motten zerfressen und zerrissen. An den Stellen, auf denen die Diamanten gesessen hatten, waren jetzt verdorbene Stellen, die von Motten und anderen Insekten zerfressen waren\u201c.<br><br>Diese so traurige und deprimierende Szene zeigt \u201edie Kehrseite des echten Salesianers\u201c, den Antisalesianer.<br><br>In der dritten Szene erscheint \u201eein anmutiger J\u00fcngling, angetan mit einem wei\u00dfem, mit Gold- und Silberf\u00e4den verarbeiteten Gewand [&#8230;], hoheitsvoll, aber auch liebreich und freundlich\u201c. Er \u00fcberbringt eine Botschaft. Er fordert die Salesianer auf, zu \u201eh\u00f6ren\u201c, zu \u201everstehen\u201c, \u201eeifrig und stark\u201c zu bleiben, mit Worten und dem Leben \u201eZeugnis zu geben\u201c, \u201eObacht zu geben\u201c bei der Aufnahme und Ausbildung der neuen Generationen und ihre Kongregation gesund wachsen zu lassen.<br><br>Die drei Traumszenen sind lebhaft und provokativ; sie pr\u00e4sentieren uns eine beweglich, pers\u00f6nlich und dramatisch gehaltene Synthese der salesianischen Spiritualit\u00e4t. Der Inhalt des Traums bildet im Geist Don Boscos gewiss einen wichtigen Bezugspunkt f\u00fcr unsere Berufungsidentit\u00e4t.<br><br>Nun, die Person im Traum tr\u00e4gt bekanntlich den Diamanten der Hoffnung auf der Vorderseite. Dieser steht f\u00fcr die Gewissheit, dass man in einem ganz und gar sch\u00f6pferischen, engagierten Leben, das Tag f\u00fcr Tag praktische Aktivit\u00e4ten f\u00fcr das Heil vor allem der Jugend plant, Hilfe von oben erh\u00e4lt. Zusammen mit den anderen Symbolen der theologischen Tugenden entsteht das Bild einer Person, die weise und optimistisch ist, weil der Glaube sie beseelt, dynamisch und sch\u00f6pferisch, weil die Hoffnung sie bewegt, immer betend und menschlich gut, weil die Liebe sie durchdringt.<br><br>Entsprechend zum Diamanten der Hoffnung finden wir auf der R\u00fcckseite der Person den Diamanten des \u201eLohns\u201c. Wenn die Hoffnung den Schwung und das Tun des Salesianers beim Aufbau des Reich Gottes sichtbar hervorhebt, wenn die Best\u00e4ndigkeit seiner Bem\u00fchungen und die Begeisterung seines Engagements auf der Gewissheit der Hilfe Gottes beruhen, die durch die Vermittlung und F\u00fcrsprache Christi und Marias gegenw\u00e4rtig wird, dann betont der Diamant des \u201eLohns\u201c eher eine best\u00e4ndige Gewissenshaltung, die das gesamte asketische Bem\u00fchen durchdringt und belebt, gem\u00e4\u00df der bekannten Maxime Don Boscos: \u201eEin St\u00fcckchen Paradies macht alles gut!\u201c<a href=\"#_ftn28\" id=\"_ftnref28\">[28]<\/a><br><br><a id=\"_Toc188266375\">5.1.2 Don Bosco, ein \u201eGigant\u201c der Hoffnung<\/a><br>Don Bosco sagte, dass der Salesianer bereit ist, \u201eHitze und K\u00e4lte, Hunger und Durst, M\u00fchen und Verachtung zu ertragen, wenn es um die Ehre Gottes und das Heil der Menschen geht\u201c<a href=\"#_ftn29\" id=\"_ftnref29\">[29]<\/a>; die innere St\u00fctze dieser anspruchsvollen asketischen F\u00e4higkeit ist der Gedanke an das Paradies als Spiegelbild des guten Gewissens, mit dem er arbeitet und lebt. \u201eBei unseren Aufgaben, bei unserer Arbeit, in Schmerz und Leid, lasst uns nie vergessen, dass [&#8230;] Er genau Buch f\u00fchrt \u00fcber jede kleinste Sache, die wir f\u00fcr seinen heiligen Namen tun, und dass wir glauben, dass er uns zu seiner Zeit reichlich entsch\u00e4digen wird. Am Lebensende, wenn wir vor seinem g\u00f6ttlichen Gericht stehen, wird Er uns liebevoll anschauen und zu uns sagen: \u201eSehr gut, du t\u00fcchtiger und treuer Diener. \u00dcber Weniges warst du treu, \u00fcber Vieles werde ich dich setzen. Komm, nimm teil am Freudenfest deines Herrn! (<em>Mt<\/em> 25,21)\u201c.<a href=\"#_ftn30\" id=\"_ftnref30\">[30]<\/a> \u201eVergiss nie in Not und Leid, dass im Himmel ein gro\u00dfer Lohn f\u00fcr uns vorbereitet ist\u201c.<a href=\"#_ftn31\" id=\"_ftnref31\">[31]<\/a> Und wenn unser Vater sagt, dass der von zu viel Arbeit ersch\u00f6pfte Salesianer einen Sieg <em>f\u00fcr die ganze Kongregation<\/em> darstellt, scheint er sogar eine Dimension der br\u00fcderlichen Communio in der Belohnung anzudeuten, gleichsam einen gemeinschaftlichen Sinn des Paradieses!<br><br>Der st\u00e4ndige Gedanke an das Paradies ist eine der ma\u00dfgeblichen Ideen und eine der Triebkr\u00e4fte typischer Spiritualit\u00e4t und auch der P\u00e4dagogik Don Boscos. Es ist, als w\u00fcrde man den Urinstinkt der Seele, die lebenskr\u00e4ftig auf ihr letztes Ziel zusteuert, vertiefend beleuchten.<br><br>In einer Welt, die anf\u00e4llig f\u00fcr Verweltlichung und einen fortschreitenden Verlust des Gottesbewusstseins ist \u2013 vor allem aufgrund einer gewissen Mehrung des Wohlstands \u2013, ist es wichtig, der Versuchung zu widerstehen \u2013 f\u00fcr uns und f\u00fcr die jungen Menschen, mit denen wir unterwegs sind \u2013, die uns daran hindert, den Blick zum Himmel zu erheben. Sie vermittelt uns nicht das Bed\u00fcrfnis, eine in unserer t\u00e4glichen Arbeit gelebte Verpflichtung zur Askese aufrechtzuerhalten und zu pflegen. An ihrer Stelle w\u00e4chst ein weltlicher Blick, der mehr oder weniger horizontal ausgerichtet ist und glaubt, das Ideal von allem in menschlicher Entwicklung rein im gegenw\u00e4rtigen Leben entdecken zu k\u00f6nnen. Das ist ganz das Gegenteil von Hoffnung!<br>\u00abDon Bosco ist einer der Gro\u00dfen der Hoffnung. Viele Elemente zeigen das. Sein ganzer salesianischer Geist ist durchdrungen von der Gewissheit und dem Flei\u00df, die f\u00fcr diesen k\u00fchnen Schwung des Heiligen Geistes charakteristisch sind.\u00bb<br><br>Ich halte kurz inne, um daran zu erinnern, wie Don Bosco \u00abin der Lage war, die Kraft der Hoffnung auf zwei Seiten seines Lebens zu \u00fcbertragen: den Einsatz f\u00fcr die pers\u00f6nliche Heiligung und den Heilsauftrag f\u00fcr die anderen; besser noch \u2013 und hier liegt ein zentrales Merkmal seines Geistes \u2013 die pers\u00f6nliche Heiligung durch das Heil der anderen.\u00bb Wir denken \u00aban die ber\u00fchmte Formel der drei \u201eS\u201c: \u201eSalve, salvando salvati\u201c.<a href=\"#_ftn32\" id=\"_ftnref32\">[32]<\/a> So einfach ausgedr\u00fcckt, klingt es wie ein Ged\u00e4chtnisspiel, wie ein p\u00e4dagogischer Slogan, aber es ist tiefgr\u00fcndig und zeigt, wie die beiden Seiten der pers\u00f6nlichen Heiligung und des Heils des N\u00e4chsten eng miteinander verbunden sind.\u00bb<br><br>In dem Wortpaar \u201eArbeit\u201c und \u201eM\u00e4\u00dfigkeit\u201c \u00aberkennt man, dass die Hoffnung von Don Bosco als praktische, t\u00e4gliche Planung eines unerm\u00fcdlichen Flei\u00dfes f\u00fcr Heiligung und Heil gelebt wurde. Sein Glaube f\u00fchrte ihn dahin, in der Betrachtung von Gottes Geheimnis seinen unvergleichlichen Heilsplan vorzuziehen. Er sieht in Christus den Retter der Menschheit und den Herrn der Geschichte; in seiner Mutter Maria die Helferin der Christen; in der Kirche das gro\u00dfe Heilssakrament; im eigenen christlichen Reifen und in der bed\u00fcrftigen Jugend das weite Feld des \u201eNoch-nicht\u201c. Deshalb bricht sein Herz in den Schrei aus: \u201eDa mihi animas, cetera tolle!\u201c Herr, gew\u00e4hre mir, die Jugend zu retten, und nimm alles andere weg von mir! In seinem Geist verschmelzen die Nachfolge Christi und die Sendung zur Jugend zu einer einzigen theologischen Dynamik, die das R\u00fcckgrat des Ganzen bildet.\u00bb<br><br>Wir wissen sehr wohl, dass die Dimension der christlichen Hoffnung die Perspektive des \u201eSchon\u201c mit der des \u201eNoch-nicht\u201c verbindet: etwas Gegenw\u00e4rtiges und etwas Entstehendes, das sich jedoch ab heute zu zeigen beginnt, wenn auch \u201enoch nicht\u201c in seiner F\u00fclle.<br><br><a id=\"_Toc188266376\">5.1.3 Eigenschaften der Hoffnung bei Don Bosco<\/a><br><em>\u00abDie Gewissheit des \u201eSchon\u201c<br><\/em>Wenn wir die Theologie fragen, was der formale Gegenstand der Hoffnung ist, antwortet sie uns, dass es die innige \u00dcberzeugung von der Gegenwart Gottes ist, der hilft, der beisteht und unterst\u00fctzt; die innere Gewissheit \u00fcber die Kraft des Heiligen Geistes; die Freundschaft mit dem siegreichen Christus\u00bb, die uns mit dem heiligen Paulus sagen l\u00e4sst: \u201eAlles vermag ich durch den, der mich st\u00e4rkt\u201c (<em>Phil<\/em> 4,13).<br>\u00abDas erste wesentliche Element der Hoffnung ist daher die Gewissheit des \u201eSchon\u201c. Die Hoffnung ermuntert den Glauben, sich in der Betrachtung von Gottes heilbringender Gegenwart in den menschlichen Wechself\u00e4llen, der Kraft des Heiligen Geistes in der Kirche und in der Welt, des K\u00f6nigtums Christi \u00fcber die Geschichte sowie der Werte der Taufe, die in uns das Leben der Auferstehung begonnen hat, zu \u00fcben.\u00bb<br>\u00abDas erste wesentliche Element der Hoffnung ist daher die Aus\u00fcbung des Glaubens an das Wesen Gottes als barmherzigen Vater und Retter, an das, was Jesus Christus bereits f\u00fcr uns getan hat, an Pfingsten als Beginn des Zeitalters des Heiligen Geistes, an das, was bereits in uns ist durch die Taufe, durch die Sakramente, durch das Leben der Kirche sowie durch den pers\u00f6nlichen Ruf unserer Berufung.<br>Wir m\u00fcssen bedenken, dass Glaube und Hoffnung sich in uns austauschen, ihre Dynamiken sich gegenseitig anregen und erg\u00e4nzen und dass sie uns in einem sch\u00f6pferischen Klima der \u00fcbernat\u00fcrlichen Kraft des Heiligen Geistes leben lassen.<br><br><em>Das klare Bewusstsein des \u201eNoch-nicht\u201c<br><\/em>Das zweite wesentliche Element der Hoffnung ist das Bewusstsein des \u201eNoch-nicht\u201c. Es scheint nicht sehr schwer zu sein, es zu haben; die Hoffnung erfordert jedoch ein klares Bewusstsein nicht so sehr von dem, was b\u00f6se und ungerecht ist, sondern eher von dem, was an der Statur Christi in der Zeit fehlt, und daher von dem, was ungerecht und s\u00fcndig ist, und auch von dem, was unreif, unvollst\u00e4ndig oder k\u00fcmmerlich beim Aufbau des Reiches Gottes ist.<br>Das setzt als Bezugsrahmen ein klares Wissen \u00fcber den g\u00f6ttlichen Heilsplan voraus, in den sich die Kritik- und Urteilsf\u00e4higkeit des Hoffenden einf\u00fcgt. Die Kritik am Menschen der Hoffnung ist also nicht einfach psychologisch oder soziologisch, sondern transzendent, entsprechend dem theologischen Bereich der \u201eneuen Sch\u00f6pfung\u201c; sie bedient sich auch der Beitr\u00e4ge der Humanwissenschaften und geht weit dar\u00fcber hinaus.<br>Mit dem Bewusstsein des \u201eNoch-nicht\u201c nimmt der Hoffende wahr, was b\u00f6se ist, was noch nicht reif ist, was in Bezug auf das Reich Gottes noch Samen ist, und bem\u00fcht sich, das Gute wachsen zu lassen und die S\u00fcnde mit der historischen Perspektive Christi zu bek\u00e4mpfen. Die F\u00e4higkeit, das \u201eNoch-nicht\u201c zu erkennen, wird immer an der Gewissheit des \u201eSchon\u201c gemessen. Deshalb dr\u00e4ngt und ermuntert der Hoffende \u2013 und ich w\u00fcrde sagen, besonders in schwierigen Zeiten \u2013, seinen Glauben, die Zeichen der Gegenwart Gottes und die F\u00fcrsprache zu entdecken, die uns in die von Ihm vorgezeichnete Bahn f\u00fchren. Das ist heute eine sehr wichtige Eigenschaft: die Samen erkennen zu k\u00f6nnen, um ihnen beim Keimen und Wachsen zu helfen.<br>Wie kann man hoffen, wenn es nicht diese F\u00e4higkeit zur Erkenntnis gibt? Es reicht nicht aus, das ganze Gewicht des B\u00f6sen wahrzunehmen, man muss auch sensibel f\u00fcr den Fr\u00fchling sein, der \u201erundherum leuchtet\u201c. In diesen Zeiten, von denen wir sagen, dass sie schwierig sind (und das sind sie wirklich im Vergleich mit den fr\u00fcher erlebten Zeiten von einer gewissen Ruhe), hilft uns also die Hoffnung wahrzunehmen, dass es auch viel Gutes in der Welt gibt und dass etwas dabei ist zu wachsen.\u00bb<br><br><em>\u00abRettender Eifer<br><\/em>Ein drittes wesentliches Element der Hoffnung ist ihr wirksamer Anspruch, der von dem konkreten Einsatz zur Heiligung, zu apostolischer Erfindungsgabe und zu Opferbereitschaft begleitet wird. Wir m\u00fcssen mit dem wachsenden \u201eSchon\u201c zusammenarbeiten, wir m\u00fcssen uns bewegen, um gegen das B\u00f6se in uns und in den anderen, besonders in der bed\u00fcrftigen Jugend, zu k\u00e4mpfen.<br>Die Unterscheidung des \u201eSchon\u201c und des \u201eNoch-nicht\u201c muss sich in der Lebenspraxis niederschlagen, indem man sich f\u00fcr Vors\u00e4tze, Pl\u00e4ne, \u00dcberpr\u00fcfungen, Einfallsreichtum, Geduld und Best\u00e4ndigkeit \u00f6ffnet. Nicht alles wird sich so ergeben, \u201ewie wir es uns erhofft haben\u201c: Es wird R\u00fcckschl\u00e4ge und Niederlagen, Misserfolge und Missverst\u00e4ndnisse geben. Die christliche Hoffnung hat auch Anteil an den Dunkelheiten des Glaubens.\u00bb<br><br><a id=\"_Toc188266377\">5.1.4 Die \u201eFr\u00fcchte\u201c der Hoffnung bei Don Bosco<\/a><br>\u00abAus den drei wesentlichen Elementen der Hoffnung, die ich gerade genannt habe, ergeben sich einige besonders bedeutsame Fr\u00fcchte f\u00fcr den salesianischen Geist Don Boscos.\u00bb<br><br><em>Freude<br><\/em>\u00abAus dem ersten wesentlichen Element \u2013 die Gewissheit des \u201eSchon\u201c \u2013 ergibt sich <em>die Freude<\/em> als charakteristische Frucht.Jede echte Hoffnung m\u00fcndet in Freude. [&#8230;]<br>Der salesianische Geist nimmt die Freude der Hoffnung durch eine ganz eigene Affinit\u00e4t auf. Sogar die Biologie bietet daf\u00fcr einige Beispiele. Die Jugend, die die menschliche Hoffnung ist (und damit eine gewisse Analogie zum Geheimnis der christlichen Hoffnung nahelegt), ist gierig nach Freude. Und wir sehen, wie Don Bosco die Hoffnung in eine Atmosph\u00e4re der Freude f\u00fcr die zu rettende Jugend \u00fcbersetzt. Dominikus Savio, der in seiner Schule aufwuchs, sagte: \u201eUnsere Heiligkeit soll in der Fr\u00f6hlichkeit bestehen.\u201c Es handelt sich nicht um eine f\u00fcr die Welt typische, oberfl\u00e4chliche Heiterkeit, sondern um eine innere Freude, eine Grundlage f\u00fcr den christlichen Sieg, einen lebendigen Einklang mit der Hoffnung, der in Fr\u00f6hlichkeit m\u00fcndet. Eine Freude, die letztlich aus der Tiefe des Glaubens und der Hoffnung hervorgeht.<br>Es gibt wenig zu machen. Wenn wir traurig sind, sind wir es, weil wir oberfl\u00e4chlich sind. Ich verstehe, dass es eine christliche Traurigkeit gibt: Jesus Christus hat sie gelebt. Im Garten Gethsemane war seine Seele zu Tode betr\u00fcbt, er hat Blut geschwitzt. Es handelt sich gewiss um eine andere Art der Traurigkeit.<br>Aber der Kummer oder die Melancholie, durch die eine Schwester<a href=\"#_ftn33\" id=\"_ftnref33\">[33]<\/a> den Eindruck hat, dass sie von niemanden verstanden wird, dass die anderen keine R\u00fccksicht auf sie nehmen, dass sie auf ihre Qualit\u00e4ten eifers\u00fcchtig sind oder kein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr diese haben usw., sind eine Traurigkeit, die nicht gen\u00e4hrt werden sollte. Dem muss die tiefgehende Hoffnung gegen\u00fcbergestellt werden: Gott ist bei mir und hat mich gern; was macht es da schon, dass andere nicht so viel von mir halten?<br>Freude geh\u00f6rt im salesianischen Geist zum Alltagsklima; sie entspringt einem Glauben, der hofft, und einer Hoffnung, die glaubt, das hei\u00dft aus der Dynamik des Heiligen Geistes, der in uns den Sieg verk\u00fcndet, der die Welt \u00fcberwindet! &#8230; Freude ist unverzichtbar, um ein authentisches Zeugnis f\u00fcr das abzulegen, woran wir glauben und worauf wir hoffen.<br>Der salesianische Geist ist in erster Linie dies und kann nicht auf blo\u00dfe Observanz und Selbst\u00fcberwindung reduziert werden. Die Hoffnung bringt uns auch zur Selbstverleugnung, aber als Flug\u00fcbung und nicht als Gef\u00e4ngnisstrafe! Also: aus der Hoffnung viel Freude! [&#8230;]<br>Die Welt versucht, ihre Begrenztheit und Orientierungslosigkeit mit einem Leben voller aufregender Empfindungen zu \u00fcberwinden. Sie kultiviert die F\u00f6rderung und Befriedigung der Empfindungen, den aufreizenden Film, Erotik, Drogen usw. Es ist eine M\u00f6glichkeit, einer vor\u00fcbergehenden Situation zu entkommen, die keinen Sinn zu haben scheint, um etwas zu suchen, das an eine \u201eKarikatur der Transzendenz\u201c grenzt.<a>\u00bb<\/a><br><br><em>Geduld<br><\/em>\u00abEine andere \u201eFrucht\u201c der Hoffnung, die aus dem Bewusstsein des \u201eNoch-nicht\u201c hervorgeht, ist <em>die Geduld<\/em>.Zu jeder Hoffnung geh\u00f6rt eine geh\u00f6rige Portion Geduld. Geduld ist eine christliche Haltung, die untrennbar mit der Hoffnung in deren nicht kurzer Spanne des \u201eNoch-nicht\u201c, mit ihren Sorgen, ihren Schwierigkeiten und ihrer Dunkelheit verbunden ist. Es erfordert eine innere Struktur der Hoffnung, die zur Geduld f\u00fchrt, wenn wir an die Auferstehung glauben und f\u00fcr den Sieg des Glaubens handeln wollen, w\u00e4hrend wir sterblich und ins Verg\u00e4ngliche eingetaucht sind.<br>Den erhabensten Ausdruck der christlichen Geduld hat Jesus Christus vor allem w\u00e4hrend seiner Passion und seines Sterbens gelebt. Es ist eine fruchtbare Geduld, gerade wegen der Hoffnung, die sie beseelt. [&#8230;] Hier geht es bei der Geduld nicht um Initiative und Handeln, sondern um die bewusste Akzeptanz und tugendhafte Passivit\u00e4t, die im Hinblick auf die Verwirklichung von Gottes Plan erduldet. [&#8230;]<br>Der salesianische Geist Don Boscos mahnt uns oft zur Geduld. In der Einleitung zu den Konstitutionen erinnert uns Don Bosco in Anspielung auf den heiligen Paulus daran, dass die M\u00fchen, die wir in diesem Leben ertragen m\u00fcssen, dem Lohn, der auf uns wartet, in nichts nachstehen: \u201eEr pflegte zu sagen: Nur Mut! Die Hoffnung st\u00fctzt uns, wenn die Geduld zu fehlen scheint\u201c.<a href=\"#_ftn34\" id=\"_ftnref34\">[34]<\/a> \u201eWas die Geduld aufrechterh\u00e4lt, muss die Hoffnung auf den Lohn sein\u201c.<a href=\"#_ftn35\" id=\"_ftnref35\">[35]<\/a><br>Auch Maria Dominika Mazzarello bestand auf diesem Punkt. [Einer ihrer ersten Biographen], Maccono best\u00e4tigt, dass die Hoffnung sie immer tr\u00f6stete, sie in ihren Leiden, Schw\u00e4chen und Zweifeln unterst\u00fctzte und sie in der Stunde des Todes aufmunterte: \u201eIhre Hoffnung war sehr lebendig und aktiv. Es scheint mir\u201c, bezeugte eine Schwester, \u201edass die Hoffnung sie in allem beseelte und sie versuchte, diese anderen einzufl\u00f6\u00dfen. Sie ermahnte uns, die kleinen t\u00e4glichen Kreuze gut zu tragen und alles in reinster Absicht zu tun\u201c.<a href=\"#_ftn36\" id=\"_ftnref36\"><sup>[36]<\/sup><\/a> [&#8230;]<br>Die Hoffnung ist die Mutter der Geduld und die Geduld ist die Verteidigung und der Schild der Hoffnung.\u00bb<br><br><em>Erzieherische Sensibilit\u00e4t<br><\/em>\u00abAus dem dritten wesentlichen Element der Hoffnung \u2013 dem \u201erettenden Eifer\u201c \u2013 geht eine weitere Frucht hervor: die <em>p\u00e4dagogische Sensibilit\u00e4t<\/em>.Sie ist ein angemessen engagierter Unternehmungsgeist, sowohl im Bereich der eigenen Heiligung (Nachfolge Christi) als auch im Bereich des Heils der anderen (Sendung). Sie bringt ein praktisches, ma\u00dfvolles und best\u00e4ndiges Engagement mit sich, das Don Bosco in eine konkrete Methodik umgesetzt hat\u00bb, die auf folgende Dinge Acht gibt:<br>\u00ab<em>Schlauheit<\/em> (oder die heilige \u201eSchl\u00e4ue\u201c): Wenn es darum geht, Initiative zu ergreifen oder Probleme zu l\u00f6sen, tut Don Bosco alles, was er kann, ohne den Anschein von Perfektionismus, sondern mit schlichter Zweckm\u00e4\u00dfigkeit. Oft wiederholte er folgenden Satz: \u201eDas Beste ist der Feind des Guten\u201c.<a href=\"#_ftn37\" id=\"_ftnref37\">[37]<\/a>\u00bb<br><em>K\u00fchnheit. <\/em>\u00abDas B\u00f6se ist organisiert, die Kinder der Finsternis handeln durchdacht. Das Evangelium sagt uns, dass die Kinder des Lichtes schlauer und mutiger sein m\u00fcssen. Um in der Welt zu arbeiten, muss man sich daher mit echter Klugheit wappnen, das hei\u00dft mit jenem \u201eauriga virtutum\u201c [= Steuermann der Tugenden], wodurch wir wendig, reaktionsschnell und hartn\u00e4ckig sind, wenn wir uns mit wahrer Unerschrockenheit f\u00fcr das Gute einsetzen wollen.\u00bb<br><em>Gro\u00dfmut. <\/em>\u00abWir d\u00fcrfen unseren Blick nicht in den W\u00e4nden unseres Zuhauses einsperren. Wir sind vom Herrn gerufen, die Welt zu retten, wir haben eine historische Mission, die wichtiger ist als die der Astronauten oder Wissenschaftler &#8230; Wir setzen uns f\u00fcr die ganzheitliche Befreiung des Menschen ein. Unsere Seele muss f\u00fcr sehr weit gefasste Perspektiven offen sein. Don Bosco wollte, dass wir \u201ezur Vorhut des Fortschritts\u201c geh\u00f6ren (und er sagte diesen Satz in Bezug auf die sozialen Kommunikationsmittel).\u00bb<br>\u00abWir kennen Don Boscos Gro\u00dfmut, wenn es darum geht, junge Menschen in apostolische Verantwortung zu entlassen;\u00bb denken wir, zum Beispiel, an die ersten nach Amerika aufgebrochenen Missionare. Sowohl die Salesianer als auch die Don-Bosco-Schwestern waren kaum erst aus dem Jungen- und M\u00e4dchenalter heraus!<br>Don Bosco bewegte sich innerhalb eines weiten Horizonts. Weder Valdocco noch Mornese waren ausreichend f\u00fcr ihn; er konnte nicht nur innerhalb der Grenzen Turins, des Piemonts, Italiens oder Europas bleiben. Sein Herz schlug mit dem der Weltkirche, denn er f\u00fchlte sich geradezu dazu verpflichtet, die gesamte bed\u00fcrftige Jugend der Welt zu retten. Er wollte, dass die Salesianer die gr\u00f6\u00dften und dringendsten Probleme der Kirche mit der Jugend als ihre eigenen betrachteten, damit sie \u00fcberall zur Verf\u00fcgung stehen k\u00f6nnen. W\u00e4hrend er den Gro\u00dfmut bei Projekten und Initiativen kultivierte, war er konkret und praktisch bei ihrer Umsetzung, mit einem Sinn f\u00fcr ein schrittweises Vorankommen und f\u00fcr bescheidene Anf\u00e4nge.\u00bb<br><a>\u00ab<\/a>Auf dem Antlitz des Salesianers muss immer Gro\u00dfmut leuchten, als Zeichen der Sympathie: Er darf kein K\u00f6pfchen ohne Zukunftsvision sein, sondern muss Seelengr\u00f6\u00dfe besitzen, weil er ein Herz hat, das von Hoffnung erf\u00fcllt ist.<br>Charles P\u00e9guy<a href=\"#_ftn38\" id=\"_ftnref38\">[38]<\/a> (1873-1914) schrieb mit seiner etwas heftigen Sch\u00e4rfe: \u201eEine Kapitulation ist im Wesentlichen ein Vorgang, bei dem man anf\u00e4ngt zu erkl\u00e4ren, statt umzusetzen. Feiglinge waren schon immer Menschen mit vielen Erkl\u00e4rungen\u201c. Auf dem Antlitz des Salesianers muss, als sympathische Note, immer auch die mutige Entschiedenheit zu einer praktischen Umsetzung leuchten. Don Bosco war fest entschlossen, Gutes zu tun, auch wenn er nicht mit dem Besten beginnen konnte; er sagte, dass seine Werke vielleicht in Unordnung begannen, um dann zur Ordnung zu gelangen!\u00bb<br><br>\u00abDie Hoffnung legt auf das Antlitz des Salesianers neben der Tiefe der Betrachtung, der Freude \u00fcber die Gotteskindschaft, der Begeisterung dankbarer Zuversicht (die jeweils aus dem \u201eGlauben\u201c kommen) auch den Mut der Initiative, die Opferbereitschaft der Geduld, die Weisheit des schrittweisen Vorgehens in der P\u00e4dagogik, die Hochherzigkeit des Tr\u00e4umens, die Demut bei der praktischen Umsetzung, die Umsicht der Schlauheit und das L\u00e4cheln der Fr\u00f6hlichkeit.\u00bb<br><br><a id=\"_Toc188266378\">5.2 Die Treue zu Gott: bis zum Ende<\/a><br>Bis jetzt haben wir einen Blick darauf geworfen, was Don Bosco und unsere Heiligen und Seligen in ihrem Leben klar zum Ausdruck gebracht haben. Es handelt sich um Elemente, die jeden und jede von uns pers\u00f6nlich und als Don-Bosco-Familie dazu dr\u00e4ngen, die Hoffnung, \u00fcber die wir \u201eRechenschaft ablegen\u201c sollen, zum Vorschein zu bringen oder \u2013 um es erneut mit den Worten von Don Egidio Vigan\u00f2 zu sagen \u2013 leuchten zu lassen, vor allem gegen\u00fcber den jungen Menschen und unter diesen gegen\u00fcber den \u00e4rmsten.<br><br>Es ist an der Zeit, ein wenig \u00fcber das \u201eunmittelbar Sichtbare\u201c hinaus zu \u201esp\u00e4hen\u201c und zu versuchen, zu erfahren, was uns im Leben erwartet und uns den Mut gibt, eifrig zu warten, w\u00e4hrend wir am Kommen des \u201eTags des Herrn\u201c mitarbeiten.<br><br>Richten wir nun unsere Aufmerksamkeit auf die Perspektive des \u201eLohns\u201c, wobei wir uns weiterhin auf die freim\u00fctige und eindringliche Analyse des siebten Nachfolgers Don Boscos<a href=\"#_ftn39\" id=\"_ftnref39\">[39]<\/a> beziehen.<br><br>Der Diamant des \u201eLohns\u201c befindet sich mit vier weiteren Diamanten auf der R\u00fcckseite des Mantels der Person aus dem Traum. Es ist fast ein Geheimnis, eine Kraft, die von innen heraus wirkt, die uns den Ansto\u00df gibt und uns hilft, die gro\u00dfen Werte, die wir auf der Vorderseite sehen, aufrechtzuerhalten und zu verteidigen. Es ist interessant festzustellen, dass der Diamant des \u201eLohns\u201c sich unter dem der \u201eArmut\u201c befindet, weil er sicherlich einen Bezug zu den damit verbundenen \u201eEntbehrungen\u201c hat.<br><br>Auf seinen Strahlen stehen die folgenden Worte: \u201eWer sich einer gro\u00dfen Belohnung erfreuen will, der schrecke vor zahlreichen M\u00fchen nicht zur\u00fcck\u201c. \u201eWer mit mir leidet, der wird sich auch mit mir freuen\u201c. \u201eUnsere Leiden auf Erden sind nur vor\u00fcbergehend, jedoch die Freuden, die meine Freunde im Himmel genie\u00dfen werden, w\u00e4hren ewiglich\u201c.<br><br>\u00abDer echte Salesianer hat in seiner Vorstellungskraft, in seinem Herzen, in seinen W\u00fcnschen und in seinem Lebenshorizont die Vision des Lohns, als die F\u00fclle der vom Evangelium verk\u00fcndeten Werte.\u00bb Deshalb \u201eist er stets ein froher Mensch. Er verbreitet diesen Frohsinn und versteht es, zur Freude des christlichen Lebens sowie zum Sinn f\u00fcr Fest und Feier anzuleiten\u201c.<a href=\"#_ftn40\" id=\"_ftnref40\">[40]<\/a><br><br>Im Haus Don Boscos und in unseren salesianischen H\u00e4usern \u00absprach man oft vom Himmel. Das war eine dauerhafte und allgegenw\u00e4rtige Idee\u00bb, die in einigen bekannten Aussagen zusammengefasst wurde: \u00ab\u201eBrot, Arbeit und Himmel\u201c.<a href=\"#_ftn41\" id=\"_ftnref41\">[41]<\/a> \u201eEin St\u00fcckchen Paradies macht alles gut!\u201c<a href=\"#_ftn42\" id=\"_ftnref42\">[42]<\/a> Das sind h\u00e4ufig auftauchende S\u00e4tze in Valdocco und Mornese.\u00bb<br><br>Gewiss erinnern sich viele Don-Bosco-Schwestern an \u00abdie Beschreibung von Mutter Henriette Sorbone \u00fcber den Geist von Mornese: \u201eWir leben hier im Paradies, denn im Hause existiert das Milieu des Paradieses\u201c.<a href=\"#_ftn43\" id=\"_ftnref43\">[43]<\/a> Das lag sicher nicht an den Entbehrungen oder fehlenden Problemen. Es war wie eine spontane, aus dem Herzen kommende \u00dcbersetzung des Spruchs, den Don Bosco hatte anbringen lassen: \u201eServite Domino in laetitia!\u201c [= \u201eDient dem Herrn mit Freude!\u201c].<a href=\"#_ftn44\" id=\"_ftnref44\">[44]<\/a><br><br>Auch Dominikus Savio hatte die gleiche warmherzige und \u00fcbernat\u00fcrliche Lebensaura wahrgenommen: \u201eUnsere Heiligkeit soll in der Fr\u00f6hlichkeit bestehen\u201c.<a href=\"#_ftn45\" id=\"_ftnref45\">[45]<\/a><br><br>In den Biographien\u00bb von Dominikus Savio, Franz Besucco und Michael Magone \u00abist Don Bosco bestrebt, selbst wenn er die letzte Stunde beschreibt, diese unaussprechliche Freude, verbunden mit einer echten Unruhe nach dem Himmel, zu betonen. Mehr noch als den Schrecken des Todes sp\u00fcren seine Jungen die Anziehungskraft von Ostern.\u00bb<br><br>\u00abDer Gedanke an den Lohn geh\u00f6rt zu den Fr\u00fcchten der Gegenwart des Heiligen Geistes, das hei\u00dft der Intensit\u00e4t des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, von allen dreien zusammen, auch wenn er enger mit der Hoffnung verbunden ist. Er fl\u00f6\u00dft dem Herzen eine Freude und Fr\u00f6hlichkeit ein, die von oben kommt und wunderbar auf die angeborene Sehnsucht des menschlichen Herzens abgestimmt ist. Wir sehen das, wenn wir unter den Jungen und M\u00e4dchen leben: Die Jugend erfasst intuitiv mit gr\u00f6\u00dferer Frische, dass der Mensch f\u00fcr das Gl\u00fcck geboren ist.<br><br>Aber wir m\u00fcssen nicht einmal unter den jungen Menschen danach suchen. Nehmen wir einen Spiegel und betrachten uns selbst: Es reicht, die Schl\u00e4ge unseres Herzens zu h\u00f6ren. Wir sind geboren, um gl\u00fccklich zu werden, wir erwarten es, auch ohne es zuzugeben.<br><br>Die in Don Boscos Haus immer gegenw\u00e4rtige Idee des Paradieses ist keine Utopie aufgrund einf\u00e4ltiger T\u00e4uschungen, sie ist nicht das Zuckerbrot, das das Pferd dazu bringt, schneller zu laufen, sie ist nicht die substanzielle Angst unseres Seins; sie ist vor allem die Wirklichkeit der Liebe Gottes, der Auferstehung Jesu Christi, wirksam in der Geschichte, und die lebendige Gegenwart des Heiligen Geistes, die uns n\u00e4mlich auf den Lohn hindr\u00e4ngen.\u00bb<br><br>Don Bosco \u00abverachtete die Freude der jungen Menschen nicht. Im Gegenteil weckte er sie auf, steigerte und entwickelte sie. Die ber\u00fchmte \u201eFr\u00f6hlichkeit\u201c, aus der die Heiligkeit besteht, ist nicht einfach eine innere Freude, die im Herzen als Frucht der Gnade verborgen ist. Das ist ihre Wurzel. Sie dr\u00fcckt sich auch \u00e4u\u00dferlich aus, im Leben, im Spielhof und im Sinn f\u00fcr Feste.<br><br>Wie er religi\u00f6se Feste, Namenstage und Feiertage f\u00fcr das Oratorium vorbereitete! Er k\u00fcmmerte sich sogar darum, die Feier seines eigenen Namenstages zu organisieren, nicht f\u00fcr sich, sondern um eine Atmosph\u00e4re der freudigen Dankbarkeit zu schaffen.<br><br>Denken wir auch\u00bb an seine mutigen Herbstwanderungen: \u00abzwei oder drei Monate zur Vorbereitung, 15 oder 20 Tage des Erlebens, dann die anhaltenden Erinnerungen und Kommentare: eine Freude, die sich in der Zeit\u00bb ausdehnt. Was f\u00fcr eine Phantasie und was f\u00fcr ein Mut! Von Turin nach Becchi, nach Genua und Mornese, in so viele Orte des Piemonts, mit Dutzenden Jungen &#8230; Wanderungen, Spiel, Musik, Gesang, Theater sind wesentliche Elemente des Pr\u00e4ventivsystems, das \u2013 auch als p\u00e4dagogische Methode \u2013 eine treffende und au\u00dfergew\u00f6hnliche Spiritualit\u00e4t voraussetzt, Frucht eines \u00fcberzeugten Glaubens, einer \u00fcberzeugten Hoffnung und N\u00e4chstenliebe, [&#8230;] Werte des Himmels hier auf der Erde.<br><br>Am Firmament von Valdocco zeigte sich immer, Tag und Nacht, mit oder ohne Wolken, das Paradies.\u00bb \u00abWenn wir heute die Werte des Lohns bezeugen, ist das eine dringende Prophetie f\u00fcr die Welt und vor allem f\u00fcr die Jugend. Was hat die technische, industrielle Kultur der Konsumgesellschaft gebracht? Enorme M\u00f6glichkeiten, es bequem zu haben und sich zu vergn\u00fcgen\u00bb, mit einer daraus folgenden bedr\u00fcckenden Traurigkeit.<br><br>Unter anderem lesen wir in den Konstitutionen der Salesianer Don Boscos \u2013 aber das ist auch f\u00fcr jeden Christen g\u00fcltig \u2013, dass der \u201eSalesianer [ein] Zeichen f\u00fcr die Kraft der Auferstehung\u201c ist und \u201ein der Einfachheit und Arbeitslast des t\u00e4glichen Lebens [&#8230;] Erzieher [ist], der den Jugendlichen \u201aeinen neuen Himmel und eine neue Erde\u2018 verk\u00fcndet und in ihnen zugleich Einsatzbereitschaft und die Freude der Hoffnung weckt\u201c.<a href=\"#_ftn46\" id=\"_ftnref46\">[46]<\/a><br><br>\u00abIn Mornese und Valdocco gab es weder Bequemlichkeit noch Diktatur, alles atmete Spontaneit\u00e4t und Fr\u00f6hlichkeit. Der technische Fortschritt hat viele Dinge vereinfacht, aber er hat nicht die echte Freude des Menschen vermehrt. Stattdessen haben Angst und Abscheu zugenommen, die Sinnlosigkeit des Daseins hat sich versch\u00e4rft\u00bb, was wir leider immer wieder \u2013 vor allem in den Wohlstandsgesellschaften \u2013 an den tragischen Statistiken \u00fcber Selbstmorde von Heranwachsenden und Jugendlichen erkennen k\u00f6nnen.<br><br>Neben der materiellen Armut, unter der ein sehr gro\u00dfer Teil der Menschheit immer noch leidet, ist es heute dringend notwendig, \u00abeinen Weg zu finden, um der Jugend den Sinn des Lebens, die h\u00f6heren Ideale und die Urspr\u00fcnglichkeit Jesu Christi nahe zu bringen.<br><br>Man sucht das Gl\u00fcck, eine wesentliche Veranlagung des Menschen, aber man kennt nicht mehr den rechten Weg und so w\u00e4chst eine immense Entt\u00e4uschung.\u00bb<br><br>Die jungen Menschen f\u00fchlen sich, auch aufgrund eines Mangels an Erwachsenen, die f\u00fcr sie bedeutungsvoll sind, nicht in der Lage, \u00abmit Leid, Pflicht und st\u00e4ndiger Verbindlichkeit umzugehen. Die Frage der Treue zu den eigenen Idealen und der eigenen Berufung ist entscheidend geworden. Die Jugend f\u00fchlt sich unf\u00e4hig, Leiden und Opfer auf sich zu nehmen. Sie lebt in einem Umfeld, in dem die Trennung von Liebe und Opferbereitschaft triumphiert\u00bb, so dass das Streben allein nach dem Erreichen von Wohlstand am Ende die F\u00e4higkeit erstickt, zu lieben, und somit von der Zukunft zu tr\u00e4umen.<br><br>Wie wir schon sagten, \u00absteht der Diamant des Lohns genau unter dem der Armut, als wolle er uns zeigen, dass sich die beiden erg\u00e4nzen und gegenseitig unterst\u00fctzen. Tats\u00e4chlich bedeutet evangelische Armut eine konkrete und \u00fcbernat\u00fcrliche Sicht auf die gesamte Wirklichkeit mit einem realistischen Blick auch auf Verzicht, Leiden, R\u00fcckschl\u00e4ge, Entbehrungen und Strafen.<br><br>Was ist die innere Kraft, die dazu bringt, alles mit Zuversicht und einem fr\u00f6hlichen Gesicht anzugehen, ohne sich entmutigen zu lassen? Letzten Endes ist es der Sinn daf\u00fcr, dass der Himmel auf Erden gegenw\u00e4rtig ist. Dieser Sinn entspringt dem Glauben, der Hoffnung und der Liebe, die uns das ganze Sein aus der Perspektive des Heiligen Geistes betrachten lassen.<br><br>Die Welt braucht dringend Propheten, die durch ihr Leben die gro\u00dfe Wahrheit des Paradieses verk\u00fcnden. Es ist kein entfremdendes Fliehen-wollen, sondern eine eindringliche, anregende Wirklichkeit!\u00bb<br><br>So \u00abist sich Don Bosco st\u00e4ndig der Sorge darum bewusst, die Vertrautheit mit dem Paradies zu pflegen, als w\u00e4re sie das Firmament des Verstandes, der Horizont des salesianischen Herzens: Wir arbeiten und k\u00e4mpfen in der Gewissheit des Lohns, mit Blick auf das Vaterland, das Haus Gottes, das Gelobte Land.\u00bb<br><br>Es ist wichtig, klarzustellen, dass die Perspektive auf den Lohn nicht darin besteht, eine \u201eBelohnung\u201c zu erhalten, eine Art Trostpflaster f\u00fcr ein Leben inmitten so vieler Opfer, M\u00fchen &#8230; Nichts davon! W\u00e4re es nur eine \u201eBelohnung\u201c, w\u00fcrde es einer Erpressung \u00e4hnlich sein. Aber Gott handelt nicht auf diese Weise. In Seiner Liebe kann er sich nur selbst dem Menschen schenken. Das ist \u2013 wie Jesus sagt \u2013 das ewige Leben: die Erkenntnis des Vaters. Wo \u201eerkennen\u201c \u201elieben\u201c bedeutet, ein vollwertige Teilhaber Gottes zu werden, in Kontinuit\u00e4t mit dem irdischen Dasein, das \u201ein Gnade\u201c gelebt wird, das hei\u00dft in Liebe zu Gott und den Br\u00fcdern und Schwestern.<br><br>Auf diesem Weg sind wir eingeladen, unseren Blick auf Maria zu richten, die \u00absich als t\u00e4gliche Hilfe, als Wegbereiterin und Helferin der Christen zeigt. Don Bosco ist sich ihrer Gegenwart unter uns gewiss und will Zeichen setzen, um uns daran zu erinnern.<br><br>F\u00fcr Sie hat er eine Basilika erbaut, Zentrum der Animation und Verbreitung der salesianischen Berufung. Er wollte Ihr Bild in unserem Lebensumfeld; er verband jede apostolische Initiative mit Ihrer F\u00fcrsprache und kommentierte ger\u00fchrt ihre reale und m\u00fctterliche Wirksamkeit.\u00bb Denken wir zum Beispiel daran, was er den Don-Bosco-Schwestern in ihrem Haus \u00abin Nizza sagte: \u201eDie Muttergottes ist wirklich hier, hier, mitten unter euch! Die Muttergottes geht durch dieses Haus und bedeckt es mit ihrem Mantel\u201c.<a href=\"#_ftn47\" id=\"_ftnref47\"><sup>[47]<\/sup><\/a>\u00bb<br><br>Neben Ihr \u00absuchen wir im Haus Gottes auch weitere Freunde.\u00bb Unsere Heiligen und Seligen, beginnend mit den vertrautesten Gesichtern, die Teil des sogenannten \u00ab\u201esalesianischen Gartens\u201c sind.<br><br>Wir treffen diese Wahl nicht, um das gro\u00dfe Haus Gottes in kleine, private Wohnungen zu unterteilen, sondern um uns darin leichter zu Hause zu f\u00fchlen und um \u00fcber Gott, den Vater, den Sohn, den Heiligen Geist, Christus und Maria, die Sch\u00f6pfung und die Geschichte sprechen zu k\u00f6nnen, nicht mit der Angst desjenigen, der den hohen Vortrag eines dichten, schwierigen und sogar hermetischen Denkers geh\u00f6rt hat, sondern mit dem Gef\u00fchl der Vertrautheit und der freudigen Einfachheit, mit dem wir mit denen sprechen, die unsere Verwandten, unsere Br\u00fcder und Schwestern, unsere Kollegen und unsere Arbeitskollegen waren. Einige von ihnen haben wir im Leben nicht gekannt, aber wir f\u00fchlen uns ihnen nahe und sie fl\u00f6\u00dfen uns ein besonderes Vertrauen ein. Mit dem heiligen Josef, Don Bosco, Mutter Mazzarello, Don Rua, Dominikus Savio, Laura Vicu\u00f1a, Don Rinaldo, Msgr. Versiglia und Don Caravario, Schwester Teresa Vals\u00e8, Schwester Eusebia Palomio usw. zu sprechen, ist wirklich ein Gespr\u00e4ch \u201ezu Hause\u201c\u00bb, in der Familie.<br><br>\u00abDas ist es, was uns der Diamant des Lohns anbietet: sich bei Gott, bei Christus, bei Maria, bei den Heiligen zu Hause zu f\u00fchlen; ihre Gegenwart im eigenen Haus zu sp\u00fcren, in einer famili\u00e4ren Atmosph\u00e4re, die dem t\u00e4glichen Lebensumfeld ein Gef\u00fchl von Paradies verleiht.\u00bb<br><br><a id=\"_Toc188266379\">6. MIT &#8230; MARIA \u2013 HOFFNUNG UND M\u00dcTTERLICHE GEGENWART<\/a><s><br><\/s>Am Ende dieses Kommentars k\u00f6nnen wir nicht anders als unser Herz und unseren Blick auf die Jungfrau Maria zu richten, wie es uns Don Bosco gelehrt hat.<br>Hoffnung erfordert Vertrauen, die F\u00e4higkeit, sich hinzugeben und anzuvertrauen.<br>Dabei haben wir in Maria eine F\u00fchrerin und Lehrmeisterin.<br><br>Sie gibt Zeugnis davon, dass Hoffnung bedeutet, sich anzuvertrauen und sich hinzugeben, und das ist sowohl f\u00fcr das Leben auf der Erde als auch f\u00fcr das ewige Leben wahr.<br><br>Auf diesem Weg nimmt uns die Gottesmutter an die Hand und lehrt uns, wie wir Gott vertrauen und uns frei der Liebe hingeben k\u00f6nnen, die uns ihr Sohn Jesus vermittelt.<br>Die Anweisung und die \u201eNavigationskarte\u201c, die sie uns gibt, sind gleich: \u201eWas er euch sagt, das tut!\u201c<a href=\"#_ftn48\" id=\"_ftnref48\">[48]<\/a> Eine Aufforderung, die wir jeden Tag in unserem Leben annehmen.<br><br>In Maria sehen wir die Verwirklichung des Lohns.<br>Maria verk\u00f6rpert die Anziehungskraft und Konkretheit des Lohns: Sie wurde<br><br><em>\u201enach Vollendung des irdischen Lebenslaufs mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen und als K\u00f6nigin des Alls vom Herrn erh\u00f6ht, um vollkommener ihrem Sohn gleichgestaltet zu sein, dem Herrn der Herren und dem Sieger \u00fcber S\u00fcnde und Tod\u201c.<\/em><a href=\"#_ftn49\" id=\"_ftnref49\">[49]<\/a><br><br>Wir k\u00f6nnen auf Ihren Lippen einige sch\u00f6ne Worte des heiligen Apostels Paulus lesen. Da diese vom Heiligen Geist, dem Br\u00e4utigam Marias, inspiriert sind, werden sie sicherlich von Ihr geteilt.<br><br>Sie hei\u00dfen:<br><em>\u201eChristus Jesus, der gestorben ist, mehr noch: Der auferweckt worden ist, er sitzt zur Rechten Gottes und tritt f\u00fcr uns ein. Was kann uns scheiden von der Liebe Christi? Bedr\u00e4ngnis oder Not oder Verfolgung, Hunger oder K\u00e4lte, Gefahr oder Schwert? [&#8230;]<br>Doch in alldem tragen wir einen gl\u00e4nzenden Sieg davon durch den, der uns geliebt hat. Denn ich bin gewiss: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch M\u00e4chte, weder Gegenw\u00e4rtiges noch Zuk\u00fcnftiges noch Gewalten,\u2002weder H\u00f6he oder Tiefe noch irgendeine andere Kreatur k\u00f6nnen uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn\u201c.<\/em><a href=\"#_ftn50\" id=\"_ftnref50\">[50]<\/a><br>Liebe Schwestern und Br\u00fcder, liebe Jugendliche und junge Erwachsene,<br>Maria, die Helferin der Christen, Don Bosco und all unsere Heiligen und Seligen sind uns in diesem au\u00dfergew\u00f6hnlichen Jahr nahe. Sie m\u00f6gen uns dabei begleiten, das Heilige Jahr in der Tiefe zu leben, und uns helfen, die Person Jesu Christi, den \u201eim Evangelium verk\u00fcndete[n] Erl\u00f6ser, der heute in der Kirche und in der Welt lebt\u201c<a href=\"#_ftn51\" id=\"_ftnref51\">[51]<\/a>, in den Mittelpunkt unseres Lebens zu stellen.<br><br>Sie ermutigen uns, dem Beispiel der ersten von Don Bosco ausgesandten Missionare zu folgen und unser Leben immer und \u00fcberall zu einer kostenlosen Gabe f\u00fcr andere zu machen, vor allem f\u00fcr die jungen Menschen und unter ihnen f\u00fcr die \u00c4rmsten.<br><br>Zum Schluss noch ein Wunsch: M\u00f6ge dieses Jahr in uns das Gebet f\u00fcr den Frieden, f\u00fcr eine befriedete Menschheit wachsen lassen. Beschw\u00f6ren wir das Geschenk des Friedens \u2013 den biblischen <em>Schalom<\/em> \u2013, der alle anderen beinhaltet und nur in der Hoffnung Erf\u00fcllung findet.<br><br>In br\u00fcderlicher Umarmung<br><br>Don Stefano Martoglio SDB,<br><em>Vikar des Generaloberen<br><\/em><br><br>Rom, den 31. Dezember 2024<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[1]<\/a> Papst Franziskus, <em>Spes non confundit, Verk\u00fcndigungsbulle des Ordentlichen Jubil\u00e4ums des Jahres 2025<\/em>, Rom, 9. Mai 2024.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\" id=\"_ftn2\">[2]<\/a> Ebd.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\" id=\"_ftn3\">[3]<\/a> A.&nbsp;d.&nbsp;\u00dc.: Don Martoglio st\u00fctzt sich in seinem Kommentar mehrmals auf die sog. Kapitel des Generalabtes der Zisterzienser, Mauro Giuseppe Lepori, n\u00e4mlich hier seine Texte \u00fcber die \u201eHoffnung in Christus\u201c von 2024, worauf er selbst zu Beginn von Abschnitt 4.2 hinweist. Diese sind in mehreren Sprachen unter <a href=\"http:\/\/www.ocist.org\">www.ocist.org<\/a> einsehbar. Die deutsche Version wurde f\u00fcr die vorliegende \u00dcbersetzung genutzt. In diesem Abschnitt greift Don Martoglio auf den dritten Vortrag mit dem Titel \u201eDer Anker des Heils\u201c zur\u00fcck: <a href=\"https:\/\/www.ocist.org\/ocist\/images\/pdf\/03DEKMA2024.pdf\">https:\/\/www.ocist.org\/ocist\/images\/pdf\/03DEKMA2024.pdf<\/a> [aufgerufen: 17.01.2025].<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\" id=\"_ftn4\">[4]<\/a> Vgl. <em>R\u00f6m<\/em> 8,39.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref5\" id=\"_ftn5\">[5]<\/a> Vgl. <em>R\u00f6m<\/em> 5,3\u20135.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\" id=\"_ftn6\">[6]<\/a> <em>Messale romano<\/em>, Rom: LEV <sup>3<\/sup>2020, 240 [A.&nbsp;d.&nbsp;\u00dc.: Seitenangabe der italienischen Ausgabe. Hier zitiert nach: <a href=\"https:\/\/www.ocist.org\/ocist\/images\/pdf\/03DEKMA2024.pdf\">https:\/\/www.ocist.org\/ocist\/images\/pdf\/03DEKMA2024.pdf<\/a>].<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref7\" id=\"_ftn7\">[7]<\/a> Vaclac Havel, zitiert nach: Byung-Chul Han, <em>Der Geist der Hoffnung. Wider die Gesellschaft der Angst<\/em>, Berlin: Ullstein 2024, S. 66f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref8\" id=\"_ftn8\">[8]<\/a> Ebd., S. 67.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref9\" id=\"_ftn9\">[9]<\/a> Ebd.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref10\" id=\"_ftn10\">[10]<\/a> Ebd.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref11\" id=\"_ftn11\">[11]<\/a> A.&nbsp;d.&nbsp;\u00dc.: In diesem Abschnitt st\u00fctzt sich Don Martoglio auf den vierten Vortrag des Generalabtes der Zisterzienser mit dem Titel \u201eIn der Hoffnung auf die Verhei\u00dfung unseren Weg gehen\u201c: <a href=\"https:\/\/www.ocist.org\/ocist\/images\/pdf\/04DEKMA2024.pdf\">https:\/\/www.ocist.org\/ocist\/images\/pdf\/04DEKMA2024.pdf<\/a> [aufgerufen: 17.01.2025].<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref12\" id=\"_ftn12\">[12]<\/a> C. Paccini \u2013 S. Troisi, <em>Siamo nati e non moriremo mai pi\u00f9. Storia di Chiara Corbella Petrillo<\/em>, Porziuncola, Assisi (PG) 2001.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref13\" id=\"_ftn13\">[13]<\/a> Vgl. Gabriel Marcel, <em>Philosophie der Hoffnung<\/em>, M\u00fcnchen: List 1957, S. 58.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref14\" id=\"_ftn14\">[14]<\/a> Byung-Chul Han, <em>Der Geist der Hoffnung. Wider die Gesellschaft der Angst<\/em>, Berlin: Ullstein 2024, S. 19.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref15\" id=\"_ftn15\">[15]<\/a> Erich Fromm, <em>Die Revolution der Hoffnung<\/em>. <em>F\u00fcr eine Humanisierung der Technik<\/em>, M\u00fcnchen: dtv <sup>2<\/sup>1991, S. 23.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref16\" id=\"_ftn16\">[16]<\/a> <em>1 Petr<\/em> 3,15.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref17\" id=\"_ftn17\">[17]<\/a> Papst Franziskus, <em>Spes non confundit, Verk\u00fcndigungsbulle des Ordentlichen Jubil\u00e4ums des Jahres 2025<\/em>, Rom, 9. Mai 2024, Nr. 9.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref18\" id=\"_ftn18\">[18]<\/a> <em>Joh<\/em> 17,3.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref19\" id=\"_ftn19\">[19]<\/a> Vgl. <em>R\u00f6m<\/em> 4,18.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref20\" id=\"_ftn20\">[20]<\/a> Papst Benedikt XVI., <em>Enzyklika Deus caritas est<\/em>, Vatikanstadt, 25. Dezember 2005, 1.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref21\" id=\"_ftn21\">[21]<\/a> <em>K<\/em> 3.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref22\" id=\"_ftn22\">[22]<\/a> Thomas von Aquin, <em>Summa theologiae<\/em>, II<sup>a<\/sup>-II<sup>ae<\/sup> q. 17 a. 8 co.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref23\" id=\"_ftn23\">[23]<\/a> Vgl. E. LEVINAS, <em>Totalit\u00e4t und Unendlichkeit. Versuch \u00fcber die Exteriorit\u00e4t, <\/em>M\u00fcnchen: Alber 1987.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref24\" id=\"_ftn24\">[24]<\/a> Bei diesen \u00dcberlegungen beziehe ich mich auf die reichhaltigen Gedanken des Generalabtes der Zisterzienser, Mauro Giuseppe LEPORI, <em>Kapitel des Generalabtes OCist f\u00fcr den KMA 2024, Hoffnung in Christus<\/em>, die in verschiedenen Sprachen auf der Webseite <a href=\"http:\/\/www.ocist.org\">www.ocist.org<\/a> zur Verf\u00fcgung stehen. A.&nbsp;d.&nbsp;\u00dc.: In diesem Abschnitt st\u00fctzt sich Don Martoglio auf den zw\u00f6lften Vortrag des Generalabtes der Zisterzienser mit dem Titel \u201eWarten auf Gott\u201c: <a href=\"https:\/\/www.ocist.org\/ocist\/images\/pdf\/12DEKMA2024.pdf\">https:\/\/www.ocist.org\/ocist\/images\/pdf\/12DEKMA2024.pdf<\/a> [aufgerufen: 17.01.2025].<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref25\" id=\"_ftn25\">[25]<\/a> Vgl. <em>R\u00f6m<\/em> 5,3\u20135.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref26\" id=\"_ftn26\">[26]<\/a> E. Vigan\u00f2, <em>Un progetto evangelico di vita attiva<\/em>, Elle Di Ci, Leumann (TO) 1982, S. 68\u201384. A.&nbsp;d.&nbsp;\u00dc.: Die dem Buch zugrundeliegenden Exerzitien von Don Vigan\u00f2 f\u00fcr die Don-Bosco-Schwestern wurden nicht ins Deutsche \u00fcbersetzt. Herzlichen Dank an Sr. Maria Maul, Frau Hildegard Renner und Sr. Anna Feichtner, die in den Archiven der Don-Bosco-Schwestern nach einer deutschen \u00dcbersetzung gesucht haben.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref27\" id=\"_ftn27\">[27]<\/a> Vgl. E. Vigan\u00f2, <em>Profilo del Salesiano nel sogno del personaggio dai dieci diamanti<\/em>, in: Amtsblatt 62. Jg (1981), Nr. 300, S. 3\u201337 [der italienischen Ausgabe]. Der vollst\u00e4ndige Traum findet sich in: Amtsblatt 62. Jg (1981), Nr. 300, S. 40\u201344 [der italienischen Ausgabe] oder in: <em>MB<\/em> XV, 182\u2013187.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref28\" id=\"_ftn28\">[28]<\/a> <em>MB<\/em> VIII, 444.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref29\" id=\"_ftn29\">[29]<\/a> <em>K<\/em> 18.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref30\" id=\"_ftn30\">[30]<\/a> P. Braido (Hrsg.), <em>Don Bosco Fondatore \u201cAi Soci Salesiani\u201d(1875-1885). Introduzione e testi critici<\/em>, Rom: LAS 1995, 159.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref31\" id=\"_ftn31\">[31]<\/a> <em>MB<\/em> V, 442.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref32\" id=\"_ftn32\">[32]<\/a> <em>MB<\/em> V, 409. A.&nbsp;d.&nbsp;\u00dc.: \u201eBleib wohlbehalten, indem du andere rettest, rette dich selbst\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref33\" id=\"_ftn33\">[33]<\/a> A.&nbsp;d.&nbsp;\u00dc.: Der Text von Don Vigan\u00f2, auf den sich Don Martoglio hier st\u00fctzt, richtete sich an die Don-Bosco-Schwestern.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref34\" id=\"_ftn34\">[34]<\/a> <em>MB<\/em> XII, 458.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref35\" id=\"_ftn35\">[35]<\/a> Ebd.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref36\" id=\"_ftn36\">[36]<\/a> F. Maccono, <em>Santa Maria Domenica Mazzarello. Confondatrice e prima Superiora Generale delle FMA<\/em>, Bd. 1, FMA, Turin 1960, 398.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref37\" id=\"_ftn37\">[37]<\/a> <em>MB<\/em> X, 893.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref38\" id=\"_ftn38\">[38]<\/a> A.&nbsp;d.&nbsp;\u00dc.: franz\u00f6sischer Schriftsteller.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref39\" id=\"_ftn39\">[39]<\/a> E. Vigan\u00f2, <em>Un progetto evangelico di vita attiva<\/em>, Elle Di Ci, Leumann (TO) 1982, S. 211\u2013225.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref40\" id=\"_ftn40\">[40]<\/a> <em>K<\/em> 17.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref41\" id=\"_ftn41\">[41]<\/a> <em>MB<\/em> XII, 600.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref42\" id=\"_ftn42\">[42]<\/a> <em>MB<\/em> VIII, 444.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref43\" id=\"_ftn43\">[43]<\/a> Zitiert <a><\/a><a>in: E. VIGAN\u00d2, <em>Den Geist von Mornese wiederentdecken<\/em>, in: Amtsblatt des Generalrates der Salesianer Don Boscos 62. &nbsp;<\/a>Jg. (1981), Nr. 301, S. 50.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref44\" id=\"_ftn44\">[44]<\/a><em> Ps<\/em> 100,2.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref45\" id=\"_ftn45\">[45]<\/a> <em>MB<\/em> V, 356.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref46\" id=\"_ftn46\">[46]<\/a> <em>K<\/em> 63. Siehe auch E. Vigan\u00f2, <em>\u201eRendere ragione della gioia e degli impegni della speranza, testimoniando le insondabili ricchezze di Cristo\u201c. <\/em><em>Jahresleitgedanke 1994. Kommentar des Generaloberen<\/em>, Istituto Figlie di Maria Ausiliatrice, Rom 1993.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref47\" id=\"_ftn47\">[47]<\/a> G. Capetti, <em>Il cammino dell\u2019Istituto nel corso di un secolo<\/em>, Bd. 1, FMA, Rom 1972\u20131976, S. 122.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref48\" id=\"_ftn48\">[48]<\/a> <em>Joh<\/em> 2,5.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref49\" id=\"_ftn49\">[49]<\/a> <em>LG<\/em>, 59.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref50\" id=\"_ftn50\">[50]<\/a> <em>R\u00f6m<\/em> 8,34\u201335.37\u201339.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref51\" id=\"_ftn51\">[51]<\/a> <em>K<\/em> 196.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der hoffnung verankert, sind wir pilgernde mit den jungen menschenEINF\u00dcHRUNG. 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