{"id":12157,"date":"2023-01-24T09:35:33","date_gmt":"2023-01-24T09:35:33","guid":{"rendered":"https:\/\/exciting-knuth.178-32-140-152.plesk.page\/unkategorisiert\/lettera-rettor-maggiore-artemide-zatti\/"},"modified":"2024-02-02T14:24:23","modified_gmt":"2024-02-02T14:24:23","slug":"brief-des-grossrektors-artemide-zatti","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/mitteilungen-des-generaloberer\/brief-des-grossrektors-artemide-zatti\/","title":{"rendered":"Brief des Gro\u00dfrektors. Artemide ZATTI"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><span><i class=\"fas fa-arrow-right\"><\/i><\/span><strong>\u201eICH GLAUBTE, ICH GELOBTE, ICH WURDE GEHEILT!\u201c<\/strong><br>Artemide Zatti: Evangelium der Berufung und Kirche der Heilung <\/h2>\n\n\n\n<style>\n\tbody {font-size: 18px;}\n\t<\/style>\n<\/head>\n<body><br>&bdquo;Wenngleich\ndas Mosaik unserer Heiligen und Seligen reich an namhaften Vertretern\nwar &#8211; Gr&uuml;nder, Mitgr&uuml;nder, Oberhirten, Missionare,\nM&auml;rtyrer, Priester, Jugendliche &#8211; fehlte immer noch ein\nwertvoller Mosaikstein, und zwar die Figur eines Koadjutors. Das wird\nnun auch realisiert.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote1anc\" href=\"#sdfootnote1sym\"><sup>1<\/sup><\/a><br><\/p><p>Mit\ndiesen Worten begann Pater Juan Edmundo Vecchi, der achte Nachfolger\nDon Boscos, seinen Brief anl&auml;sslich der Seligsprechung von\nArtemide Zatti.<br><\/p><p>Wenn\ndem &bdquo;Mosaik unserer Heiligen&ldquo; ein Stein fehlte, so\nerstrahlt dieses Mosaik heute in einem ganz besonderen Glanz, denn in\nwenigen Wochen werden wir ein gro&szlig;es Geschenk des Herrn erleben\nd&uuml;rfen: die Heiligsprechung eines der S&ouml;hne Don Boscos,\nSalesianer-Koadjutor, italienischer Auswanderer nach Argentinien und\nKrankenpfleger, die durch Papst Franziskus am 9. Oktober 2022\nvorgenommen wurde.<br><\/p><p>Artemide\nZatti wird somit der <i><b>erste\nsalesianische Heilige sein, der kein M&auml;rtyrer ist und\nheiliggesprochen wird<\/b><\/i>.\nDie Heiligsprechung des ersten salesianischen Heiligen und eines\nsalesianischen Koadjutors verleiht der Reihe von Vorbildern\nsalesianischer Spiritualit&auml;t, die von der Kirche offiziell als\nsolche deklariert werden, zweifelsohne einen Hauch von\nVollst&auml;ndigkeit.<br><\/p><p>Ich\nzitiere das beeindruckende pers&ouml;nliche Zeugnis voller\nspiritueller Tiefe und Glauben, das Artemide Zatti 1915 in Viedma\nanl&auml;sslich der Einweihung eines Denkmals auf dem Grab von Pater\nEvasio Garrone (1861-1911) ablegte, einem verdienten\nSalesianermissionar, den Artemide f&uuml;r einen bedeutenden\nWohlt&auml;ter hielt.<br><\/p><p>\n&bdquo;Wenn\nich gesund bin und meinem kranken N&auml;chsten etwas Gutes tun kann,\nverdanke ich das Pater Garrone, dem Arzt, der mir, als er sah, dass\nsich mein Gesundheitszustand von Tag zu Tag verschlechterte, da ich\nan Tuberkulose mit h&auml;ufigen Blutungen litt, mit gro&szlig;em\nNachdruck sagte, dass ich, wenn ich nicht wie viele andere enden\nwolle, Maria, der Helferin der Christen, geloben solle, immer an\nihrer Seite zu bleiben und ihr bei der Pflege der Kranken zu helfen,\nund dass er, im Vertrauen auf Maria, mich heilen werde.<\/p><p>\n<b>ICH\nGLAUBTE<\/b>,\nweil ich vom Ruf her wusste, dass Maria, die Helferin der Christen,\nihm auf sichtbare Weise geholfen hat.<\/p><p>\n<b>ICH\nGELOBTE<\/b>,\ndenn es war immer mein Wunsch, meinem N&auml;chsten in irgendeiner\nWeise behilflich zu sein.<\/p><p>\nUnd\nda Gott seinen Diener erh&ouml;rte, <b>WURDE\nICH GEHEILT. <\/b>[Gezeichnet]\nArtemide Zatti&ldquo;.<br><\/p><p>Wir\nsehen, dass das salesianische Leben von Artemide Zatti nach diesem\nZeugnis auf drei Verben beruht, die von seiner Gro&szlig;z&uuml;gigkeit,\nZuversicht und Verl&auml;sslichkeit zeugen. Um die Gabe der\nHeiligkeit dieses gro&szlig;en salesianischen Koadjutors zu w&uuml;rdigen,\nm&ouml;chten wir &uuml;ber diese drei Verben und ihre\nau&szlig;erordentlichen Fr&uuml;chte der G&uuml;te meditieren, damit\nsie die W&uuml;nsche, Tr&auml;ume und Verpflichtungen unserer\nKongregation und eines jeden von uns tief ber&uuml;hren und in jedem\neine erneuerte und fruchtbare Treue zum Charisma Don Boscos f&ouml;rdern.<br><\/p><p><b>Kurzbiografie\nvon Artemide Zatti<\/b><b><a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote2anc\" href=\"#sdfootnote2sym\"><sup>2<\/sup><\/a><\/b><br><\/p><p>Artemide\nZatti wurde am 12. Dezember\n1880 in Boretto (Reggio Emilia) als Sohn von Albina Vecchi und Luigi\nZatti geboren. Die\nb&auml;uerliche Familie erzog ihn zu einem armen und hart arbeitenden\nMenschen, der von einem einfachen, das Leben leitenden und n&auml;hrenden,\ntiefen Glauben gepr&auml;gt war.<br><\/p><p>Im\nAlter von neun Jahren arbeitete Artemide, um zum Lebensunterhalt der\nFamilie beizutragen, als Tagel&ouml;hner bei einer wohlhabenden\nFamilie.<br><\/p><p>Im\nJahr 1897 wanderte die Familie Zatti nach Argentinien aus und lie&szlig;\nsich in Bahia Blanca nieder. Artemide kam im Alter von siebzehn\nJahren in diese Stadt und lernte in der famili&auml;ren Umgebung\nschnell, sich den H&auml;rten und der Verantwortung der Arbeit zu\nstellen. Er fand Arbeit in einer Ziegelfabrik und entwickelte\ngleichzeitig eine tiefe Beziehung zu Gott unter der Leitung des\nSalesianers Pater Carlo Cavalli, seinem Pfarrer und geistlichen\nBegleiter. Artemide fand in ihm einen wahren Freund, einen weisen\nBeichtvater und einen authentischen und erfahrenen geistlichen\nBegleiter, der ihn in den t&auml;glichen Rhythmus des Gebets und des\nw&ouml;chentlichen sakramentalen Lebens einf&uuml;hrte. Mit Pater\nCavalli baute er eine geistliche Beziehung und Zusammenarbeit auf<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote3anc\" href=\"#sdfootnote3sym\"><sup>3<\/sup><\/a>\n. In der Bibliothek des Pfarrers hatte er Gelegenheit, die Biografie\nDon Boscos zu lesen und war fasziniert davon. <i>Das\nwar der eigentliche Beginn seiner salesianischen Berufung.<\/i><br><\/p><p>Im\nJahr 1900 ersuchte Artemide, inzwischen 20-j&auml;hrig, auf Einladung\nvon Pater Cavalli um Aufnahme in das Salesianer-Aspirantat in Bernal,\neiner Stadt in der N&auml;he von Buenos Aires.<br><\/p><p>Im\nJahr 1902, kurz vor dem Eintritt ins Noviziat, erkrankte Artemide\njedoch an Tuberkulose. Pater Vecchi berichtet in seinem Brief: &bdquo;Die\nOberen, die sich seiner Verantwortlichkeit sicher waren, vertrauten\nihm die Pflege eines jungen, an Tuberkulose erkrankten Priesters an.\nZatti nahm die Aufgabe mit gro&szlig;er Hilfsbereitschaft an,\nerkrankte aber sp&auml;ter ebenfalls an Tuberkulose.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote4anc\" href=\"#sdfootnote4sym\"><sup>4<\/sup><\/a><br><\/p><p>Schwer\nerkrankt kehrte\ner\nnach Bah&iacute;a\nBlanca zur&uuml;ck,\nworaufhin Pater Cavalli ihn nach Viedma schickte, wo er sich in die\nObhut des Salesianers Pater Evasio Garrone begab, der dank seiner\nlangj&auml;hrigen Erfahrung in Medizin bewandert und Leiter des von\nMsgr. Cagliero gegr&uuml;ndeten Krankenhauses San Jos&eacute; war.<br><\/p><p>Ich\nfinde es sehr bezeichnend, dass Artemide in Viedma auf den heute\nseliggesprochenen Zefirino Namuncur&aacute; aus Buenos Aires traf,\nder wie er an Tuberkulose litt. Die beiden, wenngleich\nunterschiedlich alt, lebten in freundschaftlicher Beziehung, bis\nZefferino 1904 mit Bischof Giovanni Cagliero nach Italien\n&uuml;bersiedelte.<br><\/p><p>Nach\neiner zweij&auml;hrigen Behandlung in Viedma mit unbefriedigendem\nErgebnis bat Pater Garrone Artemide, durch F&uuml;rbitte der Heiligen\nJungfrau um Heilung zu bitten, und gelobte, sein ganzes Leben der\nKrankenpflege zu widmen. Nachdem er das Gel&uuml;bde in lebendigem\nGlauben abgelegt hatte, wurde Artemide geheilt und begann 1906 sein\nNoviziat.<br><\/p><p>Aufgrund\nder Risiken, die sein fr&uuml;herer Gesundheitszustand mit sich\nbrachte, musste Artemide sein Vorhaben, Priester zu werden, aufgeben\nund legte am 11. Januar 1908 als Koadjutor bei den Salesianern Don\nBoscos die Profess ab. Diese Tatsache brachte Artemide ein gro&szlig;es\nWachstum im Glauben. In der Tat gab er seinen Wunsch,\nSalesianerpriester zu werden, nicht auf und dachte weiterhin &uuml;ber\neine priesterliche Berufung in der Salesianerkongregation nach,\ninsbesondere als sich sein Gesundheitszustand zu verbessern schien.\nDeshalb &bdquo;ist es bewegend, die unersch&uuml;tterliche\nVerbundenheit mit seiner Berufung festzustellen, die sich selbst dann\nzeigte, als die Krankheit diesen Weg absolut auszuschlie&szlig;en\nschien. Lesen wir zum Beispiel, was er am 7. August 1902 an die\nSeinen schrieb: &bdquo;Ich lasse Euch wissen, dass es nicht nur mein\nWunsch war, sondern auch der meiner Oberen, den heiligen Habit\nanzulegen; aber es gibt einen Artikel der Heiligen Regel, der besagt,\ndass jemand, der das Geringste in Bezug auf die Gesundheit hat, den\nHabit nicht empfangen kann. Wenn Gott mich also bisher noch nicht f&uuml;r\nw&uuml;rdig befunden hat, so vertraue ich auf eure Gebete, dass er\nmich bald heilt und damit meine W&uuml;nsche erf&uuml;llt.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote5anc\" href=\"#sdfootnote5sym\"><sup>5<\/sup><\/a><br><\/p><p>Aber\nschlie&szlig;lich mussten die Oberen Zatti angesichts der Krankheit\nund des Alters (23-24 Jahre alt) vorschlagen, die Profess als\nSalesianer-Koadjutor abzulegen. Es besteht kein Zweifel, dass &bdquo;es\ndie totale Hingabe an Gott im salesianischen Leben war, die Artemide\nin erster Linie anstrebte.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote6anc\" href=\"#sdfootnote6sym\"><sup>6<\/sup><\/a><br><\/p><p>Selbst\nan diesem entscheidenden Punkt seines Lebens geht Zatti einen Weg der\nReife. Im Brief von Pater Vecchi lesen wir: &bdquo;Priester?\nKoadjutor? Er selbst sagte zu einem Mitbruder: &#8218;Du kannst Gott\nentweder als Priester oder als Koadjutor dienen: in Gottes Augen ist\ndas eine so viel wert wie das andere, solange du es als Berufung mit\nLiebe lebst&#8216;.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote7anc\" href=\"#sdfootnote7sym\"><sup>7<\/sup><\/a><br><\/p><p>Am\n11. Februar 1911 legte er die ewigen Gel&uuml;bde ab und &uuml;bernahm\nim selben Jahr, nach dem Tod von Pater Garrone, zun&auml;chst die\nLeitung der Apotheke des Hospitals San Jos&eacute; in Viedma und dann\n&#8211; ab 1915 &#8211; die Leitung Krankenhauses. Das Krankenhaus und die\nApotheke wurden zum Arbeitsfeld von Artemide.<br><\/p><p>So\nwar Zatti ab 1915 25 Jahre lang mit gro&szlig;er Energie, Aufopferung\nund Professionalit&auml;t die Seele des Krankenhauses, das jedoch\n1941 abgerissen werden musste: Die Oberen der Salesianer beschlossen,\ndas bis dahin von der Gesundheitseinrichtung belegte Gel&auml;nde f&uuml;r\nden Bau des Bischofssitzes zu nutzen. Artemide litt sehr unter dem\nGedanken an den Abriss, aber im Geiste des Gehorsams akzeptierte er\ndie Entscheidung und verlegte die Kranken auf das Gel&auml;nde der\nLandwirtschaftsschule Sant&lsquo;Isidro, wo er eine neue Struktur f&uuml;r\ndie Pflege und Unterst&uuml;tzung der Kranken und Armen schuf.<br><\/p><p>Nach\nweiteren Jahren intensiven Dienstes, wurde 1950 &ndash; nachdem er\nvon seinen Aufgaben in der Gesundheitsverwaltung entbunden worden war\n&ndash; anl&auml;sslich eines Sturzes bei Reparaturarbeiten in\nklinischen Untersuchungen ein Lebertumor festgestellt, der vergeblich\nbehandelt wurde. Er akzeptierte die Entwicklung der Krankheit und\nlebte bewusst mit ihr. Er selbst stellte dem Arzt die Bescheinigung\n&uuml;ber seinen eigenen Tod aus! Es hatte gro&szlig;es Leiden zu\ntragen, aber er verbrachte seine letzten Monate in Erwartung des\nletzten Augenblicks, um sich auf die Begegnung mit dem Herrn\nvorzubereiten. Er selbst sagte: &bdquo;Vor f&uuml;nfzig Jahren kam\nich hierher, um zu sterben, und jetzt bin ich an diesem Moment\nangekommen, was sollte ich mir noch w&uuml;nschen? Schlie&szlig;lich\nhabe ich mein ganzes Leben damit verbracht, mich auf diesen Moment\nvorzubereiten&#8230;&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote8anc\" href=\"#sdfootnote8sym\"><sup>8<\/sup><\/a><br><\/p><p>Sein\nTod ereignete sich am 15. M&auml;rz 1951, und die Verbreitung der\nNachricht mobilisierte die Bev&ouml;lkerung von ganz Viedma, um\ndiesem Salesianer, der sein ganzes Leben den Kranken, vor allem den\n&Auml;rmsten, gewidmet hatte, ihre Dankbarkeit zu erweisen. In der\nTat &bdquo;begr&uuml;&szlig;te ganz Viedma den <i>&bdquo;Verwandten\naller Armen&ldquo;<\/i>,\nwie er seit langem genannt wurde; ihn, der immer zur Verf&uuml;gung\nstand, um besonders Kranke und Menschen, die vom weit entlegenen Land\nkamen, zu empfangen; der zu jeder Tages- und Nachtzeit zu allen, auch\nden zweifelhaftesten, H&auml;usern Zutritt hatte, ohne dass jemand\nden geringsten Verdacht gegen ihn hegen konnte; der, obwohl er immer\n&bdquo;in den roten Zahlen&ldquo; war, eine einzigartige Beziehung zu\nden Finanzinstituten der Stadt unterhielt, immer offen f&uuml;r\nFreundschaft und gro&szlig;z&uuml;gige Zusammenarbeit mit denjenigen\nwar, die das medizinische Korps der Stadt bildeten.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote9anc\" href=\"#sdfootnote9sym\"><sup>9<\/sup><\/a><br><\/p><p>Die\nBeerdigung mit einer beeindruckenden Menschenmenge best&auml;tigte\nden Ruf der Heiligkeit von Artemide Zatti, was zur Er&ouml;ffnung des\nDi&ouml;zesanprozesses in Viedma (22. M&auml;rz 1980) f&uuml;hrte. Am\n7. Juli 1997 wurde Zatti zum Ehrw&uuml;rdigen und am 14. April 2002\nvon Johannes Paul II. zum Seligen erkl&auml;rt.<br><\/p><p><b>Gottes\nP&auml;dagogik in seinen Heiligen<\/b><br><\/p><p>Um\nsich der Figur des Artemide Zatti anzun&auml;hern, erweist sich die\nOrientierung an einem theologischen Prinzip, das von Hans Urs von\nBalthasar wiederholt wird, als wertvoll:<br><\/p><p>\n&bdquo;Nur\ndas Bild [von Jesus], das der Geist der Kirche schenkt, hat in den\nJahrtausenden der Geschichte s&uuml;ndige Menschen in Heilige\nverwandeln k&ouml;nnen. Genau an diesem Kriterium der Kraft der\nVerwandlung sollte man den Wert einer Interpretation Jesu messen, die\nden Anspruch erhebt, uns ein Wissen &uuml;ber ihn zu vermitteln.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote10anc\" href=\"#sdfootnote10sym\"><sup>10<\/sup><\/a><br><\/p><p>Mit\ndiesen Worten unterstreicht Balthasar einen Beweis, der die\nGeschichte der Kirche immer begleitet hat: Das Wirken des Geistes\nmanifestiert sich als ver&auml;ndernde Kraft im menschlichen Leben\nund bezeugt die immerw&auml;hrende Relevanz und Vitalit&auml;t des\nEvangeliums. Auf diese Weise lebt und verbreitet sich die frohe\nBotschaft Jesu nach der Regel der Menschwerdung weiter, und besonders\nim Fleisch und im Leben der Heiligen, aufgrund ihrer tiefen\nZustimmung zum Geist, leuchtet Ostern in der geschichtlichen\nAktualit&auml;t eines immer neuen <i>Hier\n<\/i>und\n<i>Jetzt\n<\/i>auf,\nwo Wunder heranreifen, die den Glauben der Kirche best&auml;tigen.<br><\/p><p>Die\nHeiligen sind also Verwirklichungen des Geistes, die mit der\nEinfachheit eines verkl&auml;rten Lebens die genauen Z&uuml;ge des\nSohnes anbieten, die der Vater der Welt in ihrer M&uuml;hsal\ngeschenkt hat, in der Aktualit&auml;t einer Zeit und in der N&auml;he\nvon Orten, die des Heils und der Hoffnung bed&uuml;rfen.<br><\/p><p>Wenn\nGott seine Kirche durch das gehorsame Leben seiner f&uuml;gsamsten\nund k&uuml;hnsten Kinder f&uuml;hrt, m&uuml;ssen die Reflexe des\nEvangeliums zun&auml;chst in der Geschichte eines jeden von ihnen\naufleuchten und <i><b>eine\nblo&szlig;e Biografie in eine Hagiografie <\/b><\/i>verwandeln,\nund dann m&uuml;ssen die &ouml;sterlichen Samen erkannt werden, die\nin der Lage sind, neue kirchliche Wege im Volk Gottes auszul&ouml;sen.<br><\/p><p>Artemide\nZatti best&auml;tigt diese Regel der Heiligkeit: Die Hagiografie ist\ndas Licht des Geistes, das von der Einfachheit seiner Biografie\nausgeht, die so &uuml;berzeugend ist, weil sie in der F&uuml;lle des\nMenschseins beheimatet ist, und so &uuml;berraschend, dass sie &bdquo;einen\nneuen Himmel und eine neue Erde&ldquo; (<i>Offb\n<\/i>21,1)\nsichtbar macht; so hat der &ouml;sterliche Samen, der durch das Leben\ndieses salesianischen Koadjutors in das Feld der Welt gegeben wurde,\nOrte des Leidens &#8211; die Krankenh&auml;user von San Jos&eacute; und\nSant&rsquo;Isidro &#8211; in au&szlig;erordentlich strahlende Kinderstuben\nder christlichen Hoffnung verwandelt. &bdquo;Er war eine aktive\nPr&auml;senz im sozialen Bereich, beseelt von der N&auml;chstenliebe\nChristi, die ihn innerlich antrieb.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote11anc\" href=\"#sdfootnote11sym\"><sup>11<\/sup><\/a><br><\/p><p>Man\nkann dann &uuml;ber das Geschenk meditieren, das der Geist der Welt,\nder Kirche und der Salesianischen Familie mit der Heiligkeit Zattis\nmacht, indem man zun&auml;chst die Leuchtkraft seiner Biografie\nbetrachtet &#8211; ein Evangelium, das voll und ganz die Berufung, das\nVertrauen und die Hingabe verk&ouml;rpert -, um dann die &ouml;sterliche\nKraft seines Apostolats zu betrachten, das in seinen Krankenh&auml;usern\ndie Kirche der F&uuml;rsorge, der N&auml;he, des Heils und der\nMiterl&ouml;sung aufbaute, um den Glauben des Gottesvolkes zu n&auml;hren.<br><\/p><p>Wenn\nwir das Geheimnis, das Artemide Zattis Leben, seine Schritte, seine\nArbeit, sein Engagement, seine Freude, seine Tr&auml;nen &#8230;\ninspiriert und geleitet hat, kurz und b&uuml;ndig ausdr&uuml;cken\nwollen, dann sind die Worte von Pater Vecchi zu diesem Zweck\nersch&ouml;pfend: &bdquo;<i>Jesus\nnachfolgen, mit Don Bosco und wie Don Bosco, &uuml;berall und\n<\/i><i>immer.&ldquo;<\/i><a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote12anc\" href=\"#sdfootnote12sym\"><sup>12<\/sup><\/a><br><br><\/p><p><b>1.\nEIN MANN DES EVANGELIUMS<\/b><br><br><\/p><p><b>1.1\nDas Evangelium der Berufung: &bdquo;Ich glaubte&ldquo;<\/b><br><\/p><p>Die\nGeschichte von Artemide Zatti zeichnet sich vor allem durch die\nBesonderheit seiner Berufung aus. Eine leuchtende Berufung, weil sie\ndurch eine geheimnisvolle P&auml;dagogik Gottes gel&auml;utert ist,\ndie sich in seinem Leben durch verschiedene und anspruchsvolle\nVermittlungen und Situationen entfaltet. Das christliche Leben ist\nder gemeinsame Atem der Familie Artemide, die alles im Licht des\nGeheimnisses Gottes liest; es wird die zweite, durch Auswanderung\nerreichte, argentinische Heimat sein, die die Verwurzelung der\nFamilie Zatti in einem ungew&ouml;hnlichen Glauben zeigen wird.\nKarte. Kardinal Cagliero schreibt:<br><\/p><p>\n&bdquo;Unsere\nLandsleute, selbst diejenigen, die zu den religi&ouml;sesten V&ouml;lkern\nItaliens geh&ouml;ren, scheinen ihr Wesen zu &auml;ndern, wenn sie\nhier ankommen. Die ma&szlig;lose Liebe zur Arbeit, die religi&ouml;se\nGleichg&uuml;ltigkeit, die in jenen L&auml;ndern herrscht, die sehr\nh&auml;ufig angetroffenen schlechten Beispiele [&#8230;] bewirken eine\nunglaubliche Verwandlung im Geist und im Herzen unserer guten Bauern\nund Handwerker, die im Tausch gegen ein bisschen Geld, das sie\nverdienen, ihren Glauben, ihre Moral und ihre Religion verlieren.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote13anc\" href=\"#sdfootnote13sym\"><sup>13<\/sup><\/a><br><\/p><p>Die\nFamilie Zatti erlag nicht dem Einfluss der Umwelt, sondern zeichnete\nsich im Gegenteil durch eine inbr&uuml;nstige, freim&uuml;tige und\nmutige Religionsaus&uuml;bung aus, die frei von Furcht war; und\nArtemide pflegte in der Familie weiterhin eine intensive Beziehung zu\nGott, die durch Gebet, Flei&szlig; und Rechtschaffenheit\ngekennzeichnet war; das hei&szlig;t<br><\/p><p>\n&bdquo;alles\ndeutet darauf hin [&#8230;], dass die religi&ouml;se Erziehung, die der\nDiener Gottes als Kind und in seiner fr&uuml;hen Jugend erhielt\n[&#8230;], privilegiert gewesen sein muss und die geistliche Haltung\nerkl&auml;rt, die er sein ganzes Leben lang beibehielt.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote14anc\" href=\"#sdfootnote14sym\"><sup>14<\/sup><\/a><br><\/p><p>Die\nErfahrung Artemides spiegelt die leuchtende Diskretion des &bdquo;&sbquo;hohen\nAnspruchs&lsquo; des gew&ouml;hnlichen christlichen Lebens wider&ldquo;\n(<i>Novo\nMillennio Ineunte<\/i>,\n31), Frucht einer ausschlie&szlig;lichen Verwurzelung in Gott, eines\nGlaubens, der als mutiger und strahlender Gehorsam gelebt wird, weil\ner frei, freudig und fruchtbar ist.<br><\/p><p>Wenn\nder Salesianerpater Cavalli, Pfarrer von Artemide und F&uuml;hrer auf\nden Pfaden des Geistes, seine endg&uuml;ltige Lebensausrichtung\nunterst&uuml;tzen muss, wird seine Entscheidung n&uuml;chtern und\nklar sein: Er wird sich vergewissern, dass der Ruf, sich als Priester\nGott ganz hinzugeben, im Herzen des jungen Mannes auf ganzheitliche\nund reine Weise widerhallt, nicht von der Suche nach sich selbst und\ndem Eigennutz verunreinigt, sondern von dem Wunsch entz&uuml;ndet,\ndem Evangelium des Reiches Gottes zu dienen.<br><\/p><p>Und\naufgrund der einzigartigen Bereitschaft von Artemide, sich zu\nverschenken, beschr&auml;nkt sich Gott nicht darauf, zu rufen,\nsondern ist in der Lage, das unumst&ouml;&szlig;liche Zeichen seiner\nGegenwart zu verbreiten: das Kreuz seines Sohnes. So wird mitten in\nder Berufungsentscheidung dieses jungen Mannes, der Priester werden\nwill, das Siegel der g&ouml;ttlichen Vorsehung erkennbar: Artemide,\nder in Bernal als Aspirant aufgenommen wurde, wird gebeten, einen\nriskanten Dienst zu leisten, n&auml;mlich die Pflege eines\ntuberkulosekranken Priesters &#8211; wie bereits erw&auml;hnt. Der ohne\nKalk&uuml;l angenommene Dienst f&uuml;hrt dazu, dass Artemide sich\neine Krankheit zuzieht, die das Opfer seines Berufswunsches fordert:\nZatti wird Salesianer, aber kein Priester.<br><\/p><p>Hier\nerkennen wir die Kraft des Evangeliums, die im Leben der Heiligen\nbedingungslos angenommen wird; eine Kraft, die eine reine\nBerufungsantwort hervorruft, weil sie von einem Herzen bewacht wird,\ndas nicht nur vom B&ouml;sen losgel&ouml;st ist &#8211; eine wesentliche\nVoraussetzung, um auf die Stimme Gottes zu h&ouml;ren -, sondern auch\nzur Freiheit gegen&uuml;ber dem Guten f&auml;hig ist, eine\nwesentliche Voraussetzung f&uuml;r einen felsenfesten Glauben an die\nAbsolutheit Gottes.<br><\/p><p>Artemide,\nder im hellen Dunkel des Glaubens wandelt, opfert den Wunsch, der\nKirche als Priester zu dienen, und macht sich gleichzeitig das Wesen\ndes Priestertums nach Christus zu eigen, &bdquo;der, vom ewigen Geist\nbewegt, sich selbst ohne Makel Gott dargebracht hat&ldquo; (<i>Hebr\n<\/i>9,14).<br><\/p><p>Die\nMerkmale des Evangeliums der Berufung sind also unausl&ouml;schlich\nin der F&uuml;lle der Selbstaufopferung zu erkennen, die den Beginn\ndes salesianischen Lebens von Zatti besiegelte, lange bevor es seine\nVollendung fand.<br><\/p><p>Und\ndie Treue zur laikalen Form salesianischen Lebens, die aus reiner\nLiebe zu Gott gelebt wird, wird sich in einem &uuml;berzeugten und\nzufriedenen Leben entfalten, weit entfernt von jeder Reue.<br><\/p><p>Das\nist das Evangelium der Berufung, der frohen Botschaft vom Ruf Gottes,\nder jedem seiner Kinder geb&uuml;hrt, ein Ruf, dessen Umfang, Gr&uuml;nde,\nZiel und konkrete Entfaltung nur Gott kennt. Ein Ruf, der nur in der\nreinen Entsprechung der Liebe wahrnehmbar wird, die ihrerseits &bdquo;den\ngef&auml;hrlichsten Gegner &uuml;berwinden will: die eigene\nEntscheidungsfreiheit. Jede wahre Liebe hat daher die innere Form\neines Gel&uuml;bdes: Sie bindet sich an den Geliebten aus Liebe und\nim Geiste der Liebe.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote15anc\" href=\"#sdfootnote15sym\"><sup>15<\/sup><\/a><br><\/p><p><i>Das\nEvangelium der Berufung <\/i>ist\nin der Heiligkeit Zattis das Evangelium des reinen Glaubens: die\nfrohe Botschaft vom gesunden Atem des Herzens, der die Freiheit im\nGehorsam gegen&uuml;ber dem Plan Gottes sp&uuml;rt, H&uuml;ter des\nGeheimnisses eines jeden Lebens, das dazu berufen ist, eine\nfruchtbare Rebe des wahren Weinstocks zu sein, der der Weisheit des\n&bdquo;Weing&auml;rtners&ldquo; (<i>Joh\n<\/i>15,1)\nanvertraut ist.<br><\/p><p>Auf\ndiese Weise provoziert die Heiligkeit von Artemide Zatti die Angst\nvor der Berufung in unserer Zeit, eine Angst, die das Herz in\nMisstrauen vor dem Geheimnis Gottes umklammert. <i>Das\nEvangelium der Berufung<\/i>,\ndas durch das Leben dieses salesianischen Koadjutor-Heiligen\nverk&uuml;ndet wird, zeigt, dass es nur durch die &Uuml;bereinstimmung\nmit dem Traum Gottes m&ouml;glich ist, in jedem Alter und in jeder\nSituation die L&auml;hmung des Ichs, die Armut seines Blicks und\nseiner Ma&szlig;st&auml;be, die Enge seiner Unsicherheit und seiner\nAngst zu &uuml;berwinden.<br><\/p><p>Als\nPater Garrone &#8211; selbst ein Salesianer von herausragender\nTugendhaftigkeit und gro&szlig;er medizinischer Kompetenz, die er\ndurch seinen gro&szlig;z&uuml;gigen Dienst an den Kranken erworben\nhatte &#8211; den an Tuberkulose erkrankten Artemide aufforderte, durch\nF&uuml;rbitte der Jungfrau Maria um die Gnade der Genesung zu bitten\nund ein Gel&uuml;bde abzulegen, sein Leben den Kranken zu widmen,\nstellte Zatti seinen Glauben unter Beweis: einfach, uneigenn&uuml;tzig,\nvorbehaltlos, in zwei Worten: &bdquo;Ich glaubte!&ldquo;<br><\/p><p>&bdquo;Ich\nglaubte&quot;, das hei&szlig;t, zwei Worte gen&uuml;gen, um Glauben\nauszudr&uuml;cken, weil der Glaube rein ist; und nur dieser Glaube\nist von gro&szlig;z&uuml;giger Berufung, wegen der Leichtigkeit\nseiner Reinheit, die &bdquo;dem Herzen Fl&uuml;gel verleiht und den\nF&uuml;&szlig;en keine Ketten anlegt&ldquo;.<br><\/p><p>Die\nHeiligkeit von Artemide Zatti erreicht unsere manchmal m&uuml;den und\ntristen Wege der Berufung mit der bahnbrechenden Kraft eines &bdquo;ich\nglaubte&ldquo;, das nie versagt hat: die Gegenwart\ndes Glaubens,\ndie das ganze Leben durchzieht und es glaubw&uuml;rdig macht. Sein\nGlaube war ein Glaube der <i>st&auml;ndigen\nVerbindung mit Gott<\/i>.\nIn den gesammelten Zeugnissen dr&uuml;ckte Msgr. P&eacute;rez dies so\naus: &bdquo;Der Eindruck, den ich gewann, war der eines mit dem Herrn\nvereinten Menschen. Das Gebet war wie der Atem seiner Seele, sein\nganzes Verhalten zeigte, dass er das erste Gebot Gottes voll und ganz\nlebte: Er liebte ihn von ganzem Herzen, von ganzem Gem&uuml;t und von\nganzer Seele.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote16anc\" href=\"#sdfootnote16sym\"><sup>16<\/sup><\/a><br><\/p><p>Wir\nsind aufgerufen, das Zeugnis Zattis zu w&uuml;rdigen, um die\nBegeisterung unserer Berufungspastoral zu erneuern und den jungen\nMenschen das Beispiel eines Lebens zu geben, das durch die Festigkeit\ndes Glaubens erf&uuml;llt, einfach und mutig ist, durch die Kraft des\nGeistes und die F&uuml;gsamkeit der Berufenen.<br><\/p><p><b>1.2\nDas Evangelium der Zuversicht: &bdquo;Ich gelobte&ldquo;<\/b><br><\/p><p><i>Das\nEvangelium der Berufung, <\/i>von\ndem<i>\n<\/i>Zatti\nZeugnis ablegt, belebt ein zweites Verb von grundlegender Bedeutung:\ngeloben. <br><\/p><p>Die\nSchw&auml;che menschlicher Gel&ouml;bnisse tritt heute oft zutage,\nman f&uuml;rchtet die Unzuverl&auml;ssigkeit, man erkennt die\nUnf&auml;higkeit, endg&uuml;ltig zu entscheiden: daher der R&uuml;ckgang\nan Berufungen, der die Familie, die Kongregationen in vielen Teilen\nder Welt und die Kirche betrifft, und der es dringend notwendig\nmacht, das Evangelium vom Ruf Gottes und der Antwort des Gl&auml;ubigen\nzu verk&uuml;nden.<br><\/p><p>Von\nBalthasar, der &uuml;ber das Wesen der Berufung, die Frucht des\nechten Glaubens, nachdenkt, schreibt: &bdquo;Es gibt keinen Weg zur\nLiebe, der nicht wenigstens eine Andeutung der <i>Geste\nder Hingabe enth&auml;lt<\/i>.\n[&#8230;] [Die Liebe] will sich endg&uuml;ltig hingeben, sich ausliefern,\nsich anvertrauen, sich einschlie&szlig;en. Sie will ihre\nBewegungsfreiheit ein f&uuml;r alle Mal beim Geliebten lassen, um ihm\nein Liebespfand zu hinterlassen. Sobald die Liebe wirklich zum Leben\nerwacht, will der zeitliche Augenblick <i>in\neiner Form der Ewigkeit &uuml;berwunden werden<\/i>.\nLiebe auf Zeit, Liebe mit Unterbrechungen ist niemals wahre Liebe.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote17anc\" href=\"#sdfootnote17sym\"><sup>17<\/sup><\/a><br><\/p><p>Artemide\nZatti sp&uuml;rte schon in jungen Jahren und gerade in einem gro&szlig;en\nMoment der Pr&uuml;fung den Ruf zur vollen Selbstverpflichtung in\neinem unwiderruflichen und radikalen Gel&ouml;bnis; als er im reifen\nAlter seine Dankbarkeit gegen&uuml;ber Pater Evasio Garrone, seinem\nWohlt&auml;ter, bezeugte und sich an die Anf&auml;nge seines eigenen\nWeges der Weihe erinnerte, dr&uuml;ckte Zatti das Wesen seiner\njugendlichen Treue gegen&uuml;ber dem Ruf des Herrn so aus: &bdquo;Ich\nglaubte, ich gelobte&quot;.<br><\/p><p>Zattis\n&bdquo;ich gelobte&ldquo; folgt seinem &bdquo;ich glaubte&ldquo;,\npr&auml;gt aber auch dessen Radikalit&auml;t und menschliche sowie\nchristliche Qualit&auml;t. Artemide glaubt, weil er gelobt, und\ngelobt nicht nur, weil er glaubt: in ihm sehen wir die Regel des\nGlaubens verwirklicht, der, wenn er sich nicht auf die Bereitschaft\nzum Gel&ouml;bnis, zur Selbsthingabe verlassen kann, zu geistigem\nInteresse, zur Vorsorge und religi&ouml;sem Vertrag verkommt.<br><\/p><p>Zatti\nerwartet keine Garantien daf&uuml;r, dass er sein Leben aufs Spiel\nsetzt, er bittet nicht darum, das &bdquo;Hundertfache auf dieser\nWelt&ldquo; als Vorbedingung f&uuml;r das Auswerfen seiner Netze zu\nerhalten; vielmehr &bdquo;bot er sich bereitwillig an, einem an\nSchwindsucht erkrankten Priester zu helfen, wobei er erkrankte: er\nklagte nicht, er nahm die Krankheit als Geschenk Gottes an und trug\ndie Folgen mit St&auml;rke und Gelassenheit.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote18anc\" href=\"#sdfootnote18sym\"><sup>18<\/sup><\/a><br><\/p><p>Artemides\nGro&szlig;z&uuml;gigkeit wird also schon vor dem Ordensgel&uuml;bde\nbezahlt, und der Preis ist hoch: eine unheilbare Krankheit, ein\nzerbrochener Berufswunsch, akutes Leiden und vor allem totale\nUngewissheit. Aber an der Schnittstelle zwischen Glauben und Gel&ouml;bnis\nbewirkt das Evangelium der Berufung das Wunder der Heiligkeit in\ndiesem Leben, schon von Jugend an.<br><\/p><p>Zattis\nGel&ouml;bnis ist rein, uneigenn&uuml;tzig wie sein Glaube, und l&auml;sst\ndie Integrit&auml;t der Hingabe an den Plan Gottes und die\nGro&szlig;z&uuml;gigkeit der Selbsthingabe und Selbstverpflichtung\nerkennen, die von echter theologischer Tiefe zeugen: Artemide macht\nsich das Leben des gehorsamen Sohnes zu eigen, der sich ganz und gar\nder Liebe des Vaters f&uuml;r das Heil der Welt anvertraut und\nbestimmen l&auml;sst.<br><\/p><p>Zattis\nBerufung ist ebenso tiefgr&uuml;ndig wie einfach und klar: &bdquo;Ich\nglaubte, ich gelobte. Zatti glaubte und gelobte mit evangelischer\nRadikalit&auml;t, weil er die Passion des Herrn bereits als Regel\nseines Glaubens und seiner Hingabe praktiziert hatte, wie er in\nseinen Briefen an seine Familie nicht m&uuml;de wurde zu wiederholen:\n&sbquo;Unsere Freuden sind die Kreuze, unser Trost sind die Leiden,\nunser Leben sind die Tr&auml;nen, aber mit der immer lieben und\nunzertrennlichen Begleiterin an unserer Seite, der Hoffnung, das\nsch&ouml;ne Paradies zu erlangen, wenn unsere Pilgerreise auf Erden\nvollendet sein wird.&lsquo;&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote19anc\" href=\"#sdfootnote19sym\"><sup>19<\/sup><\/a><br><\/p><p>Das\nKreuz ist die Regel des Glaubens und lehrt, dass christlicher Glaube\nnicht einfach bedeutet, etwas zu wissen, sondern sich jemandem\nanzuvertrauen, indem man gelobt, ihm nicht etwas, sondern sich selbst\nzugeben. Geformt durch das Kreuz, <i>gelobt\n<\/i>Artemide,\nnoch bevor er den Weg des Ordenslebens einschl&auml;gt<i>,\nnicht etwas<\/i>,\nsondern er <i>gelobt\nsich selbst, legt <\/i>nicht\n<i>ein\nGel&uuml;bde ab, <\/i>sondern\n<i>ist\nselbst Gel&uuml;bde <\/i>und\nspiegelt so die Z&uuml;ge des Sohnes wider, der &bdquo;in die Welt\ngekommen ist, [&#8230;] sagt: Du willst weder Opfer noch Gabe, sondern\neinen Leib, den du mir bereitet hast. Du willst weder Brandopfer noch\nS&uuml;ndopfer. Also sagte ich: &sbquo;Siehe, ich komme, im Buch ist\nvon mir geschrieben, Deinen Willen, mein Gott, tue ich gern.&lsquo;&ldquo;\n(<i>Hebr\n<\/i>10,5-7).<br><\/p><p>Und\nnoch in der Schule des Herrn Jesus lernt Zatti, dass die Radikalit&auml;t\ndes Selbstversprechens mit der wachsenden K&uuml;hnheit des Glaubens\neinhergeht. Wer sich Gott ganz hingibt, kann sich der Gewissheit\nhingeben, alles von Ihm zu erhalten, und Artemide wird nicht m&uuml;de,\nuns in seinen Briefen daran zu erinnern: &bdquo;Habt keine Angst oder\nScham, um Gnade zu bitten. Bittet und ihr werdet empfangen; und je\nmehr ihr bittet, desto mehr werdet ihr empfangen; denn wer viel\nbittet, empf&auml;ngt viel, wer wenig bittet, empf&auml;ngt wenig,\nund wer nicht bittet, empf&auml;ngt nichts. [&#8230;] Ich werde nicht\ndastehen und die Gnaden aufz&auml;hlen, um die ihr bitten m&uuml;sst;\nihr wisst das. Ich f&uuml;hre euch nur eines vor Augen: dass wir alle\nGott in dieser Welt lieben und ihm dienen und uns dann in der anderen\nan ihm erfreuen sollen.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote20anc\" href=\"#sdfootnote20sym\"><sup>20<\/sup><\/a><br><\/p><p><b>1.3\nDas Evangelium der Hingabe: &bdquo;Ich wurde geheilt&ldquo;<\/b><br><\/p><p>&bdquo;<i>Ich\nwurde geheilt&ldquo;<\/i>\nist das Verb, mit dem Zatti das Ereignis besiegelt, das ihn in das\nsalesianische Leben einf&uuml;hrte.<br><\/p><p>Was\nbedeutet &bdquo;<i>geheilt&ldquo;<\/i>?\nDie Tuberkulose, die seine Gesundheit beeintr&auml;chtigt hatte,\nwurde von Zatti &uuml;berwunden, und zwar auf eine Weise, die die\n&Auml;rzte &uuml;berraschte: &bdquo;Im Prozess von Viedma fragte das\nGericht, ob die Heilung ein Wunder sei. Soweit wir wissen, geschah\ndies nicht augenblicklich, aber laut den &Auml;rzten [&#8230;], die Zatti\nbis zu seinem Tod gut kannten, erschien es au&szlig;ergew&ouml;hnlich\nin Anbetracht des Mangels und Unwirksamkeit der damaligen\nBehandlungen, der Fortsetzung der Heilung und der mehr als normalen\nk&ouml;rperlichen Robustheit, die der Diener Gottes trotz seines\nentbehrungsreichen Lebens immer besa&szlig;. Das Eingreifen der\nMuttergottes scheint unbestreitbar, ob es nun ein Wunder oder eine\nau&szlig;erordentliche Gnade war.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote21anc\" href=\"#sdfootnote21sym\"><sup>21<\/sup><\/a><br><\/p><p>Der\nFinger Gottes handelte jedoch nach seinem unverwechselbaren Stil: Er\nl&ouml;schte das &Uuml;bel nicht aus, indem er Artemides Leben in den\nZustand vor der Krankheit zur&uuml;ckversetzte, und er entschl&uuml;sselte\nauch nicht das Geheimnis, das f&uuml;r jeden g&ouml;ttlichen Plan und\njede menschliche Existenz typisch ist. Wie wir wissen, &bdquo;nahmen\ndie Oberen zwar die Verbesserungen im Gesundheitszustand des Dieners\nGottes zur Kenntnis, waren aber nicht v&ouml;llig von seinen\nzuk&uuml;nftigen M&ouml;glichkeiten &uuml;berzeugt. Die Tuberkulose\ngab damals nie die Gewissheit der Genesung und der endg&uuml;ltigen\nHeilung; der Studienplan, den der Diener Gottes in seinem Alter\n(23-24 Jahre) h&auml;tte absolvieren m&uuml;ssen, war noch lang und\nsicherlich nicht f&uuml;r einen Tuberkulosekranken geeignet; er\nhingegen hatte bereits begonnen, in der Apotheke in einem f&uuml;r\neinen Laien geeigneten Beruf zu arbeiten, und alles deutet darauf\nhin, dass dies mit Erfolg und beiderseitiger Zufriedenheit geschah;\nvielleicht &uuml;bte Pater Garrone einen gewissen Druck auf ihn aus,\num ihn bei seiner Arbeit zu halten. In Anbetracht all dieser Umst&auml;nde\nmussten die Oberen dem Diener Gottes &#8211; der nach allem, was aus seinen\nSchriften hervorgeht, sicherlich beschlossen hatte, die Welt zu\nverlassen und sich Gott zu weihen &#8211; vorschlagen, Ordensmann der\nSalesianer zu werden, allerdings als Koadjutor (Laienbruder): diese\nL&ouml;sung schien angesichts seiner noch unsicheren Gesundheit die\nkl&uuml;gste zu sein: die materielle Arbeit erforderte weniger\nAnstrengung als eine lange Zeit harten Studiums.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote22anc\" href=\"#sdfootnote22sym\"><sup>22<\/sup><\/a><br><\/p><p>Das\nGeheimnis Gottes vertieft sich mit der Heilung, und Artemides Glaube\nwird eine L&auml;uterung abverlangt, die vielleicht noch schwerer ist\nals die, die ihm durch die Beeintr&auml;chtigung der Gesundheit\nauferlegt wird: das Opfer der beruflichen Orientierung. So wird\nArtemide dazu gebracht, den Weg der Leerwerdens, den Gott von ihm\nverlangt, zu vertiefen: Die Befreiung von der Krankheit ist keine\nWiedererlangung der Kr&auml;fte, die es einem unternehmungslustigen\njungen Mann erlaubt, &bdquo;sein Leben wieder in die Hand zu nehmen&ldquo;.\nDie Heilung ist auf ihre Weise die W&uuml;ste einer neuen Armut, so\ndass Zattis Leben ein Freiraum f&uuml;r Gott sein kann, in der\nRadikalit&auml;t einer neuen Hingabe.<br><\/p><p>Gott\nheilte Artemide von der Tuberkulose, um in ihm das Wunder der\nErl&ouml;sung von der Bindung an sich selbst, der Losl&ouml;sung\nsogar von den eigenen Pl&auml;nen f&uuml;r das Gute, zu erneuern: &bdquo;Es\nist anzunehmen, dass der Verzicht auf das Streben nach dem\nPriestertum f&uuml;r den Diener Gottes ein gro&szlig;es geistiges\nLeiden war, so gro&szlig; war der Schwung und der Opfergeist, mit dem\ner den Weg zu diesem Ziel eingeschlagen hatte. Es ist jedoch\nerstaunlich und zeugt von au&szlig;erordentlicher geistiger St&auml;rke,\ndass nie ein Wort der Klage oder gar des Bedauerns oder der Nostalgie\n[&#8230;] &uuml;ber diese Umkehrung der Lebensperspektive zu h&ouml;ren\nist.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote23anc\" href=\"#sdfootnote23sym\"><sup>23<\/sup><\/a><br><\/p><p>&bdquo;Geheilt\nwerden&ldquo; ist also die Stimme der Koh&auml;renz in Zattis\nBerufung. Wenn Gott ruft und Gottes Gesch&ouml;pf antwortet,\nbeschr&auml;nkt sich der Geist nicht darauf, die menschliche\nBegrenztheit zu &uuml;berwinden, sondern erf&uuml;llt Gottes Traum:\n&bdquo;Siehe, ich mache alles neu&ldquo; (<i>Offb\n<\/i>21,5).\nWenn also die Krankheit das menschliche Herz dazu bringt, sich in\nsich selbst zur&uuml;ckzuziehen, so bewirken der Glaube und das\nGel&uuml;bde Zattis, die von der Liebe zum Herrn Jesus und zum Kreuz\ngen&auml;hrt werden, wahre Gesundung: eine gr&ouml;&szlig;ere\nSelbstvergessenheit und eine bedingungslose Hingabe an Gott, die ihn\ndazu bringt, der dem&uuml;tige Apostel der &Auml;rmsten und der\nKranken zu sein und unter ihnen zum Apostel der schwierigsten F&auml;lle\nzu werden, kurz gesagt, der Verlassenen und Ausgesto&szlig;enen\ndieser Welt.<br><\/p><p>Der\nin gr&ouml;&szlig;erer Armut wiedergeborene Artemide gibt sich in\nvollem Vertrauen dem Plan des Vaters hin: &bdquo;<i>Ex\nauditu <\/i>kann\nich sagen, dass es [im Leben des Dieners Gottes] einen allgemeinen\nWillen gab, Gott zu preisen. Soweit ich ihn kannte, kann ich\nversichern, dass er zur Ehre Gottes lebte.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote24anc\" href=\"#sdfootnote24sym\"><sup>24<\/sup><\/a><br><\/p><p>Die\nUnterordnung aller Dinge unter die Herrlichkeit Gottes und das Opfer\nder eigenen Ansichten &#8211; einschlie&szlig;lich der eigenen Pl&auml;ne\nf&uuml;r das Gute -, um der Weisheit Gottes zu folgen, die allein die\nF&uuml;lle der Liebe verwirklicht, wird nicht nur f&uuml;r die\ngeistliche Erfahrung dieses au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Salesianers\nwesentlich sein, sondern auch f&uuml;r die <i>P&auml;dagogik\ndes Leidens<\/i>,\ndie er aufgrund der Besonderheit seiner Mission praktizieren muss.<br><\/p><p>In\nZattis &bdquo;geheilt werden&ldquo; vollzieht sich nicht nur eine\nGnade, sondern auch eine Schule, und beides wird durch den Finger\nGottes zum Wohle der Br&uuml;der geformt: Frei von Krankheit wird\nArtemide den Kranken ein Leben lang dienen, nachdem er die <i>wahre\nHeilung durchlaufen hat<\/i>,\ndie ihn zum wahren <i>Arzt\nder <\/i>Gesch&ouml;pfe\nmachte, &uuml;ber die er sich beugte.<br><\/p><p>&bdquo;Er\nmachte oft das Zeichen des Heiligen Kreuzes und lie&szlig; es die\nKranken machen, er liebte es, es den Kindern beizubringen. In ihm\ngingen Glaube und Medizin eine Symbiose ein; ohne Glauben heilte er\nnicht, aber auch ohne Medizin heilte er nicht. Er sah auch keine\nDichotomie zwischen Seele und K&ouml;rper; der Mensch war eins, und\ner heilte diesen Menschen: K&ouml;rper und Seele.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote25anc\" href=\"#sdfootnote25sym\"><sup>25<\/sup><\/a><br><\/p><p>Nur\nweil er von der Hand Gottes dazu gef&uuml;hrt wird, Heilung als\nSterben an sich selbst zu erfahren, kann Zatti den Kranken mit der\nMedizin der fleischgewordenen und gekreuzigten Liebe nahe sein und\nTrost, Licht und Hoffnung spenden.<br><br><\/p><p><b>2.\nEIN ZEUGE DES OSTERFESTES<\/b><br><br><\/p><p>Wenn\nin Zattis Leben &#8211; aufgrund der Art und Weise, wie er vom Ruf Gottes\nerreicht wurde &#8211; <i>das\nEvangelium der Berufung <\/i>in\neiner originellen und sehr aktuellen Form aufleuchtet, erf&uuml;llt\nsich seine apostolische Saat als Kunst der F&uuml;rsorge im Licht von\nOstern.<br><\/p><p>Die\n&ouml;sterliche Koh&auml;renz ist die Regel der Treue f&uuml;r jedes\nchristliche Apostolat: Bei den Heiligen erreicht die Aus&uuml;bung\ndieser Regel einen H&ouml;hepunkt, indem sie das Leben Gottes in die\nArbeit der Menschen, der Geschichte und der Welt einbringt und so die\nKirche aufbaut.<br><\/p><p>Zatti\npraktizierte die M&uuml;he des menschlichen Leidens mit &ouml;sterlicher\nLeidenschaft und baute so die Kirche als wahres Feldlazarett auf (wie\nPapst Franziskus auch heute noch wiederholt), indem er zwei\nKrankenh&auml;user, die &bdquo;am Ende der Welt&ldquo; entstanden, in\nlebendige Zellen der Kirche verwandelte.<br><\/p><p>Die\nKrankenh&auml;user von San Jos&eacute; und Sant&lsquo;Isidro waren\nzwischen dem Ende des 19. und den ersten Jahrzehnten des 20.\nJahrhunderts eine wertvolle und einzigartige Gesundheitseinrichtung,\ninsbesondere f&uuml;r die Armen von Viedma und der Region Rio Negro:\nZattis Heldentum machte sie zu Orten der Ausstrahlung der Liebe\nGottes, an denen die medizinische Versorgung zu einer Erfahrung des\nHeils wurde.<br><\/p><p>Zatti\nopferte sein Leben dem Gleichnis des barmherzigen Samariters. Der\nSamariter ist Christus, der nahe Gott (in seinem geliebten Sohn), der\nkeine Gleichg&uuml;ltigkeit oder Verachtung kennt, sondern sich\nselbst im Voraus anbietet, um auch die letzten seiner S&ouml;hne und\nT&ouml;chter durch die N&auml;he der Liebe zu heilen, damit das B&ouml;se\nder Geschichte keinen von ihnen dazu verurteilt, au&szlig;erhalb\nJerusalems umzukommen.<br><\/p><p>Das\nist das Wunder Gottes: Auf diesem Fleckchen Erde in Patagonien, wo\ndas Leben Zattis verl&auml;uft, wurde eine Seite des Evangeliums\nlebendig. Der barmherzige Samariter hat ein Gesicht, H&auml;nde und\nLeidenschaft gefunden, vor allem f&uuml;r die Kleinen, die Armen, die\nS&uuml;nder, die Letzten. So wurde das Krankenhaus zur Herberge des\nVaters, es wurde zum Zeichen einer Kirche, die reich an Gaben der\nMenschlichkeit und der Gnade sein wollte, eine St&auml;tte des Gebots\nder Gottes- und Bruderliebe, ein Ort der Gesundheit als Unterpfand\ndes Heils.<br><\/p><p>Es\ngibt zahlreiche Zeugen, die es uns erlauben, die Erfahrung der Kirche\nzu betrachten, die in diesem Feldlazarett, das durch das entflammte\nHerz Zattis lebendig wurde, zug&auml;nglich war: Indem man ihnen das\nWort gibt, taucht die Faszination Artemides, der sich um die Heilung\nderjenigen k&uuml;mmerte, die sich ihm anvertrauten, wieder auf,\nsowohl in Form der medizinischen Kunst als auch der Pr&auml;senz, des\n Mitgef&uuml;hls, des Gebets f&uuml;r alle und mit allen und des\nt&auml;glichen Ausdrucks des Glaubens dieses bescheidenen\nSalesianers. All dies hat sich sicherlich als wirksamer erwiesen als\nviele Medikamente.<br><\/p><p><b>2.1.\n&Ouml;sterliche Pflege und Dienst (<\/b><i><b>Diakonie<\/b><\/i><b>)\ndes verwundeten Lebens<\/b><br><\/p><p>Wo\nHeiligkeit ist, breitet sich die Kirche aus, und wo die Kirche gebaut\nwird, ist Heiligkeit. Die Menschen, die Zatti begegneten, die in\nseinem Krankenhaus aufgenommen wurden, erlebten Br&uuml;derlichkeit\nund in dieser Br&uuml;derlichkeit erlebten sie die Kirche.<br><\/p><p>Zatti\nlebte mit evangelischer Radikalit&auml;t die Gewissheit, dass der\nDienst, der sein Berufungsmerkmal war &ndash; die <i>Diakonie\n<\/i>&#8211;\ndas Gesicht der Kirche glaubw&uuml;rdig, erkennbar, liebenswert\nmacht. Die T&uuml;r des Dienens zieht das menschliche Herz an,\nbesonders wenn es durch das Leben und das Leiden gepr&uuml;ft wird,\nund &ouml;ffnet sich f&uuml;r die Erfahrung einer Begegnung mit\nJesus, dem wahren barmherzigen Samariter, und Zatti tat sein Bestes,\num als barmherziger Samariter zu leben. &bdquo;Das Krankenhaus und\ndie H&auml;user der Armen, die er Tag und Nacht mit dem Fahrrad\naufsuchte und die heute als historisches Element der Stadt Viedma\ngelten, waren die Grenze seiner Mission. Er lebte die v&ouml;llige\nHingabe seiner selbst an Gott und die Weihe all seiner Kr&auml;fte\nzum Wohle seines N&auml;chsten.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote26anc\" href=\"#sdfootnote26sym\"><sup>26<\/sup><\/a><br><\/p><p>Zatti\nist ein Zeuge des Dienstes, und so wie Jesus sich bis zum Ende\nhingegeben hat, hat Zatti in den Fu&szlig;stapfen seines Herrn eine\nvoll und ganz christliche Spende und <i>Diakonie\n<\/i>bis\nzum Heldentum verwirklicht. Es lohnt sich, in den einhelligen Worten\nder Zeugen die au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Merkmale der\nevangelischen <i>Diakonie\n<\/i>Zattis\nhervorzuheben: die Universalit&auml;t seiner Hingabe, die Totalit&auml;t\nseiner Selbsthingabe, die Gro&szlig;z&uuml;gigkeit, die mit Gott an\nseiner Seite, im Gehorsam ihm gegen&uuml;ber, in ihm und f&uuml;r ihn\nvollbracht wurde.<br><\/p><p>Dass\nZattis Dienst keinen Partikularismus kannte und keine Personen\nbevorzugte, ist f&uuml;r alle, die ihn kannten, klar erkennbar: &bdquo;Ich\nwei&szlig;, dass er das Gef&auml;ngnis besuchte, um die Kranken zu\npflegen. Den Ungl&auml;ubigen und Feinden der Kirche gegen&uuml;ber\nwar er hilfsbereit und liebensw&uuml;rdig. Ich erinnere mich an den\nSatz eines Arztes, der den Titel des Buches von Pater Entraigas &bdquo;Der\nVerwandte aller Armen&ldquo; mit den Worten kommentierte, dass er in\n&bdquo;Verwandter aller&ldquo; korrigiert werden sollte, weil er\n[Zatti] keine Unterschiede machte zwischen denen, die ihn\naufsuchten.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote27anc\" href=\"#sdfootnote27sym\"><sup>27<\/sup><\/a><br><\/p><p>Wenn\nes in Zattis Dienst und Selbsthingabe\neine\nVorliebe f&uuml;r irgendjemanden gab, dann war es die Vorliebe, die\nder Gute Hirte lehrte, dem vor allem das Schicksal der am meisten\nverwundeten und verlorenen Schafe am Herzen liegt: &bdquo;Es war eine\nder Vorlieben [Zattis], dass er sich ganz Gott hingab in diesen\nbescheidenen, wehrlosen Menschen oder jenen mit Gebrechen, die so\nabsto&szlig;end waren, dass er, als jemand sie in ein Hospiz schicken\nwollte, weil sie schon viele Jahre im Krankenhaus von San Jos&eacute;\nwaren, antwortete, dass man diese wahren <i>Blitzableiter\n<\/i>des<i>\n<\/i>Krankenhauses\nnicht aufgeben d&uuml;rfe.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote28anc\" href=\"#sdfootnote28sym\"><sup>28<\/sup><\/a><br><\/p><p>Zatti\ngab sich mit seiner ganzen Person dem Dienst hin und verzehrte sich\nin einer Gro&szlig;z&uuml;gigkeit ohne Hintergedanken in den\nunterschiedlichsten Formen einer fieberhaften Aktivit&auml;t, die nur\ndarauf ausgerichtet war, auf die Bitten aller einzugehen: &bdquo;Da\nseine G&uuml;te und sein guter Wille im Dienst an den anderen\nallgemein bekannt war, wandten sich alle mit den unterschiedlichsten\nAnliegen an ihn. [&#8230;] Die Direktoren der Provinzh&auml;user baten\nihn schriftlich um &auml;rztlichen Rat, schickten Br&uuml;der zu ihm,\ndie ihn um Hilfe baten, vertrauten ihm Dienstpflichtige an, die\narbeitsunf&auml;hig geworden waren, und &uuml;bergaben sie seiner\nKrankenchronik. Die T&ouml;chter von Maria, der Helferin der\nChristen, standen den Salesianern in ihren Bitten um Gnade in nichts\nnach. Italienische Emigranten baten um Hilfe, sie lie&szlig;en nach\nItalien schreiben, sie baten um Akten, diejenigen, die im Krankenhaus\ngut versorgt worden waren, schickten aus Dankbarkeit Verwandte und\nFreunde, die dort versorgt werden sollten, weil sie die Pflege\nsch&auml;tzten. Die Zivilbeh&ouml;rden hatten oft arbeitsunf&auml;hige\nPersonen zu versorgen und griffen auf Zatti zur&uuml;ck. Gefangene\nund andere Personen, die sahen, dass er gute Beziehungen zu den\nBeh&ouml;rden unterhielt, empfahlen ihm, f&uuml;r sie um Gnade zu\nbitten oder ihre Probleme zu l&ouml;sen.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote29anc\" href=\"#sdfootnote29sym\"><sup>29<\/sup><\/a><br><\/p><p>Zattis\nDienst war unerm&uuml;dlich und selbstlos und wurde gerade deshalb\nnicht durch Beeinflussung, Undankbarkeit, verpasste Korrespondenz\noder n&ouml;rgelnde Forderungen gebremst: &bdquo;Bei dem Diener\nGottes war die Sorge um den N&auml;chsten in seiner t&auml;glichen\nArbeit au&szlig;ergew&ouml;hnlich; von morgens bis abends lebte er\nf&uuml;r seine geliebten Kranken. Diese Umst&auml;nde vervielfachten\nsich in der Nacht, wenn er zu jeder Stunde, zu der sie ihn riefen,\nherbeieilte. [&#8230;] Ich wei&szlig;, dass er oft unter den &uuml;berzogenen\nAnspr&uuml;chen mancher Kranker zu leiden hatte, unter unangemessenen\nBed&uuml;rfnissen, Launen, wie im Fall [&#8230;] von Patienten mit\nGeisteskrankheiten. Der Diener Gottes verlor nie seine Geduld. Ich\nerinnere mich, dass er mehr als einmal bei schlechtem Wetter, K&auml;lte\nund Regen mit seinem Fahrzeug, einem Fahrrad, das nicht das neueste\nModell war, auf unwegsamen Stra&szlig;en unterwegs war, um die\nKranken unter der Bev&ouml;lkerung zu versorgen.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote30anc\" href=\"#sdfootnote30sym\"><sup>30<\/sup><\/a><br><\/p><p>Was\nalso Zattis <i>Diakonie,\n<\/i>seinen<i>\n<\/i>Dienst\nan allen,\nzutiefst kennzeichnete, war sein Wirken in der Gesellschaft des\nHerrn. Niemandem entging die Kompetenz dieses gro&szlig;z&uuml;gigen\nKrankenpflegers, aber ebenso offensichtlich war seine Mission mit\nJesus: &bdquo;Eine ganz konkrete pers&ouml;nliche Begebenheit: Als\nich Novize und dann Neupriester war, kam ich nach Viedma wegen\neiniger Pusteln, die vor allem am Hals und im Gesicht auftraten. Der\nDiener Gottes empfing mich immer mit einem L&auml;cheln, heilte mich,\nindem er mich mit einem Gl&uuml;heisen kauterisierte, w&auml;hrend er\ndas <i>Magnificat\n<\/i>summte\nund mich dann ermutigte, diese Leiden der heiligen Beharrlichkeit in\nder Berufung darzubringen.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote31anc\" href=\"#sdfootnote31sym\"><sup>31<\/sup><\/a><br><\/p><p>Auch\nhier leuchtete der Gehorsam gegen&uuml;ber Gott und seinem Plan in\nZatti als die Seele eines dem&uuml;tigen und vertrauensvollen\nDienstes, der in den Armen und Kranken das Gef&uuml;hl der Hingabe an\nGott wecken sollte. Alles fand seine Inspiration in Gott, und alles,\nwas Zatti tat, geschah auf Gottes Gehei&szlig;, so dass der Dienst\ndieses gro&szlig;en Salesianers eine st&auml;ndige und faszinierende\nPraxis des Gebots der Liebe war: Er &bdquo;liebte Gott &uuml;ber\nalles&ldquo;. F&uuml;r ihn waren alle irdischen Dinge verg&auml;nglich\nund zweitrangig. F&uuml;r mich war Zatti best&auml;ndig,\nunersch&uuml;tterlich in seiner Liebe zu Gott und in seiner\nFr&ouml;mmigkeit. Nicht nur bei frommen Handlungen, sondern auch bei\njedem Dienst am N&auml;chsten trug er den Namen Gottes stets auf den\nLippen. Er forderte alle, die ihm nahestanden, auf, Fr&ouml;mmigkeit\nzu leben. Zatti war st&auml;ndig ein Vorbild, seine Fr&ouml;mmigkeit\nging &uuml;ber das Gew&ouml;hnliche hinaus.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote32anc\" href=\"#sdfootnote32sym\"><sup>32<\/sup><\/a><br><\/p><p>Zattis\n<i>Diakonie<\/i>\nist jedoch, wie immer bei Heiligen, ein\nDienst,\nder zweifellos im Gehorsam gegen&uuml;ber Gott, aber vor allem im\nNamen Gottes verrichtet wird, indem er Gott sein Gesicht, sein Herz,\nseine H&auml;nde leiht, in der Gewissheit &#8211; eine Quelle gro&szlig;er\nK&uuml;hnheit -, ein kleines Werkzeug Gottes gro&szlig;er Macht und\nVorsehung zu sein. Zatti arbeitet also mit au&szlig;erordentlicher\nGro&szlig;z&uuml;gigkeit, aber mit v&ouml;lliger Hingabe, weil er\nwei&szlig;, dass es sein Herr ist, der in ihm handelt: &bdquo;Er hat\nimmer auf Gott gehofft und vertraut. Die Gelassenheit, mit der er die\nSchwierigkeiten &uuml;berwand, war ein Beweis f&uuml;r seine Hoffnung\nauf Gott. Er sagte immer: &sbquo;Gott wird f&uuml;r uns sorgen&lsquo;,\naber er sagte es mit voller Zuversicht und Hoffnung.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote33anc\" href=\"#sdfootnote33sym\"><sup>33<\/sup><\/a><br><\/p><p>Zatti,\nein wahrhaft gl&auml;ubiger Mensch, war &bdquo;von der N&auml;chstenliebe\nbewegt, weil er in jedem Kranken den leidenden Christus sah. Er war\nso g&uuml;tig zu den Kranken, dass er ihnen nichts verweigerte;&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote34anc\" href=\"#sdfootnote34sym\"><sup>34<\/sup><\/a>\n&bdquo;F&uuml;r den Diener Gottes zeigte sich die Liebe in der\nN&auml;chstenliebe, mit der er &bdquo;anderen Christen&ldquo;\nbeistand. In seiner evangelischen Auffassung, dass alles, was seine\nJ&uuml;nger ihrem N&auml;chsten antun, sie Christus selbst antun,\n&uuml;bte der Diener Gottes gewohnheitsm&auml;&szlig;ig N&auml;chstenliebe\ngegen&uuml;ber allen aus, auch wenn sie ungl&auml;ubig oder\ngleichg&uuml;ltig waren.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote35anc\" href=\"#sdfootnote35sym\"><sup>35<\/sup><\/a><br><\/p><p>Sowohl\nindem er nach au&szlig;en hin eine Kirche des Dienstes lebte, die\nf&auml;hig war, sich den Armen zuzuwenden, als auch indem er\ndenjenigen diente, die an sein Krankenhaus klopften &#8211; zuerst in San\nJos&eacute; und dann in Sant&rsquo;Isidro -, damit sie dort der Liebe\nGottes begegneten, gab Zatti sich vollkommen Gott hin und wurde ein\nDiener des Herrn, ein echter Missionar der Kirche im Namen des Herrn\nJesus.<br><\/p><p><b>2.2\n&Ouml;sterliche Br&uuml;derlichkeit und Gemeinschaft (<\/b><i><b>koinonia<\/b><\/i><b>)\nim gemeinsamen Leben<\/b><br><\/p><p>Zattis\nHeiligkeit f&uuml;hrt uns ins Herz der Kirche, nicht nur wegen der\nEinzigartigkeit seiner <i>Diakonie,\n<\/i>sondern\nauch wegen der Qualit&auml;t der Gemeinschaft, die durch seine\nHingabe an die anderen entstanden ist. Was die Gemeinschaft f&uuml;r\nZatti bedeutete, geht aus den Zeugnissen derer hervor, die sein\nWirken miterlebt haben, ebenso wie aus der Art und Weise, wie er die\nanstrengendsten Momente seines Lebens durchlebte.<br><\/p><p>Ein\nbesonders schmerzliches Ereignis f&uuml;r ihn war die Entscheidung\nseiner Oberen, das Krankenhaus von San Jos&eacute;, dem Artemide\nseine ganze Energie gewidmet hatte, abzurei&szlig;en. In Viedma\nfehlte es an R&auml;umlichkeiten f&uuml;r das Bischofsamt, und um\neine geeignete Bischofsresidenz zu bauen, wurde beschlossen, das alte\nKrankenhaus abzurei&szlig;en und alle Gesundheitsdienste in die\nR&auml;umlichkeiten der Landwirtschaftsschule von Sant&rsquo;Isidro\nzu verlegen, dem Sitz eines anderen salesianischen Werks in Viedma.<br><\/p><p>F&uuml;r\nZatti war der Abriss keine einfache Bauma&szlig;nahme, sondern eine\nharte und opferreiche Pr&uuml;fung: Vor seinen Augen lagen nicht nur\ndie Tr&uuml;mmer eines alten Krankenhauses, sondern auch der Zweifel,\ndass mit diesen Mauern sein Leben zusammengebrochen war und darunter\nauch seine Verzichte und Entbehrungen, Missverst&auml;ndnisse und\nNachtwachen, Kopfschmerzen und Schwei&szlig;ausbr&uuml;che, sein\nEinsatz f&uuml;r andere und seine Selbstaufopferung begraben waren.\nZatti blieb dieser Kelch nicht erspart, aber er blieb standhaft, mit\nchristlicher Tapferkeit und Sanftmut: &bdquo;Zum Zeitpunkt des\nAbrisses des Hospitals San Jos&eacute; hatte er zun&auml;chst\nvorgeschlagen, den Bischofspalast an anderer Stelle zu errichten und\ndas Land auszutauschen; doch angesichts der Unabwendbarkeit des\nAbrisses, den [&#8230;] er angesichts seiner extremen menschlichen\nSensibilit&auml;t als ungeheuerlich empfand, rebellierte und\nprotestierte er nicht, sondern beruhigte diejenigen, die versuchten,\nihn zum Aufstand zu bewegen.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote36anc\" href=\"#sdfootnote36sym\"><sup>36<\/sup><\/a><br><\/p><p>Wie\nimmer im Leben der Heiligen ist die Pr&uuml;fung sowohl ein dunkler\nSchmelztiegel als auch eine leuchtende Demonstration: Zatti hat mit\nseiner Gelassenheit und seinem Eifer bei der Errichtung des neuen\nHauptsitzes des Gesundheitsdienstes das Fundament seiner Hingabe\nbewiesen: Das echte Krankenhaus, das er gebaut hat, konnte nicht in\nSchutt und Asche gelegt werden, weil es eine Erfindung der\nN&auml;chstenliebe war, jener N&auml;chstenliebe, die &bdquo;niemals\nendet&ldquo; (1 Kor 13,8) und die das Wunder der Gemeinschaft zum\nAusdruck bringt, ein Spiegelbild des ewigen Lebens Gottes. Zattis\nwahres Krankenhaus war kein irdisches Geb&auml;ude, das San Jos&eacute;\noder Sant&rsquo;Isidro gewidmet war; in diesen R&auml;umen nahm seine\nProfessionalit&auml;t jeden durch die T&uuml;r des Dienstes auf,\ndamit er eine wahre und vollst&auml;ndige Erfahrung der Z&auml;rtlichkeit\nGottes machen konnte.<br><\/p><p>Zatti\nhat den Katechismus der Gemeinschaft nicht gepredigt, aber er hat ihn\ndurch seine Heiligkeit verk&ouml;rpert; und sein Krankenhaus war kein\nimposantes Geb&auml;ude, sondern ein offensichtliches, t&auml;gliches\nWunder des Dienstes und der Gemeinschaft. Hier &bdquo;leitete der\nDiener Gottes das Personal, das sich aus verschiedenen Bewohnern des\nKrankenhauses zusammensetzte, wie ein Oberer einer religi&ouml;sen\nGemeinschaft [&#8230;] Das Personal liebte ihn, verehrte ihn und befolgte\nseine Regeln genau. Jedem von ihnen fehlte es nie an dem, was f&uuml;r\ndie Erf&uuml;llung seiner Pflichten notwendig war: moralisch,\ngeistlich und technisch, und dies aus pers&ouml;nlicher Sorge des\nDieners Gottes.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote37anc\" href=\"#sdfootnote37sym\"><sup>37<\/sup><\/a><br><\/p><p>Dass\nZatti aufgrund seiner geistigen Gr&ouml;&szlig;e zum Sch&ouml;pfer\nder Gemeinschaft wurde, davon sind alle &uuml;berzeugt: &bdquo;W&auml;hrend\nmeiner Schulzeit im Institut des hl. Franz von Sales war das\nKrankenhaus ein Nebengeb&auml;ude des Instituts, und alles, was hier\nund dort geschah, war bekannt. Ich habe nie von irgendwelchen\nStreitigkeiten oder Missverst&auml;ndnissen zwischen Zattis\nMitarbeitern geh&ouml;rt, die von Bedeutung sein und Anlass zu\nKlatsch und Tratsch im Dorf oder in der Schule h&auml;tten geben\nk&ouml;nnen.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote38anc\" href=\"#sdfootnote38sym\"><sup>38<\/sup><\/a><br><\/p><p>Die\nchristliche Gemeinschaft, wenn sie verwirklicht wird, bleibt wegen\nihrer Sch&ouml;nheit, die die von Groll und Spaltung gezeichnete Welt\nersch&uuml;ttert, nicht unbemerkt; aber nur die Heiligen kennen den\nPreis der Gemeinschaft, ihre Fremdheit gegen&uuml;ber der\nSpontaneit&auml;t, der Unmittelbarkeit der Sympathie, der\nLeichtigkeit ohne Opfer. Die Heiligen wissen, wie viel die\nGemeinschaft kostet, weil sie wissen, was ihre Quelle ist: die\nge&ouml;ffnete Seite Jesu, die das Werk der Vers&ouml;hnung unter den\nMenschen und mit den Menschen vollbringt.<br><\/p><p>Zatti\nwei&szlig;, dass nur das Blut des Herrn Gemeinschaft stiftet, und er\nw&auml;hlt den Weg der treuen und t&auml;glichen Teilnahme am Opfer\ndes Sohnes, mit einem L&auml;cheln auf dem Gesicht, St&auml;rke in\nder Seele, Frieden im Herzen, die H&auml;nde durchbohrt von Arbeit\nund M&uuml;hsal. Zatti war ein Mann, der Ruhe ausstrahlte, [ein Mann]\nder Tat, dynamisch, nicht nerv&ouml;s, fr&ouml;hlich. Es kam h&auml;ufig\nvor, dass er Witze machte [&#8230;], um eine kranke Person aufzuheitern\n[&#8230;]. Er war ein Mann, der in seinen religi&ouml;sen Praktiken nicht\nschwankte, [&#8230;] ein Zeichen f&uuml;r sein Bem&uuml;hen, sich zu\nverbessern. Was mir pers&ouml;nlich am meisten an ihm aufgefallen\nist, war seine N&auml;chstenliebe und Bescheidenheit.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote39anc\" href=\"#sdfootnote39sym\"><sup>39<\/sup><\/a><br><\/p><p>Zattis\nDemut baut die Kirche auf und macht die Gemeinschaft, deren Sch&ouml;pfer\ner selbst ist, christlich; wer nicht jeden Tag an sich selbst stirbt,\ntr&auml;gt die Schwere der Selbstsucht mit sich, die die Gemeinschaft\nverwundet; nur Demut heilt die Beziehungen und &uuml;berwindet die\nVerlockungen der Macht, der Kontrolle, der Verf&uuml;hrung, der\nT&auml;uschung. Zatti wei&szlig;, dass nur Demut die wahre <i>Koinonia<\/i>\nhervorbringen kann, die Frucht und Bedingung einer wirksamen und\ndiskreten <i>Diakonie,\n<\/i>die\nkeine Abh&auml;ngigkeit schafft, sondern die W&uuml;rde\nwiederherstellt; nur Demut wirkt generativ, indem sie eine\nGemeinschaft f&ouml;rdert, die die Bindung heilt und Autonomie\nf&ouml;rdert. Demut ist die Tugend Gottes, denn sie ist das Geheimnis\neines jeden Vaters, die Hoffnung eines jeden Sohnes, der Geist eines\njeden wahren Lebens.<br><\/p><p>Zatti\nkonnte Diener und Sch&ouml;pfer der Gemeinschaft sein, weil er in\nseiner Bescheidenheit ein einfacher Sohn Gottes war, lebendig im\nLeben des Geistes und Vater aller: &bdquo;Ich glaube, dass es in\nZattis Beziehung zu seinen Mitarbeitern nie Probleme gab, weil er wie\nder Vater aller war. Ich erinnere mich, dass ihn alle sehr vermisst\nhaben, als er zur Heiligsprechung von Don Bosco nach Rom ging;&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote40anc\" href=\"#sdfootnote40sym\"><sup>40<\/sup><\/a>\n&bdquo;Zattis Beziehung zum Krankenhaus war wie die eines Vaters. Ich\nwei&szlig; von keinen Missverst&auml;ndnissen oder Schwierigkeiten:\nWenn es welche gab, dann glaube ich, dass sie nicht von ihm\nausgingen. Von den Krankenschwestern, mit denen ich zu tun hatte\n[&#8230;], h&ouml;rte ich nur Lob und keine Beschwerden.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote41anc\" href=\"#sdfootnote41sym\"><sup>41<\/sup><\/a><br><\/p><p><b>2.3\nOstern&auml;he und <\/b><i><b>Martyrium\n<\/b><\/i><b>des\nLebens ohne Ende<\/b><br><\/p><p>Unser\nMitbruder Artemide Zatti hat durch sein Leben (<i>Martyrium<\/i>)\nwahrhaftig bezeugt, dass der Herr auferstanden ist. &bdquo;Ich bin\ndas Licht der Welt&ldquo; (<i>Joh\n<\/i>8,12),\nsagt der Herr von sich selbst. Das Evangelium ist Licht, das in das\nLeben der Menschen eindringen will, und Licht f&uuml;r die Welt ist\ndie Kirche, das lebendige Sakrament Gottes. Die Heiligkeit Zattis,\ndie sich aus dem Osterfest Jesu speist, ist auch Licht, und dies\nerfahren vor allem die Armen und Kranken von Viedma. Zatti nimmt sie\ndurch die T&uuml;r des Gottesdienstes auf, h&auml;lt sie in den\nMauern der Gemeinschaft, aber um ihnen mit seinem Lebenszeugnis das\nLicht des Evangeliums, den &ouml;sterlichen Glanz, der die Kirche\nerleuchtet, anzubieten.<br><\/p><p>Gl&auml;ubige\nund Ungl&auml;ubige sind von den Worten und Gesten Zattis wie vom\nDonner ger&uuml;hrt; sein Zeugnis ist schattenlos, au&szlig;erordentlich\nsalesianisch, erreicht alle und verk&uuml;ndet mit zwei Namen zwei\nentscheidende Eigenschaften des Gottes Jesu: Vorsehung und Paradies.<br><\/p><p>Es\ngibt keine Kirche, in der nicht ausdr&uuml;cklich der Name Gottes\nverk&uuml;ndet wird, eine Verk&uuml;ndigung, die mit dem Martyrium\ndes Lebens, im Zeichen des Blutes oder der N&auml;chstenliebe bezahlt\nwird; wo Zattis Gottesdienst und die Kommunion stattfinden, erklingt\ndie Verk&uuml;ndigung des Namens Gottes, dieser beiden so\nchristlichen und so salesianischen Namen: Vorsehung und Paradies.<br><\/p><p>Zatti\nverk&uuml;ndet mit seinem Leben, dass alles in Gott Liebe ist, aber\nkonkrete, aufmerksame, grenzenlose, minuti&ouml;se Liebe zu jedem\nGesch&ouml;pf: Gottes Liebe ist Vorsehung. Gottes Vorsehung ist\njedoch nicht zeitlos, sondern ewig, und hier ist der zweite Name:\nParadies; Paradies ist der richtige Name f&uuml;r Gottes Wunsch in\nder Geschichte, f&uuml;r seine Gesch&ouml;pfe zu sorgen, um sie f&uuml;r\nimmer, f&uuml;r die Ewigkeit, bei sich zu haben.<br><\/p><p>Zatti\nist ein Meister dieses christlichen Alphabets: &bdquo;Es\nwar sein st&auml;ndiger Wunsch, dass man den Herrn kennt und liebt.\nEr bezeugte dies durch die Freude, die er zum Ausdruck brachte, als\nein neuer Patient, der nichts von Gott wusste, ein gl&auml;ubiger\nChrist wurde. Sein erstes Anliegen war es, f&uuml;rsorglich zu sein\nund Vertrauen in die g&ouml;ttliche Vorsehung zu wecken.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote42anc\" href=\"#sdfootnote42sym\"><sup>42<\/sup><\/a><br><\/p><p>Der\nSinn f&uuml;r die Vorsehung war keine obligatorische Antwort auf\nprek&auml;re Bedingungen, eine Art letzter Zuflucht, die den\nSchiffbr&uuml;chigen angeboten wurde, um in schwierigen Zeiten nicht\nunterzugehen. Zeuge der Vorsehung zu sein, bedeutete f&uuml;r Zatti,\ndie Menschen zu lehren, mit Gott zu sprechen, ihn mit christlichem\nVertrauen beim Namen zu nennen, denn &bdquo;er war sehr &uuml;berzeugt\nvon den Grunds&auml;tzen des Evangeliums, und einer davon war fest in\nseinem Herzen und in seinem Geist verankert: &sbquo;Trachtet zuerst\nnach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch\nalles andere dazugegeben werden&lsquo; (<i>Mt\n<\/i>6,33).\nIn der Schule von Don Bosco hatte er gelernt &#8211; nachdem er viel &uuml;ber\nsein Leben gelesen hatte -, niemals der Hilfe Gottes zu misstrauen,\nvor allem dann nicht, wenn sie nach seinem Willen in allen unseren\nN&auml;chsten gew&uuml;rdigt wird.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote43anc\" href=\"#sdfootnote43sym\"><sup>43<\/sup><\/a><br><\/p><p>Aber\neine Vorsehung ohne Paradies w&uuml;rde es der Verk&uuml;ndigung des\nNamens Gottes nicht erlauben, den Auswirkungen der Geschichte mit\nihrer Last von M&uuml;hsal, Leiden und Tod standzuhalten. Zatti\nbelebte innerhalb und au&szlig;erhalb des Krankenhauses eine Kirche,\ndie immer von Schmerz und Tod heimgesucht wurde, und dies verlangte\ndie F&uuml;lle des Glaubens und des Zeugnisses, verlangte, den Namen\ndes einzigen Wunsches Gottes f&uuml;r den Menschen zu verk&uuml;nden:\ndas Paradies. Als er vom Paradies Zeugnis ablegte, zeigte Zatti die\nGewissheit &bdquo;des ewigen Lebens und seines Erwerbs durch Gnade\nund gute Werke; dies bekundete er besonders im Angesicht des Todes\n[&#8230;]. Ich habe ihn pers&ouml;nlich geh&ouml;rt, wie er sich dar&uuml;ber\nfreute, den Kranken religi&ouml;sen Beistand leisten zu k&ouml;nnen\nund ausrief [&#8230;] &sbquo;Heute haben wir zwei oder drei von ihnen in\nden Himmel geschickt.&lsquo;&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote44anc\" href=\"#sdfootnote44sym\"><sup>44<\/sup><\/a><br><\/p><p>Mit\ndiesen beiden Namen Gottes evangelisierte Zatti Leben und Tod, Freude\nund Schmerz, Gesundheit und Krankheit als wahrer christlicher Zeuge,\nals M&auml;rtyrer, im t&auml;glichen Martyrium der N&auml;chstenliebe.\nDie Verk&uuml;ndigung und das <i>Martyrium\n<\/i>Zattis\nverbreiten kein Evangelium der Umst&auml;nde oder der Gelegenheiten,\nsondern sie verbreiten Salz, Licht, Hefe, verleihen Gesicht, Herz und\nH&auml;nde einem Evangelium, das nach Leben fragt und alles\ndurchdringt, das R&auml;tsel aufl&ouml;st und &Auml;ngste mit der\nW&auml;rme der Wahrheit besiegt: &bdquo;Seit ich ihn kenne, hat er\nden religi&ouml;sen Praktiken immer mehr Bedeutung beigemessen als\nseiner Arbeit, auch wenn er dies mit Ausdauer tat. Er zitierte oft\ndie Heilige Schrift, vor allem die Evangelien, um die Kranken zu\ntr&ouml;sten oder die Tugend zu f&ouml;rdern [&#8230;]. Es fiel ihm sehr\nschwer, keinen spirituellen Gedanken in seine Unterhaltungen\neinzubringen. Einmal erw&auml;hnte ich im Gespr&auml;ch mit ihm die\nEntdeckung einiger neuer Medikamente wie Penicillin und Sulfonamide;\nder Diener Gottes h&ouml;rte mir zu, und als ich zu Ende gesprochen\nhatte, sagte er: &sbquo;Wohl wahr, wohl wahr, aber die Menschen\nwerden trotzdem weiter sterben.&lsquo;&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote45anc\" href=\"#sdfootnote45sym\"><sup>45<\/sup><\/a><br><\/p><p>Und\ndie Wahrheit des Evangeliums in ihrer Gesamtheit erleuchtet das\nKrankenhaus von Zatti, so wie sie das Oratorium zur Zeit Don Boscos\nerleuchtet hatte: Deshalb f&uuml;rchtet man im Krankenhaus von\nViedma, wie in den Mauern von Valdocco, weder den Tod noch sucht man\nnach Mitteln und Wegen, um seinen Skandal zu mildern oder seine\nOffensichtlichkeit zu verbergen &#8211; f&uuml;r das menschliche Herz\ngef&auml;hrliche T&auml;uschungen. Zatti begegnete dem Tod mit dem\nZeugnis des Evangeliums des Lebens: ein Leben mit den F&uuml;&szlig;en\nauf dem Boden, und deshalb flei&szlig;ig und konkret, aber mit dem\nHerzen im Himmel, und deshalb zuversichtlich und gelassen: &bdquo;Das\neinzige Motiv seines Lebens war eben die Erwartung einer himmlischen\nBelohnung, er handelte nie, um Geld oder Ansehen zu verdienen, er tat\nalles in der Hoffnung auf zuk&uuml;nftige Gl&uuml;ckseligkeit.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote46anc\" href=\"#sdfootnote46sym\"><sup>46<\/sup><\/a><br><\/p><p>Seine\nVerpflichtung bestand darin, das Evangelium zu leben, wenn auch in\naller Einfachheit, mit einem Herzen, das in dem h&ouml;chsten Ziel\nverwurzelt ist: den Gott der Vorsehung und des Paradieses in jede\nmenschliche Wunde und in den Tod zu bringen, damit dort Leben und\nAuferstehung gedeihen k&ouml;nnen. Dadurch wurde Zattis Zeugnis\ngesegnet, und er rief seine Gegenwart an, wenn die kostbare und\nseltene Medizin der Hoffnung und des Trostes unerl&auml;sslich war.\nDie ganze Stadt Viedma kannte ihn, wie Zeugen mit erstaunlicher\nEinm&uuml;tigkeit best&auml;tigt haben: Man rief immer nach Zatti,\nund er eilte herbei, um zu ermutigen und zu tr&ouml;sten, indem er\ndiese christliche Medizin verabreichte, die er f&uuml;r sein Leben in\nder Gnade Gottes aus dem Geist selbst, dem Tr&ouml;ster, bezog. So\nwurde &bdquo;die F&auml;higkeit des Dieners Gottes, den Kranken\nHoffnung einzufl&ouml;&szlig;en, au&szlig;ergew&ouml;hnlich, eine\nTatsache, die auf fast wundersame Weise zur Heilung beitrug, indem\nsie die Seele des leidenden Menschen aufrichtete.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote47anc\" href=\"#sdfootnote47sym\"><sup>47<\/sup><\/a>\nZatti bezeugte bis zum Martyrium der N&auml;chstenliebe, dass der\nHerr Gott des Himmels und der Erde ist. Zatti bezeugte dies mit der\nLeidenschaft der Heiligen, die kein Ma&szlig; kennt: &bdquo;Ich\nerinnere mich, dass ein Patient zu Zatti sagte, dass er ihn immer auf\nden Himmel vorbereite und dass er ihn ein wenig auf die Erde\nvorbereiten m&uuml;sse. Eine andere Begebenheit beschreibt die\nAtmosph&auml;re des Krankenhauses: Eine Krankenschwester bestand\ndarauf, einen Patienten, der gar nicht so krank war und eigentlich\nnoch lebte, auf den Tod vorzubereiten.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote48anc\" href=\"#sdfootnote48sym\"><sup>48<\/sup><\/a><br><\/p><p><b>2.4\nDie Osterfreude und die Liturgie des erl&ouml;sten Lebens<\/b><br><\/p><p>Artemide\nZatti hat sich mit seiner au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Treue zu den\nzentralen Ereignissen des christlichen Lebens vom Brot des Wortes,\nvom Brot der Vergebung, vom Brot des Himmels gen&auml;hrt, und sein\nLeben wurde immer tiefer verkl&auml;rt, zum Nutzen einer Mission, die\nreich an wachsenden Fr&uuml;chten ist. Auf diese Weise erreichte das\nLeben der Gnade, das dieser Sohn Don Boscos intensiv gelebt hat,\nalle, die ihm begegnen, und zwar auf ganz unterschiedliche Weise: die\nKranken und die Mitarbeiter, die Mitbr&uuml;der und die Autorit&auml;ten,\ndie Armen und die Wohlt&auml;ter. In Zatti ber&uuml;hren sie das\nLeben des Herrn durch die Kraft des sakramentalen Geheimnisses, das\ndie Menschen in der Gemeinschaft des Gottesvolkes miteinander teilen.\nUnd so feiert die ganze Kirche in den Sakramenten durch die Kraft des\nHeiligen Geistes das Ostergeheimnis und sichert den Menschen die\nNahrung f&uuml;r den Weg und die Heilmittel, die die Wunden des B&ouml;sen\nund des Todes heilen.<\/p><p> f&uuml;r\ndie vom B&ouml;sen und vom Tod verwundete Menschheit.<br><\/p><p>Das\nist die Kirche: Sie bl&uuml;ht und w&auml;chst dort, wo Gottesdienst\nund Gemeinschaft den Namen Gottes verk&uuml;nden, das Wort Jesu\nbezeugen, sich von seinem Leib n&auml;hren und durch seine Vergebung\ngeheilt werden. Zatti tut nicht nur all dies, sondern ist all dies;\naufgrund der &Uuml;bereinstimmung mit der Gnade, die sein Leben\nheilig macht, erkennt man in ihm nicht nur die Gesten und Worte des\nHerrn, sondern man erf&auml;hrt sein eigenes Leben: Zatti ist ein\n&bdquo;lebendiger Tabernakel&ldquo;, und sein strahlendes Zeugnis\nweckt Fragen, Absichten, Bekehrung, auch bei denen, die weit entfernt\nsind von einer innigen Teilnahme am Geheimnis des Herrn.<br><\/p><p>Die\nHingabe Zattis, die eine mehr als menschliche Wurzel offenbart, wird\nzu einem allgemein &uuml;berzeugenden Beweis f&uuml;r die\n&uuml;bernat&uuml;rliche Kraft der Sakramente; er zeigte in der Tat\n&bdquo;eine &uuml;bernat&uuml;rliche und au&szlig;ergew&ouml;hnliche\nN&auml;chstenliebe&ldquo;. [&#8230;] Er war bereit, jedes Opfer zu\nbringen, und deshalb schien ihm das Schwierige leicht zu fallen. Ich\ndenke, die schwierigen Umst&auml;nde seiner karitativen Arbeit waren:\nder Mangel an Personal, der Ruf nach Hilfe zu allen Zeiten, das\nWiderstehen gegen&uuml;ber schlechter Witterung, der Dienst an allen\nArten von Menschen. Ich erinnere mich an einen kranken Verwandten,\nden er an einem Tag mit sehr schlechtem Wetter aufsuchte, und als man\nihn fragte: &sbquo;Gehen Sie bei diesem Wetter raus, Herr Zatti?&lsquo;,\nantwortete er: &sbquo;Ich habe kein anderes!&lsquo;&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote49anc\" href=\"#sdfootnote49sym\"><sup>49<\/sup><\/a><br><\/p><p>Es\nist eine Regel der christlichen Liturgie, dass sie sich im Leben des\nGl&auml;ubigen durch Ordnung, Harmonie, Wirksamkeit und\n&uuml;bernat&uuml;rliche Dynamik bew&auml;hren kann. Zatti ist ein\nChrist, ein geweihter salesianischer Laie Don Boscos, er ist ein\nlebendiger Stein der Kirche, er ist ein Zeuge von Ostern, denn in\nseinen Werken wird das Gebot der Liebe sichtbar, das den Menschen\ndazu bringt, Gott im N&auml;chsten und den N&auml;chsten in Gott zu\nerkennen; aber Zatti lehrt mit seinem Leben, dass die Kraft, die\nn&ouml;tig ist, um dieses Gebot zu praktizieren, &uuml;bernat&uuml;rlich\nist und nur von Gott, von seinen Sakramenten und aus dem Gebet und\nder Vereinigung mit ihm kommen kann. &bdquo;Zatti hat unter\nschwierigen Umst&auml;nden und aufgrund fehlender finanzieller Mittel\nWohlt&auml;tigkeit ausge&uuml;bt. Auch deshalb, weil seine T&auml;tigkeit\n&uuml;ber das normale Ma&szlig; hinausging, weil er so viele Stunden\nseinen Verpflichtungen nachging, ohne seine religi&ouml;sen Pflichten\nzu vernachl&auml;ssigen. So, wie wir ihn kannten, fragten wir uns,\nwie er eine so gro&szlig;e Anstrengung ohne die normalerweise als\nnotwendig erachteten Ruhepausen durchhalten konnte.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote50anc\" href=\"#sdfootnote50sym\"><sup>50<\/sup><\/a><br><\/p><p>Als\nBeispiel f&uuml;r die Liturgie des Lebens, f&uuml;r die Zatti zuerst\nein J&uuml;nger und dann ein Apostel des gekreuzigten und\nauferstandenen Herrn ist, verdienen zwei Episoden in Erinnerung\ngerufen zu werden: zum Ersten der Abriss des alten Krankenhauses San\nJos&eacute;, mit der Notwendigkeit, die Kranken nach Sant&rsquo;Isidro\nzu verlegen: &bdquo;Ich habe keine Information, dass Zatti ein Datum\nf&uuml;r die R&auml;umung erhalten hat, und er hatte sicherlich\nnichts von seinem Inspektor erhalten, sonst h&auml;tte ich es gewusst\n[&#8230;]. Der emotionale Zustand, in den Zatti geriet, als die Kranken\nabtransportiert werden mussten, damit die Tr&uuml;mmer nicht auf sie\neinst&uuml;rzten, h&auml;tte psychologisch fatal sein k&ouml;nnen. Er\nweinte bitterlich, aber nachdem er vor dem Allerheiligsten gebetet\nhatte, machte er sich mit heiterer Energie an die Arbeit;&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote51anc\" href=\"#sdfootnote51sym\"><sup>51<\/sup><\/a>\nund zum Zweiten der Dienst an den Sterbenden: &bdquo;Ein junger Mann\nlag im Sterben, und Zatti sprach mit ihm, nachdem er die Kommunion\nempfangen hatte; irgendwann begann der junge Mann zu schreien:\n&bdquo;Zatti, ich sterbe!&ldquo; und im selben Augenblick erhob er\nsich vom Bett; Zatti sah ihm in die Augen, l&auml;chelte und sagte zu\nihm: &bdquo;Wie sch&ouml;n, geh in den Himmel!&ldquo; und der junge\nMann lie&szlig; sich mit einem L&auml;cheln fallen, das dem von Zatti\nentsprach und auf seinem Gesicht eingepr&auml;gt blieb.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote52anc\" href=\"#sdfootnote52sym\"><sup>52<\/sup><\/a><br><\/p><p>Das\ngeschieht, wenn die Eucharistie zum Leben und das Ostergeheimnis zur\nt&auml;glichen Praxis wird: Die menschliche Gr&ouml;&szlig;e wird\ndurch die Kraft des Geistes verwandelt, und jede Handlung eines\nGl&auml;ubigen wird in Christus, f&uuml;r Christus und mit Christus\nvollzogen, wodurch das Leben zur Liturgie wird und die heiligen Gaben\nder Liturgie in das Leben &uuml;bertragen werden.<br><\/p><p>Unser\nlieber Artemide Zatti, der in allen Dingen den Geheimnissen des Herrn\nverpflichtet ist, wei&szlig;, dass alles nur dank Ihm geschehen kann;\ndaher seine Demut: &bdquo;Ich erinnere mich, dass der Diener Gottes,\nals mein Bruder Salvador schwer an Typhus erkrankt war, mehrmals am\nTag zu ihm ging, um ihn zu behandeln. Als ich ihn einmal auf dem Weg\nzu Salvadors Haus traf, sagte ich zu ihm: &bdquo;Herr Zatti, bitte\nretten Sie meinen Bruder! Er drehte sich um, schaute mir in die Augen\nund sagte streng: &sbquo;Seien Sie nicht blasphemisch, nur Gott\nrettet!&lsquo;&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote53anc\" href=\"#sdfootnote53sym\"><sup>53<\/sup><\/a><br><\/p><p>Das\nLeben von Artemide Zatti war ein Leben der Spende, der Gemeinschaft\nund des Zeugnisses f&uuml;r den auferstandenen Herrn. Ein Leben\nvoller Gnaden, das ihn zu einem vollkommen christlichen Tod f&uuml;hrte:\n&bdquo;Auf die Frage, ob seine Schmerzen anhaltend und stark sind\noder nicht, sagte er mir, ohne direkt zu antworten: &sbquo;Sie sind\nein Mittel der L&auml;uterung und ich bin gl&uuml;cklich, weil ich\nwei&szlig;, dass ich die Passion Christi vollende, etwas, das ich den\nKranken so sehr eingeimpft habe.&lsquo;&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote54anc\" href=\"#sdfootnote54sym\"><sup>54<\/sup><\/a><br><\/p><p>Und\nZattis Opfergabe war umfassend, diskret, heiter und freudig, wie das\nSiegel seiner Liturgie. Sie verdient es, in einem Gel&uuml;bde wieder\naufgenommen zu werden, in der Zatti hinter dem Schleier der Sympathie\nseinen Begleitern den Sinn seines Lebens vermittelt, das Gott ganz\naussch&ouml;pfen konnte, weil es reif und voll war. Wenige Monate vor\nseinem Tod erz&auml;hlte Zatti einer Krankenschwester l&auml;chelnd\nvon seiner Krankheit &#8211; einem Lebertumor, der sein Gesicht gelb f&auml;rbte\n-, und sagte, dass auch er bald farbig sein w&uuml;rde, und zwar mit\nMake-up! Seine Farbe w&uuml;rde jedoch, wie bei Zitronen, die Farbe\nder Reife sein, die diese Frucht bereit macht, vollst&auml;ndig\nausgepresst zu werden. &bdquo;Sie tragen Make-up? Das will ich auch!\nInnerhalb von sechs Monaten werde ich es Ihnen beweisen. Eine Zitrone\nist nutzlos, wenn sie nicht gelb ist.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote55anc\" href=\"#sdfootnote55sym\"><sup>55<\/sup><\/a><br><br><\/p><p><b>3.\nEINE AUFFORDERUNG ZU AUSSERGEW&Ouml;HNLICHEM ENGAGEMENT<\/b><br><br><\/p><p>So\nlautete der Titel des letzten Teils des Briefes von Pater Vecchi, auf\nden ich schon mehrfach Bezug genommen habe und den ich aufbewahren\nund weitergeben m&ouml;chte. Auf den vorangegangenen Seiten habe ich\nversucht, die au&szlig;ergew&ouml;hnliche Pers&ouml;nlichkeit unseres\nSalesianer-Koadjutor-Bruders Artemide Zatti auf einfache, aber\npr&auml;gnante Weise zu skizzieren. Sein Lebensweg, der von Gott\ndurchdrungen und erf&uuml;llt ist, ist ein Beispiel f&uuml;r alle.\nDas gilt auch f&uuml;r seine Heiligkeit. Angesichts dieser gro&szlig;en\nPers&ouml;nlichkeit ist sich unsere Kongregation der Notwendigkeit\nund Bedeutung eines besonderen Engagements zur F&ouml;rderung dieser\nwunderbaren Berufung heute st&auml;rker bewusst. Ich mache mir die\nWorte Pater Vecchis zu eigen, jede Provinz, jede Gemeinschaft und\njeden Bruder in den kommenden Jahren zu bitten, <i>&bdquo;sich\n<\/i>im\nRahmen der Berufungspastoral <i>erneut,\nau&szlig;erordentlich und konkret f&uuml;r die Berufung des\nsalesianischen Koadjutors einzusetzen<\/i>,\nindem man f&uuml;r diese betet, sie ank&uuml;ndigt und vorschl&auml;gt,\nsie aufruft, aufnimmt und begleitet, sie pers&ouml;nlich und\ngemeinsam in der Gemeinschaft lebt.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote56anc\" href=\"#sdfootnote56sym\"><sup>56<\/sup><\/a>\nAn reichhaltigen Ver&ouml;ffentlichungen &uuml;ber die Figur des\nSalesianer-Koadjutors mangelt es nicht;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote57anc\" href=\"#sdfootnote57sym\"><sup>57<\/sup><\/a>\nvielleicht m&uuml;ssen wir in dieser Zeit unserem Engagement noch\nmehr &Uuml;berzeugung verleihen. Ich habe bei meinen Besuchen in den\nProvinzen und auch in meinen Briefen oft daran erinnert, dass wir vor\nallem M&auml;nner des Glaubens sein m&uuml;ssen und sich heute mehr\ndenn je dem Herrn &uuml;berlassen m&uuml;ssen. Viele andere\nStrategien und Pl&auml;ne k&ouml;nnen uns helfen, aber nur das\n<i>Vertrauen\nauf den Herrn und die Hinwendung zu ihm <\/i>werden\nuns aus einer tiefen Notlage herausf&uuml;hren. Das\nfolgende Zeugnis eines Mitbruders hat meines Erachtens eine besondere\nKraft: &bdquo;Auch heute ert&ouml;nt das &sbquo;Komm und folge mir\nnach&lsquo;. Und\nes ist immer wieder erstaunlich festzustellen, dass es auch heute\nnoch junge M&auml;nner gibt, denen es an nichts mangelt, um sich dem\nPriestertum zuzuwenden, die sich aber f&uuml;r den geweihten\nLaienberuf entscheiden, auch in der Salesianerkongregation. Daher ist\nes in der Berufungspastoral notwendig, an diese Berufung als Ganzes\nzu glauben und Wertsch&auml;tzung hierf&uuml;r durch Osmose zu\nvermitteln, ohne sie in Richtung der klerikalen Gestalt zu zwingen\nund zu verzerren. Man muss davon &uuml;berzeugt sein, dass es junge\nMenschen gibt, die sich nicht mit dem Modell des Priesters\nidentifizieren k&ouml;nnen, w&auml;hrend sie sich vom Modell des\ngeweihten Laien angezogen f&uuml;hlen. Was sind die Gr&uuml;nde f&uuml;r\ndiese Entscheidung? Alle Begr&uuml;ndungen sind unzureichend: Im\nGrunde bleibt das Geheimnis der Gnade und der Freiheit.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote58anc\" href=\"#sdfootnote58sym\"><sup>58<\/sup><\/a><br><\/p><p>An\ndieser Stelle m&ouml;chte ich Sie auffordern, die demn&auml;chst\nerscheinenden Ver&ouml;ffentlichungen sowohl &uuml;ber den Heiligen\nArtemide Zatti als auch &uuml;ber die Berufung des salesianischen\nKoadjutors in unserer Kongregation, in den verschiedenen Regionen und\nin den Vorschl&auml;gen der beiden Bereiche f&uuml;r Jugendpastoral\nund Ausbildung n&auml;her zu betrachten.<\/p><p>Es\nwird nicht an Anregungen, &Uuml;berlegungen und vor allem an\nf&uuml;rbittenden Gaben des neuen Heiligen mangeln, vor allem f&uuml;r\nseine salesianischen Mitbr&uuml;der und -schwestern in der ganzen\nWelt, f&uuml;r diejenigen, die bereits hier sind und f&uuml;r\ndiejenigen, die mit der Gnade Gottes kommen werden.<br><\/p><p><b>Die\nKraft und Sch&ouml;nheit einer Aufforderung<\/b><br><\/p><p>Ich\nglaube, wir k&ouml;nnen unsere Diskussion &uuml;ber das Leben von\nArtemide Zatti nicht beenden, ohne noch einmal einen Brief von\nKardinal Jorge Mario Bergoglio, dem heutigen Papst Franziskus, aus\ndem Jahr 1986 in Erinnerung zu rufen, der an einen Salesianer\ngeschrieben wurde und in dem von einer Gnade die Rede ist, die er auf\ndie F&uuml;rbitte Zattis erhalten hat.<br><\/p><p>Die\nGeschichte ist bekannt: Als er Provinzial der argentinischen Jesuiten\nwar, betraute Pater Bergoglio Zatti mit der Bitte an den Herrn um\nheilige Berufungen zum gottgeweihten Laienleben f&uuml;r die\nGesellschaft Jesu, und seine Provinz wurde innerhalb eines Jahrzehnts\nmit dreiundzwanzig neuen Berufungen von Ordensbr&uuml;dern gesegnet.<br><\/p><p>Die\nEpisode ist nicht nur wegen der Protagonisten der Geschichte von\nBedeutung &#8211; der Messner, ein Salesianer-Koadjutor, der derzeitige\nNachfolger Petri -, sondern auch wegen ihres Inhalts: die\nBerufungsst&auml;rke des Zeugnisses von Zatti.<br><\/p><p>Es\nist erstaunlich, dass der erste Salesianer, der nicht wegen seines\nBlutmartyriums heiliggesprochen wurde, ein Koadjutor war, und zwar\nein Koadjutor, der in radikalem Gehorsam gegen&uuml;ber Gott auf die\nForm der Berufung verzichtete, von der er fasziniert war, n&auml;mlich\ndas Priestertum, um bei Don Bosco zu sein, der damals einen\naufopferungsvollen Dienst in der Welt der Krankheit und des Leidens\nleistete.<br><\/p><p>Doch\ndie starke Sch&ouml;nheit dieses Zeugnisses kann uns nicht entgehen;\nin ihm leuchten die grundlegenden Lieben auf, die das Herz des\nSalesianers entflammen m&uuml;ssen: die Liebe zu Gott und seinem\nWillen, die Liebe zum N&auml;chsten, der in seinen leidenden Gliedern\ndas nahe Antlitz des gekreuzigten Jesus ist, die Liebe zur Mutter des\nHerrn, der Mittlerin aller Gnade, die Liebe zu Don Bosco, der jedem\nSalesianer Brot, Arbeit und das Paradies verspricht.<br><\/p><p>Diese\nLiebe erstrahlt in der leuchtenden Pracht des religi&ouml;sen Lebens\nvon Artemide, das er mit freudiger Radikalit&auml;t und gro&szlig;z&uuml;giger\nTatkraft f&uuml;hrte.<br><\/p><p>Unser\nMitbruder Artemide Zatti zeigt uns, wie empf&auml;nglich die Welt f&uuml;r\ndas Zeugnis des Ordenslebens ist, solange dieses Zeugnis wahr,\nglaubw&uuml;rdig und authentisch ist: Der Triumph seiner Beerdigung,\nder Ruhm seiner Heiligkeit, die Verehrung seines Grabes sind\ndeutliche Zeichen daf&uuml;r, wie sehr alle den Finger Gottes im Werk\ndieses gro&szlig;z&uuml;gigen und treuen Salesianers erkannt haben:\n&bdquo;Im Verh&auml;ltnis zu den Einwohnern von Viedma war die Zahl\nder Menschen, die zur Beerdigung str&ouml;mten, beeindruckend. Von\n&uuml;berall her str&ouml;mten bescheidene Menschen mit kleinen\nBlumenstr&auml;u&szlig;en herbei. Neben den Beh&ouml;rden waren noch\nviele andere Personen anwesend. In den Tagen [nach dem Tod] waren die\nMenschen &uuml;berzeugt, dass ein Heiliger gestorben war; einige\ngingen zum Grab und hofften auf Wunder: Sie beteten, brachten\nBlumen.&ldquo;<a class=\"sdfootnoteanc\" name=\"sdfootnote59anc\" href=\"#sdfootnote59sym\"><sup>59<\/sup><\/a><br><\/p><p>Das\nLeben von Artemide Zatti hat eine Stadt zum Leben erweckt, und heute\nber&uuml;hrt es die ganze Welt, weil es von Gott spricht: Er hat den\nArmen und Kranken durch eine beispielhafte Praxis der Keuschheit die\nSch&ouml;nheit der jungfr&auml;ulichen und fruchtbaren Liebe Gottes\ngebracht; er hat allen den Reichtum des Glaubens geschenkt und daf&uuml;r\nmit einer geliebten Armut bezahlt, die so weit ging, dass sie einem\nKranken sein Zimmer &uuml;berlie&szlig; oder einen Toten dorthin\nbrachte, um ihn in einer letzten Geste der Z&auml;rtlichkeit und des\nMitleids den Blicken der anderen Kranken zu entziehen; er hat die\nwahre Freiheit gelehrt, indem er unter bitteren Tr&auml;nen dem\nWillen der Oberen gehorchte und sie als Mittler des Planes Gottes\nanerkannte.<br><\/p><p>Als\nvorbildlicher Ordensmann lehrt er mit diesem Zeugnis alle, dass die\nGesundheit der Seele ist, die es &uuml;ber jedem anderen Gut zu\nbewahren gilt, dieser unserer Seele, die so kostbar ist, weil sie von\nGott kommt und zu ihm strebt, oft unbewusst, in dem Wunsch, in seinen\nArmen die ewige Liebe zu finden.<br><\/p><p>M&ouml;ge\nZattis Liebe unsere Liebe entfachen; m&ouml;ge sein Zeugnis f&uuml;r\ndas Absolute Gottes, die Gr&ouml;&szlig;e der Seele und unsere wahre\nHeimat unsere Gesten und unsere pastorale Leidenschaft f&uuml;r eine\nneue apostolische Treue und eine neue Fruchtbarkeit der Berufung\ninspirieren. M&ouml;ge es uns nie an dem m&uuml;tterlichen Schutz\nMarias, der Helferin der Christen, fehlen, wie Artemide Zatti ihn\nimmer gesucht hat, und m&ouml;ge die Verehrung der Mutter in jedem\nHaus der Salesianer in der Welt und in jeder Ecke, in der die Familie\nDon Boscos pr&auml;sent ist, ein sicherer Weg sein, der uns hilft,\neine Heiligkeit zu leben wie die unseres Mitbruders.<br><\/p><p>Ich\nschlie&szlig;e diese Worte mit einem Gebet an den Vater um F&uuml;rbitte\ndes neuen salesianischen Koadjutors, des heiligen Artemide Zatti.<br><br><\/p><p>\n<i><b>F&uuml;rbittgebet<\/b><\/i><br>\n<i><b>um Berufungen von Salesianischen Laien <\/b><\/i><br><br>\nO\nGott, der du uns im heiligen Artemide Zatti<br>\neinen\nvorbildlichen salesianischen Koadjutor geschenkt hast,<br>\nder\nsich deinem Ruf gef&uuml;gt hat,<br>\nder\nmit der Mildt&auml;tigkeit des barmherzigen Samariters<br>\njedem\nMenschen nahe war,  <br>\nhilf\nuns, das Geschenk dieser Berufung zu erkennen,<br>\ndie\nder Welt die Sch&ouml;nheit des gottgeweihten Lebens bezeugt.<br>\nGib\nuns den Mut, jungen Menschen <br>\ndiese\nForm des evangelischen Lebens vorzuschlagen,<br>\nden\nKleinen und Armen zu dienen,<br>\nUnd\nmache, dass die, die du rufst, diesen Weg zu gehen,<br>\nauf\ndeine Einladung gro&szlig;z&uuml;gig antworten.<br>\nWir\nbitten dich hierum durch F&uuml;rbitte des heiligen Artemide Zatti<br>\nund\ndurch die Vermittlung von Christus, dem Herrn.<br>\nAmen.<br><br>\nIn wahrer Zuneigung und vereint im Herrn durch gegenseitiges Gebet.<br>Mit\nherzlichen Gr&uuml;&szlig;en<br><br>&Aacute;ngel Fern&aacute;ndez Artime, sdb<br><i>Rektor Major<\/i><br><br><br>\n<div id=\"sdfootnote1\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote1sym\" href=\"#sdfootnote1anc\">1<\/a>\n\tJ.E. Vecchi, <i>Seligsprechung des\n\tKoadjutors Artemide Zatti: Eine bahnbrechende Neuheit, <\/i>in\n\tACG 376 (2001), 3.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote2\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote2sym\" href=\"#sdfootnote2anc\">2<\/a>\n\tMeine Absicht war, ein kurzes und n&uuml;chternes Profil zu\n\terstellen. Wer mehr &uuml;ber das Leben von Artemide Zatti erfahren\n\tm&ouml;chte, findet zahlreiche Biografien &uuml;ber den kommenden\n\tHeiligen und kann auch das biografische Profil im Brief von Pater\n\tVecchi lesen, auf den ich bereits hingewiesen habe.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote3\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote3sym\" href=\"#sdfootnote3anc\">3<\/a>\n\tVgl. <i>Positio, <\/i>S. 35.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote4\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote4sym\" href=\"#sdfootnote4anc\">4<\/a>\n\tVgl. J.E. <span style=\"font-variant: small-caps\">Vecchi, <i>o.c.,\n\t<\/i>S. 15 und Vgl. <i>Positio<\/i>, S. 47.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote5\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote5sym\" href=\"#sdfootnote5anc\">5<\/a>\n\tJ.E. <span style=\"font-variant: small-caps\">Vecchi, <i>o.c.,\n\t<\/i>S. 17 und <i>Positio<\/i>, S. 79.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote6\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote6sym\" href=\"#sdfootnote6anc\">6<\/a>\n\tJ.E. <span style=\"font-variant: small-caps\">Vecchi, <i>o.c.,\n\t<\/i>S. 18.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote7\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote7sym\" href=\"#sdfootnote7anc\">7<\/a>\n\tJ.E. <span style=\"font-variant: small-caps\">Vecchi,\n\t<i>o.c., <\/i>S.\n\t20 und <i>Summarium<\/i>,\n\tS. 310, Nr. 1224.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote8\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote8sym\" href=\"#sdfootnote8anc\">8<\/a>\n\tPositio, S. 198.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote9\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote9sym\" href=\"#sdfootnote9anc\">9<\/a>\n\tJ.E. <span style=\"font-variant: small-caps\">Vecchi, <i>o.c.,\n\t<\/i>S. 25.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote10\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote10sym\" href=\"#sdfootnote10anc\">10<\/a><span style=\"font-variant: small-caps\">\n\tH.U. von Balthasar, <i>Kennt\n\tJesus uns? <\/i><i>Kennen wir Jesus? <\/i>Morcelliana (= Il\n\tPellicano), Brescia 1981, 95.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote11\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote11sym\" href=\"#sdfootnote11anc\">11<\/a>\n\tJ.E. <span style=\"font-variant: small-caps\">Vecchi, <i>o.c.,\n\t<\/i>S. 26.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote12\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote12sym\" href=\"#sdfootnote12anc\">12<\/a>\n\tJ.E. <span style=\"font-variant: small-caps\">Vecchi, <i>o.c.,\n\t<\/i>S. 27.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote13\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote13sym\" href=\"#sdfootnote13anc\">13<\/a><i>\n\tPositio, <\/i>31.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote14\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote14sym\" href=\"#sdfootnote14anc\">14<\/a><i>\n\tPositio, <\/i>21.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote15\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote15sym\" href=\"#sdfootnote15anc\">15<\/a><span style=\"font-variant: small-caps\">\n\tH.U. von Balthasar, <i>Gli stati di vita del cristiano<\/i>,\n\tJaca Book, Mailand 1985, 34.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote16\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote16sym\" href=\"#sdfootnote16anc\">16<\/a><i>\n\tSummarium, <\/i>S. 43, Nr. 160.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote17\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote17sym\" href=\"#sdfootnote17anc\">17<\/a><span style=\"font-variant: small-caps\">\n\tH.U. von Balthasar, Die <i>Lebenslagen\n\tdes Christen, <\/i>34.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote18\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote18sym\" href=\"#sdfootnote18anc\">18<\/a><i>\n\tPositio, <\/i>206 (Geistliches Profil des\n\tDieners Gottes).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote19\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote19sym\" href=\"#sdfootnote19anc\">19<\/a><i>\n\tPositio super scriptis <\/i>12.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote20\"><p>\n\t<a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote20sym\" href=\"#sdfootnote20anc\">20<\/a><i>\n\tBrief an seinen Vater<\/i>,\n\tViedma, 15. Juni\n\t1908.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote21\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote21sym\" href=\"#sdfootnote21anc\">21<\/a><i>\n\tPositio, <\/i>75-76.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote22\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote22sym\" href=\"#sdfootnote22anc\">22<\/a><i>\n\tPositio, <\/i>80.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote23\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote23sym\" href=\"#sdfootnote23anc\">23<\/a><i>\n\tPositio, <\/i>81.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote24\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote24sym\" href=\"#sdfootnote24anc\">24<\/a><i>\n\tSummarium <\/i>15.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote25\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote25sym\" href=\"#sdfootnote25anc\">25<\/a><i>\n\tSummarium <\/i>80.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote26\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote26sym\" href=\"#sdfootnote26anc\">26<\/a>\n\tJ.E. <span style=\"font-variant: small-caps\">Vecchi, <i>o.c.,\n\t<\/i>S. 21.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote27\"><p>\n\t<a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote27sym\" href=\"#sdfootnote27anc\">27<\/a>\n\tZeugenaussage von Tassara Carlo, <i>Summ<\/i>.\n\t126-127.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote28\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote28sym\" href=\"#sdfootnote28anc\">28<\/a>\n\tZeugenaussage von Msgr. Per&eacute;z Carlo Mariano, <i>Summ<\/i>.\n\t52.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote29\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote29sym\" href=\"#sdfootnote29anc\">29<\/a>\n\tFiora Luigi, <i>Biographie<\/i>,\n\t<i>Positio <\/i>132.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote30\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote30sym\" href=\"#sdfootnote30anc\">30<\/a>\n\tZeugenaussage von Msgr. Per&eacute;z Carlo Mariano, <i>Summ<\/i>.\n\t43-47.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote31\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote31sym\" href=\"#sdfootnote31anc\">31<\/a>\n\tZeugenaussage von Msgr. Per&eacute;z Carlo Mariano, <i>Summ.\n\t<\/i>43.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote32\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote32sym\" href=\"#sdfootnote32anc\">32<\/a>\n\tZeugenaussage von Garc&iacute;a Oscar Giovanni, <i>Summ<\/i>.\n\t113.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote33\"><p>\n\t<a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote33sym\" href=\"#sdfootnote33anc\">33<\/a>\n\tZeugenaussage von Molinari Ferdinando Enrique, <i>Summ<\/i>.\n\t151.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote34\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote34sym\" href=\"#sdfootnote34anc\">34<\/a>\n\tZeuge Morero Noelia de Tofoni, <i>Summ<\/i>. 259.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote35\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote35sym\" href=\"#sdfootnote35anc\">35<\/a>\n\tZeugnis von Pater De Roia Luigi, <i>Summ<\/i>.\n\t271.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote36\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote36sym\" href=\"#sdfootnote36anc\">36<\/a>\n\tZeugenaussage von Kossman Enrico Mario, <i>Summ<\/i>.\n\t10<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote37\"><p>\n\t<a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote37sym\" href=\"#sdfootnote37anc\">37<\/a>\n\tZeugenaussage von Pater Prieto Antonio F. Fern&aacute;ndez, <i>Summ<\/i>.\n\t61.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote38\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote38sym\" href=\"#sdfootnote38anc\">38<\/a>\n\tZeugnis von Pater Brizzola Mario, <i>Summ<\/i>.\n\t75.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote39\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote39sym\" href=\"#sdfootnote39anc\">39<\/a>\n\tZeugenaussage von Garc&iacute;a Oscar Giovanni, <i>Summ<\/i>.\n\t113.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote40\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote40sym\" href=\"#sdfootnote40anc\">40<\/a>\n\tZeugenaussage von Constanzo Giuseppe Nicola, <i>Summ<\/i>.\n\t103.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote41\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote41sym\" href=\"#sdfootnote41anc\">41<\/a>\n\tZeugenaussage von Giraudini Amalia Teresa, <i>Summ<\/i>.\n\t117.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote42\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote42sym\" href=\"#sdfootnote42anc\">42<\/a>\n\tZeugenaussage von Linares Manuel, <i>Summ.\n\t<\/i>92.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote43\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote43sym\" href=\"#sdfootnote43anc\">43<\/a>\n\tZeugenaussage von Msgr. Per&eacute;z Carlo Mariano, <i>Summ<\/i>.\n\t36.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote44\"><p>\n\t<a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote44sym\" href=\"#sdfootnote44anc\">44<\/a>\n\tZeugenaussage von Kossman Enrico Mario, <i>Summ<\/i>.\n\t14.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote45\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote45sym\" href=\"#sdfootnote45anc\">45<\/a>\n\tZeugnis von Pater Brizzola Mario, <i>Summ<\/i>.\n\t79-80.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote46\"><p>\n\t<a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote46sym\" href=\"#sdfootnote46anc\">46<\/a>\n\tZeugnis von Pater Brizzola Mario, <i>Summ.\n\t<\/i>80.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote47\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote47sym\" href=\"#sdfootnote47anc\">47<\/a>\n\tZeugenaussage von Cadorna Guidi Giovanni, <i>Summ. <\/i>218.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote48\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote48sym\" href=\"#sdfootnote48anc\">48<\/a>\n\tZeugenaussage von Dr. Guidi Pasquale Attilio, <i>Summ<\/i>.\n\t100.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote49\"><p>\n\t<a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote49sym\" href=\"#sdfootnote49anc\">49<\/a>\n\tZeugenaussage von Garc&iacute;a Oscar Giovanni, <i>Summ.\n\t<\/i>114.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote50\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote50sym\" href=\"#sdfootnote50anc\">50<\/a>\n\tZeugenaussage von De Palma Luigi, <i>Summ<\/i>.\n\t135.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote51\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote51sym\" href=\"#sdfootnote51anc\">51<\/a>\n\tZeugenaussage von Pater L&oacute;pez Feliciano, <i>Summ.\n\t<\/i>178.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote52\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote52sym\" href=\"#sdfootnote52anc\">52<\/a>\n\tZeugenaussage von Pater L&oacute;pez Feliciano, <i>Summ<\/i>.\n\t174.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote53\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote53sym\" href=\"#sdfootnote53anc\">53<\/a>\n\tZeugenaussage von Echay Peter, <i>Summ<\/i>.\n\t211-212.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote54\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote54sym\" href=\"#sdfootnote54anc\">54<\/a>\n\tZeugenaussage von Geronazzo Francesco Erasmo, <i>Summ<\/i>.\n\t274.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote55\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote55sym\" href=\"#sdfootnote55anc\">55<\/a>\n\tZeugenaussage von Pater L&oacute;pez Feliciano, <i>Summ<\/i>.\n\t193.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote56\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote56sym\" href=\"#sdfootnote56anc\">56<\/a>\n\tJ.E. <span style=\"font-variant: small-caps\">Vecchi, <i>o.c.,\n\t<\/i>S. 47.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote57\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote57sym\" href=\"#sdfootnote57anc\">57<\/a>\n\tDie von Pater Vecchi finden sich in <i>ACG <\/i>373 (2000) und in <i>La\n\tVocazione del salesiano coadiutore nella pastorale vocale, <\/i>in <i>Il\n\tsalesiano coadiutore. Storia, identit&agrave;, pastorale vocazionale\n\te formazione<\/i>, Editrice SDB, Roma 1989, 133-161.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote58\"><p><a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote58sym\" href=\"#sdfootnote58anc\">58<\/a>\n\tJ.E. <span style=\"font-variant: small-caps\">Vecchi, <i>o.c.,\n\t<\/i>S. 49-50.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote59\"><p>\n\t<a class=\"sdfootnotesym\" name=\"sdfootnote59sym\" href=\"#sdfootnote59anc\">59<\/a>\n\tZeugenaussage von Giraudini Amalia Teresa, <i>Summ.\n\t<\/i>115-116.<\/p>\n<\/div>\n<\/body>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eICH GLAUBTE, ICH GELOBTE, ICH WURDE GEHEILT!\u201cArtemide Zatti: Evangelium der Berufung und Kirche der Heilung&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4389,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"iawp_total_views":2,"footnotes":""},"categories":[142],"tags":[1969,1957,2504,2617],"class_list":["post-12157","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-mitteilungen-des-generaloberer","tag-heilige","tag-salesianer","tag-charyzmat-salezjanski","tag-zeugen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12157","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12157"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12157\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4389"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12157"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12157"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.donbosco.press\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12157"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}